Report
Ausgabe 11, November 2009


Rumänien
Frau des Verunglückten bedankt sich herzlich bei allen Diaconia-Spendern — Weitere Hilfe für die Rehabilitation ist notwendig
Ein Hoffnungsschimmer für Ionut — Schwerst-verletzter Pastor kann wieder flüstern

Der Kampf ums Überleben des jungen Pastors Ionut Sandru ist gewonnen! Er war bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt worden, ist aber mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Ionut hat aber noch einen langen Weg der Rehabilitation vor sich – einen Weg, den er nur mit Unterstützung der Diaconia-Freunde gehen kann.

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Im Oktober vergangenen Jahres wurde an dieser Stelle über den schlimmen Autounfall von Ionut Sandru berichtet. Er war zusammen mit seiner Frau Monica und dem damals drei Jahre alten Sohn Ruben mit dem Auto unterwegs von Bukarest nach Sibiu. Während der Fahrt überfiel ihn der Sekundenschlaf. Sein Wagen prallte frontal gegen eine Betonwand. Während Monica und Ruben nur leicht verletzt wurden, traf es den Pastor weitaus schlimmer. Er überlebte zwar, lag aber lange Zeit im Koma. Aufopferungsvoll kümmerte sich Monica um ihren Mann und kämpfte gegen das korrupte rumänische Gesundheitssystem. Diaconia unterstützte sie dabei. So konnte die verzweifelte Frau Flüssignahrung besorgen, die ihrem Mann über ein Röhrchen eingeflösst wurde. Ausserdem konnten eine spezielle Matratze sowie ein Rollstuhl und Medikamente für Ionut angeschafft werden.

Das alles half zwar, das Leid zu mildern, doch es dauerte insgesamt sieben Monate, bis Ionut die Intensivstation verlassen konnte. Sein Zustand stabilisierte sich so, dass er in ein spezielles Spital transportiert werden konnte. Doch sein Leben hing nach wie vor am seidenen Faden. Er war sehr dünn und seine Wunden schlossen sich nicht, sodass er wiederholt operiert werden musste. Danach legte er an Gewicht zu und die Wunden begannen zu heilen. Doch musste er noch immer künstlich ernährt werden und konnte weder sprechen noch gehen. Lediglich durch Blinzeln der Augen konnte er mit seiner Familie in Kontakt treten.

Dann kam es noch einmal zu einer Schrecksekunde für Monica: Im Juli wurde das Spital renoviert und Ionut musste nach Hause. Der Arzt machte Monica wenig Hoffnung. Er zeigte ihr Bilder von Ionuts schwer geschädigtem Gehirn. Allenfalls könne ihr Mann eines Tages in einem Rollstuhl sitzen und müsse nicht mehr künstlich ernährt werden, sagte der Mediziner. Doch auch wenn die Ärzte dem Pastor kaum eine Chance gaben, Monica setzte ihre Hoffnung ganz auf Gott. Ebenso, wie sie nach dem Unfall Gott vertraut hatte, als die Ärzte ihrem Mann nur eine 24-stündige Überlebenschance eingeräumt hatten.

Ihr Vertrauen wurde belohnt. Schon nach ein paar Tagen zu Hause lachte Ionut zum ersten Mal nach einem Jahr wieder. Wenige Wochen später begann er seine Lippen zu bewegen und nur wenige Stunden später konnte er die Namen der Menschen flüstern, die ihn umgaben. Und einen Tag später konnten die Schläuche für die künstliche Ernährung entfernt werden. Seither kann er wieder selbstständig essen und trinken. Sogar Namen und Nummern kann Ionut lesen und nach der Hand seiner Frau greifen und sie festhalten. Er kann sich nun artikulieren, wenn er unter Schmerzen leidet und sogar die Uhrzeit kann er flüstern. „Für uns sind all das Anzeichen dafür, dass meinem Mann durchaus bewusst ist, was um ihn herum geschieht“, schreibt Monica in ihrem Brief an Diaconia, in dem sie sich für die Hilfe bedankt und betont: „Ich danke Ihnen für all Ihre Gebete, sie waren nicht vergebens. Sie sind der Grund für Ionuts fortschreitende Genesung. Bitte beten Sie weiter für ihn.“

Damit sich Ionuts Gesundheitszustand weiter verbessert, muss er zur Rehabilitation ins 600 Kilometer entfernte Oradea. Die Kosten für den Transport kann Monica nicht alleine übernehmen. Die vergangenen Monate haben sie und der inzwischen vierjährige Ruben nur für Ionut gelebt. Auch während der Rehabilitation wären die beiden gerne bei ihrem Mann beziehungsweise Vater und müssen dafür eine kleine Wohnung mieten. Ionut ist Ehemann, Vater, Pastor und für viele Christen in der Region Ratgeber und ein guter Freund. Er benötigt dringend weitere Hilfe! Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!


