Report
Ausgabe 11, November 2010


Rumänien
Diaconia verteilt Weihnachtsgeschenke an die Bedürftigsten
Kinderaugen zum Leuchten bringen
Die Mitarbeiter von Diaconia Rumänien werden das ganze Jahr über mit Not, Armut und Krankheit konfrontiert. Das ist nicht immer einfach. Täglich kommen Menschen in Not zum Diaconia-Zentrum und bitten um Hilfe. Diaconia unterstützt sie, so gut es geht.
Eine Familie verliert ihre Wohnung und steht mit fünf Kindern auf der Strasse. In Rumänien sinken die Temperaturen während der Nacht in den Minusbereich. Jemand ruft die Diaconia-Nummer an. Sofort macht sich ein Mitarbeiter auf den Weg und trifft die Familie am Bahnhof. Die Kinder weinen vor Kälte, die Eltern vor Verzweiflung. Der Mitarbeiter überlegt, wie er am Besten helfen kann.
Eine Mutter klingelt an der Tür von Diaconia. Auch sie ist verzweifelt. Ihr Kind braucht dringend eine Operation. Die Kosten sind immens hoch. Die Familie müsste vier Jahre arbeiten, um das Geld zusammenzubekommen. Ihr Kind wird ohne die Operation wahrscheinlich nicht mehr lange leben. Die Mitarbeiter von Diaconia telefonieren mit einem Hospital, verhandeln mit den Ärzten. Sie suchen nach Möglichkeiten, die Operation zu finanzieren.
Eines Morgens kommt eines der Kinder nicht ins Kinderzentrum. Als die Diaconia-Mitarbeiter das Mädchen zu Hause besuchen wollen, begegnen sie ihm auf der Strasse. Das Mädchen berichtet, dass es vergangene Nacht im Wald übernachtet habe. Sein Vater war betrunken und hat die Mutter und die Kinder aus dem Haus gejagt. Die Nacht war, wie die meisten Nächte in Rumänien, eiskalt.
Mit solchen Schicksalen werden die Diaconia-Mitarbeiter fast täglich konfrontiert. Das zehrt an den Nerven. Es ist nicht immer einfach, diese Erlebnisse zu verarbeiten. Deshalb ist es für die Mitarbeiter jedes Jahr eine grosse Freude, die Kampagne „Leuchtende Augen“ durchzuführen. Bei dieser Aktion verteilt Diaconia einige hundert Weihnachtsgeschenke und Weihnachtsüberraschun-gen an Kinder, die sonst nichts zum Christfest bekommen würden.
Für viele dieser Kinder ist dieses Geschenk, das ihnen persönlich von den Diaconia-Mitarbeitern überreicht wird, das einzige oder sogar erste Geschenk überhaupt, das sie in ihrem Leben erhalten. Da kann man sich vorstellen, wie hell das Leuchten in den Augen der Kinder ist.
Ein Diaconia-Mitarbeiter sagt: „Es ist ein unglaubliches Vorrecht bei dieser Aktion an vorderster Front dabei sein zu dürfen.“
Diaconia bittet um Mithilfe: Wie jedes Jahr plant Diaconia mehrere hundert Geschenke vorzubereiten und zu verteilen. Mit 160 Franken (120 Euro) kann Diaconia eine Familie mit vier Kindern überraschen und die Augen der Kinder zum Leuchten bringen. Bitte helfen Sie mit!
Projekt Nr. 1540, "Leuchtende Augen"

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Rumänien
Familie Preda lebt in einer winzigen Hütte – Neun Personen in einem Raum
Zusammengepfercht zwischen Ratten
Radu und Elena leben mit ihren sieben Kindern in einer 90 Jahre alten Hütte. Es herrscht eine unglaubliche Platznot. Die ganze Familie ist in einem Raum von sechs Quadratmetern zusammengepfercht.
Die Familie besteht aus Radu (36), seiner Frau Elena (30), Radu Daniel (14), Elena Denisa (12), Maria Magdalena (8), Florin (6), Ionela (4), Nicolae (3) und Rebeca (1). Sie leben in einem Holzhaus, das sie von Radus Eltern geerbt haben. Es ist über 90 Jahre alt.
