Report
Ausgabe 09, September 2013


Armenien
Drillings-Segen führt in die Armut
Mutter behindert — Vater übernimmt die Pflege der Kinder

Ani, Arin und Petik — diese drei Kinder machen das Glück von Tamara und Lewon perfekt. Doch gleichzeitig ist mit der Geburt der Drillinge der Weg in die Armut vorgezeichnet.

Tamara Injeian, geboren und aufgewachsen im Libanon, kommt aus einer angesehenen armenischen Familie und ist von Geburt an behindert. Schon als junge Frau musste Tamara mit dem Tod zweier ihrer drei Geschwister und beider Eltern fertig werden. Doch sie lernte, auf eigenen Beinen zu stehen: Als studierte Lehrerin unterrichtete sie viele Jahre und konnte selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen.


Lewon und Tamara sind überglücklich, dass ihnen drei gesunde Kinder geschenkt wurden.

Ani, Arin und Petik entwickeln sich gut. Damit das so bleibt, braucht die Familie Unterstützung.

„Mein Ehemann Lewon war der engste Freund unserer Familie. Er half mir immer, und aus Freundschaft wurde Liebe“, erzählt Tamara lächelnd. Lewon ist 15 Jahre älter als Tamara. Der erfolgreiche Sportler nahm am Berg-Karabach-Konflikt teil. Auch die Anerkennung des Genozids an den Armeniern liegt ihm am Herzen. Er hatte 1998 die Möglichkeit, in die Türkei zu reisen und fotografierte die angestammten armenischen Bauten, Kirchen und Brücken. Die Bilder wurden im Libanon und später in Syrien, Zypern, Kanada und den USA ausgestellt, um den Armeniern die Kulturdenkmäler ihrer Vorfahren zu zeigen.

2008 heiratete Lewon Tamara aus Liebe, obwohl Tamara spastisch gelähmt war und bereits im Rollstuhl sass. Ihr Haus in Ajingar, einem Dorf an der syrisch-libanesischen Grenze, mussten sie im Zuge des Krieges in Syrien verlassen. Tamara war gerade mit den Drillingen schwanger. „Für uns stand immer fest, dass wir uns Kinder wünschen. Die Nachricht, dass wir Drillinge erwarten, war eine Überraschung“, erzählt Papa Lewon stolz. Am 17. Mai 2013 kamen die Kinder gesund zur Welt.

Drei Babys auf einmal zu versorgen, ist eine unglaubliche Herausforderung. Lewon übernimmt diese ganz allein und kann deswegen nicht arbeiten gehen. Tamara ist zu eingeschränkt, um sich selbst um die Kinder kümmern zu können. In Ajingar besass Lewon eine eigene kleine Werkstatt. In Armenien lebt die Familie bis jetzt von seinen Ersparnissen, doch diese sind fast aufgebraucht. An eine staatliche Beihilfe, Kindergeld oder Invalidenrente ist nicht zu denken.

Aus den Mitteln des Nothilfefonds hat Diaconia Lewon beim Kauf von Milch und Windeln geholfen. Um die Familie weiter unterstützen zu können, benötigen wir Ihre Hilfe. Möge Gott Ihnen Ihre Hilfe reichlich vergelten!

Projekt Nr. 1909, Unterstützung für Drillinge”

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Rumänien
Ein Leben im Kuhstall
Schicksalsschläge und Verleumdungen prüfen die Familie hart

Wenn Gheorge Bartos zwischen den selbst gemauerten Wänden steht und sich umschaut, träumt er davon, mit seiner geliebten Familie bald schon aus dem Kuhstall in sein mit eigenen Händen hochgezogenes Haus umzuziehen – und davon, dass sie alle endlich zur Ruhe kommen dürfen. Denn sie haben viel erlebt: Glück und Leid, Liebe und Angst.

Seit elf Jahren schon sind Gheorge und Ileana ein Paar. Der heute 44-Jährige heiratete damals die jetzt 41-Jährige, die drei Kinder mit in die Ehe brachte. Es war für beide die grosse Liebe. Gheorge nahm Ileana und die Kinder mit in sein Elternhaus. Dort wurde ihr gemeinsamer Sohn Adi (6) geboren. Die Unterkunft war zwar eng und ärmlich, aber die Familie war glücklich.

