Report
Ausgabe 10, Oktober 2015


Rumänien
Frohe Kindheit für Delia und ihre Geschwister
Seit Jahren bestehende Bauruine soll zu einem sicheren Wohnraum werden

Man kann die Liebe in dieser Familie fast mit Händen greifen. Sie ist allgegenwärtig: Im Umgang miteinander, in den Blicken und in der Freude, die trotz allem hier herrscht. „Sie ist meine Sandkastenliebe“, lacht Claudiu (28) und umarmt Madalina (24) zärtlich. Ihre vier Kinder lieben die beiden von ganzem Herzen und versuchen alles, damit sie eine fröhliche Kindheit haben — Trotz der widrigen Lebensumstände.

Beide Elternteile kommen aus sehr armen Verhältnissen. Claudiu ging gerade einmal zwei Jahre zur Schule, Madalina fünf. Einen festen Job haben beide nicht, und so lebt die Familie vom Kindergeld und den Gelegenheitseinkünften, die Claudiu erwirtschaftet. Ihr Zuhause ist ein Zimmer von 25 Quadratmetern, ohne Strom und Wasseranschluss. Zwei alte Betten stehen in dem Raum: Eins für die Eltern, und eins für die Kinder. Es gibt weder Küche noch Badezimmer. Mehrere Jahre hat es gedauert, bis der Hausbau soweit abgeschlossen war, denn immer wieder fehlte das nötige Geld für die Baumaterialien. Claudius Vater unterstützte seinen Sohn dabei, so gut er konnte, doch es war ein schwieriges Unterfangen.

„Vor drei Jahren habe ich begonnen, einen weiteren Raum anzubauen. Die Kinder brauchen ihren eigenen Raum. Gerade im Winter hocken wir hier so eng aufeinander, dass die Kinder permanent krank sind und sich immer wieder gegenseitig anstecken“, erzählt der Familienvater besorgt. Doch der Anbau ruht schon lange. Alles Geld benötigt die Familie für die grundlegendsten Dinge des Lebens sowie Medikamente für die Kinder. Denn aufgrund der schlechten Lebensverhältnisse leiden Petre (5), Claudia (3), Casian (2) und Delia (sechs Monate) unter Magenschmerzen und an Anämie. Der kleine Casian ist wegen der schlechten Ernährung sogar so schwach, dass er mit seinen zwei Jahren kaum gehen kann. Delia leidet unter Atemnot und musste schon oft ins Krankenhaus.


Trotz Armut und schwierigen Lebensbedingungen können die Kinder, dank der liebevollen Umgebung, lachen.

Claudiu und Madalina lieben ihre vier Kinder von ganzem Herzen.

Die Wand des unfertigen Raumes sieht ein wenig aus wie die einer Ruine. Jeden Tag erinnert sie Vater und Mutter an die Armut, in der sie leben. Petre fragt seinen Vater oft, wann das Zimmer denn wohl fertig sei, und Claudiu antwortet: „Bald.“ Und dann lenkt er seinen Sohn schnell ab, indem er etwas mit ihm spielt. „Unsere Kinder sollen eine schöne Kindheit haben. Deswegen lassen wir uns nichts anmerken und lachen und spielen mit ihnen. Warum sollen wir sie belasten“, sagt Madalina. Und doch: Der nächste Winter steht vor der Tür und mit ihm Enge und Krankheit. Wir möchten Claudiu helfen, das bestehende Haus instand zu setzen und den zweiten Raum fertigzustellen. Bitte helfen auch Sie tatkräftig mit, damit diese Familie dem kommenden Winter gelassen entgegenblicken kann.


Projekt Nr. 3099, "Wohnraum für Familie Goga"

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Rumänien
Ein fester Boden für Familie Danut
Staub und Kälte sind für Vater Marin und seine Familie zum traurigen Alltag geworden

Wenn Antonio (3) bei seinem Vater Marin ist, lächelt er. Dann fühlt er sich beschützt, und sein Arm tut ihm auch nicht mehr so weh. Vor ein paar Wochen fiel er hin und brach sich seinen Arm. Der Verband ist längst völlig verschmutzt, denn weder im Hof noch im Haus hat die Familie einen befestigten Boden.