Vor drei Jahren arbeitete Radu für einen Mann, der ihn mit Holz bezahlt hat, um das alte Haus erweitern zu können. Von einem anderen Arbeitgeber erhielt er für seine Arbeit Ziegel, um das Dach neu zu decken. Aber es fehlt an Werkzeug, Zement und Baumaterial.
Alle neun Familienmitglieder leben in einem Raum. Das alte Holz ist morsch, es haben sich viele Löcher gebildet. Durch sie schlüpfen Ratten in die Hütte. Jede Nacht kommen die Nagetiere und die Gefahr ist gross, dass die Kinder von ihnen gebissen werden. Ausserdem machen sie einen enormen Dreck. Auch hinsichtlich des Essens hat es die Familie sehr schwer. Lebensmittel sind teuer. Radu Preda muss bei jedem Einkauf im Laden anschreiben lassen. Wenn die Familie ihr Kindergeld erhält, muss sie, anstatt neues Essen zu kaufen, erst einmal die Schulden bezahlen.
Das einzige Einkommen der Familie ist das Kindergeld in Höhe von 141 Franken (105 Euro). Es reicht nicht aus, um Essen, Kleidung und Schulbücher zu kaufen. Radu sagt, sein einziger Traum ist, für seine Kinder ein Haus zu bauen.
Diaconia möchte dieser Familie Baumaterial zur Verfügung stellen. Damit kann der Anbau fertig gestellt werden. Und Familie Preda kann sich einen Ofen einbauen, damit sie nicht bei Minustemperaturen schlafen muss. Radu und Elena wollen, dass es ihren Kindern gut geht. Aus dem Wenigen, was die Familie hat, machen sie das Beste.
Diaconia bittet Sie um Ihre Mildtätigkeit. Dank Ihrer Hilfe muss die Familie hoffentlich nicht mehr in einem Zimmer gemeinsam mit Ratten schlafen.
Projekt Nr. 1541, "Haus ohne Ratten"

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Armenien
Kindergarten im Dorf Tufine ist viel zu klein – Neuer Rohbau steht bereits
80 Kinder leben wie Sardinen in der Dose
Das Dorf Tufine liegt nahe der albanischen Hauptstadt Tirana. Vor kurzem erhielt Diaconia von dort einen Anruf des Dorfschuldirektors Skender Java. Er berichtete von massiven Problemen bei der Unterbringung von 80 Jungen und Mädchen im örtlichen Kindergarten. Mitarbeiter von Diaconia machten sich vor Ort ein Bild der Lage – und fanden heraus, dass Hilfe dringend nötig ist.
Die Erzieherin Drita berichtete von den Schwierigkeiten: „Wir haben 80 Kinder, die jeden Tag in diesen Kindergarten kommen. Wir haben nur zwei Räume. Hier ist es wie im Gefängnis. Die Kinder leben hier wie die Sardinen in der Dose. Die Bedingungen sind miserabel, es gibt kein Material, kein Spielzeug und kaum Möbel.”
Wenn man mit den örtlichen Bauern spricht, ist es offensichtlich, dass sie ihre Kinder gerne in den Kindergarten bringen würden. Sie wissen, dass Vorschul-Bildung sehr wichtig ist. Es gibt Kinder, die von weit her kommen. Die Eltern überwinden – meist auf Eseln – weite Distanzen, um ihre Sprösslinge in den Kindergarten zu bringen.
Es liegen einige Anfragen von Eltern vor, die ihre Kinder auch gerne zum Vorschulunterricht anmelden würden, trotz der schlechten Bedingungen. Aber Schuldirektor Skender Java, der auch für den Kindergarten zuständig ist, muss dies ablehnen. Das Gebäude ist schon voll genug. Er will nicht, dass noch mehr Kinder unter der Enge leiden müssen.