Projekt Nr. 1414, "Rehabilitation Ionut"




Rumänien
Familie Budi ist dringend auf Hilfe angewiesen – Winter steht vor der Tür
Moder, Schimmel und Einsturzgefahr

Im armen Teil der rumänischen Stadt Brasov, dem früheren Kronstadt, lebt Familie Budi in einem vermoderten und verschimmelten Haus. Die Wände sind teilweise eingestürzt, das Dach ist einsturzgefährdet. Es sind unhaltbare Zustände, in denen das Ehepaar Barna (30) und Tunde (31) mit ihrer neun Jahre alten Tochter Elisabeta und der Grossmutter hausen muss.

Nun steht der Winter vor der Tür, der in Brasov meist sehr hart ist und sechs Monate dauert. Dabei liegt oft ein halber Meter Schnee. Das Haus muss dringend renoviert werden, bevor die ersten Flocken fallen. Darum haben die Budis bereits damit begonnen, mit von Diaconia zur Verfügung gestelltem Baumaterial die grössten Schäden zu beseitigen. Doch es ist noch sehr viel zu tun.

Die Budis sind sehr arm. Zwar arbeiten sie manchmal auf dem Bau oder in einer Putzkolonne, doch geht es ihnen wie vielen mittellosen Menschen in Siebenbürgen: Die Eltern haben niemals eine Schule besucht und können weder lesen noch schreiben. Geringes Einkommen bedeutet geringe Bildung, und die kleine Elisabeta ist bereits in diesem Strudel gefangen. Dabei ist sie so lebensfroh und ihre Eltern würden ihr so gerne eine Schulbildung ermöglichen.

Bitte helfen Sie mit, damit die Familie noch vor dem ersten Schnee ein festes Dach über dem Kopf hat. Für die notwendigsten Renovierungsarbeiten werden rund 2500 Franken (1655 Euro) benötigt. Ausserdem soll die Familie langfristig Hilfe zur Selbsthilfe und das Mädchen durch den Besuch des Kinderzentrums eine hoffnungsvolle Lebensperspektive erhalten.


Projekt Nr. 1415, "Festes Dach für Familie Budi"




Rumänien
Nicoleta benötigt dringend hochwertige Lebensmittel und eine medizinische Versorgung
Junge Diabetikerin ruft um Hilfet

Die 18-jährige Nicoleta aus Brasov ist in einem Elternhaus aufgewachsen, das geprägt war von einem aggressiven alkoholkranken Vater und von ständigen Streitereien zwischen den Eltern. Sie war gerade mal sieben Jahre alt, als sie bewusstlos zusammenbrach und mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht werden musste. Nach zahlreichen Untersuchungen stand fest: Nicoleta leidet unter Diabetes. Seit diesem Tag muss sie sich täglich drei Mal Insulin spritzen. Kurz danach erlag ihr Vater einem Herzinfarkt. Vor drei Jahren starb auch die Mutter an Krebs. Bis heute hat sie den Verlust nicht verkraftet. „Meine Mutter war der einzige Mensch, der sich um mich gekümmert hat. Sie liebte mich“, berichtete sie den Diaconia-Mitarbeitern. Ihre sechs Geschwister unterstützen sie zwar, wo sie nur können, doch das reicht gerade um nicht zu sterben. Momentan lebt sie im Haus einer verheirateten älteren Schwester, zusammen mit zwei jüngeren Brüdern, um die sie sich rührend kümmert. Die junge Frau hat ihre Krankheit inzwischen gut im Griff. In einem speziellen Kurs hat sie gelernt, sich selbst zu spritzen und so ist sie nicht auf Hilfe angewiesen. Dennoch ist das Leben sehr hart für sie, was sich in ihrem Gesicht abzeichnet.

