Report
Ausgabe 09, September 2016


Armenien
Hoffnung für Ina und ihre Töchter
Familienvater fiel dem Grenzkrieg um Berg-Karabach zum Opfer

"Schluss mit dem Krieg, wir wünschen uns Frieden. Wir wollen keine weiteren Opfer, wir wollen alle einfach nur friedlich leben", sagt Ina Ghazarjan und drückt ihre beiden Töchter an sich. Die 32-Jährige hat in der Region Karabach ihren Mann und Vater ihrer Kinder verloren. "Ich hoffe, dass die Mächtigen und alle Menschen dieser Welt endlich zur Vernunft kommen", sagt sie.

Ina, ihr Mann Erik und die beiden Kinder Nelli (5) und Meline (4) lebten in der Hauptstadt Stepanakert, Berg-Karabach. Trotz des Waffenstillstandes kommt es dort immer wieder zu Unruhen — zu Grenzverletzungen, Schusswechseln und Bombardierungen. Am 16. Dezember 2015 überschritten Soldaten die Grenze von Aserbaidschan nach Berg-Karabach. Erik Ghazarjan wurde als armenischer Soldat bei der Verteidigung der Grenze erschossen. "Nach dem Tod von Erik hat sich für mich alles verändert. Nur die Schiessereien und Bombardierungen sind gleich geblieben", berichtet Ina. Sie ist der Unruhen überdrüssig.

Nelli trauert still um ihren Vater.

Meline ist hyperaktiv, doch sie spricht seit dem Tod ihres Vaters kein Wort mehr.

Ina wünscht sich nichts sehnlicher als Frieden.

Und sie hat seit Eriks Tod grosse Sorgen. Die Familie ist in Karabach geblieben. Doch da Ina sich keine eigene Bleibe mehr leisten kann, ist sie bei ihren Eltern untergekommen. Dort leben die Witwe und ihre beiden Töchter unter sehr beengten Verhältnissen, ohne eigene Möbel oder andere Dinge des Haushalts. Nelli geht in den Kindergarten, Meline ist hyperaktiv und nur schwer zu bändigen. "Manche Leute denken, Meline sei schlecht erzogen, das ist aber nicht so. Sie ist krank, und mir fehlen die finanziellen Mittel für die benötigten Therapien. Zudem gibt es in Karabach keinerlei derartigen Angebote", erzählt die junge Witwe. Der Tod des Vaters hat der kleinen Meline stark zugesetzt. "Sie ist zwar sehr aktiv und quirlig – aber sie spricht seitdem kein Wort mehr."

Oft wird die quirlige Meline ihren Grosseltern zu viel. Nelli scheint ausgeglichener. Auch sie trauert um ihren Papa, jedoch leise. An den Wänden hängen Fotos aus besseren Zeiten: das Hochzeitsfoto, der Papa mit den Kindern und Nelli auf dem Arm ihres Vaters. Verstohlen streicht die Kleine über das Bild. "Er fehlt uns allen sehr", sagt Ina. "Aber es muss weitergehen – ich weiss nur nicht wie."

Wir möchten der Familie helfen und ihr diverse Geräte für den Haushalt und die Küche bringen. Wenn möglich, möchten wir für sie einen weiteren Raum ans Elternhaus anbauen. Saatgut und Anleitung zur Kultivierung würden die Situation der Familie ebenfalls nachhaltig verbessern. Für diese Hilfe benötigen wir rund 3 100 Franken (2 850 Euro). Bitte helfen Sie dieser traumatisierten Familie, damit sie wieder eine Heimat und ein Auskommen erhält.


