Report
Ausgabe 11, November 2008


Rumänien
Mutter lebt mit drei Kindern in einer Hütte aus Abfallholz – Kinder in Gefahr
Bei jedem Regenschauer steht das Häuschen unter Wasser
Bali Krisztina lebt mit ihren drei Kindern Ibolya Laura (12), David Christian (6) und Matilda (2) in einer armseligen Hütte. Das Dach der aus Abfallholz errichteten Behausung ist undicht. Die ständige Feuchtigkeit macht die Kinder krank. Nun steht der Winter vor der Tür, und die Situation wird bedrohlich.
Das Häuschen, das sie bewohnen, wurde von der Mutter vor acht Jahren gebaut. Es besteht aus Ziegeln und Sperrholzstücken von den Abfallhalden. Bali ist gezwungen, täglich die Abfälle zu durchstöbern und zu schauen, was sie davon mit nach Hause nehmen kann. Kürzlich hat sie ein Stück Plastikplane auf dem Müll gefunden und versucht, damit das Hausdach regendicht zu machen. Aber das Wasser drang dennoch durch. Wenn es draussen mehrere Tage regnet, kann das Wasser im Haus bis zu fünf Zentimeter hoch steigen.
Wenn es nachts zu regnen beginnt, kann keiner mehr schlafen, denn es tropft ins Bett. Die Mutter muss immer wieder die Betten verrücken, damit sie nicht voll Wasser laufen.
Nun hat die verzweifelte Frau wieder auf einer Müllhalde Holzstücke gesammelt, um das Haus zu reparieren. In den Fensterrahmen hängen mehrere zusammengefügte Glasstücke. Es zieht, denn die ganze Fensterfläche ist nicht dicht. Ein Fenster hat ein faustgrosses Loch. Diese Stelle fungiert als Kühlschrank. Dort werden die Lebensmittel aufbewahrt, die kühl gelagert werden müssen, wie Fleisch und Milch.
Die Kinder erkälten sich regelmässig, sobald es draussen kühler wird. Einen Ofen haben sie sich ausgeliehen. Essen erhielten sie früher von einer Kantine, aber nun bekommen sie dort nichts mehr. Kleidung gibt es noch von Diaconia. Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien bitten eindringlich um Ihre Hilfe, damit die menschenunwürdigen Lebensumstände von Bali und ihren Kindern rasch beendet werden können.
Projekt Nr. 1279
„Nothilfe Bali“

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Rumänien
Frühgeborenes Kind leidet unter Lähmungen – Spezielle Stützen können ihm helfen
Denisa freut sich auf das Gehen lernen
Denisa Ioana ist ein sehr sympathisches Mädchen. Sie lacht viel, sie macht Zeichen, aber sie kann nicht sprechen. Sie leidet unter Lähmungen. Denisa wurde zu früh geboren. Ihre Überlebenschancen waren nicht gross, aber sie hat es geschafft. Ihre Erkrankung beruht auf dem Versäumnis einer Krankenschwester, die vergessen hatte, den Sauerstoffschlauch an den Brutkasten anzuschliessen. Das Neugeborene war bereits blau angelaufen, als der Fehler bemerkt wurde.
Im Alter von einem Jahr und vier Monaten bemerkte man, dass das Kind nicht krabbeln konnte. Der Kinderarzt hielt dies zunächst für unproblematisch. Die Mutter war mit seiner Antwort aber nicht zufrieden und ging zu einem anderen Mediziner, der das Kind genauer untersuchte. Daraufhin wurde die genaue, schlimme Diagnose gestellt: Die Nerven des Rückenmarks sind geschädigt. Die Eltern begannen landesweit Ärzte aufzusuchen und Therapien in Anspruch zu nehmen. Sie liessen drei Paar orthopädische Schuhe anfertigen und eine aufrichtende Stütze. Zudem benötigt das Kind so genannte Orthesen. Eine Orthese (Kurzwort aus orthopädisch und Prothese) ist ein medizinisches Hilfsmittel, das zur Unterstützung von eingeschränkt funktionstüchtigen Körperteilen gebraucht wird.