Antonio lebt mit seinem Vater Marin (40), seiner Mutter Julieta (27) und seiner Schwester Danuta (1) in einem Haus mit einem Raum in Sanpetru, zehn Kilometer von Brasov entfernt. Das Haus ist dunkel und kalt — selbst im Sommer herrschen dort kühle Temperaturen. „Im Winter ist es immer schlimm, aber im vergangenen Winter war es fast nicht auszuhalten. Dann ging noch unser alter Ofen kaputt, und wir mussten uns mit einem alten Fass behelfen“, erzählt Marin. Es gibt weder Strom noch Wasser. Geschlafen wird gemeinsam auf einer alten Schlafcouch. Der staubige Hof ist durch alte Türen und Holzabfälle vom umliegenden Weideland notdürftig abgetrennt.

Marin hat keine Arbeit. Er verliess nach der zweiten Klasse die Schule. Er und seine drei Brüder wurden in der Schule gehänselt. „Mein Vater ist früh gestorben, und unsere Mutter hat versucht, uns irgendwie durchzubringen. Aber wir hatten nichts — auch keine gute Kleidung oder Schulsachen“, erinnert er sich. Aus Scham und Angst brach er die Schule ab — wie viele rumänische Kinder zu dieser Zeit. Jetzt versucht der 40-Jährige, durch Gelegenheitsjobs etwas dazuzuverdienen, denn die Familie lebt vom Kindergeld. Aber nur schwer findet er als Tagelöhner Arbeit auf den Feldern oder dem Bau.

Antonio fühlt sich bei seinem Vater am sichersten.

Marin und Julieta wünschen sich für ihre Kinder ein besseres Leben.

Mit einer alten Tonne versuchte die Familie, das bitterkalte Haus zu heizen.

Julieta hatte neun Geschwister. Auch sie stammt aus einer armen Familie. „Meine Mutter hat mich nicht geliebt oder gefördert. Sie hat mich als ‚dumm’ bezeichnet und gesagt, ich sei eine Schande für die Familie. Nach der dritten Klasse hat sie mich aus der Schule genommen, obwohl ich wirklich gut war. Ich musste mich dann um den Haushalt kümmern“, erzählt sie. Gerne möchten sie und Marin ihren Kindern eine schulische Ausbildung ermöglichen – doch es reicht ja noch nicht mal fürs Nötigste.

Die beiden hatten noch ein drittes Kind. Aber die Erstgeborene war behindert und starb im Alter von drei Jahren. Ein Foto von ihr gibt es nicht, nur die Erinnerung ist ihnen geblieben.

Wir möchten der stark herausgeforderten Familie mit Milch, Windeln, Lebensmitteln, Kleidung, einem neuen Ofen und Feuerholz für den Winter helfen. Ausserdem möchten wir für einen befestigten Boden in der Hütte sorgen. Diese Familie braucht dringend Hoffnung. Bitte helfen Sie uns, ihr diese zu geben.


Projekt Nr. 3100, "Familienhilfe Danut"

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Rumänien bestraft Holocaustleugner

RUMÄNIEN –Im Juli unterzeichnete Präsident Klaus Iohannis ein Gesetz, das Holocaustleugnung unter Strafe stellt und rassistische Organisationen und Symbole sowie die Förderung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit verbietet und mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft. Im vormals mit dem Dritten Reich verbündeten Rumänien wurden, unter Marschall Ion Antonescu, etwa 280’000 Juden und 11’000 Roma ermordet.
Im heutigen Rumänien gibt es einige rechtsextreme Organisationen, wie die Noua Dreapta (Neue Rechte), die unter anderem Corneliu Zelea Codreanu verehren, den Anführer der faschistischen „Eisernen Garde“, vormals „Legion des Erzengels Michael“, die von 1927 bis 1941 aktiv war. Bereits 2002 sollte eine Dringlichkeitsverordnung unter anderem den neu aufgeflammten „Antonescu-Kult“ unterbinden. Dies war jedoch faktisch wirkungslos.
Das Gesetz stiess in Rumänien nicht nur auf Zustimmung. Präsident Iohannis wurde vorgeworfen, er habe sich der „jüdischen Lobby“ gebeugt und die „christliche Tradition“ Rumäniens verraten. Der Vorwurf der Zensur kam ebenfalls auf.