Projekt Nr. 3243, "Familienhilfe Ghazarjan"

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Arbeitssklaven in RumÄnien

Die rumänische Polizei nahm 38 Mitglieder eines Roma-Clans fest. Der Clan wird verdächtigt, seit 2008 etwa 40 Menschen, darunter auch Kinder, als Arbeitssklaven gehalten und sie misshandelt und sexuell missbraucht zu haben. Die zum Teil geistig behinderten und psychisch kranken Menschen wurden Mitte Juli bei einer Razzia der Polizei in dem Bergdorf Berevoiesti entdeckt.
Die Opfer wurden in Kirchen, Bahnhöfen und sogar aus ihrem Zuhause entführt und zu schwerer Zwangsarbeit oder zum Betteln gezwungen. Einige von ihnen mussten offenbar Schulden abarbeiten. Sie wurden in Ketten gelegt und gefoltert, die Frauen unter ihnen mussten den Anführern des Clans auch sexuell zu Willen sein. Mindestens zwei Personen überlebten die Misshandlungen nicht.
Bei der Razzia beschlagnahmte die Polizei umgerechnet 51 000 Euro (rund 55 000 Franken) sowie Gold und weitere Gegenstände, die vermutlich als Einbruchswerkzeug verwendet wurden. Ermittler nannten das Dorf einen "Staat im Staate", in den kein Aussenstehender Einlass fand.





Rumänien
Lucian möchte sehen können
Nur eine Operation kann dem Achtjährigen Augenlicht und Hoffnung schenken

Der achtjährige Lucian hält den Kopf gesenkt, die Augen geschlossen. "Heb bitte den Kopf", sagt seine Mutter Aurelia (43) liebevoll, und zögerlich leistet der Junge dieser Bitte Folge. Er öffnet die Augen, aber sehen kann er nicht — denn Lucian ist blind.

"Vor einigen Jahren habe ich Lucian zum Arzt gebracht. Er machte mir Hoffnungen, dass Lucian nach einer Operation sehen könnte. Doch wir können uns die Operation nicht leisten", sagt die 43-Jährige tapfer und ergänzt leise: "Mein grösster Wunsch wäre, dass er sehen und zur Schule gehen könnte."

Aurelia hat schon viel Schlimmes in ihrem Leben erlebt. Mit 13 wurde sie von einem 20-jährigen Mann aus ihrem Dorf vergewaltigt. Sie wurde schwanger, verliess die Schule und versuchte, ihrem Sohn eine gute Mutter zu sein. Dank der Unterstützung ihrer Eltern gelang ihr das auch, bis der Vater des Jungen den damals Dreijährigen entführte. "Ich bin kurz ins Haus gegangen, während mein Sohn draussen spielte. Plötzlich war er weg." Verzweifelt suchten Aurelia und ihre Eltern den Kleinen und gingen schliesslich zur Polizei. Dort meldete sich einige Tage später ein Zeuge, dem der Vater volltrunken in einer Bar erzählt hatte, er habe das Kind ins Ausland verkauft. Der Fall wurde nicht weiter verfolgt, denn Kinderhandel war zu dieser Zeit, ein Jahr nach der rumänischen Revolution, gang und gäbe.

Als Aurelia 20 Jahre alt war, traf sie Florin. Sie heirateten. Fünf Kinder wurden ihnen geschenkt. Die älteste Tochter starb 2008 mit nur 14 Jahren an Krebs. Sohn Manuel ist jetzt 20 Jahre alt, Ionut 16, Lucian acht und Narcisa sechs.

Ein Blick in die Augen des Achtjährigen verrät, dass er blind ist.

Lucian hält den Kopf stets gesenkt und ist sehr in sich gekehrt.

Aurelia macht sich grosse Sorgen um Lucian. "Er ist so verschlossen und traurig. Ich sehe ihn kaum lachen." Fragt man Lucian, ob er wisse, wie seine Mutter aussieht, dann schüttelt er traurig seinen Kopf. Da eine Blindenschule zu teuer für die Familie ist, hat er nie gelernt, mit seinen Händen zu sehen. "Er fühlt sich isoliert, es zerreisst mir das Herz", bekennt Aurelia.

Vater Florin und Manuel arbeiten gemeinsam im Wald und bringen 10 Franken (9 Euro) pro Tag nach Hause. Eine Operation lässt sich davon nicht bezahlen.