Die Verzweiflung wuchs, als die Eltern zu den Banken der Stadt gehen mussten, um das Geld für die Orthesen zu leihen. Wegen ihres geringen Einkommens wurde ihnen jeglicher Kredit verweigert. Von Freunden, Bekannten und Verwandten kann die Familie nichts mehr ausleihen, denn die haben bereits nach Kräften geholfen.
Letztlich erhielten die verzweifelten Eltern von Diaconia einen Zuschuss. Nun konnte das Mädchen die Masse für die Stützen nehmen lassen. Die Ärzte hoffen, dass das Mädchen durch die Orthesen aufrecht gehen können wird. Doch Denisa ist auf Ihre Hilfe angewiesen: Die Spezialanfertigung kostet umgerechnet rund 1500 Franken (940 Euro). Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1280
„Orthesen für Denisa“

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Rumänien
Beim Altmetall-Sammeln hat sich Ramona schwer verletzt – Kein Einkommen, nichts zu essen
Nagender Hunger und eine kranke verzweifelte Mutter
Trotz schlimmer Armut benötigt Astghik Baltaian nur eines, um endlich wieder Glück zu spüren: Eine kleine Ecke, in der sie zusammen mit ihren Kindern leben kann. Nach vielen Stationen leben drei ihrer Kinder inzwischen im Kinderheim und das, obwohl die Mutter ihre Zöglinge so gerne bei sich hätte, zumal ihre Gesundheit schwer angeschlagen ist.
Astghiks Vater Avetis ist seit seiner Kindheit blind. Trotz seiner Blindheit heiratete er und bald kam Tochter Astghik auf die Welt. Doch sie war kränklich und litt unter nervlichen Störungen. Die Geburt der kranken Tochter hielt die Eltern nicht davon ab, zwei weitere Kinder zu bekommen. Da Avetis im Blindenverein arbeitete, konnte er die Familie sehr gut versorgen. Avetis Frau unterstützte ihren Mann, wo sie nur konnte. Ja, sie war nicht nur die Liebe seines Lebens, sie war auch sein Augenlicht.
Doch zurück zu Astghiks Geschichte: Im Alter von 18 Jahren heiratete sie. Doch die Ehe dauerte nicht lange. Ihr erster Mann starb 1992 bei einem Unfall. Plötzlich war die junge Frau wieder auf ihren Vater angewiesen. Der hatte aber nach dem Zerfall des kommunistischen Systems seine Arbeit verloren und erhielt keine Unterstützung vom Staat. Nun musste er sich plötzlich um seine verwitwete Tochter und seine kleine Enkelin kümmern. Trotz vieler Nöte und Schwierigkeiten überstand die Familie diese Krise und 1999 heiratete Astghiks erneut. Ihr aus Russland stammender Mann mietete eine Wohung und im Jahr 2000 bekam sie ihre zweite Tochter Alina, 2001 ihren Sohn Harutjn und im Jahr 2003 kam Sohn Hajk auf die Welt. Das Ehepaar arbeitete, um die Kinder zu ernähren und die Miete zu bezahlen, doch nicht immer reichte das Geld aus. Die anstrengende Arbeit und der Mangel an Geld brachten Astghiks Mann zur Verzweiflung und er bekam schwere Depressionen. Er wollte und konnte sich keine Mühe mehr geben, um die Familie zu versorgen. Und wieder stand die gesundheitlich angeschlagene Frau vor einem Berg voller Probleme, die sie alleine bewältigen musste. Trotz ihrer schwachen Gesundheit kämpfte sie jeden Tag dafür, dass ihre Kinder etwas zum Essen auf dem Tisch hatten. Doch der Kampf war vergebens, die Armut holte sie ein. Zuletzt konnte die Familie die Miete nicht mehr bezahlen und landete auf der Strasse. Um ihre drei Kinder vor Hunger und Kälte zu schützen, brachte sie Astghik in ein Kinderheim. Sie selbst wohnt schon seit mehreren Monaten wieder bei ihren Eltern, zusammen mit ihrem Bruder und seiner Familie, sowie ihrer ältesten Tochter Hripsime.
Die Kinder werden im Kinderheim liebevoll betreut. Sie essen sich satt, sind gut angezogen, schlafen in trockenen und sauberen Betten und haben viel Spielzeug. Und dennoch weinen sie oft, weil sie ihre Mutter vermissen. Astghik besucht ihre Kinder so oft sie kann.