Rumänien
Ein sicherer Gang für Gabriel
Von den Eltern verstossen — spastisch gelähmter Achtjähriger braucht dringend Hilfe

„Schaut mal, ich bin ein Roboter“, ruft Gabriel lachend und macht ein paar unsichere Schritte. Doch sein abgehackter Gang ist kein Spiel, er ist bitterer Ernst. Der Achtjährige ist spastisch gelähmt. Doch versucht er tapfer, seine Situation mit Humor zu tragen.

Gabriel ist ein aufgeweckter Junge und besucht die dritte Klasse. Seine Noten sind gut, und er ist ehrgeizig. Doch viele Freunde hat er nicht, denn er kann nicht mit den anderen Jungs toben und rennen: Gabriel leidet unter einer spastischen Lähmung der Beine.

Der Junge hat in seinem Leben schon viel Ablehnung erfahren. Er ist das Ergebnis einer kurzen Liaison zwischen seiner Mutter und seinem Vater. Letzterer lebt zwar in Brasov, sagte aber schon vor der Geburt des Jungen, dass er frei sein wolle und keinerlei Verantwortung für ihn übernehmen werde. Gabriels Mutter lebt nicht mehr in Rumänien. Sie wollte das Kind nicht, hat ihre Schwangerschaft lange vor ihrer Mutter Maria verheimlicht. Als diese stutzig wurde und ihre Tochter ansprach, gab diese die Schwangerschaft zu, wollte jedoch umgehend eine Abtreibung. Aber dafür war es schon zu spät.

Gabriel kam als Frühchen im siebten Monat zur Welt. Seine Mutter kümmerte sich nicht um ihn. Oma Maria nahm sich des kleinen Jungen an. Sie zog selbst fünf Kinder gross und bezeichnet Gabriel als ihr Sechstes. „Er ist ein toller Junge. Ich liebe ihn sehr“, sagt die 58-Jährige. Gabriel nennt seine Oma übrigens „Mama“ – er kennt seine richtige Mutter ja kaum.


Aufgrund seiner Lähmung kann sich Gabriel nicht selbstständig ankleiden.

Maria begleitet den Jungen täglich zur Schule.

Als Gabriel gehen lernte, zeigte sich sofort seine Behinderung. Und bis heute kann er sich nicht alleine seine Schuhe oder seine Hose anziehen. Zwar wurde er bereits einmal operiert, aber die nachfolgend dringend benötigte Krankengymnastik konnte Maria nicht bezahlen. Und so kann er jetzt zwar ein paar Schritte gehen, aber es sieht ungelenk aus und erinnert eher an einen Roboter als einen kleinen Jungen. „Die Ärzte sagen, dass er vielleicht normal gehen lernen könnte, aber dafür wäre eine sehr teure Operation und nachfolgend Krankengymnastik nötig. Das kann ich mit meinen Putzjobs nicht bezahlen“, berichtet Maria bekümmert. Sie macht sich grosse Sorgen. Noch kann sie Gabriel bei allem helfen. Doch irgendwann wird sie alt sein und das nicht mehr können. „Es wäre so dringend nötig, dass Gabriel diese Operation erhält. Sonst hat er keine Chance, später selbstständig für sich zu sorgen“, sagt sie.