Der Schuldirektor hat dem Bildungsministerium eindringlich von den Problemen berichtet. Aber es hat sich nichts verbessert. Skender Javas letzte Hoffnung ist nun Diaconia.
Es ist offensichtlich, dass die kleinen Kinder gestresst und frustriert sind, da sie in zwei kleinen Räumen zusammengepfercht sind. Der Schuldirektor hat vor einiger Zeit eine Kampagne gestartet. In der ganzen Gemeinde bat er Leute zu helfen, einen neuen kleinen Kindergarten zu bauen. Ein Platz wurde bereits gefunden, direkt hinter dem Schulgebäude. Skender Java sammelte eifrig Spenden. Aber das reichte nicht, der neue Kindergarten ist nach wie vor im Rohbau. „Die Leute hier sind sehr arm. Sie können mit ihren Familien kaum überleben, sie können den Bau des Kindergartens nicht weiter unterstützen“, so der engagierte Direktor.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Albanien haben die Situation eingehend geprüft. Sie möchten den Bau des Kindergartens gerne fortführen. Das Projekt ist für die dortige Dorfgemeinschaft überaus wichtig. Der neue Kindergarten wird ein zweistöckiger Bau mit vier Räumen. Die Kinder haben Zugang zum angrenzenden Schulhof. Die Kosten des Baus belaufen sich auf rund 20.000 Franken (knapp 15.000 Euro). Mit Ihren Gaben machen Sie den Kindern dieser armen Bauern deutlich, dass es in der Schweiz und in Deutschland Menschen gibt, die an sie denken und denen ihr Schicksal nicht gleichgültig ist. Herzlichen Dank!
Projekt Nr. 1542, "Kindergarten in Tufine"

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Rumänien
Zehnjähriger Junge braucht Hörgeräte – Entwicklung ist gefährdet
Florin möchte die Vögel singen hören
Florin ist am 5. Februar 2005 geboren worden. Er war ein Frühchen und wog gerade einmal 800 Gramm. Die Ärzte gaben ihm keine Überlebens-Chance. Doch seine Eltern glaubten an ein Wunder, beteten und kämpften für ihn. Der Kleine schaffte es. Er musste vier Monate im Spital verbringen, bevor er das erste Mal mit seinen Eltern nach Hause durfte.
Florins Eltern Florin und Nicoleta sind sehr arm. Sie wohnen in einem Dorf in der Nähe von Brasov in einer armseligen Hütte. Vater Florin arbeitet als Müllmann, eine der niedrigsten Arbeiten in Rumänien. Das Einkommen der Familie ist gering. Monatlich haben sie nur 276 Franken (205 Euro) zum Leben. Davon müssen sie ihren ganzen Lebensunterhalt bestreiten. Als Florin drei Jahre alt war, bemerkten die Eltern, dass etwas nicht stimmt. Er reagierte nicht, wenn man ihn rief. Sie gingen zum Arzt. Dieser nahm die Eltern mit ihren Sorgen nicht ernst. Erst nach einem Jahr, als sie nochmals zum Arzt gingen, wurde deutlich, dass Florin kaum hören kann. Leider werden in Rumänien Hörbehinderungen bei Kindern oftmals erst sehr spät diagnostiziert. Dadurch geht wichtige Zeit in der Entwicklung der Kinder verloren.
Auch Florins Entwicklung wurde beeinträchtigt. Er kann sehr schlecht reden und hat Mühe zu verstehen, wenn jemand mit ihm kommuniziert. Die Ärzte raten dringend, dass Florin Hörgeräte bekommt, damit sich seine Hörnerven entwickeln können.
Florin benötigt dringend Hilfe. Mit jedem Monat, der vergeht, verschlechtert sich die Möglichkeit, dass sich sein Hörvermögen entscheidend verbessert. Mit 1200 Franken (890 Euro) kann Diaconia dem Jungen Hörgeräte finanzieren und ihm so helfen, dass sein Leben eine neue Richtung einschlägt.
Mit Ihrer Spende helfen Sie, Florin ein neues Leben zu schenken. Ein Leben, in dem er die Vögel singen hören kann!