Immer bringt sie etwas Süsses für sie mit und erzählt ihnen Geschichten darüber, dass sie bald ein neues gemeinsames Leben voll Freude und Glück führen werden. Bitte helfen Sie mit, dass diese Geschichte kein Märchen bleibt, sondern für die Kinder und ihre Mutter zur Wirklichkeit wird. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1291
„Heim für Astghik“

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Nepal
Gesunde Nahrung und Lernen vereint – „Diaconia Himalaya Waisenhaus“ schmiedet Zukunftspläne
Waisenkinder bauen Gemüse an
Im „Diaconia Himalaya Waisenhaus“ werden Kinder nach christlichen Prinzipien erzogen. Das ist dem Gründer, Pastor Tamang (36) und seiner Frau Tarkit (30), besonders wichtig. Das Waisenhaus wurde 1991 in der Stadt Maidi gegründet. Wegen des Bürgerkrieges in Nepal musste das Haus verlegt werden. Heute ist es in der Provinz Dhading beheimatet, rund 100 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt. Für die unwegsame Strecke benötigt man mit dem Auto rund vier Stunden.
Derzeit werden im „Diaconia Himalaya Waisenhaus“ acht Mädchen und zehn Jungen versorgt. Sie sind zwischen sieben und 14 Jahre alt. 13 dieser Kinder sind Vollwaisen, die übrigen haben nur noch Vater oder Mutter. Alle besuchen die örtliche Schule. Das Waisenhaus hat ein Gebäude gemietet, das noch nicht fertig gestellt ist, aber genügend Raum für die Unterbringung der Kinder bietet.
„Wir möchten Nahrung, Kleidung und Bildung anbieten, dazu ein warmes Heim für die Kinder. Aber wir sind auf die Hilfe aus dem Ausland angewiesen“, erläutert der Heimleiter. Um Geld zu sparen, bauen die Kinder im Garten des Heimes Gemüse an. „Das ist gesund, und die Kinder lernen dabei“, freut sich der Pastor. Er hofft, dass es bald möglich sein wird, ein größeres Stück Land zu pachten. Langfristig möchte er ein Grundstück kaufen, um dort ein Heim zu bauen, das den Bedürfnissen der älter werdenden Kinder gerecht wird. „Wir schaffen das nicht alleine. Wir brauchen Ihre Hilfe. Bitte investieren Sie in die Zukunft der Kinder von Nepal“, schreibt Pastor Tamang. Gerne geben wir diese Bitte an Sie, unsere Freunde und Unterstützer, weiter. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass diese Kinder eine Zukunft haben!
Projekt Nr. 1282
„Nepalhilfe“

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Albanien
Nach dem Tod ihres Mannes lebt eine junge Mutter mit ihren drei Kindern in tiefer Verzweiflung
In bittere Armut gestürzt und die letzte Hoffnung verloren
„Mein Name ist Gezime. In Albanien bedeutet das Freude. Doch Momente der Freude gibt es nur wenige in meinem Leben und ich bin nicht sicher, ob ich diese Momente jemals wieder erleben werde“. Traurig blickt die junge Witwe und Mutter von drei Kindern in die Zukunft. Erst wenige Monate ist es her, als sie ihren geliebten Mann beerdigen musste. Seither lebt die 33-Jährige mit ihren Kindern in bitterer Armut.
Bis zu jenem Tag, als Gezimes Mann Astrit plötzlich Blut erbrach, führte die Familie ein normales Leben in Rrogozhine, einem Dorf irgendwo mitten in Albanien. Schnell wurde Astrit an diesem schicksalhaften Tag ins Hospital gebracht, wo die Ärzte ihn sofort operierten. Während der Operation machten sie eine schreckliche Entdeckung: Magenkrebs. Die Ärzte konnten nichts mehr für Astrit tun, denn der Krebs war besonders bösartig und aggressiv. Mit 34 Jahren starb er und hinterliess seine 33-jährige Frau und seine drei Kinder Eduard (zwölf Jahre), Esmeralda (acht) und Aleksandra (vier).
