Report
Ausgabe 10, Oktober 2016


Rumänien
Ein kleines Haus für Cristina und Florin
Zwölfjähriger und seine Mutter bangen vor dem herannahenden Winter

Jeden Tag steht Florin am Bahnhof und beobachtet die Züge. "Ich möchte später Lokführer werden", erzählt er uns mit leuchtenden Augen. Doch dann erlischt das Strahlen in seinen Augen plötzlich; er ahnt, dass dies für ihn wohl nur ein Traum bleiben könnte.

Der 12-Jährige lebt mit seiner Mutter Cristina (43) in einem kleinen Behelfsraum, der auf dem Grundstück von Verwandten errichtet wurde: Eine notdürftig aus Stöcken und Decken zusammengebaute Behausung, durch dessen provisorisches Dach es hineinregnet. Es gibt weder Strom noch fliessendes Wasser. Dieses holt Florin täglich aus dem nahegelegenen Bach. "Jetzt im Sommer ist es möglich, hier zu wohnen, aber im Winter müssen wir eine andere Bleibe finden", berichtet der Junge abgeklärt.

Cristinas Kinder stammen aus zwei von Gewalt geprägten Verbindungen. Florin lebt als einziges von acht Kindern noch bei seiner Mutter. Die fünf älteren Geschwister sind bereits erwachsen und haben ihre eigenen Familien. "Ihnen geht es aber auch nicht gut", erzählt Florin. Die beiden Jüngsten, George (11) und Elena (9), gab Cristina ins Kinderheim. "Ich habe deshalb oft ein schlechtes Gewissen; aber dort bekommen sie wenigstens regelmässig etwas zu essen. Das beruhigt mich", gesteht die 43-Jährige.

Florin träumt davon, Lokführer zu werden.

Die Behausung, in der Florin und seine Mutter leben, ist eine Notlösung.

Florin und seine Mutter fürchten den Winter: "Hier können wir nicht bleiben", sagt Cristina. "In der Stadt könnten wir in Treppenaufgängen übernachten — bis uns die Hausbewohner wieder wegscheuchen." Ob Florin dann jedoch noch zur Schule gehen kann, ist fraglich. Er hat die 4. Klasse erfolgreich abgeschlossen. "Ich hatte eine tolle Lehrerin, die über meine Situation informiert war und mich gefördert hat. Es war ihr egal, wie meine Kleidung und Schuhe aussahen. Ich durfte einfach am Unterricht teilnehmen", erzählt Florin. In der Stadt würde er neue, unbekannte Lehrer bekommen. "Eine neue Schulausstattung kann ich mir nicht leisten, weder Bücher, Hefte und Stifte, noch die Kleidung", bekennt Cristina. Bevor der Winter beginnt, möchten wir Florin und seiner Mutter auf einem Grundstück in der Nähe seiner alten Schule ein einfaches kleines Häuschen errichten. Mit Strom, Wasseranschluss und einem Holzofen. Auch mit Lebensmitteln und Holz möchten wir helfen; zudem soll der Junge Kleidung und Schulmaterial erhalten. Insgesamt benötigen wir rund 9 000 Franken (8 250 Euro). Mit Ihrer Unterstützung schaffen wir es, Florin die Basis für eine gute Zukunft zu geben. Damit sein Traum, später einmal Lokführer zu werden, Wirklichkeit werden kann.


Projekt Nr. 3258, "Kleines Haus für Florin"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Rumänien
Winterhilfe für Vioricas Kinder
Familie lebt unterhalb des Existenzminimums und unter schlechten Bedingungen

Die Zimmerdecke ist einsturzgefährdet, Tür und Fenster sind kaputt. Es gibt kein fliessendes Wasser. Noch schlimmer: Das Trinkwasser muss Viorica aus dem nahegelegenen Bach holen — und dieser strotzt nur so vor Unrat.

"Das ist nicht gesund für meine Kinder. Ich koche das Wasser zwar ab, aber ich kann nicht ausschliessen, dass die Kleinen mal einfach so einen Schluck aus dem Behälter nehmen", berichtet die Mutter von neun Kindern. Neun Kinder, das ist viel Verantwortung; doch Viorica liebt ihre Kinder. Lavinia (15), Georgiana (13), Achim (11), Beatrice (9), Gheorghe (7), Alexandru (5), Iulia (3), Mara (1 1/2) und Rares (6 Monate) bereiten ihr und ihrem Mann Gheorghe (33) viel Freude. Die älteren sechs Kinder gehen in den Kindergarten bzw. zur Schule. "Bildung ist wichtig", betont Viorica, die selbst nie eine Schule besucht hat.