Wir möchten Maria, und vor allem Gabriel, helfen und die Kosten für die Operation in Bukarest und die nachfolgenden Therapien bezahlen. Bitte helfen auch Sie diesem kleinen Jungen durch Ihre Gebete und Spenden. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3101, "Operation für Gabriel"

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Nepal
Wunder gibt es immer wieder
Viele Menschen finden Zuflucht in der Zeltstadt bei Dhading — so auch Easter Tamang

Das Haus stand lichterloh in Flammen. Rings um das kleine Mädchen bebte die Erde und Wände stürzten ein, als Easter Tamang (1) von ihrer Mutter hastig ins Freie getragen wurde. Und die rechte Hand tat ihr schrecklich weh...

Es war der 25.4.2015, als das Beben in Nepal unerbittlich zuschlug und viele Todesopfer im ganzen Land forderte. Heute, rund 5 Monate später, ist etwas Ruhe eingekehrt. Nachdenklich schaut Man Bahadur auf die Zeltstadt, die sich in Dhading gebildet hat. Menschen, die alles verloren haben, schlossen sich zusammen, um miteinander zu leben und füreinander zu sorgen. Unter ihnen befindet sich auch die nun eineinhalbjährige Easter Tamang, die in den Flammen ihres Wohnhauses nicht nur ihren Grossvater, sondern auch ihre rechte Hand verlor. Verkrümmt ragt die kleine Hand hervor, greifen kann sie damit nicht mehr. Die Haut ist verhärtet, sie bräuchte dringend eine geeignete Brandsalbe, damit die Verletzung gut verheilen kann. „Viele Menschen benötigen dringend medizinische Hilfe. Es gibt Brand- und Schürfwunden, aber auch Durchfallerkrankungen sind weit verbreitet“, so Man Bahadur. „Wir tun alles uns Mögliche, um in der Zeltstadt für die medizinische Versorgung und Sauberkeit zu sorgen. Doch wir stossen oft an unsere Grenzen.“ Mit weiteren Freiwilligen fährt Man Bahadur häufig in die umliegenden Dörfer, um auch dort nach dem Rechten zu sehen und zu helfen, soweit es geht. „Sobald wie möglich möchten wir die Renovierungsarbeiten an unseren Wohnhäusern beenden.“ Wegen der Regenzeit mussten diese zeitweilig völlig unterbrochen werden. „Leider ist es momentan so, dass das Baumaterial rar und bedeutend teurer geworden ist. Die Nachfrage danach ist im gesamten Land riesengross.“


Nahrung ist rar. So lange es geht, werden die Kinder gestillt. So auch die kleine Easter. Die Nähe zur Mutter beruhigt sie.

Hunderte Menschen, gross und klein, finden in der Zeltstadt bei Dhading ein „Zuhause auf Zeit“.

Diaconia möchte auch weiterhin Man Bahadur und die anderen Waisenhausleiter durch Spenden in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Sie sollen die Möglichkeit haben, alle Renovierungsarbeiten in den Häusern erfolgreich zu beenden und darüber hinaus Hilfe für Menschen geben zu können, denen sonst kaum jemand hilft. Herzlichen Dank für Ihre treue Unterstützung für das von der Katastrophe so stark getroffene Land.

Projekt Nr. 3102, "Erdbebenhilfe Nepal"

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Nepal hofft auf Touristen

NEPAL – Vier Monate nach dem Erdbeben hoffen die Regierung und die Bevölkerung von Nepal, dass wieder Reisende ins Land kommen. Die meisten westlichen Staaten haben ihre Reisewarnung inzwischen entweder ganz aufgehoben oder modifiziert. Während die Schweiz nie eine Reisewarnung ausgegeben hatte, beschränkt Deutschland die Warnung nun auf die vom Erdbeben betroffenen Gebiete. Das bedeutet, dass die meisten Touristenziele als sicher gelten. Viele Reiseveranstalter bieten daher wieder Reisen nach Nepal an.
Im Jahr 2014 kamen noch etwa 800’000 Touristen nach Nepal, für 2015 wird mit einem Rückgang von mindestens 40 % gerechnet. Dabei sind mehr als eine Million Arbeitsstellen direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig – vom Hotelpersonal über Händler bis zu Taxifahrern. Sie laufen Gefahr, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. Ohne Arbeit können sie ihre Häuser nicht wieder aufbauen, ihre Familien nicht ernähren und sind, mangels Hilfe der Regierung, weiterhin auf Unterstützung durch Hilfsorganisationen angewiesen.