Gezime und die Kinder leben heute von 56 Franken (35 Euro) Sozialhilfe im Monat. Ein solch geringer Betrag, von dem sie gerade Brot kaufen kann. Die dreifache Mutter fragt bestürzt: „Wie soll ich leben und drei Kinder gross ziehen mit so wenig Geld? Was soll ich machen mit einem solch lächerlichen Betrag? Die Stromrechnung bezahlen? Lebensmittel und Kleider kaufen?“ Sie ist verzweifelt. Ihr Leben, so sagt sie, sei die Hölle. Vor allem auch, weil sie mit anschauen muss, wie die Kinder leiden. Die sind fast immer hungrig und müssen mit leeren Mägen ins Bett gehen. Gerade hat das Schuljahr begonnen und sie fand Eduard weinend vor. „Ich kann nicht zur Schule gehen, weil wir arm sind und nicht das Geld haben, Schulbücher zu kaufen. Ich muss mit der Schule aufhören“. Doch Gezime wird alles tun, damit ihre Kinder eine gute Schulbildung bekommen. Nachbarn liehen ihr das Geld für die Schulbücher.
Die Kinder fragen oft nach ihrem Vater. Besonders die kleine Aleksandra. Sie will wissen, wo ihr Vater ist und Gezime weiss nicht, was sie darauf antworten soll. Ein grosser Schock war es, als Aleksandra nahe der Wohnung in einen Kanal fiel und nicht mehr raus kommen wollte. „Ich vermisse Daddy so sehr, und meine Freundin hat mir erzählt, dass er gestorben und unter der Erde begraben ist. Ich möchte nun hier unter dem Erdboden ihm nahe sein“. Gezime nahm dieses Erlebnis sehr mit. Sie hätte sich nicht vorstellen können, dass ein vier Jahre altes Mädchen solche Dinge sagt. Die Tochter fragt auch oft: „Warum sind wir so arm? Warum können wir keine Kleider kaufen?“
Ein grosses Problem für die junge Witwe ist die Versorgung mit Lebensmitteln. Sie hat eine Schuldenliste in jedem Geschäft und die meisten wissen, dass sie die Schulden nie zurückzahlen kann. Es ist lange her, seit die Kinder Fleisch gegessen haben, denn das ist viel zu teuer.
Auch Eduard, der Älteste, leidet sehr unter dem Tod des Vaters. Aber mit seinen zwölf Jahren versteht er einiges mehr über den Tod. Und doch fragt er oft: „Warum haben wir so viel Pech? Warum habe ich meinen Vater so früh verlieren müssen? Niemand kann meinen Vater ersetzen“. Fragen über Fragen. Bitte helfen Sie mit, die Not dieser Familie zu lindern, und beten Sie, dass Gott Gezime und ihre Kinder tröstet. Wir danken Ihnen sehr für alle Gaben und Gebete!
Projekt Nr. 1283
„Hoffnung für Gezime“

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Armenien
Chemotherapie dringend erforderlich – Behandlungskosten für arme Familie viel zu hoch
Mikroben zersetzen Narines Knochen
Vor zwei Jahren begann Narine über ständige Rückenschmerzen zu klagen. Die junge Mutter dachte zunächst, das sei eine Folge von Stress. Sie wohnte mit ihrem Ehemann und zwei kleinen Kindern im Elternhaus des Mannes. Dort lebte auch dessen psychisch kranker, aggressiver Bruder, und Narine sorgte sich, dass er eines Tages ihren Kindern etwas antun könne.
Als die Schmerzen immer heftiger und unerträglicher wurden, brachte man Narine ins Hospital. Röntgenaufnahmen zeigten zwei gebrochene Wirbel. Die Verwandten waren schockiert: Wie konnte das geschehen? Narine war nicht gefallen, hatte keine schweren Sachen getragen, niemand hatte sie geschlagen. Die weiteren ärztlichen Untersuchungen und Blutanalysen zeigten, dass sie an einer seltenen Krankheit leidet: ,,Myeloma“. Dadurch verändert sich die Blutstruktur, es entsteht eine besondere Art von Mikroben, die die Knochen zersetzt.
Narine wurde notoperiert. Zuerst schien es, dass dadurch die lebensbedrohende Gefahr beseitigt war. Doch die Freude dauerte nicht lange. Nach einer kurzen Zeit brachen drei weitere Wirbel.