Die Zimmerdecke des Hauses ist einsturzgefährdet.

Der kleine Rares ist untergewichtig und sehr schwach.

Die 30-Jährige ist mit sechs Geschwistern bei ihrer Mutter aufgewachsen. Im Alter von nur einem Jahr wurde sie Opfer einer schweren Misshandlung durch ihren Vater: "Ich erinnere mich nicht mehr daran. Doch man hat mir erzählt, dass ich meinem Vater wohl zu laut war. Er hat mich gepackt und gegen die Wand geworfen." Die Narben ihres komplizierten Armbruchs zeugen noch heute davon. Und ob ihre ständigen Kopfschmerzen vielleicht daher rühren, weiss man nicht. Nach dieser Misshandlung reichte Vioricas Mutter die Scheidung ein.

Familie Bodor lebt von 180 Franken (165 Euro) Kindergeld im Monat und dem Geld, das Gheorghe als Tagelöhner hinzuverdient, wenn er Arbeit findet. "Das ist zu wenig, um die Kinder richtig zu ernähren, sie zu kleiden und Schulsachen zu kaufen", sagt die Mutter traurig. "Manchmal habe ich nur ein paar Kartoffeln, die ich ihnen geben kann. Davon werden sie nicht satt." Oft müssen die älteren Kinder hungrig zur Schule gehen, damit wenigstens die Kleinen etwas zu essen bekommen.

Jetzt steht der Winter vor der Tür: Gheorghe und Viorica hoffen, dass sie den alten Ofen noch einmal zum Laufen bringen. "Der Winter ist eine echte Herausforderung. Ich habe immer Angst, dass eines der Kinder ihn nicht unbeschadet übersteht."

Wir möchten Viorica und ihre Familie gerne mit einem neuen Ofen und Feuerholz für den kommenden Winter unterstützen. Zudem möchten wir für warme Kleidung und feste Schuhe für die Kinder sorgen und gesunde Lebensmittel liefern. Der kleine Rares benötigt zusätzlich dringend Milch, da er sehr schwach und unterernährt ist. Auch ein paar Einrichtungsgegenstände, vor allem Betten, werden benötigt. Insgesamt brauchen wir rund 5 000 Franken (4 590 Euro), um der Familie ausreichend helfen zu können. Vielen Dank für Ihre Hilfe; jede Spende zählt.

Projekt Nr. 3259, "Winterhilfe Familie Bodor"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Rumänien
Rettung für Samuels Auge
Alleinerziehender Vater kann die dringend benötigte Augenoperation
nicht bezahlen

Still liegt der Elfjährige in seinem Krankenbett, den Blick traurig zur Decke gerichtet. Sein rechtes Auge ist abgedeckt. Er wartet. Er hat Schmerzen — und er vermisst seine Mutter.

Samuel trauert um seine Mutter, die im Juni im Alter von nur 33 Jahren an Krebs gestorben ist. "Samuel hat der Tod seiner Mutter am stärksten getroffen. Meine anderen fünf Kinder trauern ebenfalls, aber Samuel hat sich komplett zurückgezogen", erzählt Vater Gheorghe (50) besorgt. Eigentlich geht Samuel in die fünfte Klasse, aber jetzt liegt er im Krankenhaus und hofft und wartet — auf die Operation, die sein Auge retten könnte, die sein Vater aber nicht bezahlen kann.

Nach dem Tod der Mutter hatte Samuel sich sehr verändert. Oft ging er nachts in den Garten und blieb während des Tages im Haus. Draussen spielte der Junge mit einer improvisierten Schaukel, die seine älteren Schwestern Adelina (14) und Rebeca (12) gebaut haben. "Es war, als hätte er Angst davor, dass die Menschen ihn am Tag sehen und ansprechen könnten", berichtet Gheorge. Der Vater liess den Sohn gewähren und trug ihn morgens, wenn Samuel vor Erschöpfung im Garten eingeschlafen war, wieder ins Haus.