Deswegen möchten wir Lucian nochmals untersuchen lassen und die anfallenden Kosten von 4 100 Franken (3 800 Euro) für Operation und Nachbehandlung übernehmen. Ebenfalls wichtig ist es, den Jungen seinen Fähigkeiten gemäss zu fördern. Bitte helfen Sie Lucian und schliessen Sie ihn in Ihre Gebete ein, damit der Junge bald wieder lachen und ein normales Leben führen kann.

Projekt Nr. 3244, "Augenoperation Lucian"

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Rumänien
Ein schützendes Zuhause für Timea
Familie lebt unter schlimmen Bedingungen am Rande einer Müllhalde

Zusammengebaut aus Sperrholz, Planen und Schaumstoff erscheint die Behausung abenteuerlich. Im Innenraum ist sie stockdunkel. Der kleine Ofen in der Ecke russt stark, und man bekommt, wegen eines fehlenden Fensters, kaum Luft zum Atmen. Es ist lebensgefährlich, hier zu wohnen.

In dieser Hütte leben Timea Doina (26) und ihre Kinder Rares (7) und Alexandra (6). Ganz in der Nähe bahnt sich ein stinkendes Rinnsal seinen Weg, die städtische Müllhalde ist nicht weit entfernt. Als Timea sieben war, starb ihr Vater. Er arbeitete für die rumänische Bahngesellschaft als Streckenkontrolleur und wurde eines Nachts von einer unbeleuchteten Lokomotive erfasst und getötet. Zurück blieben eine völlig gebrochene Witwe und ihre acht Kinder. Schon bald mussten sie das Häuschen, das der Bahngesellschaft gehörte, verlassen und lebten für drei Jahre auf Brasovs Strassen. Timea erinnert sich noch gut, dass mitfühlende Menschen ihnen Essen und Decken schenkten. Schliesslich kamen sie in einem Raum von Verwandten unter, die die Stadt verlassen hatten.

Als sie 18 Jahre alt war, traf Timea Adi und verliebte sich in ihn. "Ich dachte, nun würde alles gut, und ich folgte ihm in sein Heimatdorf. Rares kam zur Welt, und Adi fing an zu trinken. Als ich mit Alexandra schwanger war, verliess er uns wegen einer anderen Frau, und ich zog zurück zu meiner Mutter nach Rotbav", erzählt die 26-Jährige. Doch dort konnte sie mit den Kindern nicht bleiben. Eine alte Frau gab ihr ein kleines Grundstück auf Zeit. Dort baute Timea für sich und ihre Kinder diese abenteuerliche Hütte.


In dieser Hütte lebt Timea mit ihren beiden Kindern.

Timea und ihre Kinder leben am Rande der Müllhalde.

Das Essen wird vor der Hütte zubereitet, zu gefährlich wäre die Nutzung des Ofens. "Ich fürchte um die Gesundheit meiner Kinder. Mein grösster Wunsch wäre es, wegzuziehen, ein kleines Stück Land zu bebauen und meinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen", sagt sie. Rares kommt in diesem Jahr in die Schule, Alexandra besucht noch den Kindergarten. Die Familie lebt von 41 Franken (38 Euro) Kindergeld.

Wir möchten gerne helfen, Timea und ihren Kindern ein kleines Stück Land in einer sicheren Umgebung zu kaufen, mit einem Strom- und Wasseranschluss. Soweit möglich möchten wir für sie darauf ein kleines Haus mit Küche errichten, mit Möbeln und einem guten Ofen. Des Weiteren möchten wir sie mit gesunden Nahrungsmitteln, Kleidung und Schulmaterial versorgen sowie ihnen Saatgut und das nötige Wissen zur Kultivierung zur Verfügung stellen. Bitte geben Sie dieser Familie eine Chance auf eine gute Zukunft in einer gesunden und sicheren Umgebung. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3245, "Kleines Haus für Familie Doina"

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Rumänien
Vieh für Elena und ihre Kinder
Brutaler Mord an liebevollem Familienvater lässt Mutter und Kinder alleine zurück

"Am schlimmsten erscheint mir, dass die Kinder ihren Vater dort haben liegen sehen, blutend und sterbend. Und sie haben ihre Oma wie von Sinnen schreien hören. Das hat sich in ihre kleinen Seelen eingebrannt. Sie sind traurig und brauchen viel Zuwendung."

