Report
Ausgabe 09, September 2014


Armenien
Artusch will leben
Krebsgeschwulst im Hals bedroht das Leben des Zehnjährigen — Therapie unbezahlbar

Sein kahler Kopf spricht eine deutliche Sprache: Artusch Sanosian hat Krebs. Der Zehnjährige hat in den vergangenen Monaten Schreckliches durchgemacht. Er könnte völlig gesund werden, doch jetzt fehlt das Geld für die nächste, alles entscheidende Chemo-Block-Behandlung.

Artusch ist in einer Arztfamilie aufgewachsen. Sein Vater ist Röntgenologe, die Mutter Laborantin, der Grossvater ein bekannter Kardiologe und die Grossmutter Kinderärztin. Alle sind Spezialisten und haben Hunderten von Menschen geholfen. Doch Artusch können sie nicht helfen.

Artusch ist geschwächt und hat alle seine Haare verloren.

Seine Mutter versucht, Artusch durch die schwere Zeit im Moskauer Krankenhaus zu begleiten.

„Am 4. März dieses Jahres hat meine Schwiegertochter einen kugelförmigen Knoten an Artuschs Hals ertastet. Wir dachten, es sei eine harmlose Zyste“, erzählt der Grossvater mit brüchiger Stimme, und Tränen steigen ihm in die Augen.

Danach musste sich Artusch vielen Untersuchungen unterziehen. Jedoch die Art der Geschwulst konnten die Ärzte nicht bestimmen. Da die medizinischen Möglichkeiten in Armenien durch die schlechte Ausstattung der Kliniken beschränkt sind, wurde Artusch an die Kollegen in Moskau überwiesen. Er kam ins onkologische Forschungszentrum „N.N.Blochin“, und die Diagnose lautete: Bösartiger Tumor.

Ein Bild aus glücklichen Tagen:
Artusch vor seiner Erkrankung.
Dem Jungen wurde eine hochdosierte Vier-Blöcke-Chemotherapie
verordnet, um den Tumor zu verkleinern. Allerdings sind damit hohe Kosten verbunden, die die Familie niemals aus eigenen Kräften aufbringen konnte, da Ärzte in Armenien nur sehr wenig verdienen. Die gesamte Therapie kostet rund 60 000 Franken (50 000 Euro). Freunde und Verwandte der Familie sammelten die Summe für den ersten Chemo-Block, und durch private Spendenaktionen und den Verkauf von Hab und Gut gelang es der Familie, den Grossteil des benötigten Geldes für die nächsten zwei Chemo-Blöcke zusammenzubekommen. Mittlerweile sind die finanziellen Mittel der Familie völlig erschöpft. Aber es fehlt noch das Geld für den letzten Chemo-Block, ungefähr 15 000 Franken (12 500 Euro).

Zu Hause wartet auf Artusch sein jüngerer Bruder Dawit (9). Während seine Familie in Moskau ist, lebt er bei den Grosseltern. Er weint oft, weil er Artusch und seine Eltern sehr vermisst und träumt von dem Tag, an dem er alle wieder umarmen kann und betet für die Gesundheit seines Bruders.

Wir möchten uns an den Kosten beteiligen, damit die Behandlung zu Ende geführt und das Leben von Artusch gerettet werden kann. Bitte unterstützen Sie uns dabei durch Gebet und Gaben.


Projekt Nr. 2240, "Chemotherapie für Artusch"

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Armenien
Ein Zuhause für ehrenamtlichen Geistlichen
Pastor Kamo Hakobian braucht dringend eine Unterkunft für sich und seine Familie

Er ist Pastor. Für seinen Dienst in einer kleinen evangelischen Kirchgemeinde in Jerewan bekommt Kamo Hakobian jedoch keinen Lohn. Deswegen versucht er, seine Familie durch seiner Hände Arbeit über Wasser zu halten. Schicksalsschläge haben ihn auf die Probe gestellt – doch das Vertrauen in Gott blieb und lässt ihn weitermachen.