,,Der Blutdruck war zu niedrig, Narine lag ohnmächtig auf einer Trage, ihr Gesicht war kreideblass“, sagt Nasik, die Mutter von Narine, und Tränen laufen ihr über die Wangen.
Nasik verkaufte alles was sie hatte, um ihre Tochter zum zweiten Mal operieren zu lassen. Narines Ehemann war verzweifelt. Obwohl er arbeitet, verdient er so wenig, dass er fast nichts für seine Frau tun kann. Sein kleines Einkommen reicht nur für Lebensmittel.
Nach der zweiten Operation muss sich Narine einer Chemotherapie unterziehen. Sie liegt weiterhin im Spital. Künftig braucht sie ein Stützkorsett. Die Familie ist nicht im Stande, die Therapie zu bezahlen und das Korsett zu kaufen.
,,Jeden Tag bete ich zu Gott um die Gesundheit meiner Tochter. Zu Hause warten zwei kleine Kinder auf sie, mit der Hoffnung, dass sie ihre Mutter bald umarmen können,“ seufzt Nasik.
Narine berichtete kürzlich, sie habe an der Decke ihres Krankenzimmers zwei Engel gesehen und sie singen gehört. Man sagt in Armenien, dass alle gutherzigen Menschen unter dem Schutz der Engel stehen. Möchten Sie ein gutherziger „Engel“ für Narine sein? Dann danken wir Ihnen herzlich für Ihre Gaben und Gebete!
Projekt Nr. 1284
„Therapie Narine“

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Armenien
Sohn schuftet als Bauarbeiter - Auf Kunststudium verzichtet
Nierenkranke Mutter leidet im Rollstuhl
Amalja stammt aus dem Dorf Karin, das in einer der ärmsten Regionen Armeniens liegt. Sie heiratete 1975, als sie 16 Jahre alt war. Amalja bekam drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter.
Bei der schweren Geburt des dritten Kindes wurde ihre Gesundheit geschädigt. Eine Untersuchung zeigte, dass sie Nierensteine hatte. Amalja wurde erfolglos operiert. Im Laufe der Jahre verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand immer mehr. Die Steine zerstörten das Nierengewebe, was schliesslich zum Nierenversagen führte. Die einzige Überlebenschance für Amalja ist die regelmässige Dialyse. Dreimal pro Woche muss sie zur Blutwäsche.
Ein weiteres Unglück vor sechs Jahren erschwerte die ohnehin nicht leichte Lage der Familie. Amalja fiel zu Hause hin und verletzte sich an der Wirbelsäule. Seither sitzt sie im Rollstuhl.
Wegen der Krankheit musste Amalja mit ihrem Sohn Hajk aus dem Dorf in die Stadt ziehen und dort ein kleines, feuchtes Zimmer mieten.
Hajk, 27 Jahre alt, malt sehr gut. Er möchte gerne studieren und Maler werden. Ein Künstler aus Europa, der seine Gemälde gesehen hatte, sagte zu Amalja: ,,Ihr Sohn ist talentiert, er könnte eine grosse Zukunft haben.“ Er wollte Hajk nach Europa einladen, damit er dort an einer Malschule ein Studium anfangen konnte. Doch Hajk lehnte den Vorschlag ab, weil er seine kranke Mutter nicht alleine lassen wollte.
Hajk arbeitet nun als Bauarbeiter. Zugleich kümmert er sich liebevoll und mit grosser Hingabe um seine Mutter.
,,Es gibt niemanden ausser Hajk, der für Amalja sorgen kann. Ihre Tochter ist verheiratet und hat minderjährige Kinder. Der zweite Sohn lebt in einem Dorf und hat auch eine eigene Familie, Amaljas Ehemann ist in Russland verschollen“, berichtet ihre Schwester traurig.
Die Familie ist heute auf fremde Hilfe angewiesen. Mit seinem Lohn kann Hajk die Wohnung, Medikamente und gesunde Nahrung für die Mutter nicht bezahlen.
Bitte helfen Sie mit, die Last der Sorgen für die Familie zu erleichtern und Amalja und ihren Angehörigen neue Hoffnung zu schenken.