Samuel droht, sein Augenlicht zu verlieren.

Doch eines Nachts wurde der 50-Jährige von Samuels Schmerzensschreien geweckt. "Ich lief sofort nach draussen und sah, dass Samuels rechtes Auge stark blutete." Beim Spiel mit der Schaukel hatte sich der Junge eine schwere Verletzung zugezogen. "Ich habe sofort den Krankenwagen gerufen. Der Arzt sagte uns, dass Samuel eine Augenlinsen-Operation benötigt und dass diese nicht im hiesigen Spital durchgeführt werden kann. Es ist alt und verfügt nicht über die nötige Ausstattung", erzählt Gheorge.

Der alleinerziehende Vater tut wirklich alles, um seine Kinder zu versorgen und ihnen den Verlust der Mutter erträglicher zu machen. Doch als Tagelöhner verdient er nur schlecht und unregelmässig. Die dringend benötigte Augenoperation kann er nicht bezahlen. Deswegen möchten wir diese Kosten gerne übernehmen. Ohne baldige Operation besteht die Gefahr, dass Samuel auf dem rechten Auge völlig erblindet. Niemand weiss, wie der sensible Junge mit einem solch heftigen Schicksalsschlag umgehen würde. "Ich mache mir wirklich grosse Sorgen um ihn", bekennt sein Vater. Die Operation würde, mit allen Kosten wie Krankenhausaufenthalt, Transport und medizinischer Nachsorge, rund 3 100 Franken (2 840 Euro) kosten. Bitte investieren Sie in die Zukunft dieses traurigen Jungen, der es im Leben nicht leicht hat, und schliessen Sie ihn in Ihre Gebete ein. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3260, "Augenoperation Samuel"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Armenien
Sichere Schule für solides Wissen
52 armenische Kinder hoffen auf eine Sanierung ihrer Schule

Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für die Zukunft und die Entwicklung einer Gesellschaft. Deswegen sind gute Schulen sehr wichtig. Im Dorf Wosketas gibt es zwar eine Realschule, ein geregelter Unterricht und zukunftsweisende Bildung sind dort jedoch kaum möglich.

Die Schule besteht aus zwei im Jahre 1980 errichteten Gebäuden. Seit dieser Zeit wurde kaum noch etwas ausgebessert — 2004 erhielt das Gebäude lediglich einen neuen Anstrich. 52 Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 17 Jahren besuchen täglich den Unterricht. Trotz der widrigen Bedingungen ist das Bildungsniveau hoch — zehn Absolventen des aktuellen Jahrgangs studieren jetzt an der Universität in Jerewan.

Doch das Lernen in Wosketas ist mit Gefahren verbunden: "Vor fünf Jahren brach wegen eines Kurzschlusses ein heftiger Brand aus. Wir konnten die Kinder gerade noch rechtzeitig evakuieren", erzählt uns Schulleiter Tigran Geworgjan. Der betroffene Raum wird jetzt nur noch als Lager verwendet. Was viel schwerwiegender ist: Die Schule hat seit dem Brand keinen Strom mehr, die Steckdosen sind versiegelt. "Wenn wir Strom brauchen, müssen wir ihn aus dem Dorf herüberleiten." Regelmässiger Unterricht am Computer findet deswegen nicht mehr statt. "Wir können den Kindern vieles nur theoretisch nahebringen", berichtet der Direktor.


Die Schule in Wosketas wurde im Jahr 1980 gebaut und seither nicht renoviert.

Die Wände und der Boden in der Schule müssen dringend saniert werden.

In den Klassenräumen stehen marode Schulbänke und Tische. Die Wände sind brüchig, viele Fenster haben keine Scheiben mehr und wurden teilweise mit Plastikfolie abgedeckt. Im Winter ist es kalt, und auch im Sommer ist es sehr dunkel. Vor den Fenstern stehen Betonsäulen, mit denen die Schule nach dem Erdbeben von 1988 stabilisiert wurde. Böden und Toiletten sind ebenfalls in einem schlimmen Zustand. Die Kinder verrichten schon seit langem ihre Notdurft in einem Bretterverschlag über einer Grube ausserhalb des Gebäudes.