Kamo, 1961 geboren, stammt aus einer wohlhabenden Familie, die in einer Eigentumswohnung im Zentrum Jerewans lebte. Er selbst besass ein Geschäft in Russland. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Abwertung des sowjetischen Rubels ging seine Firma pleite. Als die Banken Insolvenz anmeldeten, verlor Kamo seine gesamten Ersparnisse. Zu der wirtschaftlichen Not kam hinzu, dass Kamos Mutter schwer erkrankte. Er verkaufte die Wohnung, um Geld für die Behandlung zu haben. Dennoch starb Kamos Mutter im Herbst 1991.

Kamo und seine Familie müssen für ihre Wohnung eine hohe Miete zahlen.

Ihre vier Kinder sind Kamos und Nellis ganze Freude.

Das Fundament für das neue Haus steht schon. Aber es fehlt das Geld, um es weiterzubauen.

Kamo und sein Vater zogen zu Verwandten. Für eine neue Bleibe reichte das Geld nicht. Also beschloss Kamo, Schweine zu züchten, um Geld für eine eigene Wohnung zu verdienen. Doch das ging schief: Die 60 Schweine starben innerhalb weniger Tage. Es stellte sich heraus, dass das gekaufte Futter eine grosse Menge Gipspulver enthielt, was zur Verstopfung führte.

Bald starb Kamos Vater an einem Herzinfarkt, und Kamo blieb alleine zurück. Er wurde depressiv. Rückblickend dankt er Gott, dass er in dieser Zeit seine Frau Nelli traf. Sie heirateten und bekamen vier Kinder: drei Söhne und eine Tochter. Die Familie lebt nun vom Kleinhandel. Seit mehr als 17 Jahren wohnt sie in einer kleinen, gemieteten Wohnung in Jerewan, und Kamo ist Alleinverdiener. Was nach Abzug der Miete und den Rechnungen für Gas und Strom von den monatlichen Einnahmen übrig bleibt, reicht gerade so für Lebensmittel und Kleidung.

Mit dem wenigen und hart Ersparten konnte Kamo ein kleines Stück Land erwerben und das Fundament für das zukünftige Zuhause bauen. „Ich habe nur das Baumaterial gekauft. Bei der Arbeit haben mir meine Freunde sehr geholfen. Ohne sie hätte ich es nicht gewagt, das Haus zu beginnen“, berichtet der Pastor. Seine Freunde sind bereit, ihm auch weiterhin zu helfen. Aber die Familie kann sich die Materialien nicht leisten — und eine Besserung der finanziellen Situation ist nicht in Sicht.

Wir möchten gerne gemeinsam mit Ihnen dieser Familie helfen und die Baumaterialien kaufen. So könnte Kamos Einkommen für die Bedürfnisse seiner Kinder verwendet werden und Gespräche mit Gemeindegliedern in wohltuender Umgebung stattfinden. Vielen Dank dafür.


Projekt Nr. 2243, "Ein Zuhause für Pastor Kamo"

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Rumänien
Ein klarer Blick für Izabela
Dreijährige schielt auf beiden Augen und ist dadurch völlig eingeschränkt

Ein sehr ernster Blick — es scheint, als habe die kleine Izabela das Lachen verlernt. Oder rührt dieser versteinerte und traurige Blick daher, dass sie ihre Umwelt schlecht sehen und einschätzen kann?

Die Dreijährige hat schon viel hinter sich. Als Baby war sie quietschfidel und ein echter Sonnenschein. „Ich erinnere mich an ihr strahlendes Lächeln und freudiges Gegluckse, wenn ich sie beim Wickeln gekitzelt habe“, sagt Mutter Simona Voicu wehmütig. Ihre Kinder waren während ihrer Ehe mit einem gewalttätigen und egoistischen Mann Simonas grösster Halt. Der Mann trank viel und liess die Familie oft allein. „Ich war so unendlich müde und gleichzeitig so angespannt“, erinnert sich die 41-Jährige an ihre Ehe. „Als ich entdeckte, dass irgendetwas mit Izabelas Augen nicht stimmte, hat es meinen Mann gar nicht gekümmert.“

Die dreijährige Izabela leidet an beidseitigem Strabismus.


