Report
Ausgabe 10, Oktober 2010


Armenien
Mutter kann Familie nicht mehr über Wasser halten – Verlust ist kaum zu verkraften
Vater stirbt an Schweinegrippe
Der plötzliche Tod von Artak Manukian hat seine Familie in eine tiefe Krise gestürzt. Er starb an den Folgen des H1N1-Erregers, auch bekannt als Schweinegrippe. Seither kämpft seine Familie ums Überleben. Seine Witwe Liana schafft es kaum, ihre beiden Söhne Suren und Tigran zu ernähren. An Surens Schulbesuch ist gar nicht zu denken.
Artak Manukian galt als liebender Ehemann und Familienvater, der alles dafür gab, seine Familie versorgen zu können. Er nähte Schuhe und verkaufte sie in entfernten Dörfern. Ausserdem züchtete er Vögel, die er dann auf dem Tiermarkt anbot. Wenn die Familie knapp bei Kasse war, arbeitete er auch bei einer Baufirma als Asphaltleger. Als im vergangenen Jahr seine Kinder erkrankten, fuhr er in das weit entfernte Dorf Martuni. Er konnte dort Schuhe verkaufen. Das Geld brauchte er dringend für Medikamente und für die Behandlung seiner Kinder.
Auf dem Rückweg ging jedoch sein Fahrzeug kaputt. Artak war viele Stunden lang Wind und Kälte ausgesetzt. Am selben Abend noch brach die Krankheit aus und fesselte ihn vier Tage lang mit hohem Fieber ans Bett. Ein Spitalaufenthalt schien undenkbar – Artak hatte dafür einfach kein Geld. Wenig später wurde er aber doch ins Spital gebracht. Da war er schon bewusstlos. Er starb kurz darauf. Todesursache war das Schweinegrippe-Virus. Wo Artak sich damit angesteckt hat, konnte nicht mehr geklärt werden.
Als seine Familie von seinem Tod erfuhr, waren Schock und Trauer übermächtig. Liana litt lange an schweren Depressionen. Die betagten Eltern des Verstorbenen stehen immer noch unter Schock. Der zweijährige Tigran fragt bis heute immer wieder nach seinem Vater. Er kann nicht verstehen, warum er weg ist.
Nun soll Suren eingeschult werden. Aus Mangel an Geld können jedoch weder Schulkleidung noch Unterrichtsmaterialien gekauft werden. Liliana weiss nicht mehr, wie sie die Familie über Wasser halten soll. Bitte helfen Sie mit, die Not zu lindern und beten Sie, dass Gott diese arme Familie tröstet.
Projekt Nr. 1529, "Familienhilfe Manukian"

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Armenien
Rätselhafte Wachstumsstörungen bei 15-jährigem Mädchen – Diaconia möchte Untersuchungen ermöglichen
Nune wird als „Zwerg“ gehänselt
Familie Ghasarian mangelt es eigentlich an allem, denn die Eltern von sieben Kindern sind extrem arm. Das grösste Problem ist die Krankheit von Tochter Nune. Sie ist 15 Jahre alt, aber nur 1,34 Meter gross. Ihre Beine und Arme sind zu kurz. Nunes körperliche Entwicklung verläuft deutlich verzögert. Die Mediziner vermuten eine genetische Störung. Aber eine genaue Diagnose kann die Familie nicht bezahlen.
In dieser christlichen armenischen Familie klagt niemand über die schlechten Lebensverhältnisse. Alle schenken einander viel Liebe und Zuneigung. Die Töchter Arpine, Nune und Marine fordern nicht viel von ihren Eltern. Sie wissen, dass ihre Träume nicht erfüllt werden können.
„1997, als Nune zwei Jahre alt war, hat sich unsere ganze Familie durch verdorbenen Kuchen vergiftet. Einige Tage befanden wir uns auf der Intensivstation. Nune war damals klinisch tot“, erzählt Mutter Julietta. Nune überlebte – aber hat das Gift ihren Körper dauerhaft geschädigt? Oder hat sie doch eine seltene Erbkrankheit?
Nune bringt gute Leistungen in der Schule und träumt davon, Designerin zu werden. Aber sie leidet unter Minderwertigkeitsgefühlen. Es sticht Nune ins Herz, wenn Gleichaltrige sie komisch anschauen, oder wenn die Leute ungläubig auf ihr Alter reagieren. „Ich schäme mich, dass ich kleiner bin als meine Kameraden. Und es ist für mich eine grosse Belastung, wenn ich Hänseleien wie ‚Kleine‘ oder ‚Zwerg‘ hinter meinem Rücken höre“, erzählt Nune mit Tränen in den Augen.
Ob die Mediziner Nune helfen können, wird nur durch ausführliche Untersuchungen geklärt werden können. Hierzu ist ein Spitalaufenthalt erforderlich. Doch die Kosten für Medizin sind zu hoch für das geringe Einkommen dieser Familie. Mutter Julietta hofft nun auf weitere Unterstützung aus dem Ausland: „Unsere Kinder werden jeden Monat von Diaconia mit Lebensmitteln versorgt. Diese Hilfe rettet uns vor Hunger!“
Diaconia möchte Nune gerne helfen, damit sie keine Aussenseiterin bleibt, sondern ihren Platz im Leben findet. Danke für Ihre Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1530, "Kleine Nune"