Die Schule benötigt dringend eine Sanierung, neue Möbel, Fenster und Türen.

Schulen werden in Armenien vom Staat finanziert. Die Schüler zahlen monatlich 60 Franken Schulgeld (55 Euro). Von diesem werden die Gehälter der Lehrer sowie das Unterrichtsmaterial bezahlt. "Unsere Lehrer wünschten sich, ihre Schüler unter angemessenen Umständen unterrichten zu können", sagt Tigran Geworgjan. An freiwilligen Helfern für die Sanierung fehlt es nicht. Lediglich an den Finanzen für das Baumaterial. Dieses möchten wir, mit Ihrer Hilfe, gerne stellen. Etwa 6 500 Franken (5 960 Euro) werden dafür benötigt. Bitte geben Sie den Kindern von Wosketas mit Ihrer Spende die Chance auf eine sichere und solide Schulbildung. Wir danken Ihnen herzlich dafür.


Projekt Nr. 3261, "Sanierung Realschule Wosketas"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Geiselnahme in Erebuni

Am 31. Juli endete mit der Kapitulation und Festnahme der letzten 20 Geiselnehmer die zweiwöchige Besetzung einer Polizeistation im Jerewaner Stadtbezirk Erebuni. Die zunächst etwa 30 Besetzer, viele von ihnen Karabach-Veteranen, hatten zwei Polizisten getötet, mehrere verletzt und einige als Geiseln genommen. Sie forderten die Freilassung von Jirair Sefiljan, einem Anführer der Oppositionsgruppe "Neues Armenien" und ebenfalls Karabach-Veteran. Er war im Juni wegen angeblicher Anschlagspläne und verbotenem Waffenbesitz festgenommen worden. Die Geiselnehmer forderten ausserdem den Rücktritt des armenischen Präsidenten Serj Sargsjan.
Unterstützung erhielten sie von Teilen der armenischen Bevölkerung. Nacht für Nacht gingen Tausende von Menschen auf die Strasse, um für Sefiljans Freilassung und den Rücktritt des Präsidenten zu demonstrieren. Hauptgrund für die Proteste der Menschen war die seit Jahren schwelende Unzufriedenheit mit der Regierung, der unter anderem Korruption und Misswirtschaft vorgeworfen wird. Schon in den Jahren zuvor war es immer wieder zu Protesten gekommen, unter anderem wegen steigender Strompreise. Bei Zusammenstössen mit der Polizei gab es offiziell 75 Verletzte und etwa 165 Festnahmen. Zwischenzeitlich liessen die Besetzer ihre Geiseln frei, nahmen kurz darauf jedoch zwei Ärzte und zwei Krankenschwestern gefangen.
Wenige Tage nach dem Ende der Geiselnahme wurde der Polizeichef von Jerewan entlassen. Er und einige seiner Untergebenen müssen sich einem Disziplinarverfahren stellen. Ihnen wird vorgeworfen, dass es ihnen nicht gelungen war, das Eindringen der Demonstranten in die "Sicherheitszone" vor dem besetzten Polizeigebäude zu verhindern.





Armenien
Mutter Anghela braucht Hilfe
27-Jährige wurde von ihrem Mann mit Kindern und Schwiegereltern
zurückgelassen

"Bitte nicht an die Wand lehnen, sonst wird die Kleidung weiss", warnt uns Anghela, als wir sie besuchen. Das ist jedoch nur ein unbedeutendes Problem. Überall sind offene, laienhaft verbundene Stromleitungen, und es riecht penetrant nach Schimmel. Diese Wohnbedingungen sind hochgradig gesundheitsgefährdend.

Das einzige Bett für Mutter und Kinder ist längst zerbrochen und wird notdürftig mit Brettern zusammengehalten. Es ist nicht mehr zu reparieren. Für ein Neues hat die Familie kein Geld. Anghela (27) lebt mit ihren Schwiegereltern unter einem Dach. Ihr Mann reiste vor drei Jahren als Gastarbeiter nach Russland. Er wollte seine Familie eigentlich nachholen. Doch der Kontakt ist abgebrochen. Hat er seine Frau, die Kinder und die alten Eltern vergessen, oder ist dem Familienvater etwas passiert? Die junge Mutter kümmert sich um ihre Kinder Sjusi (7) und Gor (5). Auch pflegt sie die kranken Schwiegereltern. Der Schwiegervater wurde in Tschernobyl traumatisiert und braucht ständige Pflege. Die Schwiegermutter hat ernste Probleme mit dem Augenlicht und müsste dringend operiert werden. Doch dafür fehlt das Geld. Und auch Anghelas Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit. Eine feste Arbeit anzunehmen ist unter diesen Bedingungen schwierig.