Es bricht Simona das Herz, dass sie ihrer kleinen Tochter die notwendige Operation nicht ermöglichen kann.


Simona liebt ihre beiden Kinder Izabela und David über alles.

Simona verliess ihn schliesslich und reichte die Scheidung ein. Die Kinder nahm sie mit. Izabelas Zustand verschlechterte sich. Sie konnte mit den Augen nicht mehr richtig fixieren und fing zu schielen an. Sie griff daneben und wurde immer unsicherer. Die Ärzte teilten der besorgten Mutter schliesslich mit, dass Izabela auf beiden Augen an einer Augenmuskelgleichgewichtsstörung (Strabismus) leidet und diese Einschränkung nur operativ behoben werden kann. „Es brach mir das Herz, weil ich in dem Moment, als mir die Ärzte die Diagnose mitteilten, wusste, dass ich die Operation nicht würde bezahlen können. Mein Kind muss schielend und unsicher durch die Welt gehen.“ Auch jetzt kämpft die 41-Jährige mit den Tränen. „Was soll nur aus dem Kind werden“, fragt sie verzweifelt. Wie wird es, wenn Izabela in die Schule kommt? Wird sie überhaupt lesen und schreiben, rechnen und malen können? Wird sie sich im Strassenverkehr sicher zurechtfinden? „Ich mache mir grosse Sorgen um ihre Zukunft“, sagt Simona.

Ihr älterer Sohn David (7) ist so ganz anders als seine Schwester: aufgeweckt und interessiert. Er ist gut in der Schule und liebt Fussball. Gerne würde er in einem Verein spielen, doch die Mutter kann die hohen Vereins-beiträge nicht zahlen. „Er ist so fröhlich und neugierig. Meine kleine Izabela wäre wie ihr Bruder, da bin ich mir sicher – wenn sie nur richtig sehen könnte.“ David liebt seine kleine Schwester. Liebevoll nimmt er sie in den Arm, erklärt ihr Dinge und erzählt ihr Geschichten. „Izabela kann nicht so gut sehen. Da muss ich ihr eben manches mehrmals zeigen oder erklären“, sagt er, ganz der grosse Bruder, der die kleine Schwester beschützen will.

Simona arbeitet bei einem Bäcker. Doch ihr Verdienst von 194 Franken (162 Euro) monatlich reicht gerade so nur für Miete, Strom, Essen und Kleidung. „Es ist mir unmöglich, genug Geld für eine Operation zurückzulegen“, sagt sie verzweifelt. Wir würden die kleine Izabela gerne erneut einem Arzt vorstellen und gegebenenfalls die Operationskosten übernehmen. Zu gerne würden wir Izabela wieder lachen sehen und ihrer Mutter eine grosse Last von den Schultern nehmen. Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Projekt Nr. 2241, "Augenoperation Izabela"

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Rumänien
„Bitte gebt meinen Kindern zu essen!“
Alleinerziehende Mutter kann ihre beiden Kinder nicht mehr versorgen

„Ich wünsche mir eine Schultasche für meine Schwester und eine für mich“, sagt Sebastian (12) leise und guckt beschämt zu Boden. Er ist ein guter Schüler und hat nur sehr gute Noten. Derzeit teilt er sich mit seiner Schwester Roxana eine Schultasche. Symptomatisch für die Armut, in der seine Familie lebt.