Bald schon verloren sie jedoch ihr Zuhause: Das Haus brannte aus bisher ungeklärten Gründen völlig ab. Gheorge und Ileana standen plötzlich ohne Habe mit ihren Kindern auf der Strasse. Gheorge suchte verzweifelt nach einer Lösung des Problems und traf einen Mann aus dem Dorf Homorod, das 62 Kilometer von Brasov entfernt ist. Der bot ihm an, seine Kühe zu hüten. Als Zuhause dient seitdem ein kleiner Raum am Eingang des Kuhstalls. Er ist kaum eingerichtet und zu klein für die Familie – ganz zu schweigen von dem Gestank und den Fliegen, unter denen die Familie täglich zu leiden hat.

Aber nicht genug, dass die Wohnverhältnisse der Familie seither katastrophal sind; die hochschwangere Ileana wurde plötzlich inhaftiert. Der Vater ihrer drei mit in die Ehe gebrachten Kinder bezichtigte Ileana zu Unrecht der Mittäterschaft an einer Straftat, wegen der er selbst im Gefängnis einsass.

Viel Zeit verging, bis Ileanas Unschuld endlich bewiesen werden konnte. Zur Entbindung von George (5) wurde sie kurz entlassen, dann musste sie jedoch erneut für drei Monate ins Gefängnis. Vater Gheorge blieb derweil mit seinen weiteren Kindern im Kuhstall wohnen und kümmerte sich um sie. Doch nach einer Weile nahm ihm die staatliche Kinderfürsorge für eine Weile die Kinder weg. „Ich war verzweifelt. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens“, erinnert er sich.

Mutter mit Kind: Das Baby soll in einer guten Umgebung aufwachsen, findet Ileana.

Gheorge und Ileana hoffen, dass sie mit ihren Kindern vielleicht doch in ihr Haus einziehen können. Das Leben im Stall ist unerträglich.

George (2.v.l.) und sein Bruder Adrian (2.v.r.) müssen im Stall auch spielen. Manchmal kommen ihre Cousins (r. und l.) zu Besuch.

George wünscht sich nichts sehnlicher, als eine vernünftige Unterkunft.

Der Familienvater gab dennoch nicht auf: Nachdem er täglich 16 Stunden auf die Kühe aufgepasst hatte, fuhr er jeden Abend zu einem kleinen Stück Land, das er gekauft hatte, und begann damit, sein Haus zu bauen. Das Fundament hob er allein mit Muskelkraft aus. Auch die Ziegel hat Gheorge selbst hergestellt. „Ich möchte, dass meine Familie aus dem Stall ausziehen kann. Meine Kinder sollen eine Zukunft haben“, sagt Gheorge. Dieser Gedanke spornt ihn an.

Doch inzwischen hat die Familie erneut Nachwuchs bekommen, und der Lohn von Gheorge reicht gerade eben so aus, damit sie alle während des Monats versorgt sind. An den Weiterbau seines kleinen Hauses ist daher ohne Unterstützung nicht zu denken. 20 Quadratmeter Glück und Gesundheit für die Kinder, fernab von Gestank und Fliegen, sind in weite Ferne gerückt.

Diaconia möchte diese Familie unterstützen, damit das Haus zum Wohle aller vollendet werden kann. Dürfen wir Sie bitten, diese vom Leben stark erschütterte Familie zu unterstützen, so dass sie menschenwürdig leben und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann? Vielen Dank dafür.


Projekt Nr. 1910, "Eine Zukunft für Familie Bartos"

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Rumänien
Marias Haut und Seele müssen heilen
Explosion führt zu Verbrennungen der Zehnjährigen an Beinen und Gesicht

Die zehnjährige Maria lächelt tapfer. Zwischen den weissen Laken im Krankenhaus sieht sie ein bisschen verloren aus. Sie liegt auf dem Bauch, denn die Rückseiten ihrer Beine sind grossflächig verbrannt. Das kleine Mädchen hat einen langen Gesundungsprozess vor sich und braucht dringend medizinische Versorgung, die sich die Familie nicht leisten kann.

Maria ist in einer armen Familie aufgewachsen. Gemeinsam mit ihren Eltern lebt sie in einer winzigen Unterkunft, etwa 20 Kilometer von Brasov entfernt: Die beiden Räume haben zusammen nur zwölf Quadratmeter und die Küche vier Quadratmeter Wohnfläche. Doch die Liebe ihrer Eltern, Daniela und Marian, gab dem Mädchen Sicherheit und Lebensfreude. „Maria lachte viel, spielte und war neugierig auf alles, was sie lernen konnte“, erzählt ihre Mutter und kämpft gegen die aufsteigenden Tränen. Ihre Tochter so zu sehen, zerreisst ihr fast das Herz.