Das Bett ist gebrochen, die Wohnung in einem schlechten Zustand.

Überall in der Wohnung sind die Wände feucht und schimmelig.

"Im Frühling und Sommer helfe ich in den Gärten der Nachbarn und verdiene so 5 Franken (4,60 Euro) am Tag", erzählt die junge Mutter. Sie hat einen grünen Daumen, und das sieht man auch in der Wohnung: Auf der Fensterbank gedeihen Gemüsepflanzen. Anghela versucht, den Speisenplan der Familie damit etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Im Winter gibt es jedoch nichts im Garten zu tun, und die fünfköpfige Familie lebt von der geringen Rente der Schwiegermutter, die gerade so die Nebenkosten der Wohnung deckt. Vom Rest kauft Anghela Mehl, um Brot zu backen. Der kleine alte Backofen vermag die Wohnung dann ein wenig aufzuwärmen. Er ist die einzige Wärmequelle im Winter.

Wir möchten Familie Manukjan gerne helfen und ihre Wohnbedingungen verbessern. Sie braucht ein neues Bett, einen Kleiderschrank, einen Gasherd und einen Backofen sowie eine Waschmaschine. Zudem soll der Wohnraum renoviert und ein Ofen für die kalte Jahreszeit installiert werden. Die Kinder benötigen neue Kleidung und gesunde Lebensmittel. Unsere Hoffnung ist, dass wir auch die benötigte Augenoperation für die Schwiegermutter finanzieren können, damit diese sich um die Kinder, den Haushalt und ihren Mann kümmern kann. Insgesamt benötigen wir rund 4 000 Franken (3 650 Euro) für dieses Projekt. Für jede Spende danken wir Ihnen aufrichtig.


Projekt Nr. 3262, "Familienhilfe Manukjan"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Armenien
Hoffnung für Kriegsflüchtlinge
Sechsköpfige Familie verlor auf der Flucht ihr Hab und Gut

Kleine goldene Herzen zieren die kahlen Wände neben dem Kinderbett. Zusammen mit ein paar Kuscheltieren sollen sie etwas Behaglichkeit vermitteln. Das alte Sofa und ein Doppelbett vervollständigen das Bild. Dazu abgetragene Kleidung und etwas Geschirr. Viel mehr besitzt Familie Ghasarjan nicht.

Während des Krieges flohen Grigor (29) und seine Frau Tanja (25) mit den Kindern Grigori (5), Maksim (4) Lilit (3) und Armine (2) nach Armenien. Nun leben Sie in Jerewan in einer Wohngemeinschaft. Die zwei Zimmer sind kostenfrei, denn Geld besitzt die Familie nicht. Die Ghasarjans lebten damals in einem kleinen Haus in der Stadt Donezk in der Ukraine. Auf ihrer Flucht liessen sie alles zurück. Jetzt leben sie unter schwierigsten Umständen und wissen nicht, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen sollen.

"Wir leben von dem, was uns die Nachbarn schenken. Es beschämt mich, aber wir können es nicht ändern", sagt Vater Grigor leise. Die Familie hat im Krieg und auf der Flucht viel Schlimmes erlebt. "Manchmal wachen die Kinder nachts weinend auf, das Erlebte sitzt tief." Von dem eigenen Trauma sprechen die Eltern nicht — doch man sieht es ihnen an.

Grigori ist an Tuberkulose erkrankt, ebenfalls seine Frau Tanja. Obwohl er keine schweren Arbeiten mehr verrichten kann, nimmt er immer wieder Arbeiten auf dem Bau an, um wenigstens etwas zu verdienen. Tanja ist mit der Betreuung der Kinder voll ausgelastet. Ausserdem spricht sie kein Armenisch und kann nichts zum Familien-einkommen beitragen.