Nicoleta lächelt nie. Gerade als Diabetikerin ist sie auf hochwertige und gesunde Lebensmittel mit einem hohen Nährstoffgehalt angewiesen, doch dafür reicht ihr Geld nicht. Sie ist froh, wenn sie einen Löffel Bohnen oder Ähnliches findet, um den ärgsten Hunger zu stillen. Die Folge ist, dass ihre Wunden sehr schlecht heilen und sie zusätzliche Medikamente benötigt. Schon lange ist sie dringend auf Hilfe angewiesen, doch erst jetzt hat sie sich dazu entschlossen, Diaconia um Hilfe zu bitten. Sie muss von gerade mal 85 Franken (56 Euro) Krankengeld im Monat leben. Mit 120 Franken (80 Euro) im Monat könnte Diaconia diese kranke junge Frau wirkungsvoll unterstützen. Vielleicht lernt Nicoleta dann sogar wieder zu lächeln.


Projekt Nr. 1416, "Hilfe für Nicoleta"




Albanien
Palina kämpft verzweifelt für ihren depressiven Mann und ihre kranke Tochter
Mit Schafen und Wasser aus der Armut

Palina ist eine starke Frau, doch manchmal weiss sie einfach nicht, wie sie ihr Leben und das ihrer Familie meistern soll. Sie ist verantwortlich für die fünfjährige Tochter Paola und ihren depressiven Ehemann Pellumb. „Ich habe Unmenge Probleme, die ich für meine Familie lösen muss“, sagte sie verzweifelt, als sie Diaconia Albanien um Hilfe bat.

Als der 40-jährige Pellumb arbeitslos wurde, fühlte er sich unnütz. Die Folge war eine tiefe Depression. Der Familienvater wird seither im Psychiatrischen Spital in Shkoder behandelt, doch Arbeit konnte er keine mehr annehmen. Manchmal verlässt er einfach das Haus und niemand weiss, wohin er geht. Nun ist Palina zum Motor der Familie geworden und weiss doch nicht, wie sie das tägliche Überleben meistern soll.

Die Familie lebt in einer Hütte, es gibt kein fliessendes Wasser und keine Toilette. Im Sommer können die drei die Wasserleitung der Nachbarn mitbenutzen und sich kaltes Wasser in Eimern abpumpen. Doch im Winter geht nicht einmal das. Wie es sich anfühlt zu duschen, haben sie längst vergessen. Im Garten wollte Palina eigentlich ein paar Tomaten und Zwiebeln anbauen, doch es funktionierte nicht, weil es kein Wasser zum Giessen gibt. Bei so viel Armut ist es kein Wunder, wenn das schwächste Familienmitglied, die kleine Paola, unter Infektionen leidet. Sie hat eine Blasenkrankheit und die unterschiedlichsten Virusinfektionen. Das Gesicht des kleinen Mädchens ist übersät mit Pickeln, die der Arzt in den hygienischen Zuständen ihres Elternhauses begründet sieht.

Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu möchte der Familie helfen. Am wichtigsten ist, dass es fliessendes Wasser und eine funktionierende Toilette gibt, denn nur so können die hygienischen Verhältnisse verbessert werden. Im Garten soll eine Wasserleitung gelegt werden. Das würde rund 5700 Franken (3800 Euro) kosten. „Ausserdem wollen wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Wir würden gerne zwei bis drei Schafe anschaffen, mit denen Milch, Butter und Käse produziert werden kann“, schreibt Artan Metohu. Die Schafe würden zusammen knapp 1200 Franken (rund 800 Euro) kosten und die Familie hätte wieder Hoffnung. Bitte helfen Sie mit!


Projekt Nr. 1417, "Wasser und Schafe"





Armenien
Tragisches Schicksal: Narine lebt in völliger Armut und ist auf Hilfe angewiesen
Vater verschwunden, Sohn schwer erkrankt

Seit zehn Jahren müssen Narine und ihr Sohn Wasgen hart ums Überleben kämpfen. Ihre Gegner heissen Hunger, Kälte, Feuchtigkeit und Ratten. Narines Mann wird vermisst, ihr Sohn ist schwer krank. Die letzte, einzige Hoffnung: Hilfe von Diaconia.