Elena (40) versucht, stark zu sein. Doch auch sie ist durch die Ereignisse an jenem Abend zutiefst traumatisiert. Sie kann sich noch nicht einmal mehr erinnern, an welchem Datum alles geschah. Sie weiss nur noch, dass es ein Dienstag war. Am 10. Mai diesen Jahres kam Petre (38) mit seinem Pferd von der Arbeit nach Hause. Da wurde er plötzlich auf offener Strasse von drei betrunkenen Männern angefallen und geschlagen. Einer der Männer ermordete ihn schliesslich mit einer Sense. Wie sich später herausstellte, hatten sie Petre im Alkoholrausch mit einem anderen Mann verwechselt.

Elena und die vier Kinder waren im Haus, als es passierte. Sie hörten Petres Mutter schreien, ihr Sohn sei ermordet worden. "Petre hatte drei Brüder, ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass sie Petre meinte. Ich bin also zu ihr gelaufen, und die Kinder sind mir gefolgt." So mussten Frau und Kinder mit ansehen, wie Petre starb. Der Krankenwagen war zwar schnell zur Stelle, doch die Sanitäter konnten nichts mehr für ihn tun.


Die Kinder brauchen jetzt besonders viel Liebe und Zuwendung.

Die Familie hat viel durchmachen müssen.

"Einer der Täter sitzt im Gefängnis und wartet auf seinen Prozess. Die anderen beiden wurden freigesprochen. Sie sind noch nicht einmal zu mir gekommen, um sich zu entschuldigen. Sie machen mit ihrem Leben weiter wie zuvor, so als sei nichts geschehen", erzählt Elena. Sie dagegen weiss nicht, wie es weitergehen soll. Petre war Alleinverdiener, Elena hat nie eine Schule besucht und deswegen auch kaum eine Chance auf Arbeit. Zudem muss sie sich um Raluca (13), Ionut (10), Adrian (8) und Beni (5) kümmern. Die Familie lebt nach Petres Tod von 83 Franken (76 Euro) Kindergeld pro Monat. Jeden Tag geht die älteste Tochter Raluca in den Wald, um Beeren und essbare Pilze zu sammeln, damit die Mutter etwas kochen kann.

Elena versucht, ihren Kindern Mut zu machen. Doch: "Mein Herz ist sehr schwer, und ich mache mir grosse Sorgen, wie alles weitergehen soll." In wenigen Wochen geht die Schule los, doch sie weiss, dass sie ihre Kinder nicht unterstützen kann.

Wir würden Elena gerne mit ein paar Hühnern, Schweinen und Ziegen helfen, damit sie die Chance erhält, das Auskommen ihrer Familie zu sichern. Auch möchten wir ein Jahr lang für Lebensmittel, Kleidung, Schuhe und Schulsachen sorgen. Dazu benötigen wir rund 5 000 Franken (4 630 Euro). Möchten Sie Elena und ihren Kindern, die so plötzlich und auf schreckliche Weise ihren Ehemann und Vater verloren haben, helfen? Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3246, "Vieh für Elena"

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FALSCHE ÄRZTE IN NEPAL

Im Februar und Juni wurden insgesamt 53 Personen festgenommen, die in nepalesischen Krankenhäusern als Ärzte arbeiteten, ohne über die erforderlichen akademischen Abschlüsse zu verfügen. Ihnen wird vorgeworfen, die entsprechenden Dokumente gefälscht zu haben. Im Fokus der Ermittlungen steht auch der Nepal Medical Council (NMC), der diesen angeblichen Ärzten die Zulassung erteilte, an Krankenhäusern tätig zu sein. Der NMC wirft den Ermittlern im Gegenzug vor, bei der Verhaftung der falschen Mediziner Menschenrechte verletzt zu haben.
In Nepal herrscht grosser Ärztemangel. Insgesamt arbeiten etwa 17 000 Ärzte dort, so dass auf 1 700 Menschen lediglich ein Arzt kommt. Vor allem in abgelegenen Gegenden ist es schwierig, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen, so dass viele Menschen sich in ihrer Not an traditionelle Heiler oder selbsternannte "Medizinmänner" wenden.
Der grosse Bedarf an Medizinern war es auch, der, nach Meinung von Experten, zur Zulassung der falschen Ärzte geführt hatte.