Die Beine von Maria sind am stärksten betroffen. Sie benötigen intensive Pflege, damit sich die Haut regenerieren kann.

Die kleine Maria wirkt etwas verloren zwischen den Laken. Die Explosion hat auch in ihrem Gesicht Spuren hinterlassen.

Die Familie lebt von dem Lohn, den Marias Mutter Daniela verdient. Vater Marian ist arbeitslos. Er ist geschickt und fleissig, doch er findet keine Arbeit. Er arbeitete in einer Metallwerkstatt, aber sein Chef achtete und schätzte seine Leute nicht – wie es in Rumänien oft der Fall ist. Marian wurde ohne Angabe von Gründen von einem Tag auf den anderen entlassen und sucht nun verzweifelt nach einer neuen Arbeit. Zwischendurch nimmt er immer mal wieder Gelegenheitsjobs an, um wenigstens ein wenig zum Familienunterhalt beitragen zu können.
Dies war auch am Tag von Marias Unfall so: Daniela war auf der Arbeit, und Marian hatte eine ertragreiche Tagesarbeit gefunden. Maria war allein zu Hause und wollte sich wie gewöhnlich waschen. Um ein wenig warmes Wasser zu bekommen, stellte sie einen Topf auf den Herd, drehte das Gas auf und verliess die Küche. Ein alltäglicher Vorgang, denn Maria ist von ihren Eltern selbstständig erzogen worden und solche Handgriffe von klein auf gewohnt. Als Maria nach einiger Zeit in die Küche zurückging und das Licht anschaltete, kam es zu einer Explosion. Maria schrie laut vor Schmerzen und Angst. Viele lange Minuten musste das kleine Mädchen warten, bis Nachbarn kamen und sich um es kümmerten.

Als Daniela und Marian durch die Nachbarn und Freunde informiert wurden was geschehen war, waren sie völlig geschockt. „Ich lief sofort raus auf die Strasse und hielt das nächstbeste Auto an. Ich sprang regelrecht davor. Ich hatte nur noch mein armes Kind im Kopf und wollte so schnell wie möglich zu ihm ins Krankenhaus“, erzählt Daniela. Maria erlitt Verbrennungen im Gesicht und an ihren Haaren. Am grossflächigsten und schlimmsten sind jedoch die Verbrennungen an beiden Beinen. Maria erholt sich langsam und erträgt die Schmerzen tapfer. Doch die Gefahr, entstellende Narben davonzutragen, ist sehr gross.

„Sie ist doch ein Mädchen. Schon jetzt ist sie wegen der Entstellungen viel unsicherer als vorher“, weiss die Mutter, wie es im Herzen ihrer Tochter aussieht und welche Ängste sie hat. Auch möchte sie gerne alles tun, damit Maria so wenig wie möglich unter Schmerzen leidet.

Der behandelnde Arzt empfiehlt für die Behandlung der betroffenen Stellen eine Salbe aus der Schweiz. Die ist aber für die Familie unbezahlbar. Eine Tube kostet zwei Drittel des gesamten Monatseinkommens der Familie. Und bei den grossen, von der Verbrennung betroffenen Hautflächen, werden bis zur vollkommenen Heilung noch viele Tuben dieser Salbe benötigt.

Bitte helfen sie diesem armen Mädchen bei der Wiederherstellung ihrer Gesundheit durch Gebete und Gaben. Herzlichen Dank dafür!


Projekt Nr. 1911, "Heilung für Maria"

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Armenien
Krankheit des Vaters stürzt Familie in die Armut
Witwe und ihre Söhne versuchen, ein menschenwürdiges Haus zu errichten

Die Erinnerung an eine richtige Wohnung erscheint Dschchuhi Mikaelian wie aus einem anderen Leben. Jetzt kämpft sie darum, dass ihre kleine Wellblechhütte zu einem Zuhause für ihre beiden Söhne wird. Ehemann Mher kann sie dabei nicht mehr unterstützen: Er starb 2011 nach langer Krankheit.