Seine Mutter Marinela Negrea (44) lebt mit ihm und Roxana (7) in einem kleinen Haus. Seine zwei älteren Schwestern haben bereits ihre eigenen Familien und sind ausgezogen. Eigentlich hätte er noch vier weitere Geschwister, doch die starben bereits als Babies. Umso mehr freut sich Marinela über ihre beiden „Kleinen“. „Sie sind mein ganzes Glück und mein Sonnenschein“, sagt sie. Marinela ist in einer grossen Familie aufgewachsen, sie hat sieben Geschwister. Ihr Vater wurde vom Blitz erschlagen, und ihre Mutter brachte ihre Kinder mehr schlecht als recht alleine durch. Jetzt wohnen Marinela, ihre Mutter und ihr behinderter Bruder Tür an Tür. „Sie brauchen meine Unterstützung.“ Marinelas Mann hat sie, wie so oft in Rumänien, mit den Kindern sitzen gelassen. „Erst in der Ehe hat er sein wahres Gesicht gezeigt. Er war faul und hat viel getrunken“, sagt sie.


Roxana und Sebastian wünschen sich jedes eine Schultasche.


Marinela sorgt sich um ihre Kinder Sebastian und Roxana.


Essen ist für Sebastian und Roxana nicht selbstverständlich. So wird jeder Bissen genossen.

Das Haus von Marinela und ihren Kindern ist sauber und gepflegt. Alles hat seinen Platz. Die Familie lebt in einem einzigen Raum ohne fliessendes Wasser und mit einem Holzofen. Marinela kümmert sich auch um einige ihrer Enkel. Dabei weiss sie oft nicht, wie sie ihre eigenen Kinder satt bekommen soll. Eine warme Mahlzeit ist selten, und auch Brot gibt es nicht jeden Tag. Die 44-Jährige arbeitet bei den Nachbarn und versucht mit kleinen Jobs ein wenig Geld zu verdienen. Doch ihre Gesundheit ist angegriffen. Marinela leidet an einem Leistenbruch und hatte in der Vergangenheit mehrere Kaiserschnitte, die nicht richtig verheilten. „Ich kann mich schlecht bücken, und schwer heben kann ich gar nicht mehr.“ Und so hat die Familie nur ein minimales Einkommen.

„Ich kann meine Kinder nicht alleine ernähren“, sagte Marinela, als sie ins Diaconia-Büro kam. Sie hatte von uns gehört. Bekannte hatten ihr geraten, bei uns nachzufragen. Als wir sie zu Hause besuchten, war die gläubige Frau vor Freude den Tränen nah: „Ich habe den Kindern gesagt, dass ich um Hilfe gebetet habe – und jetzt sind Sie wirklich hier.“

Wir möchten Marinela und ihren Kindern helfen. Mit Nahrungsmitteln für ein Jahr, Schulsachen für die Kinder und einem neuen Ofen. So kann Marinela gesund werden und die Familie sich ausruhen. Und Sebastians Wunsch nach einer eigenen Schultasche könnte auch Wirklichkeit werden. Vielen Dank, wenn Sie diese Familie gemeinsam mit uns unterstützen!


Projekt Nr. 2242, "Essen für Marinelas Kinder"

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Armenien
Medizinische Behandlung für Hakob
Karine diente im Berg-Karabach-Krieg als Soldatin — nun braucht sie unsere Hilfe

,,Ich weiss nicht mehr weiter. Ich kann das alles nicht mehr alleine bewältigen und brauche Hilfe!“ Als Karine Ghasarian zu Diaconia kommt, ist sie am Ende ihrer Kräfte angelangt. Sie war Soldatin, Krankenschwester, ist Witwe und hat beherzt für ihren behinderten Sohn Hakob gekämpft. Doch nun benötigt die kranke Frau selbst dringend Hilfe.

Mit nur 22 Jahren kämpfte Karine im Berg-Karabach-Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan. Sie hatte gerade ihre Ausbildung zur Krankenschwester abgeschlossen. Karine kümmerte sich jedoch nicht nur um Verletzte, sondern kämpfte selber als Soldatin. Zweimal wurde sie schwer verwundet. Im Soldaten Kirakos fand sie ihre grosse Liebe.

Dank des unermüdlichen Einsatzes seiner Mutter kann der behinderte Hakob sprechen und laufen.

Hakob liebt seine Grossmutter und seine Mutter. Er hat aufgrund seiner Behinderung das Gemüt eines Kindes.