Rumänien / Dobreni
Ein Neubeginn für Elena und ihre Familie
Ein verheerender Brand zerstörte Hab und Gut von sieben Menschen

Wie mahnende Finger ragen die Verschalungen des Neubaus in die Luft. Die Planken erzählen von einem schweren Schicksal, von Menschen mit liebevollen Herzen sowie von Verlust und Resignation. Doch der Bau geht nicht voran.

Im Januar 2016 ging das Haus von Elena (40) und ihrer Familie in Flammen auf. "Gott sei Dank war niemand im Haus! Aber wir haben alles verloren, was wir besassen", erzählt Mutter Elena. Sieben Menschen leben und schlafen seit dem Brand in der Küche: Elena, ihr Mann Neculai (42), Grossvater Gheorge (65) und die Kinder David (2), Georgiana (10), Bogdan (14) und Diana (16). Die Familie ist sehr arm. Grossvater Gheorge verdient etwas Geld als Schäfer, und Neculai geht jeden Tag ins Dorf, um als Tagelöhner Arbeit zu finden. Auch Mutter Elena ging lange Zeit arbeiten: "Drei Monate vor dem Feuer starb unsere geliebte Grossmutter. Sie hatte immer auf David aufgepasst, damit ich zur Arbeit gehen und Geld verdienen konnte. Seit ihrem Tod ist das nun nicht mehr möglich."


Das Haus wurde nicht fertiggestellt und bietet der Familie keinen Schutz.

Der zweijährige David hat seine Grossmutter und sein schützendes Zuhause verloren. Gut, dass er seine Mutter noch hat.

Die Armut und die Trauer der Familie rührte auch die Nachbarn. In den vergangenen Monaten schenkten ihnen einige Menschen von dem Wenigen, was sie selbst besassen, Material, mit dem sie den Rohbau hochziehen konnten. Doch die Menschen haben nun nichts mehr zu geben, die Hilfe ist erschöpft, und das Leid gerät so langsam in Vergessenheit und weicht dem Alltag – die beiden Zimmer sowie das Bad bleiben unvollendet zurück. Wir möchten dieser Familie gerne das fehlende Material zur Verfügung stellen: Fünf Fenster, drei Türen, Fliesen und Sanitärzubehör für das Bad, Bodenbelag, Wandputz und -farbe sowie Möbel und weitere Dinge für den täglichen Bedarf. Alles in allem werden dafür 5 000 Franken (4 600 Euro) benötigt. Bitte helfen Sie dieser Familie, damit sie wieder ein sicheres Dach über den Kopf bekommt und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann. Vielen Dank dafür.

Projekt Nr. 3247, "Wohnhausbrand Dobreni"

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Armenien
Ani möchte leben!
Leukämie schlägt bei Elfjähriger zum zweiten Mal unerbittlich zu

Sie ist hübsch und intelligent. Sie ist eine gute Schülerin und eine ausgezeichnete Schachspielerin. Ihre Augen strahlen, wenn sie erzählt, dass sie armenische Schachmeisterin ist und von Schachmeister Waleri Kramnik persönlich ausgezeichnet wurde. Ani Jersnkjan ist elf Jahre alt und todkrank.

Ihre Eltern Ruben (57) und Elli (46) sind angesehene Lehrer. Mit ihrem knappen Verdienst – Lehrer bekommen in Armenien nur einen geringen Lohn – schaffen sie es dennoch, ein gutes Zuhause für ihr einziges Kind zu schaffen. Ani erhält viel Fürsorge und Liebe und wird gefördert, so gut es ihren Eltern möglich ist. Doch nun sind sie machtlos und können kaum etwas anderes tun, als für ihre Tochter da zu sein, sie zu trösten und ihre Hand zu halten. Denn Ani hat Leukämie.