Dschchuhi stammt aus einer kinderreichen Familie. Gerade mal 16-jährig heiratete sie Mher und zog mit ihm zu dessen Eltern und Brüdern. Dort blieben sie, trotz der Enge, sieben Jahre wohnen, bis Mher schwer erkrankte. Die Diagnose lautete: Gangrän, auch als Wundbrand bekannt. Als Armenien 1988 von einem verheerenden Erdbeben erschüttert wurde, fuhr Mher mit Tausenden Freiwilligen in die betroffene Region. Nach einigen Tagen harter Arbeit war er völlig erschöpft, konnte nichts mehr essen und nicht einschlafen. Er fühlte sich schlecht, hatte einen Leistenbruch, eine Darmentzündung und bekam Depressionen.


Dschchuhi Mikaelian versucht mit ihren bescheidenen Möglichkeiten die Hütte zu einem Heim umzubauen.


Dschchuhi Mikaelian (mitte) und ihre Söhne Chatschik (links) und Mikael (rechts) vermissen den Vater und Ehemann.

Nach Erstellung der Diagnose folgte eine erfolgreiche Behandlung. Mher konnte sogar wieder als Kfz-Mechaniker arbeiten. Allerdings wurden für die Therapie alle Ersparnisse aufgebraucht, sogar die eigene Wohnung hatte die Familie verkauft. Als schliesslich die beiden Söhne geboren wurden, schien das Glück vollkommen zu sein – bis die Krankheit wieder ausbrach. Mher wurde bettlägerig, für die Miete konnte die Familie nicht mehr aufkommen und musste die Wohnung räumen. „Mein Bruder kaufte uns eine Wellblech-Hütte, die wir mit Erlaubnis der Bezirksverwaltung auf einem kleinen, verkommenen Grundstück aufstellen durften. Es gab keinen Strom und kein fliessendes Wasser“, berichtet Dschchuhi.

Die Pflege des Kranken war unter solchen Umständen schwierig. Wasser gab es nur im 500 Meter entfernten Brunnen. Um Mher zu baden, legte Dschchuhi Folien auf den Boden und füllte ein grosses Becken mit Wasser. „Auch meine Söhne pflegten ihren Vater bis zu seinem Tod liebevoll und halfen mir im Haushalt“, sagt Dschchuhi.
Dschchuhis grösster Wunsch ist es, dass ihre Kinder endlich in einem richtigen Zuhause wohnen können. Dank der Hilfe von Verwandten gibt es jetzt Strom- und Wasseranschluss, und Steinwände befestigen und isolieren die Hütte von aussen. Doch der Boden hat Löcher und die Fenster grosse Risse. Der Familie fehlt das Geld, um die Sanierungen zu beenden. Diaconia möchte die Witwe und ihre Söhne gerne darin unterstützen, das Zuhause sicher und wohnlich zu machen. Bitte helfen Sie mit!


Projekt Nr. 1912, "Dschchuhi und ihre Söhne"

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Armenien
Ein Leben voller Hunger und Sorgen
Vom Ehemann mit der Tochter und zwei kranken Söhnen alleine zurückgelassen

Eines Tages war Siranuschs Ehemann Mnacakan einfach verschwunden. Das Leben mit drei Kindern, zwei von ihnen behindert, wurde ihm zu viel. Jetzt kämpft Siranusch täglich ums Überleben und eine Zukunft für ihre Kinder.

Als Siranusch und Mnacakan Sargsian heirateten, träumten sie von einer glücklichen Familie. Mnacakan war Ringer und lebte für seinen Sport. Nur Geld verdiente er damit nicht. Das Paar lebte mit Mnacakans Eltern und seiner psychisch kranken Schwester zusammen. 1999 wurde Sohn Samwel geboren, der im Alter von drei Monaten Asthma bekam. Seitdem muss der Junge täglich Medikamente nehmen. 2000 erblickte Tochter Nergiz das Licht der Welt. Ihr kleiner Bruder Sargis wurde 2003 zu früh geboren. „Ihr Kind wird sein Leben lang geistig behindert sein“, lautete die niederschmetternde Diagnose.

Mutter Siranusch weiss nicht, wie sie ihre Kinder satt bekommen soll, und auch die Wohnsituation ist alles andere als optimal.

Die drei Kinder leiden sehr unter der Armut.

Für Mnacakan war die Situation unerträglich. Ohne Arbeit und Einkommen musste er für die Kosten der endlosen Therapien und Medikamente aufkommen. Er lieh sich Geld von Freunden und Bekannten. Um die Schulden zurückzuzahlen, wurde 2011 sogar die Wohnung verkauft. Das brachte Mnacakan an den Rand der Verzweiflung. Er verliess seine Familie und verschwand spurlos.