Nach Kriegsende träumten Karine und Kirakos von einem eigenen Kind und einem guten Leben. Das Glück währte jedoch nicht lange. Karine war im dritten Monat schwanger, als man bei Kirakos Lungenkrebs feststellte. Wegen der Wirtschaftskrise waren die Krankenhäuser nicht geheizt, und es fehlte an Medikamenten und medizinischen Geräten. Kirakos fuhr daher nach Moskau, wo er 1996 starb.

Karines Sohn kam zur Welt und sie nannte ihn Hakob. Doch die Freude wurde bald getrübt: Die Ärzte stellten eine zerebrale Kinderlähmung bei ihm fest: Eine verzögerte geistige und sprachliche Entwicklung, spastische Lähmung der Extremitäten und ein geringes Seh- und Hörvermögen. Die junge Witwe war am Boden zerstört. Sie zog mit ihrem behinderten Sohn zu ihren Eltern. Mehr als ein Dach über dem Kopf konnten diese ihr jedoch nicht bieten.
Aber Karine ist eine starke Frau. Sie beschloss, alle möglichen Rehabilitationsmethoden zu nutzen, um ihrem Kind zu helfen. Ihren gesamten Verdienst als Küchenhilfe gab sie für die Therapien ihres Sohnes aus. Mit Erfolg: Hakob kann heute gehen und sprechen. Er besuchte sogar eine Sonderschule, wo er lesen und schreiben lernte.

Aber seit drei Jahren kann Karine nicht mehr arbeiten. Seit ihrer Kindheit leidet sie an Epilepsie. Zudem hat sie wegen alter Wirbelbrüche starke Rückenschmerzen. Doch Hakob wird sein Leben lang auf Betreuung und medizinische Hilfe angewiesen sein. Momentan braucht er dringend ein Hörgerät, um am Leben teilnehmen und auf der Strasse die herannahenden Autos hören zu können. Auch seine Zähne müssen dringend behandelt werden. Doch er hat panische Angst und kann nicht lange still auf dem Zahnarztstuhl sitzen. Eine Narkose wäre nötig, erhöht jedoch die Behandlungskosten um ein Vielfaches. Für das alles kann Karine nicht alleine aufkommen.

Bitte helfen Sie der Frau, die sich unermüdlich und geduldig für das Wohlgehen ihres Sohnes eingesetzt hat und nun auf Hilfe angewiesen ist. Herzlichen Dank dafür!


Projekt Nr. 2244, "Behandlungskosten Hakob und Karine"

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BLICKPUNKT


Armenien
Lehrgang Nähen:
Amalya und die Familientradition

Als kleines Mädchen stattete Amalya ihre Puppen mit hübscher Kleidung aus. Heute arbeitet sie als gefragte Näherin zu Hause und fertigt Kleidung auf Bestellung an.

Gerade als wir ankommen, verabschiedet Amalya eine strahlende und zufriedene Kundin, die mit einem hübschen Abendkleid auf dem Arm das Haus verlässt. Nicht nur die Kundin strahlt, sondern auch Amalya. “Die Arbeit macht mir so viel Freude! Nachdem ich im BAZ-Lehrgang die Grundlagen erlernt hatte, arbeitete ich drei Monate in einer Boutique für Hochzeits- und Abendkleider und vertiefte meine Kenntnisse”, erzählt sie. Schon ihr Vater und ihre Grossmutter arbeiteten als Näher und brachten ihr die ersten Schritte bei. So liegt diese Begabung in ihrer Familie. “Natürlich nehme ich auch Ausbesserungen vor”, sagt Amalya lächelnd, “denn viele können sich keine neue Kleidung leisten und bekommen so das Gefühl, ein neues Kleidungsstück zu besitzen”. Amalya betont, wie wichtig es ist, ein Ziel zu haben, und sich nicht mit den Gegebenheiten zufriedenzugeben, sondern die sich bietenden Möglichkeiten zu ergreifen. Mit grosser Dankbarkeit denkt sie an ihre Lehrerin und die freundlichen Mitarbeiter im BAZ zurück. Und sie dankt auch den Spendern von Diaconia für diese ausserordentliche Möglichkeit, die sie erhalten hat.