Im Dezember 2010 bekam das Mädchen zum ersten Mal Beschwerden: Seine Hände schwollen an und bekamen kleine Flecken. Was Ani und ihre Eltern zunächst für eine Allergie gehalten hatten, ging auch nach einem Verzicht auf das vermeintliche Allergen nicht zurück. Dann diagnostizierten die Ärzte Leukämie. 2011 bekam das Mädchen, über elf Monate hinweg, seine erste Chemotherapie. Es ging ihm zusehends besser. Ani konnte wieder zur Schule gehen und vergass fast völlig, dass sie krank ist. Doch dann kehrte die Krankheit zurück — bedeutend aggressiver als zuvor.

Ani ist eine fleissige Schülerin und vielseitig interessiert.

Die Elfjährige ist stolz auf ihre Leistungen im Schach.

Die Eltern können sich diese zweite, noch teurere Chemotherapie für Ani nicht leisten. Sie wären bereit, alles Hab und Gut zu verkaufen — wie es viele Menschen in Armenien in einem solchen Fall tun. Doch das ist keine Lösung, sondern nur der Anfang von tiefster Armut und einer Schuldenspirale abwärts.

Ani braucht dringend Medikamente für die lebenswichtige Therapie. Teure Medikamente, die für die Familie unerschwinglich sind. Es eilt. Jeder Tag zählt. Ani ist bereits in der Klinik und wird zusehends schwächer. Ihre schönen Haare sind mittlerweile ausgefallen. Doch weder sie noch ihre Eltern sind verzweifelt: Sie vertrauen auf Gott und hoffen auf Sie.

Ani braucht dringend Ihre Hilfe. Die Behandlung muss rasch möglichst durchgeführt werden, damit Anis Leben gerettet werden kann. Die Kosten belaufen sich auf rund 11 000 Franken (10 100 Euro). Jede noch so kleine Spende zählt: für Medikamente, Nachbehandlungen, Fahrtkosten und gesunde Lebensmittel. Noch immer lächelt Ani, wenn sie von ihrem Leben und ihren Zukunftsträumen erzählt. Bitte helfen Sie, dass Anis Hoffnung Früchte trägt und sie die Chance auf eine gesunde Zukunft erhält. Herzlichen Dank für Ihre Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3248, "Chemotherapie Ani"

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Armenien / BAZ
Hilfe mit doppeltem Nutzen
Auszubildende wollen im Rahmen ihrer Ausbildung Kleidung für Behinderte nähen

Es ist eine Investition, die mehrfachen Nutzen bringt: Das Berufsausbildungszentrum BAZ beschreitet neue Wege und hilft dadurch dem Fachkinderheim für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche im Dorf Nor Charberd ausserhalb Jerewans.

Die Idee ist einfach und nachhaltig: Die Auszubildenden des BAZ werden im Rahmen ihrer Lehrgänge praktisch eingesetzt und helfen dem Kinderheim in Nor Charberd beim Backen oder Nähen. So erweitern sie neben ihren fachlichen Fähigkeiten auch ihre sozialen Kompetenzen. Auch werden im Rahmen der Näherinnen-Ausbildung im BAZ Kleidungsstücke für die Heimbewohner nach Mass gefertigt, da diesen die Standardgrössen nur schlecht passen.

Das Heim wurde 1950 gegründet. Derzeit wohnen 226 Jungen und Mädchen mit verschiedenen Behinderungen dort. Sie alle kommen aus sozial schwachen Familien. So auch der 13-jährige Tigran Meqinyan, der 2012 von seiner Mutter ins Heim gebracht wurde. Die Alleinstehende ist geistig behindert. Sie erbettelt in einer Fussgängerunterführung in Jerewan ihren Lebensunterhalt. Tigran war völlig vernachlässigt. Seine Behinderung machte ihn abhängig von fremder Hilfe, er konnte weder gehen noch sprechen. Heute ist der Junge nicht mehr bettlägerig. Er bewegt sich mithilfe eines Gehgestells und versteht die an ihn gerichteten Anweisungen. Obgleich er keinen grossen Wortschatz besitzt, hat sich seine Kommunikationsfähigkeit in den letzten vier Jahren bedeutend verbessert.