Projekt Nr. 1543, "Florin soll hören"

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Armenien
Junge Christin leidet an armutsbedingten Krankheiten – Mutter bekommt nur geringe Invalidenrente
„Ohne Gott wäre ich schon verzweifelt“
Mariam Tumasian und ihre Tochter Sjune sind arm, selbst für armenische Verhältnisse. Beide sind schlecht ernährt und gesundheitlich schwer angeschlagen. Aber sie vertrauen auf die Hilfe Gottes. Der Glaube an Jesus Christus sei der wichtigste Faktor in ihrem Leben, erklärten sie den Diaconia-Mitarbeitern in Jerewan.
„Ich bin in einem Kinderheim aufgewachsen. Ich kenne meine Eltern nicht.“ Mit diesen Worten begann Mariam Tumasian den Bericht über ihre Lebensgeschichte. Sie wurde 1966 geboren. Ihre frühesten Erinnerungen sind die Sehnsucht nach ihrer Mutter. Als sie fünf Jahre alt war, wachte sie nachts im Heim an einem stechenden Schmerz im Ohr auf. Sie schrie nach ihrer Mutter – einer Frau, die sie nie gesehen hatte. Die ärztliche Untersuchung zeigte, dass Mariam eine schwere Ohrenentzündung hatte. Die mangelhafte Behandlung war möglicherweise der Grund, dass Mariam bis heute an den Folgen dieser Krankheit leidet. Zwar wurde sie zweimal am Ohr operiert, doch die Eingriffe verliefen nicht optimal, und bis heute hat sie immer wieder Kopfschmerzen und Schwindelgefühle.
Mariam musste das Kinderheim verlassen, als sie 18 Jahre alt wurde. Vom Staat wurde ihr ein winziges Zimmer in einem Wohnheim in der Stadt Vanadzor zur Verfügung gestellt, ohne Bad und Toilette. Mariam träumte von einer grossen Liebe und einer intakten Familie. Doch der Mann, den sie liebte, verliess sie während der Schwangerschaft. Die junge Frau war tief verletzt. Trotzdem war sie von Herzen dankbar für ihre kleine Tochter Sjune. Mariam nahm jede Arbeit an, um ihr Kind ernähren zu können. Doch ihr geringer Verdienst reichte gerade für das tägliche Brot. Der Kampf ums Überleben wurde immer härter.
Die ärmlichen Verhältnisse und die harte Arbeit schadeten Mariams Gesundheit. Sie bekam eine Wirbelsäulenverkrümmung. Heute kann sie nicht mehr arbeiten.
Auch Sjune, die heute 19 Jahre alt ist, hat erhebliche gesundheitliche Probleme. Die Liste ihrer Krankheiten, die wegen ungesunder Ernährung und miserablen Lebensumständen entstanden sind, ist sehr lang und reicht von Magen-Darm-Problemen bis zu Hormonstörungen. Doch die hübsche Frau mit den grossen, traurigen Augen gibt nicht auf. Sie meint, Gott wisse, dass ihre Mutter und sie dies alles überstehen können, darum schicke er so viele Schwierigkeiten. Mutter Mariam klammert sich an ihren Glauben: „In meiner Not bete ich immer und bitte Gott, mir den nächsten Schritt zu zeigen. Ohne ihn wäre ich schon verzweifelt“.
Sjune hat viele Interessen: Sie erlernt den Beruf der Floristin in einer Fachschule. Sie fertigt kunstvolle Blumensträusse an, schmückt Kelchgläser für verschiedene Anlässe und verkauft sie auf dem Markt. Doch der geringe Erlös sichert das Überleben der Familie bei weitem nicht.
Sjune braucht eine spezielle Nahrung und Medikamente, darunter besondere Pflanzenöle. Mit der Invalidenrente der Mutter von umgerechnet 26 Franken (19 Euro) im Monat können die Öle nicht bezahlt werden. Der Verkäufer der Apotheke hat Mitleid mit der armen Familie und gibt Sjune manchmal die Medikamente auf Kredit. Ihr Schuldenberg wächst von Tag zu Tag.