Armenien
Sicheres Heim für Nadeschda und ihre Kinder
Alleinerziehende Mutter kann ihren Kindern ohne Hilfe die Schule nicht ermöglichen

Der Putz bröckelt von den Wänden, wo immer man auch hinschaut. Das kann Nadeschda (35) auch nicht hinter Gardinen und Teppichen verstecken. Sie tut alles, um ihren Kindern ein freundliches Zuhause zu bieten, doch das alte Haus und das geringe Einkommen machen dieses Unterfangen fast unmöglich.

Die Mutter dreier Kinder ist alleinerziehend. Der Vater verliess die Familie schon vor zehn Jahren und kümmert sich nicht um Knarik, Anna und Ani. So ist Alina auf sich allein gestellt. Als Konditorin in der Nachtschicht verdient sie nur gerade so viel, um die Stromkosten zu begleichen und ein paar wenige Lebensmittel zu kaufen. „Die Wasserrechnungen habe ich schon lange nicht mehr bezahlt. Jeden Tag fürchte ich, dass sie uns den Hahn einfach zudrehen“, erzählt sie.

Das Haus, in dem die Vier leben, ist in einem bedenklichen Zustand. Nadeschdas Grossvater hat es vor vielen Jahren gebaut, und seitdem wurde nichts daran renoviert. „Wir haben einfach so darin gelebt. Geld für Instandsetzungsmassnahmen war nie da“, sagt die 35-Jährige. Und so sind alle Wände brüchig und marode, und die Stromleitungen sind beschädigt. Das Haus verfügt über kein Badezimmer. Manchmal geht die Familie zu Nachbarn oder Freunden, um zu duschen oder zu baden. Das Dach ist undicht, und bei schlechtem Wetter ist es drinnen feucht und klamm. Im Sommer finden giftige Schlangen und Ungeziefer Durchschlupfmöglichkeiten ins Haus. „Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein, um nicht auf etwas zu treten, was gefährlich ist.“ Im Winter wird das Haus nicht richtig warm, es bleibt darin ungemütlich.


Wie lange sie noch fliessendes Wasser haben, weiss Nadeschda nicht. Die Rechnungen wurden schon lange nicht mehr bezahlt.

Ihre Kinder sind Nadeschdas ganze Freude: Knarik besucht den Athletikunterricht. Als gute Schülerin darf sie den Unterricht kostenlos besuchen. Anna besuchte für ein Jahr das Gymnasium. Das Schulgeld konnte Nadeschda jedoch auf Dauer nicht aufbringen, und so musste Anna die Schule, trotz guter Noten, verlassen. Ani besucht die 7. Klasse. Sie träumt davon, später einmal Schauspielerin zu werden.

Wir möchten dieser Familie helfen und ihr ein sicheres Zuhause geben. Zudem möchten wir den Kindern ermöglichen, die Schule zu besuchen und durch Bildung die Chance auf eine gute Zukunft zu bekommen. Bitte helfen Sie mit. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 3103, "Familienhilfe Nadeschda"

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Armenien
Medizinische Hilfe für Mariams Söhne
Arztkosten für beide Söhne sind für Mariam und Watschagan auf Dauer unbezahlbar

„Wenn die eigenen Kinder krank sind, ist das Herz voller Sorgen“, sagt Mariam Surnatschjan und kann nur mit Mühe ihre Tränen zurückhalten. Ihre beiden Kinder sind schwerkrank, und die Kosten für die Behandlungen verschlingen das geringe Gehalt von Vater Watschagan. Mariam hat zwar einen Hochschulabschluss, sie kann jedoch wegen der Kinder nicht arbeiten gehen.