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Armenien
Laura Antonian ist hoch verschuldet – Kinder gehen hungrig zu Bett
"Meine Zukunft ist aussichtslos"
"Es ist mir eine Qual anzusehen, wie meine Kinder mit leeren Mägen zu Bett gehen müssen. Meine Kinder sind ins Elend hinein geboren, auf eine glückliche Zukunft haben sie keine Chance", sagt Laura Antonian. Sie hat in fast jedem Geschäft der Gegend Schulden. Kaum ein Verkäufer gibt ihr noch Lebensmittel. Alle wissen, dass Laura ihre Schulden nie wird begleichen können.
Laura Antonian ist psychisch am Ende. Sie hat am eigenen Leib erfahren: Wenn die Armutsspirale sich einmal zu drehen beginnt, ist es fast unmöglich, sie aus eigener Kraft zu stoppen.
Laura und ihr Ehemann Armen haben nie im Überfluss gelebt. Als die jungen Leute heirateten, war Armens Mutter schon schwerkrank. Teure Medikamente und Operationen halfen nichts. Das junge Ehepaar versank unter einem riesigen Schuldenberg. Nach dem Tod von Armens Mutter mussten sie ihre Wohnung verkaufen, um die angehäuften Schulden zu begleichen. Die Familie verlor alles und landete schliesslich in einer notdürftigen Mietunterkunft.
Armen leidet an Epilepsie. Er hat immer wieder Anfälle und wird ohnmächtig. Seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gleich null. Seine Invalidenrente ist viel zu gering, als dass die Familie davon leben könnte.
Laura sind die täglichen Sorgen über den Kopf gewachsen. Sie bekam eine Nervenkrankheit. Die Notsituation der Eltern geht an den Kindern nicht spurlos vorbei. Die elfjährige Tochter Wehanusch und der zehnjährige Sohn Geworg haben ebenfalls psychische Probleme. Zudem hat Geworg noch einen Herzfehler. Die Familie wagt es kaum in die Zukunft zu blicken, denn jeder einzelne Tag ist schon ein Überlebenskampf.
„Meine zwei Brüder sind bei einem Autounfall in Russland gestorben. Meine Schwester sorgt alleine für meine betagte Mutter, die im Rollstuhl sitzt“, erzählte Laura. Von ihren Verwandten kann sie keine Unterstützung erwarten. Sie steht heute vor zahlreichen Problemen: Mangelnde Versorgung mit Nahrung, ausstehende Mietzahlungen und unbezahlte Rechnungen für Gas und Strom.
Diaconia möchte die Familie unterstützen, damit sie wieder neue Hoffnung schöpfen kann. Laura und ihre Angehörigen sind auf die Solidarität von Christen angewiesen, die ganz praktische Nächstenliebe üben. Bitte helfen Sie mit!
Projekt Nr. 1531, "Nothilfe Laura"