Projekt Nr. 1285
„Nothilfe Amalja“

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Armenien
Ehemann ist seit Jahren verschollen – Zwei von fünf Kindern sind behindert
Eine Mutter am Ende ihrer Kraft
Armine Kuroian opfert sich für ihre Familie auf, doch nun ist sie am Ende ihrer Kraft. Sie hat fünf Kinder, von denen zwei behindert sind. Ihr Ehemann ging vor sieben Jahren nach Russland, um eine besser bezahlte Arbeit zu finden. Armine hat nie mehr etwas von ihm gehört.
Armines Heimatstadt Gavar liegt am weltberühmten Sevansee. Die klimatischen Bedingungen erlauben der Bevölkerung nur, Kartoffeln anzupflanzen und sich mit Viehzucht zu beschäftigen. Um ihre Familien ernähren zu können, sind viele Familienväter gezwungen, die Heimat zu verlassen.
1990 heiratete Armine Sohrap, der ebenfalls aus Gavar stammt. 1991 kam ihre Tochter Ani als Frühgeburt zur Welt. Es stellte sich heraus, dass das Kind unter zerebralen Bewegungsstörungen litt. 1992 bekam das Ehepaar ein zweites Kind, den Sohn Aschot, und 1995 das dritte Kind, die Tochter Tamara. 1996 starb Sohraps Bruder im Alter von 33 Jahren bei einem Arbeitsunfall. Das war ein tragischer Verlust für die Familie. So beschloss das Ehepaar, trotz finanzieller Sorgen ein viertes Kind zu bekommen – zum Andenken des Bruders. 1997 kam eine Tochter zur Welt, 1999 bekam Armine ihren zweiten Sohn, Hajrik.
Die Familie war glücklich, aber die Freude währte nicht lange. Als Hajrik drei Monate alt war, bemerkte Armine, dass die Pupillen des Kindes seltsam farblos erschienen. Die Diagnose der Ärzte war niederschmetternd: Hajrik war blind. Armine fuhr mit dem kleinen Kind zu Spezialisten nach Moskau, doch die schlimme Diagnose wurde dort bestätigt.
,,Wir waren eine gewöhnliche Familie, wir bauten Kartoffeln an, hielten Kühe und Hühner, doch die Sorgen um die kranken Kinder und die finanziellen Schwierigkeiten zerrütteten meine Ehe“, bedauert Armine. 2001 fuhr Sohrap nach Russland, um dort eine besser bezahlte Arbeit zu suchen. Seither ist er verschollen.
Da es in Gavar keine Sonderschule für Blinde und keine Hochschulen gibt, zog Armine mit ihren Kindern in die Hauptstadt Jerewan und mietete eine Wohnung. Ani und Aschot sind heute Studenten. Als Invalide darf Ani kostenfrei studieren, sie hat den Beruf der Psychologin gewählt. Aschot wurde an die medizinische Universität aufgenommen, er möchte Zahnarzt werden. Doch für sein Studium muss er rund 1800 Franken (1125 Euro) im Jahr bezahlen.
Jeden Tag früh am Morgen fährt Armine ihre behinderte Tochter, die im Rollstuhl sitzt, zur Haltestelle und hilft ihr, in den Bus zu steigen. Die Verkehrsmittel in Armenien sind nicht für Behinderte ausgestattet. Jeden Tag wartet die Mutter dann vier bis fünf Stunden vor der Universität, bis der Unterricht zu Ende ist, und fährt mit ihrer Tochter wieder nach Hause.
Verwandte und Bekannte helfen der Familie nach Kräften. Doch diese Unterstützung kann die finanziellen Probleme nicht lösen: Wohnungsmiete, Studiengebühr, Geld für den Bus, Lebensmittel und Kleidung.
Armine hat grenzenlose Geduld und kämpft aufopfernd für die Zukunft ihrer Kinder. Es ist erstaunlich, wie diese kleine und abgemagerte Frau so viel Kraft aufbringen kann. „Ich schaue nicht zurück, ich weiss, dass ich für meine Kinder stark sein muss“, sagt Armine tapfer. Diaconia möchte Armine und ihre Kinder finanziell unterstützen und mit Lebensmitteln versorgen. Bitte helfen Sie mit, dass dies möglich wird.
Projekt Nr. 1286
„Familienhilfe Armine“




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