Amalya arbeitet mit Freude und Ausdauer an der ihr von Diaconia als Starthilfe geschenkten Nähmaschine.

Wir wünschen Amalya alles Gute für ihre Zukunft, hoffen, dass sie stets genügend Aufträge hat und für viele weitere Frauen eine Inspiration darstellt.

Wenn auch Sie die Lehrgänge im BAZ unterstützen, freuen wir uns darüber. Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 2245, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Albanien
Gesunde Umgebung für gesundes Leben
Desolate Wohnverhältnisse machen Familie Mani immer mehr zu schaffen

Bei Familie Mani muss dringend etwas geschehen: Ausser Vater Gjergji (49) sind alle krank. Vor allem die Kinder Valentin (19), Violeta (16) und Bernard (9) leiden unter Erkrankungen, die durch die Armut und die schlechten Lebensbedingungen entstehen. Auch Mutter Age (43) ist krank und sorgt sich um ihre Familie.

1991 zog die Familie aus der Region Dukagjini, tief in den Bergen, nach Shkoder, in einen Stadtteil, in dem viele Familien aus dieser Region lebten. „Wir kamen bei Ages Bruder unter. Es war ein gutes Haus“, erinnert sich Gjergji. Das Leben wurde erstmals getrübt, als Ages Bruder plötzlich verstarb. Kurz nach seinem Tod ging das Haus in Flammen auf. „Wir haben alles verloren“, so der Familienvater. Am schlimmsten aber war, dass kurz nach dem verheerenden Brand der älteste Sohn der Familie starb. „Bis heute fehlen uns die Worte, um diesen Schmerz auszudrücken.“

Familie Mani lebt in einem baufälligen und nicht insolierten Haus. Das macht die Familienmitglieder krank.

Tiefe Sorgenfalten haben sich in Gjergjis Gesicht eingegraben. Auch sein neunjähriger Sohn Bernard ist oft krank.

Das Haus ist dunkel und nicht gedämmt. Im Winter ist es bitterkalt und im Sommer viel zu heiss.

Drei Jahre später erkrankte Age an der Schilddrüse. Die siebenstündige Operation brachte nicht den erhofften Erfolg. Age wurde krank entlassen. Immer wieder musste die Mutter für längere Zeit ins Krankenhaus. Behandlungen und Medikamente wurden mit geliehenem Geld bezahlt. Der Schuldenberg wuchs, aber Age erholte sich nicht richtig. Schliesslich kam noch Rheuma hinzu. Die Schübe sind so stark, dass Spritzen und Medikamente nur wenig helfen.

„Natürlich ist es auch unsere Gesamtsituation, die meiner Frau das Gesundwerden so schwer macht“, sagt Gjergji nachdenklich. Der Ehemann und Vater möchte für seine Familie stark sein, doch „manchmal kommen auch mir die Tränen“, gibt er traurig zu.

Das Haus, in das die Familie nach dem Brand gezogen ist, befindet sich in einem schlechten Zustand und trägt wesentlich zu den Erkrankungen bei. Im Winter ist es eiskalt und im Sommer viel zu heiss. Die Dämmung fehlt komplett. Blanke Steine und zugige Fenster machen es ungemütlich, Wind und Regen können ungehindert eindringen. Deswegen sind die Kinder oft erkältet und hatten schon mehrere Lungenentzündungen. Für eine Behandlung fehlte das Geld. Auch hat die Familie nicht genug zu essen. Das kleine Stück Land am Haus wird von Age, Gjergji und dem zweiten Sohn liebevoll bebaut — doch die Ernte ist sehr gering. Um den Kreislauf zwischen Wohnbedingungen und Krankheiten zu durchbrechen, muss das Haus dringend komplett renoviert werden. Wir möchten gerne das kleine Haus renovieren und dadurch viele Krankheiten der Kinder, die gute Schüler sind und gerne regelmässig in die Schule gehen möchten, stoppen. Mutter Age möchten wir eine gute Behandlung ermöglichen. Bitte unterstützen Sie mit uns diese Familie und geben Sie ihr Hoffnung.