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Rumänien
Minustemperaturen in Wohnhütte – Familie fürchtet den kommenden Winter
Heizmaterial um zu überleben
Familie Matei hat Angst vor dem kommenden Winter. Die Familie wohnt zu siebt in einer Hütte am Rande der Stadt Sacele in der Nähe von Brasov. Durch die Finanzkrise hat Vater Marian seine Arbeit verloren. Seither leidet die Familie grosse Not und kämpft ums Überleben.
Marian geht jeden Tag in die Stadt, durchwühlt die Abfalleimer der wohlhabenderen Leute auf der Suche nach Nahrung und ausgemusterter Kleidung. Diese verkauft Marian dann weiter, um sich davon dann Kartoffeln oder ein Brot leisten zu können.
Von der Stadt bis nach Hause muss Marian 20 Kilometer zu Fuss gehen. Deshalb kommt er oft erst spät abends nach Hause zu seiner Familie. Er ist ein guter und ehrlicher Mensch, der seine Frau und seine Kinder liebt. Marian möchte, dass es seinen Kindern gut geht. Deshalb legt er grossen Wert darauf, dass seine Kinder Adam Alexandru (13), Laurentiu Florinel (11), Georgel Marian (7), Jasmine Deisa (9) und Elena Sdonia (3) jeden Tag zur Schule gehen.
Die Hütte, in der die Familie lebt, ist klein. Sie hat nur einen Raum und fällt fast in sich zusammen. Nachts schleichen sich Ratten in den Wohnraum. Marian wacht dann meist auf, zündet eine Kerze an und verscheucht die Ratten, damit die Kinder nicht gebissen werden. Die Familie hat in der Hütte keine Elektrizität, keine Toilette, kein fliessendes Wasser. Ausserdem ist die Hütte nicht isoliert und bietet daher keinen Schutz gegen die Kälte. In Rumänien wird es im Winter sehr kalt. Dann herrschen in der kleinen Hütte Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Kinder kauern sich aneinander, um sich gegenseitig zu wärmen und nicht zu erfrieren.
Der verzweifelte Marian hat nun Diaconia um Hilfe gebeten. Er möchte die Hütte renovieren und isolieren, damit sich seine Familie nicht mehr vor dem Winter fürchten muss. Marian und seine Familie sind auf Ihre Mildtätigkeit angewiesen. Mit Ihrer Unterstützung kann Marian mit Bau- und Heizmaterial die Hütte winterfest machen, damit die Familie im kommenden Winter nicht mehr frieren muss. Möge Gott Ihnen Ihre Nächstenliebe reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1532, "Marians Hütte"

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Rumänien
Mutter kocht wässrige Suppe aus verfaultem Gemüse
Kartoffeln gegen den Hunger
Der Kampf ums Überleben ist hart. Für viele in Rumänien prägt dieser Kampf den Alltag. So auch bei Carmen (28), Mutter dreier Kinder. Ihr Mann hat sie vor drei Jahren mit ihren kleinen Kindern im Stich gelassen. Er schmiss das wenige Geld zum Fenster hinaus, gab es aus für Alkohol und seine Spielsucht – und verschwand. Nun ist Carmen allein mit ihren Kindern, die oft krank sind. Sie sind schwach und unterernährt.
Carmen verdient sehr wenig. Sie arbeitet als Putzfrau auf dem Gemüsemarkt. Von dort bringt sie halb verfaultes Gemüse, das sie auf dem Boden findet, mit nach Hause. Davon kocht sie dann eine wässrige Suppe. Carmen muss nicht nur ihre Kinder versorgen, sondern auch ihre kranken Eltern, die mit Carmen und den Kindern in ihrer kleinen Wohnung leben.
Diaconia will Menschen wie Carmen mit der Aktion „Kartoffelernte gegen den Hunger“ helfen. Um noch mehr Notleidende versorgen zu können, haben die Mitarbeiter dieses Jahr zum ersten Mal selber Kartoffeln angepflanzt. David Dugeniuk, Diaconia-Mitarbeiter in Brasov, erklärt: „Mit dem gleichen Geld, das wir benötigen, um die Kartoffeln im Herbst zu kaufen, pflanzen wir im Frühjahr mehrere Hektar Kartoffeln an. Jetzt können wir mit dem gleichen Geld dreimal mehr Kartoffeln ernten und an Bedürftige verteilen als zuvor. Es ist uns bewusst, dass wir die Spendengelder verantwortungsbewusst einsetzen müssen, um möglichst vielen Menschen helfen zu können. Darum haben wir uns entschieden, die Kartoffeln selber anzupflanzen. Im nächsten Jahr möchten wir auf unserem ‚Bauernhof der Hoffnung‘ auch Mais, Weizen und Zuckerrüben anpflanzen, damit wir Menschen wie Carmen noch besser helfen können.“
Mit Ihrer Spende für die „Kartoffelernte“ gegen den Hunger helfen Sie, die Kosten für dieses so wichtige Projekt zu decken und auf diesem Weg viele Familien mit Kartoffeln zu versorgen. Bitte machen Sie es möglich, dass Carmen und ihre Kinder kein altes, verfaultes Gemüse mehr essen müssen.
Projekt Nr. 1533, "Kartoffelernte"