Ihr gesundheitlicher Zustand ist kritisch. Seit sechs Jahren ist die junge Frau in Behandlung. Oft muss sie für längere Zeit ins Spital. Auch Grigor wird seit einem Jahr behandelt. Die Kinder sind gesund, doch der zuständige Arzt warnt davor, dass die Lebens- und Wohnverhältnisse eine Ansteckung und Erkrankung fördern könnten. "Der Arzt riet mir, dass ich versuchen solle, Hilfe zu bekommen, sonst würden die Kinder auch bald krank werden", erzählt Grigor.

Ani ist eine fleissige Schülerin und vielseitig interessiert.

Hier möchten wir helfen! Medikamente wie auch Behandlung der Eltern sind zwar gebührenfrei, aber die Familie braucht dringend gesunde Nahrung und bessere Wohnbedingungen. Wir möchten Lebensmittel, Kleidung, Mobiliar sowie verschiedene Haushaltsgegenstände liefern. Ein Gasherd, eine Waschmaschine und ein Kühlschrank könnten das Leben von Familie Ghasarjan erheblich erleichtern. Tanja möchten wir einen Armenischkurs ermöglichen und Grigor bei seiner Suche nach einer angemessenen Arbeit unterstützen. Mit rund 3 500 Franken (3 200 Euro) könnten wir dieser Familie die Basis für eine gute Zukunft sichern. Herzlichen Dank für jede Spende und Ihre Gebete.


Projekt Nr. 3263, "Familienhilfe Ghasarjan"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Nepal
Dhadings Kinder wollen lernen
An Motivation fehlt es den Kindern nicht — jedoch an Kleidung und Schulmaterial

Man Bahadur ist stolz auf "seine" Kinder. Sie gehen gerne zur Schule und erbringen gute Leistungen. Was ihm jedoch Sorgen macht, ist die alljährlich wiederkehrende Aufgabe, allen Heimkindern passende Schulkleidung und genügend Schulmaterial zur Verfügung zu stellen.

In diesem Jahr sind die Herausforderungen noch grösser als bisher. "Die Kinder sind älter geworden. Einige besuchen nun das College. Dort sind die Erwartungen viel höher als an den bisherigen Schulen." Dazu gehören angemessene Kleidung und genügend Schulmaterial.

Aufgrund des verheerenden Bebens im April 2015 und dem kurz danach verhängten Einfuhr-Embargo seitens Indien stiegen die Lebenshaltungskosten um rund das Dreifache an. Die Leiter der von uns unterstützten Waisenhäuser und Hostels wissen oftmals nicht, wie sie die Schulbesuche ihrer Zöglinge finanzieren sollen. Das Geld reicht kaum aus, um die Kinder gesund zu ernähren und die benötigte Schulkleidung zu bezahlen.

Liebevoll kümmert sich Sharmila um die beiden Neuankömmlinge Usha und Reb.

Die beiden Schwestern Usha und Reb kamen vor Kurzem ins "Dhading Trust Home". Hier haben sie eine neue Familie gefunden.

"Eigentlich können wir keine Kinder mehr aufnehmen, zu knapp ist unser Budget. Aber wenn jemand Kinder zu uns bringt, können wir sie doch nicht einfach abweisen. Wir nehmen sie auf und beten, dass Gott uns genügend Finanzen zukommen lässt, damit wir sie auch gut versorgen können." Trotz aller Herausforderungen sind Man Bahadur, Dolma und Deependra (Leiter der von uns unterstützten Waisenhäuser und Hostels) zuversichtlich, dass sie ihnen gewachsen sein werden. "Es wäre eine grosse Erleichterung, wenn ihr uns helfen würdet, die Kinder einzukleiden und mit dem benötigten Schulmaterial zu versorgen", bittet Man Bahadur mit einem schüchternen Lächeln. "Das würde uns eine grosse Last von den Schultern nehmen."