Narine stammt aus der armenischen Stadt Goris. Während ihrer Studienjahre lernte sie ihren künftigen Mann Ruben kennen und heiratete ihn 1987. Nach dem Studium kehrte das Ehepaar nach Goris zurück und zog in eine Mietwohnung. Narine arbeitete als Buchhalterin, Ruben war in einer Fabrik tätig.

Die Stadt Goris, die an der Grenze zu Aserbaidschan liegt, wurde während des Karabach-Krieges immer wieder bombardiert. Narine, die schwanger war, hatte Angst um ihr Kind. Deshalb fuhr sie mit ihrem Mann zu ihrer Tante nach Turkmenien. 1994 kam dort ihr Sohn Wasgen zur Welt. Lange Zeit konnte Ruben keine Anstellung finden. So beschloss er, sich in Moskau Arbeit zu suchen. Nun sind schon viele Jahre vergangen, doch Narine hat bis heute keine Nachricht von ihm erhalten. Sie weiss nicht, was in Russland geschehen ist. In Turkmenien verschärften sich im Laufe der Zeit die Spannungen zwischen den Völkern, Narine musste mit ihrem fünfjährigen Sohn 1999 nach Armenien zurückkehren. In ihr Elternhaus konnte sie nicht zurück, denn in der kleinen Wohnung wohnten ihre alten Eltern und ihr Bruder mit seiner Familie.

Fast zehn Jahre verbrachten Narine und Wasgen in kalten und feuchten Kellern und Hinterhöfen. Nachts mussten Mutter und Sohn oft wach bleiben, um sich vor Ratten zu schützen.

Im Jahr 2002 fanden die beiden ein Zimmer in einem Wohnheim. Der 13,5 Quadratmeter kleine Raum dient als Esszimmer, Schlafzimmer und Küche. Es gibt weder eine Toilette noch ein Badezimmer.

Wasgen mag Fussball sehr. Bei einem Training im Januar 2008 fühlte er sich plötzlich sehr schlecht und musste ins Spital. Bei ihm wurden Gehirnzysten entdeckt. Der Junge brauchte dringend eine teure Operation. Mit Hilfe aller Verwandten und Bekannten wurde das nötige Geld gesammelt und der Eingriff durchgeführt. Alle sechs Monate muss Wasgen seither zur Computertomographie.

Der 15-Jährige ist zum Invaliden geworden. Er kann keine schweren Arbeiten erledigen. Sein grösster Wunsch ist es, einen Beruf in der Touristikbranche zu erlernen und dann als Manager in einem Reisebüro zu arbeiten. Doch das Studium kann die Mutter nicht bezahlen. Ihre einzigen Einkommen sind die karge staatliche Beihilfe und die Lebensmittel, die sie ab und zu von der Kommune bekommt.

Nur mit Ihrer Hilfe können wir dieser bedürftigen Familie helfen. Herzlichen Dank für alle Gebete und Gaben!


Projekt Nr. 1418, "Soforthilfe Narine"



Armenien
Ärzte der Universitätsklinik „Muracan“ in Jerewan bitten um Hilfe für kranke Kinder – Ausstattung ist mangelhaft
Kleine Patienten leiden mehr als nötig

An der Uniklinik „Muracan“ in Jerewan befindet sich die einzige Fachabteilung für Kinder, die an Drüsenerkrankungen leiden, in ganz Armenien. Derzeit werden dort 2281 Kinder versorgt. 563 von ihnen leiden an Diabetes und müssen ihr Leben lang mit Insulin behandelt werden. Um den Zuckergehalt im Blut zu regulieren, müssen die Ärzte vom Finger jedes kranken Kindes sechs bis acht Mal am Tag Blut nehmen. Es ist eine sehr unangenehme Prozedur.

Der Klinik mangelt es an Medikamenten und medizinischen Geräten. So könnte ein spezielles Gerät die Arbeit erleichtern. Damit müssten die Ärzte nur einmal in drei Tagen Blut nehmen. In einem Schreiben bittet die Klinikverwaltung Diaconia um Unterstützung: „Unsere Patienten kommen aus ganz Armenien. Sie leiden sehr unter den Bedingungen“, heisst es in dem Brief. Drei Beispiele werden genannt. Da ist der fünfjährige Tevos. Er leidet seit zwei Jahren an Diabetes und bekommt dreimal am Tag Insulin. Der Zuckergehalt im Blut wird acht Mal am Tag geprüft, indem jedes Mal in seinen Finger gestochen wird.