Tigran blüht auf, seit er im Heim ist. Er kann jetzt mit seiner Umwelt kommunizieren.

Mariam wird vor allem psychologisch betreut, schliesslich hat sie erst vor Kurzem ihre Mutter verloren.

Die 18-jährige Mariam Sahakyan aus Wardenis, 170 Kilometer von Jerewan entfernt, ist erst seit zwei Monaten im Heim. Die junge Frau leidet am Down-Syndrom. Nach dem Tod des Vaters pflegte Mariam ihre kranke Mutter. Als auch diese verstarb, brachte eine Nachbarin das Mädchen ins Heim. Dort wird sie psychologisch betreut, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Mariam verfügt über eine normale Intelligenz, und die Mitarbeiter sind zuversichtlich, dass sie hier grosse Fortschritte machen wird.

Schicksale wie jenes von Tigran oder Mariam lassen auch die Mitarbeiter des BAZ nicht unberührt. Sie möchten die Zusammenarbeit mit dem Heim noch vertiefen.

Zunächst soll für die Bewohner Kleidung gefertigt werden. Für das benötigte Material wie Stoffe und Garne werden rund 2 500 Franken (2 300 Euro) benötigt. Mit der Unterstützung dieses Projektes helfen Sie gleich zweifach. Ganz herzlichen Dank dafür.

Projekt Nr. 3251, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Ein neuer Herzschrittmacher für Angelina
Vierjährige kam mit dem DiGeorge-Syndrom und einem schweren Herzfehler zur Welt

Sie kann nicht sprechen, doch wer Angelina ins Gesicht schaut, ahnt, wie es ihr geht. Die zerbrechlich wirkende Vierjährige ist schwer krank. Trotzdem entzückt sie ihre Umwelt mit ihrem offenen, leider selten gewordenen Lächeln. Viel zu oft erzählt das kleine Gesicht von Kummer und Leid.

Die Kleine wurde mit dem DiGeorge-Syndrom, einem Gendefekt (auch Catch 22-Syndrom genannt), geboren, was bei ihr einen schweren Herzfehler und Herzrhythmusstörungen zur Folge hatte. Das Kind wurde bereits einmal operiert und bekam einen Herzschrittmacher. Doch da es wächst, wird nun ein zweiter Eingriff erforderlich. Angelina wird als Diaconia-Patenkind bereits monatlich mit Lebensmitteln versorgt. Die Operation ist dringend nötig, doch für ihre Mutter Armine unbezahlbar. Mutter und Tochter leben bei der Oma, gemeinsam mit der Tante und deren beiden Söhnen, die noch zur Schule gehen. Die Wohnsituation ist sehr beengt. Im Schlafzimmer stehen die Betten dicht an dicht – Privatsphäre gibt es keine.

Angelinas Eltern liessen sich nach einer sehr kurzen Ehe 2011 scheiden. Der Vater ging nach Russland und kümmert sich seitdem nicht mehr um seine Tochter. Mutter Armine ist arbeitslos. Niemand in der Familie hat eine Arbeit. Sieben Personen leben von der Rente der Oma und Angelinas Behindertenrente – insgesamt 102 Franken (95 Euro). Das Haus ist in einem desolaten Zustand, die Wände sind schimmelig. "Wir wissen, wie ungesund das ist, aber wir können nichts tun. Für einen Umzug fehlt uns das Geld. Und zuallererst gilt unsere Sorge Angelina", sagt Armine.


Ein Schrittmacher hält Angelina am Leben.

In Angelinas Gesichtchen kann man lesen wie in einem Buch.