Seitdem wohnt Siranusch mit ihren Kindern zur Miete und führt ein Leben voller Entbehrungen und Sorgen. Wegen der Pflege der Kinder kann sie nicht arbeiten gehen. Von der kleinen staatlichen Beihilfe und der Invalidenrente für Sargis bleibt nach Abzug der Miet- und Medikamentenkosten noch nicht einmal genug Geld für Lebensmittel übrig. Oft kann Siranusch ihren Kindern nur etwas Brot und ein Glas Tee bieten.

Es fehlt überall: „Sargis ist inkontinent, er muss Windeln tragen. Aber ich habe dafür kein Geld. Jeden Tag trockne ich also seine nasse Matratze und seine Kleidung. Im Winter muss das arme Kind im feuchten Bett schlafen.

Schuhe haben wir keine, die Kinder sind barfuss...“, erzählt Siranusch und bricht in Tränen aus. Die Kinder brauchen dringend Schuhe und warme Winterkleidung. Der zehnjährige Sargis hat noch nie eine Schule besucht; denn eine normale Schule nimmt ihn nicht auf, und den Transport zur Sonderschule kann Siranusch nicht bezahlen.
Wir möchten diese Familie mit Lebensmitteln, Kleidung und Windeln versorgen. Auch die Fahrt zur Sonderschule soll für Sargis möglich werden. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 1914, "Schuhe für Siranuschs Kinder"

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BLICKPUNKT


Armenien
Know-how aus der Schweiz trifft auf
Lernbegeisterung in Armenien

Voll Spannung erwartete ich am ersten Arbeitstag meine Nähschülerinnen. Mein sorgsam vorbereitetes Drei-Wochen-Programm für den Nähkurs im „BAZ“ sah folgende Projekte vor: einfache Taschen, Kurzjacken und Blusen. Daneben hatte ich noch Accessoires wie Etui, Schminktäschli und Handyhüllen im Repertoire. Ebenfalls mitgebracht hatte ich verschiedene Stoffe, über 200 Schnittmuster und ein Schnittmusterbuch. Burda Schweiz stellte uns Muster und Musterbuch jeweils gratis zur Verfügung. Im BAZ leisteten zwei Frauen einen grossen Beitrag zum Gelingen des Kurses: Armanush (Nähschulleiterin im BAZ) stand mir mit ihren exzellenten Nähkünsten zur Seite, und Anna war für die Übersetzungen zuständig. Da ich weder Armenisch noch Russisch beherrsche, war diese Dienstleistung vor allem in den ersten Tagen sehr wertvoll. Mit der Zeit lernte ich jedoch, mich mit einigen armenischen Wendungen, und natürlich mit „Händen und Füssen“, zu verständigen.

Meine „Nähschülerinnen“ waren im Alter von 17 bis 35 Jahren und zeichneten sich durch Interesse, Offenheit und Fröhlichkeit aus. Sie waren sehr interessiert daran, die Technik des „Fütterns“ eines Kleidungsstücks zu erlernen. Als Hobby-Schneiderin war auch ich daran interessiert, neue Tipps und Tricks zu erfahren. Es gibt in der Nähpraxis durchaus Dinge, die in der Schweiz und in Armenien unterschiedlich gehandhabt werden. Somit hatte ich selbst auch einigen fachlichen Wissenszuwachs.

Im Rückblick auf die Zeit erachte ich es als ein zentrales Anliegen, jungen Leuten eine solide Ausbildung und damit die beste Grundlage zu bieten, sich mit ihrer Arbeit eine Existenz aufbauen zu können. Auch die Gespräche und der Austausch zwischen unseren Kulturen waren für mich sehr wertvoll. Sie trugen viel zum gegenseitigen Verständnis bei und bereicherten meinen Aufenthalt in Armenien sehr.

Damit das BAZ auch weiterhin junge Armenierinnen und Armenier für ihre berufliche Zukunft zurüsten kann, braucht es Ihre Unterstützung. Lassen Sie sich von dieser Arbeit begeistern! Herzlichen Dank dafür.

Edith Baumann-Renner (re.) mit Armanusch (li.)

Projekt Nr. 1913, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Albanien
Baufälliger Kindergarten droht einzustürzen
Vorschule mit medizinischem Behandlungsraum ist die einzige weit und breit

An der Zimmerdecke klafft ein riesiges Loch und gibt den Blick auf das Gebälk frei. Von der Tafel ist an vielen Stellen die schwarze Farbe abgesprungen, und der kleine Ofen, die einzige Heizquelle, steht auf einer wackeligen Steinkonstruktion. Dieser Ort gleicht eher einer Ruine, als einem Platz, an dem sich Kinder wohlfühlen und etwas lernen können.