Der Junge weint nach jedem Stich fast 30 Minuten lang, was zur Steigerung des Glukosegehalts im Blut und zur Verschlimmerung der Krankheit führt. Dann ist da die zehnjährige Rosi, die an einer schweren Form von Diabetes erkrankt ist. Das Kind erbricht ständig und leidet unter stechenden Schmerzen in der Bauchgegend. In diesem Zustand muss das Kind die Medikamente durch eine intravenöse Injektion bekommen, ausserdem muss jede zweite Stunde der Glukosegehalt in ihrem Blut festgestellt werden. Rosi muss neben ihrem Leiden auch noch diese Prozedur ertragen. Auch der zweijährige Zaruhi leidet an einer schweren Form von Diabetes.

Bei der Injektion weint das Kind ununterbrochen, es hat Angst vor der Spritze. Jede zweite Stunde muss bei Zaruhi der Glukosegehalt im Blut festgestellt werden. Ein weiteres Problem: In Armenien gibt es nur wenige Labore, die den Gehalt an Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) bestimmen können. Die Antwort auf die Blutanalyse bekommt das Krankenhaus erst am nächsten Tag. Mit einem speziellen Gerät könnte der Hämoglobin-Gehalt bereits in sechs bis acht Minuten ermittelt werden. „Die Kinder sind unsere Zukunft und alle Massnahmen, die wir treffen, müssen zur Lebensverbesserung unserer Kinder beitragen. Wir bitten Sie, uns zu unterstützen, das Gerät CGMS, das für die ständige Überwachung der Glukose im Blut vorgesehen ist, zu kaufen.

Es wird uns helfen, die Insulindosis genauer zu wählen und zu regulieren, und die Schmerzen und Leiden der Kinder zu lindern“, heisst es in dem Brief abschliessend. Diaconia möchte die kleinen Patienten unterstützen und bittet Sie um Hilfe! Die beiden Geräte kosten zusammen etwa 14.500 Franken (rund 9600 Euro). Wir danken Ihnen sehr herzlich, wenn Sie die kleinen Patienten in Ihre Gebete einschliessen.


Projekt Nr. 1419, "Kinderklinik Muracan"




Armenien
Familie lebt in einem dunklen Haus ohne Wasser und Gas — Kein Geld um Holz zu kaufen

Angst vor der bitteren Kälte des Winters

Die Natur in Armenien ist im Herbst besonders schön. Die Bäume sind bunt und die Sonne ist warm und angenehm. Doch diese Jahreszeit erleben viele Armenier, die in Armut leben, ganz anders. Mit Schrecken denken sie an den bevorstehenden Winter, den sie ohne Heizung in kalten Häusern verbringen müssen. Eine dieser zahlreichen armen Familien ist die von Gajane Hakobian.

Seit vier Jahren ist Gajane obdachlos. 2005 wurde die Ein-Zimmer-Wohnung verkauft, die Gajanes Schwiegereltern gehörte. Die Summe wurde zwischen Gajanes Mann Stepan und seinen zwei Brüdern aufgeteilt. Sie reichte gerade aus, um die Miete eines winzigen Zimmers für ein Jahr zu bezahlen. Gajane wurde depressiv und war dermassen hilflos, dass sie sich nicht einmal um ihre Kinder kümmern konnte. Stepan hatte keine regelmässige Arbeit und verdiente so wenig, dass die Kinder oft mit leeren Bäuchen zu Bett gingen.

Von nun an lebte die Familie in bitterer Armut. Um die Situation zu retten, wanderte Gajanes Mann nach Russland aus, um dort eine Arbeit zu finden. Doch dort fiel er auf Betrüger herein. Ihm wurde sein Pass abgenommen und er wurde für die geleistete Arbeit auf dem Bau nicht bezahlt. Nur mit Hilfe einer Rechtsschutzorganisation konnte Stepan in die Heimat zurückkehren. Gesundheitlich war er jedoch stark angeschlagen. „Im Dezember 2006 musste ich mit meinen Kindern zeitweise auf der Strasse leben. Wir zitterten vor Kälte und mussten uns ständig bewegen, sonst wären wir erfroren“, erzählt Gajane. Die letzte Rettungsbrücke war ihr Elternhaus im Dorf Dalarik.