Aufgrund ihrer schweren Krankheit ist das Mädchen in seiner Entwicklung verzögert. Nur unsicher hält es sich auf den Beinen und plumpst nach ein paar Schrittchen wieder zu Boden. Sprechen kann Angelina gar nicht. Eine baldmögliche Operation ist unumgänglich; von ihr hängen das Leben und die weitere Entwicklung des Kindes ab. Denn Angelinas Herz funktioniert nur mithilfe des Schrittmachers. In den nächsten sechs Monaten muss die Operation durchgeführt werden, sonst wird Angelina sterben. Der Eingriff kann in Armenien vorgenommen werden und kostet rund 4 100 Franken (3 800 Euro). Zusätzlich möchten wir, wenn irgendwie möglich, den Wohnraum der Familie renovieren und gesunde Nahrungsmittel liefern. Bitte helfen Sie Angelina durch eine Spende, damit ihr Lachen noch viele Jahre erschallen kann.

Projekt Nr. 3249, "Herzschrittmacher für Angelina"

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Albanien
Eine Kuh für Familie Latifi
Grossvater Nexhat Tafa ist zu alt, um der Familie seiner Tochter weiterhin zu helfen

Im Kühlschrank befinden sich ein paar Flaschen Wasser und ein Brot. Um dieses selbst backen zu können, muss Mutter Etleva das Mehl zunächst aufwendig sieben, denn die Familie kann sich nur "verunreinigtes Mehl" leisten.

Das Dorf Darzeze, 40 Kilometer von Fier entfernt, ist sehr arm. Hier lebt Familie Latifi: Vasil (39) und Etleva (38) schlossen vor 13 Jahren eine arrangierte Ehe. Dass Etleva unter einer geistigen Behinderung leidet, wurde Vasil bis zum Schluss verschwiegen. Bald schon kam Selena auf die Welt, und Sohn Serxho (6) vervollständigte die kleine Familie. Selena ist 12 und besucht die vierte Klasse der Grundschule, Serxho geht in den Kindergarten.

Vater Vasil arbeitet hart, wenn er einen Job findet. Im Dorf sind Arbeitsmöglichkeiten jedoch rar, und die Fahrt nach Fier und zurück ist zu weit und zu kostspielig, um sie täglich anzutreten. So wartet Vasil, bis er einen Auftrag erhält. So wie damals, als ein Dorfbewohner Vasil beauftragte, sein Haus zu streichen. Bezahlt hat er jedoch nie. "Ich habe kaum noch Hoffnung und werde immer misstrauischer. Von staatlicher Seite ist keine Hilfe zu erwarten, ich habe mehr als einmal Unterstützung beantragt", berichtet er. Selbst als das Dorf überflutet worden war, bekam die Familie – als eine von wenigen – keine staatliche Zuwendung. "Liegt es daran, dass ich nicht aus dieser Region stamme?", fragt Vasil resigniert.


Etleva muss das Mehl vor dem Brotbacken aufwändig auf dem Boden sieben.

Familie Latifi lebt unter dem Existenzminimum.

Die Familie wurde bisher von Etlevas Vater, Nexhat Tafa, unterstützt. Er half mit Lebensmitteln und schenkte dem Paar zur Hochzeit sogar ein kleines Haus. Nexhat macht sich grosse Sorgen um seine Tochter und ihre Familie; er wird bald 75 Jahre alt und kann nicht mehr helfen. "Was wird aus meiner Tochter? Was wird aus ihrem Mann und meinen Enkelkindern? Manchmal träume ich, dass sie verhungern."

Eine Kuh würde der Familie langfristig helfen, denn die Milch sichert den Unterhalt der Familie. "Ich habe ein kleines Stück Land; es ist zu salzig, um Gemüse anzupflanzen, aber Futter für die Kuh würde dort gut wachsen", sagt Grossvater Nexhat. Vasil besitzt kein Land — er kommt ja aus der Fremde. Doch Nexhat würde das Land der Familie gerne überlassen.

Wir planen, der Familie eine Kuh zu kaufen. Dazu benötigen wir, inklusive der Baumaterialien für einen kleinen Stall, 3 000 Franken (2 760 Euro). Zusätzlich möchten wir die Familie ein Jahr lang mit Lebensmittelpaketen unterstützen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf insgesamt 550 Franken (510 Euro). Bitte geben Sie dieser Familie die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft zu versorgen. Aufrichtigen Dank dafür.


Projekt Nr. 3250, "Kuh für Familie Latifi"

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