Projekt Nr. 2246, "Hausrenovierung und Behandlung Familie Mani"

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Rumänien
Ein Zuhause für Familie Stefanuta
Die beengten Wohnverhältnisse nehmen der Familie zusehends die Luft zum Atmen

„Wir möchten nur einen Ort haben, an dem wir zu Hause sind, wo unsere Kinder sicher aufwachsen können und wo es warm und trocken ist“, sagt Katalin Stefanuta seufzend. Die Mutter zweier Kinder hat mit ihrer Familie eine Unterkunfts-Odyssee hinter sich.

Seit 14 Jahren ist Katalin mit Daniel verheiratet. Sie haben zwei Söhne, Dumitru (11) und Marian (7). Zur Familie gehört auch Daniels Mutter, die seit acht Jahren bei Daniel und Katalin lebt. „Mein Vater ist gewalttätig. Ich konnte meine Mutter nicht zurücklassen“, erzählt Daniel. Sein Vater tyrannisierte die Familie, schlug seine Frau und die Kinder, und war fast nie nüchtern. Als Daniel 23 Jahre alt war, ging er mit Mutter und Bruder nach Brasov und liess den Vater allein im moldawischen Hinterland zurück. „Wir hofften auf ein besseres Leben“, erinnert er sich.

Mit zur Familie gehört auch Daniels Mutter. Fünf Personen teilen sich einen einzigen Raum.

Auch Katalin hatte ein schwere Kindheit und Jugend. Mit neun weiteren Geschwistern wuchs sie bei alkoholkranken Eltern auf. Die Zustände waren so schlimm und die Eltern so brutal, dass die Kinder ins Heim kamen. „Eine schlimme Zeit“, erinnert sich die zierliche Frau.

Nach ihrer Hochzeit lebten die Eheleute zunächst bei Katalins Eltern und einigen ihrer Brüder. 13 Personen in einem kleinen Raum ohne Türen und Fenster. Als Katalins Vater begann, aggressiv zu werden und ausrastete, flohen sie mit Daniels Mutter und den Kindern. Sie kamen in einem gemieteten Raum unter und blieben acht Jahre dort. Doch das Haus, in dem dieser Raum lag, stürzte ein. Erneut standen sie auf der Strasse.

Jetzt leben sie wieder alle gemeinsam in einem Raum. Ohne Küche, Badezimmer oder Toilette. Wenn sich einer von der Familie waschen will, gehen die anderen so lange vor die Tür. Sie haben nur diesen einen Raum, in dem sie schlafen, leben, kochen, und wo die Kinder ihre Schularbeiten machen. Dumitru hat zudem grosse Probleme beim Lernen und wird deswegen von seinen Mitschülern gehänselt. Die Eltern versuchen, ihren Söhnen trotz aller Widrigkeiten ein Leben voller Liebe zu geben. Daniel arbeitet jeden Tag sehr hart, doch sein Lohn reicht kaum aus, um die Familie ordentlich zu ernähren und zu kleiden. Die Enge, in der die Familie lebt, geht allen Beteiligten an die Substanz. „Die Kinder werden älter und brauchen einen Rückzugsort. Auch meine Mutter bräuchte dringend ein wenig Ruhe und einen Platz für sich “, sagt Daniel.

Wir möchten die Familie unterstützen, ein angemessenes Zuhause zu finden. Mit Küche und Bad, damit alle Familienmitglieder genug Platz haben und ihre Bedürfnisse befriedigen können. Bitte helfen Sie dieser benachteiligten Familie durch Ihre Gebete und Gaben.


Projekt Nr. 2247, "Drei-Generationen-Haus Stefanuta"

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