Mit 65 Franken (60 Euro) können Sie einem Kind ein Jahr lang den Schulbesuch, inkl. Kleidung und Schulmaterial, ermöglichen. Um alle Kinder im "Dhading Trust Home" ausreichend auszustatten, benötigen wir rund 1 300 Franken (1 200 Euro). Bitte helfen Sie, diesen Kindern durch Bildung die Chance auf eine gute Zukunft zu sichern. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 3264, "Nepalhilfe"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Albanien
Fünf Ziegen für Familie Hoxha
Trotz harter Arbeit kann Vater Ylli kaum für den Lebensunterhalt seiner Familie aufkommen

Auf der einen Seite stehen luxuriöse Autos und prächtige Villen. Der Reichtum blendet das Auge. Auf der anderen Seite befinden sich kleine, schäbige Hütten, umgeben von Staub und tiefer Armut. In Albanien findet man solche Gegensätze häufig. So auch im Dorf Gurre ë Madhe, in der Familie Hoxha wohnt und oft nicht weiss, wovon sie leben soll.

"Ganz in der Nähe liegt ein Wohngebiet für Politiker und Wohlhabende. Sie leben im Wohlstand und verschliessen die Augen vor unserer Not." Vater Ylli (37) beschreibt die Situation mit Tränen in den Augen. Er arbeitet als Tagelöhner und ist sich für keine Arbeit zu schade. In guten Monaten — vor allem im Sommer — bringt er schon mal 84 Franken (77 Euro) nach Hause. Zusammen mit den 54 Franken (50 Euro) Sozialhilfe kann die fünfköpfige Familie gerade so überleben. Hat Ylli keine Arbeit — vor allem im Winter — füllt er freiwillig Schlaglöcher für das Gemeinwohl.

Die Dorfbewohner helfen, so gut sie können. Mal mit ein wenig Milch, mal kann jemand zwei Liter Öl abzweigen. Erleichterung brachten auch die fünf Legehennen, die ein Cousin ihnen schenkte. Aber eine langfristige Lösung zeichnet sich nicht ab.


Familie Hoxha wohnt mit Schwiegereltern und Verwandten unter einem Dach.

Hier könnten die Ziegen untergebracht werden. Den Verschlag würde Vater Ylli dafür herrichten.

Familie Hoxha wohnt in einem der drei Räume des kleinen Hauses. Die anderen Zimmer bewohnen die Schwiegereltern und der Schwager von Mutter Lutfie (36). "Wir haben sehr wenig Platz, doch das geht schon irgendwie. Unser Sohn Florjan geht zur Schule. Wenn er nach Hause kommt, ziehen sich alle Familienmitglieder in den Flur zurück, damit er in Ruhe seine Hausaufgaben machen kann", berichtet Lutfie. Sie weiss, wie wichtig Bildung für die Zukunft ihrer Kinder Florjan (9), Klevis (6) und Tochter Xhesila (3) ist.

Die finanzielle Situation der Familie hat sich verschlimmert, seit bei Klevis Asthma diagnostiziert wurde. Die benötigten Medikamente kosten viel Geld. "Wir wissen nicht mehr weiter. Ich arbeite soviel wie möglich, aber es reicht einfach nicht aus", berichtet Ylli.

Wir möchten die Familie mit fünf Ziegen unterstützen. Die Tiere können sowohl für Milch und Käse als auch zur Zucht und zum späteren Verkauf genutzt werden. Familie Hoxha hat Erfahrung mit Ziegen und der Käseherstellung und wäre somit finanziell versorgt und abgesichert. Ebenfalls möchten wir für ein Jahr das Futter für die Ziegen, zusätzliche gesunde Nahrungsmittel für die Familie, Kleidung und Schuhe sowie Schulmaterial und die benötigten Medikamente für Klevis finanzieren. Dazu wäre ein Gesamtbetrag von rund 4 200 Franken (3 850 Euro) nötig. Bitte schenken Sie dieser Familie durch Ihre Spende die Chance auf eine gesicherte Zukunft.


Projekt Nr. 3265, "Familienhilfe Hoxha"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.








Albanien
Baby Eris soll leben
Kleiner Junge wurde zu früh geboren und ist völlig unterernährt

Nur 300 Gramm — mehr konnte der kleine Eris in den ersten beiden Monaten seines Lebens nicht an Gewicht zulegen. Der Junge kam bereits untergewichtig und zu früh zur Welt. Nun fürchten Mutter Drita und Vater Ervis um das Leben ihres Sohnes.