Watschagan und Mariam hofften auf ein schönes Leben und eine gesunde Familie. Als der erste Sohn, Mkrtitsch, 2013 zur Welt kam, schien alles perfekt. Die jungen Eltern wollten alles besser machen und ihren Kindern die Nestwärme geben, die sie selbst als Kinder vermissen mussten. „Wir lieben unsere Kinder von ganzem Herzen. Doch der Alltag ist sehr beschwerlich, und die Sorgen zermürben uns“, sagt sie.

Drei Tage nach der Geburt, am Entlassungstag aus der Klinik, stellten die Ärzte besorgniserregende Werte bei dem Neugeborenen fest. Die Diagnose: Sauerstoffmangel während der Geburt und eine daraus resultierende Schädigung des Gehirns. Ein Schock für die Eltern. Sechs Monate später brachte eine Kernspintomografie Gewissheit: Grosse Teile des Gehirns sind betroffen, massive Bewegungsstörungen sind die Folge.

Mkrtitsch wurde behandelt und lernte, selbstständig zu sitzen und sich etwas fortzubewegen. Doch mit etwa einem Jahr begann er zu krampfen. Seit dieser Zeit leidet er an Epilepsie. Nun muss der Kleine jeden Tag teure Medikamente einnehmen, die extra im Ausland bestellt werden müssen. Ergänzend bekommt er Behandlungen beim Logopäden, Psychologen, Schwimm- und Reitunterricht, Physio- und Ergotherapie. Die Behandlungen sind kostenfrei, aber anschliessend fallen für die Beratung der Ärztin hohe Kosten an.


Mkrtitsch ist ein zartes Persönchen und sehr krank.

Der kleine Samwel muss dringend einen Helm tragen, um seinen deformierten Kopf zu schützen.

Eineinhalb Jahre nach der Geburt von Mkrtitsch kam Samwel auf die Welt. Die emotionale Anspannung seiner Mutter während der Schwangerschaft und die schlechten Lebensumstände der Familie haben sich negativ auf seinen Gesundheitszustand ausgewirkt: Das Kind hat einen Herzfehler, sein Kopf ist deformiert und merklich krumm. Samwel braucht einen Schutzhelm, für den die Familie erneut hohe Schulden machen musste.

Diese Menschen benötigen dringend unsere Unterstützung, um weitere Schulden zu vermeiden und die bestehenden zu begleichen. Zudem soll den beiden Jungen geholfen werden, später einmal selbstständig leben zu können und nicht auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Bitte helfen auch Sie diesen Kindern, und ermöglichen Sie ihnen die für sie nötigen Behandlungen und Therapien. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3104, "Medizinische Hilfe für Mkrtitsch und Samwel"

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Armenien / BAZ
Unterricht braucht mehr Dimensionen
Business-Seminar — Absolventen unterstützen sich gegenseitig und tauschen sich aus

Um im Beruf erfolgreich sein zu können, muss man sich stetig fortbilden. Deswegen hat die BAZ-Leitung beschlossen, einen Business-Club für BAZ-Absolventen ins Leben zu rufen (wir berichteten).

Neben dem Austausch untereinander steht Weiterbildung in Sachen Unternehmertum an erster Stelle. Hierzu werden Fachleute aus verschiedenen Bereichen eingeladen, die ihr Wissen an die ehemaligen Absolventen der Lehrgänge im BAZ weitergeben. Um den Treff effektiv zu organisieren und durchzuführen, fehlt im Gebäude allerdings gutes Präsentations-Equipment, wie beispielsweise ein geeigneter Projektor sowie eine Leinwand, ein Laptop und eine Video-Kamera.

Diese Ausrüstung würde dem Team die Möglichkeit bieten, die Arbeitsbedingungen der selbstständig gewordenen Absolventinnen und Absolventen zu filmen und diese in den regelmässig stattfindenden Business-Seminaren zu besprechen.