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Rumänien
Kurzsichtigkeit und Lähmung behindern fünfjähriges Mädchen
Maria kann kaum sehen und gehen
Die fünfjährige Maria möchte so gerne die Schule besuchen. Aber seit sie klein ist, hat sie Probleme mit den Augen. Maria kam zu früh auf die Welt, bei ihrer Geburt wog die Kleine nur 1,3 Kilogramm.
Drei Monate musste sie im Krankenhaus bleiben, bis sie nach Hause durfte. Bald merkte Marias Mutter Dorina, dass etwas nicht stimmte mit ihrem Kind. Maria konnte nur unter grosser Anstrengung einige Schritte gehen. Sie gingen zum Arzt. Der stellte eine Teil-Lähmung der Beine fest. Ausserdem bemerkte er, dass Maria schielte und stark kurzsichtig ist. Maria kann nur 30 bis 40 Zentimeter weit klar sehen. Sie besitzt aber bis heute noch nicht einmal eine Brille.
Maria braucht unbedingt eine Augenoperation, damit sie nicht mehr schielen muss. Ihre Mutter weint oft, weil sie keine Hoffnung hat, dass ihre Tochter eines Tages normal sehen und zur Schule gehen kann. Sie selbst hat nicht das Geld, um Maria eine Operation zu ermöglichen oder auch nur eine Brille zu kaufen. Die Familie steckt tief in den Schulden. Marias Vater starb vor drei Jahren an Tuberkulose. Die Familie musste sogar einen Kredit aufnehmen, um die Stromrechnung bezahlen zu können.
Marias Grossmutter unterstützte bis zu ihrem Tod die Familie finanziell und ermöglichte Maria die nötigen Arztbesuche wegen ihrer gelähmten Beine. 20 Mal in einem Jahr musste Maria zum Arzt. Sie braucht nun einen Spezialisten. Doch die meisten Mediziner schicken sie gleich wieder weg, da Mutter Dorina kein Geld hat, um sie zu bezahlen.
Als die geliebte Grossmutter starb, sagte Dorina, nun habe auch sie keine Kraft mehr, um weiter zu leben. Sie hat genug vom Kampf ums Überleben und um das Bangen um die Gesundheit ihrer Tochter. Maria ist ein liebes, aufgewecktes Mädchen. Bitte ermöglichen Sie Maria durch Ihre Unterstützung die dringend nötige Augenoperation und den Besuch bei einem Spezialisten wegen ihrer Beine. Und schliessen sie die deprimierte Mutter mit in Ihre Gebete ein. Möge Gott Ihnen Ihre Nächstenliebe reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1534, "Medizinische Hilfe Maria"

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Albanien
Seit Jahrzehnten wird nichts erneuert – Lehrer unterrichten unter miserabelsten Umständen
Die vergessene Schule von Karpen
Asllan Krasniqi ist Schuldirektor in Karpen, seinem Heimatdorf. Ihm steht ein zwölfköpfiges Lehrerteam zur Seite. Sie unterrichten 160 Kinder – unter schwierigsten Bedingungen. Denn seit mehr als 25 Jahren ist das Gebäude nicht renoviert worden, es gibt keine neuen Möbel und keine zeitgemässen Unterrichtsmaterialien. Die Zustände sind deprimierend.
„Wir sind hier an einem Ort, der vergessen wurde“, klagt der Schuldirektor, „es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Kinder im 21. Jahrhundert unter diesen Bedingungen unterrichtet werden. Den Schulen in der Umgebung geht es viel besser. Wir müssen etwas tun. Die Schule muss dringend saniert werden und wir brauchen geeignete Möbel.“ Doch dafür fehlt das Geld in dem Dorf an der Adriaküste. Die Eltern können nicht helfen: Schätzungen zufolge sind 40 Prozent der Dorfbewohner arbeitslos. Sie leben von den dürftigen Sozialleistungen des Staates. Die reichen nicht einmal für eine tägliche Tasse Kaffee, und auch nicht für Kleidung, Medikamente oder Schulbücher.
Karpen hat rund 4000 Einwohner. Tourismus gibt es in dieser Gegend nicht. Weil sie als Bauern kaum überleben konnten, sind viele Dorfbewohner ausgewandert. Die Regierung hat für diese Region keine Entwicklungskonzepte erarbeitet. Ohne gute Ausbildung werden die Kinder ihren Eltern in die Armut folgen.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Albanien haben Direktor Krasniqi versichert, dass das Schicksal der Schüler von Karpen den Menschen in Europa nicht gleichgültig ist. Einsatzleiter Artan Metohu: „Alle Wände der Schule sind feucht und stark beschädigt. Das muss zuerst behoben werden. Danach möchten wir mit der Sanierung der Klassenräume beginnen und uns um die Schulmöbel kümmern.“
Für den ersten Schritt dieses Hilfsprojekts werden 8100 Franken (rund 6200 Euro) benötigt. Dürfen die Kinder von Karpen auf Ihre Unterstützung hoffen?
Projekt Nr. 1535, "Schule Karpen"







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