Der Kindergarten liegt in einer der ärmsten Gegenden des Kavaje-Distrikts nahe der Adria. Die Strasse dorthin ist unbefestigt, überall Löcher und Schlamm. Bevor man nach Patmilot gelangt, fährt man durch das Dorf Gerth, ein christliches Dorf innerhalb einer muslimischen Umgebung und eines der ärmsten Dörfer im gesamten Distrikt.

Der Kindergarten ist baufällig, es ist eigentlich zu gefährlich, sich dort aufzuhalten.

Lernen unter schweren Bedingungen: Die Tafel ist völlig abgenutzt.

Schon der Weg macht es schwer, die entlegene und arme Region zu erreichen.

Der Kindergarten in Patmilot ist auch für Gerth zuständig. Er bietet die einzige Möglichkeit zur Vorschul-Erziehung in der Gegend. „Dieser Kindergarten ist für Hunderte Familien zuständig. Aber das Gebäude ist so baufällig, dass alle Angst haben, ihre Kinder dorthin zu schicken. Nicht auszudenken, wenn eines von ihnen zu Schaden käme“, sagt Erzieherin Edlira, die seit sechs Jahren dort arbeitet. 25 bis 30 Kinder werden täglich in dem Gebäude betreut. Während des Winters ist es sehr kalt, denn der Raum wird lediglich mit einem alten Ofen erwärmt.

„Im Winter kommen die Kinder oft durchnässt und durchgefroren an. Wir müssen dann erst einmal die Kleider trocknen und die Kinder aufwärmen. Vorher kann der Unterricht nicht beginnen“, erzählt die Erzieherin. Zu allem Überfluss regnet es auch noch in das Gebäude hinein.

Auch die Kranken und Hilfsbedürftigen in der Region leiden unter dem maroden Bau. Im Kindergarten befindet sich noch Doktor Lindita Cunis Behandlungsraum. Er ist unbenutzbar. „Es ist schwierig für mich“, sagt sie, „meine Patienten können mich nicht aufsuchen. So bin ich stets unterwegs, um nach ihnen zu schauen.“ Ausserdem ist sie, wenn sie immer unterwegs ist, für Notfälle nur schlecht erreichbar.

Diaconia möchte mit Ihrer Hilfe dieses Gebäude renovieren, eine Toilette einbauen und einen medizinischen Behandlungsraum einrichten. Dürfen wir Sie bitten, dieses für eine ganze Region Albaniens so wichtige Projekt zu unterstützen?


Projekt Nr. 1915, "Kindergarten Patmilot"

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Nepal
Waisenkinder leiden unter Regen und Wind
Sturm beschädigt das Dach des Shalom Hostels

Besorgt schaut Deependra Gautam zum Himmel. Dort zeigen sich die ersten Regenwolken. Seitdem ein Sturm das Dach des Waisenhauses beschädigt hat, müssen die Bewohner alles für sie Wertvolle vor dem Regen in Sicherheit bringen.

Deependra und Buddhi Gautam sorgen gut für die ihnen anvertrauten Waisenkinder. Sie geben ihnen Geborgenheit und Liebe und kümmern sich um deren Wohlergehen. Aber manchen Problemen können sie nicht begegnen, weil einfach nicht genügend Geld vorhanden ist. „Vor einiger Zeit hat ein Sturm unser Dach teilweise abgedeckt. Seitdem regnet es durch. Da auch die Schränke der Kinder sehr alt und kaputt sind, geben sie der Kleidung kaum mehr den nötigen Schutz, und zudem sind sie gefährlich, da sie zusammenzubrechen drohen“, berichtet Deependra Gautam. „Wir haben daher mit einem ortsansässigen Handwerker gesprochen, der bereit ist, uns das Dach kostengünstig zu reparieren.“ Insgesamt belaufen sich die zu erwartenden Renovationskosten, inklusive 32 neuer Regal-Schränke für die Kinder, auf etwa 2 400 Franken (2 000 Euro).

Diaconia möchte mit Ihrer Hilfe, liebe Spender, diese Renovierung möglich machen. Wir danken Ihnen herzlich für alle Unterstützung für dieses wichtige christliche Projekt in einem der ärmsten Länder der Welt.

Im Camp sieht man lachende Gesichter.


Projekt Nr. 1916, "Waisenhaus Shalom Hostel"

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