Auch für den normalen Ausbildungsablauf wäre diese Ausrüstung ein grosser Gewinn: In letzter Zeit werden die Präsentationen und Abschlussveranstaltungen, bei denen ein Projektor benötigt wird, immer häufiger. Bis jetzt musste der Projektor des PC-Lehrgangs dafür ausreichen. Doch dieser hat nur eine geringe Qualität und ist bei grösseren Veranstaltungen nicht einsetzbar. Die Frage nach einem Laptop wurde bisher von den Lehrkräften oder Teilnehmern und Teilnehmerinnen gelöst, indem sie ihre privaten, tragbaren Rechner mitbrachten. Das ist jedoch auf Dauer kaum zu leisten und zudem nicht professionell.

Die Qualität des bisherigen Projektors ist für Business-Veranstaltungen ungeeignet.

Derzeit behilft sich das BAZ noch mit dem Projektor des PC-Lehrgangs.

Mit der Videokamera kann im Lauf der Zeit eine Dokumentation der durchgeführten Veranstaltungen erstellt werden, die so die Entwicklung des BAZ auch in Videos dokumentiert.

Aus eigenen Mitteln kann die Leitung des BAZ diese Investition nicht finanzieren und bittet Sie, liebe Spender, deshalb um Unterstützung. Der Projektor mit Zubehör kostet 1 100 Franken (1 020 Euro), das Notebook 720 Franken (670 Euro) und die Videokamera 575 Franken (535 Euro). Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung.

Projekt Nr. 3105, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Albanien
Bildung für Stela und ihre Geschwister
Hunger und Kälte bestimmen den Alltag — die Einkommensmöglichkeit ist gering

Der kleine Topf mit blühender Kapuzinerkresse auf der baufälligen Terrasse mutet fast rührend an — selbst in der grössten Not versucht Familie Oborri, es sich möglichst wohnlich zu machen. Doch das kleine Pflänzchen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Haus völlig marode ist. Kein Ort, an dem es sich gut leben lässt.

Die Oborris sind zu fünft: Mutter Ena (37), Vater Mark (34) sowie Stela (15), Fabio (12) und Sebastian (5). Mutter Ena ist nierenkrank und kann nicht arbeiten. Mark hat keinen festen Job. Er sammelt Kräuter in den Bergen. Doch zur zentralen Sammelstelle ist es weit, und er muss jedes Mal ein Auto mieten, um die Kräuter abliefern zu können. „Eigentlich ist das Unsinn, denn so bleibt von dem schmalen Verdienst durch den Verkauf fast nichts übrig. Aber was soll ich machen, ich möchte doch meine Familie ernähren“, beschreibt der 34-Jährige die ausweglose Situation.

Das Haus ist in einem katastrophalen Zustand. Die Familie besitzt noch nicht einmal die Grundausstattung an Möbeln, im gesamten Haus fehlen die Türen, die Toilette funktioniert nicht, und das Haus verfügt weder über vernünftige Böden noch über eine ausreichende Isolation. „Besonders im Winter ist es hier feucht und kalt. Vor allem die Kinder leiden sehr darunter und sind oft krank. Es bricht mir fast das Herz, wenn ich sie so sehe“, sagt Ena.


Die Oborris halten als Familie fest zusammen und möchten Stela ihren weiteren Schulbesuch ermöglichen.

Im gesamten Haus fehlen die Türen; es ist weder isoliert, noch hat es richtige Böden.

Es gibt wenig Perspektiven für die Familie. Die älteste Tochter, Stela, ist eine hervorragende Schülerin mit Bestnoten. Doch auch sie fühlt sich, wie ihre jüngeren Geschwister, in der Klassengemeinschaft ausgegrenzt. Die Kinder schämen sich für ihr marodes Zuhause und die zerschlissene Kleidung. Oft können sie sich vor lauter Hunger kaum konzentrieren. Trotzdem will Stela weiter lernen: Ein Studium ist ihr Traum.