Mit ihren drei minderjährigen Kindern zog sie in das baufällige Gebäude und wohnt seitdem mit der 80-jährigen Mutter und ihrer 60-jährigen Schwester, die Invalide ist, zusammen. Die Bedingungen sind schrecklich. Die meisten Fenster haben keine Scheiben, es gibt keinen Gasanschluss und kein fliessendes Wasser. Das Haus wird im Winter durch einen alten Ofen beheizt, der im Sommer auch als Herd zum Kochen dient. Gajane macht Gelegenheitsarbeiten, sie hilft bei der Obsternte, arbeitet auf den Äckern der anderen Dorfbewohner und erhält als Lohn Lebensmittel. „Ich bin nicht gesund.

Mit meinen Nerven bin ich am Ende und ich habe starke Kopfschmerzen, doch ich muss mich anstrengen, um für meine Kinder etwas Geld zu verdienen“, sagt die verzweifelte Frau. Gajanes Tochter Nargiz (15 Jahre alt) und die Söhne Manuk (13) und Babken (11) sind abgemagert. Sie leiden oft unter Magenschmerzen und Schwindel. Der Winter dauert in Armenien ziemlich lange – von November bis April fällt das Thermometer oft deutlich unter 20 Grad Minus. Wie voriges Jahr werden die Kinder trockene Äste und Papier zum Heizen sammeln, denn die Familie ist nicht imstande, Holz zu kaufen. Von den Nachbarn werden sie mit eiskalten Händen Wasser holen.

„Im Winter möchten die Kinder von der Schule nicht nach Hause kommen, weil es dort wärmer ist“, sagt Gajane. Seit sechs Jahren sind ihre Kinder bei Diaconia registriert. Sie bekommen Lebensmittel, Winterkleidung und Medikamente, was eine unschätzbare Unterstützung für die Familie bedeutet. Doch die Grundprobleme bleiben. Vor allem sollten am Haus noch vor dem Winter dringend Fensterscheiben eingesetzt werden. Ausserdem fehlt es an Wasser und Gas.

Mit Ihren Spenden können Sie es möglich machen, dass diese Familie endlich ein menschenwürdiges Leben führt. Herzlichen Dank für alle praktische Nächstenliebe!


Projekt Nr. 1420, "Wärme für die Ärmsten"




DIACONIA
Neue DVD über die Arbeit in Armenien: Sambats Chance

Sambat Saribekian hat keine Eltern und keine Tiere mehr. Wie soll der junge Bauer da für seine junge Familie sorgen, fernab jeglicher Arbeitsmöglichkeiten und Infrastruktur? Die traurig-tragische Idylle eines nordarmenischen Bergdorfes ist Kulisse eines beinahe aussichtslosen Kampfes um Heimat und Überleben einer Familie.

Kerezig Munadian ist der Mittelpunkt einer Grossfamilie. Von ihr wird sie geliebt und respektiert, um sie macht sie sich mehr Sorgen, als um ihr eigenes Leben. Wie sollen ihre Enkelkinder aufwachsen, wenn selbst das tägliche Wasser ein Problem ist?

Anahit Kachatrian und ihr Mann entkamen mit ihren zehn Kindern nur knapp dem Tod in den Trümmern ihres Hauses. Dank eines visionären Hilfsprojektes haben sie eine neue Heimat bekommen. Doch wo sollen die talentierten Kinder eine Ausbildung erhalten?

Bewegende Schicksale, die eines gemeinsam haben: Diaconia tut alles dafür, armenischen Familien eine neue Chance und Perspektive für ihr Leben zu eröffnen. Die bewegenden Lebensgeschichten sind auf einer neuen DVD dokumentiert: „Sambats Chance“, ein 45-minütiger Film über die lebensrettenden Initiativen von Diaconia im ältesten christlichen Land der Erde.




„Sambats Chance“ — ein bewegender Film von Christiane Ratz, produziert von „Müller Fernsehproduktionen“ im Auftrag von Diaconia Internationale Hilfe.

Wenn Sie die DVD "SAMBATS CHANCE" kostenlos per E-Mail bestellen möchten, klicken Sie bitte HIER.

Sie können auch mit dem nachstehenen Formular, mit Eingabe Ihres Namens, Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer Postanschrift im weissen Feld, die DVD-Bestellung direkt an uns übertragen.








 
 


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