Auch die älteren Geschwister Bedri (5) und Fatmira (4) kamen als Frühchen zur Welt. Schon bei ihnen mussten die Eltern um deren Leben bangen und verschuldeten sich durch Krankenhausaufenthalte und teure Medikamente. Bei Eris ist es nun besonders schlimm. Die Lungen des Babys sind noch nicht richtig entwickelt, und der Kleine leidet unter Blutarmut. Da seine Mutter sich nicht ausgewogen ernähren kann und unter grossem Stress steht, kann sie ihn nicht ausreichend stillen.

Die Familie wohnt auf einem Hügel in Shkoder in einem neun Quadratmeter kleinen Haus. Nebenan steht ein kleiner Holzverschlag, in dem sich die Familie wäscht. Doch es gibt kein fliessendes Wasser. Viele Male am Tag zapft Mutter Drita Wasser aus einer öffentlichen Wasserstelle am Fusse des Hügels, welche eigentlich nur zur Bewässerung der Felder dient.


Eris leidet an Blutarmut und kann nicht richtig atmen, weil seine Lungen noch nicht vollständig entwickelt sind.

"Eine Handvoll Mensch" — der kleine Eris kam als Frühchen zur Welt.

Vater Ervis erzählt: "Ich arbeite soviel ich kann, aber mein Lohn ist so gering, dass ich meine Familie kaum mit dem Notwendigsten versorgen kann." 96 Franken (88 Euro) bringt der 29-Jährige von seiner Arbeit als LKW-Packer in einer Mehl-Fabrik nach Hause. "Bereits bei der Geburt unserer ersten beiden Kinder gab es Komplikationen, und wir mussten uns Geld für die ärztliche Versorgung der Kinder leihen. Nun gibt uns niemand mehr etwas. Sie wissen, dass ich es nicht so schnell wieder zurückzahlen kann", gibt Ervis beschämt zu.

Der kleine Eris braucht dringend ärztliche Versorgung und gesundes Essen, um sich gut entwickeln zu können. Die Familie muss zudem das Geld für die Fahrten zum Arzt, für Untersuchungen und Windeln auftreiben. Rund 240 Franken (220 Euro) werden monatlich dafür benötigt. Die Hilfe für ein Jahr würde rund 2 880 Franken (2 640 Euro) kosten. Zudem möchten wir Familie Elezaj gerne ein kleines Badezimmer einrichten. Mit einem grossen Wassertank könnte ein Bad mit Dusche und Toilette betrieben werden. Dürfen wir Sie um eine Spende für Eris und seine Familie bitten, damit er und seine Geschwister gesund und sicher aufwachsen können? Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3266, "Familienhilfe Elezaj"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.








DIACONIA
Zum 90. Geburtstag von Ernst Heinimann


Am 2. August durfte unser ehemaliger freiwilliger Chauffeur Ernst Heinimann seinen 90. Geburtstag feiern, zu dem wir ihm nochmals herzlich gratulieren.

Ernst Heinimann hat ein bewegtes Leben hinter sich. U.a. war er Betriebsleiter in einem Betonwerk. Mit seiner Frau zusammen führte er ein Lebensmittelgeschäft. Er arbeitete ferner am Flughafen Kloten und war international auf Baustellen unterwegs. In Aeschiried führte er eine Heimstätte des Blauen Kreuzes. In der Klinik für Suchtkranke "Im Hasel" war er während zwanzig Jahren der "Mann für alles" (Betriebshandwerker). Seit über vierzig Jahren gehört Ernst dem Schweizerischen Abstinenten-Verband SAV an (dessen Zentralsekretär der Unterzeichnende einmal war). Er war auch Mitglied der Kirchenpflege Rued. Aufopfernd bis zu deren Tod pflegte er schwer erkrankte Familienmitglieder, darunter seine Frau.

Von 1991 bis 2003 diente Ernst Diaconia Internationale Hilfe als freiwilliger Chauffeur und holte bei den Sammelstellen schweizweit Kleider ab. So fuhr er zum Beispiel frühmorgens los, um die Sammelstelle in Lugano zu leeren.

Ernst nimmt immer noch gerne am jährlichen Waldhüttenhock für die freiwilligen Helfer teil und versäumt es nie, den Gästen mit einem besinnlichen Wort ein bisschen ins Gewissen zu reden.
Diaconia wünscht Ernst weiterhin einen erfüllten Lebensabend und Gottes reichen Segen.

Hans-Rudolf Hintermann