Wir möchten der Familie helfen: Mark soll ein einfaches Fahrzeug bekommen, damit er seine Kräuter zur Sammelstelle bringen kann, ohne immer ein teures Auto mieten zu müssen. Zusätzlich möchten wir das Haus so renovieren, dass es Schutz und eine gute Umgebung bietet, in der die Kinder sicher aufwachsen können. Das alles würde die Familie so weit stabilisieren, dass Stela weiterhin zur Schule bzw. zur Universität gehen könnte. Und nicht nur Stela, sondern die gesamte Familie hätte mit diesen Veränderungen die Chance auf eine bessere Zukunft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3106, "Familienhilfe Oborri"

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ARMENIEN
Ein Haus mit Stall für Alina
Nur die Grundmauern stehen — aus Geldmangel ruht der Bau schon seit langer Zeit

Kann eine vierköpfige Familie mit der Sozialhilfe vom Staat auskommen? Kann von dem Geld Kleidung für die Kinder gekauft, für Strom, Wasser und Lebensmittel bezahlt werden? Wenn die Kinder heute Spaghetti mit etwas Brot und morgen nur Reis essen, am dritten Tag Brot mit süssem Tee erhalten und nur verschlissene Kleidung tragen — dann vielleicht.

So sieht der Alltag der Familie Awdaljan seit vielen Jahren aus. Die ganze Last um die Versorgung trägt Mutter Alina (34). Ihr Mann ist nach Kharabach gegangen, um dort zu arbeiten, und hat sich seither nicht mehr gemeldet. Alina muss anschreiben lassen, um die Kinder zumindest mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch auch der Ladenbesitzer möchte ab und zu eine Rate zurückgezahlt bekommen. „Ich bin so sparsam wie möglich. Extras gibt es gar nicht“, sagt Alina.

Die Familie lebt in einem alten Waggon am Rande des Ajtap-Dorfes in der Ararat-Region. Der Waggon ist undicht, es regnet hinein. Im Winter ist es sehr kalt, und im Sommer unerträglich heiss. „Im Sommer heizen wir unser Wasser in Schüsseln in der Sonne auf. Das spart Strom“, erzählt Alina. Aber in dieser Zeit gibt es auch zahlreiche giftige Schlangen und Insekten, die sich ab und zu ins Waggoninnere verirren.

Der kleine Waggon steht neben den Grundmauern von Alinas Traumhaus. „Die Nachbarn haben ihre Hilfe bei der Errichtung zugesagt, wenn ich das Baumaterial besorgen kann. Aber das können wir uns nicht leisten.“ Alina würde gerne einen Stall bauen und Kühe und Schafe halten, um frische Milchprodukte für die Kinder zu produzieren. Einige Monate arbeitete sie als Putzfrau im Dorfladen. „Ich sehe nur sehr schlecht und konnte die Arbeit nicht gut genug machen. Eine Brille hilft nicht. In der Poliklinik hat man mir zu einer Operation geraten, aber die kann ich nicht bezahlen.“ Zudem hat die 34-Jährige wegen Kalziummangel viele Zähne verloren, aber auch diese Behandlung ist für Alina unerschwinglich. „Ich schäme mich, weil ich meine Familie nicht ausreichend versorgen kann.“

Alina und ihre Kinder leben in einem alten Waggon.

Im Waggon ist es entweder zu heiss oder zu kalt, und oft ist es ungemütlich feucht.

Tochter Anghela hat keine Freunde, weil sie arm ist.

Der älteste Sohn, Karen, versucht, eine Arbeit zu finden, um der Mutter zu helfen. Gern würde er als Automechaniker arbeiten und besitzt dazu auch ausgesprochenes Talent. Im Nachbardorf gibt es einen Kfz-Meister, doch der Unterricht bei ihm kostet Geld.

Wir möchten dieser Familie gerne helfen und Alina das kleine Haus mit Stall errichten. Zudem möchten wir ihr Vieh zur Verfügung stellen und die notwendigen medizinischen Behandlungen bezahlen. Bitte helfen Sie dieser armen Familie durch Gaben und Gebete. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3107, "Familienhilfe Alina"

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