„Sjune ist mein Ein und Alles. Rettet meine Tochter“, bat Mariam flehentlich. Bitte sehen auch Sie die Nöte der Christen in Armenien und helfen Sie nach Ihren Möglichkeiten. Ganz herzlichen Dank für Ihre Mildtätigkeit!
Projekt Nr. 1544, "Medizin für Sjune"

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Armenien
Arme Witwe kann Gebühren nicht bezahlen – Schwere Jahre durchlitten
Ein Studium kann Anahits Zukunft sichern
Anahit kam 1993 zur Welt, in einem harten Winter. Es war eines der dunkelsten Jahre in der armenischen Geschichte. Damals herrschte Krieg mit dem Nachbarland Aserbaidschan. Wegen der Blockade der Grenzen konnte Armenien keine Lebensmittel und andere Waren einführen. In den Häusern gab es keinen Strom, keine Heizung, kein Wasser.
„Ohne meine Freundinnen hätte ich mit meiner Neugeborenen jenen Winter nicht überlebt“, erinnert sich Anahits Mutter Gohar. Morgens schöpften die Frauen Wasser aus einem Brunnen. Der Lift funktionierte nicht und sie mussten mit vollen Eimern bis zum fünften Stock hinaufsteigen, damit Anahit gebadet werden konnte. „Dann sammelten sie trockene Äste im nahegelegenen Garten, die ich als Feuerholz für den Ofen benutzte. Sonst wären wir in der eiskalten Wohnung erfroren“, erzählte Gohar.
Ihr Ehemann Aleksander kehrte aus dem Krieg zurück, doch mit schweren Verletzungen. Auf Grund seiner gesundheitlichen Probleme war er nicht mehr imstande, einer regelmässigen Arbeit nachzugehen.
Die Familie geriet in Not, aber Gohar bekam Hilfe von ihren Eltern. „Mein Vater unterstützte uns in allen Fragen. Dies gab uns Rückhalt und Boden unter den Füssen. Er starb 2001, und mit seinem Tod verloren wir unsere bisherige Lebenssicherheit.“ Ein weiterer Wendepunkt war der Tod von Gohars Mann Aleksander im Jahr 2006. Das nahm der Familie die letzten Kräfte. Noch ein Jahr lang arbeitete Gohar als Pharmazeutin in einem Herzinstitut, dann wurde sie entlassen. Heute hat sie keine Arbeitsstelle. Sie betreut ehrenamtlich Kranke und alte Leute. Dafür bekommt sie aber nur eine sehr geringe Aufwandsentschädigung.
Die mittlerweile 17-jährige Anahit ist eine intelligente junge Frau. Nach dem Schulabschluss bestand sie mit glänzenden Resultaten die Aufnahmeprüfungen und darf an der Universität studieren. Doch ihre Mutter kann die Studiengebühr von umgerechnet rund 970 Franken (70 Euro) nicht bezahlen. Die Witwe ist verzweifelt: Es geht um die Zukunft ihrer Tochter, aber es ist einfach nicht genug Geld da.
Die Freunde und Unterstützer von Diaconia können durch Gebete und Gaben ermöglichen, dass diese begabte Frau studieren kann. Bitte helfen Sie mit, Anahit eine Zukunft zu schenken!
Projekt Nr. 1545, "Zukunft Anahit"

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Armenien
Karine Nikoghosian bangt um ihre Kinder – Kälte und Feuchtigkeit bringen sie in Gefahr
Endstation Baracke – nach einem Leben voller Arbeit
Karine Nikoghosian weiss, was harte Arbeit bedeutet. Sie hat ihr ganzes Leben lang geschuftet, oft über ihre Kräfte hinaus. Dennoch lebt sie heute in einer armseligen Hütte – und bangt um die Gesundheit der Kinder, die ihr anvertraut wurden.
Karine stammt aus der Stadt Vanadzor. Nach ihrer Heirat verbrachte sie acht glückliche Jahre mit ihrem Ehemann. Nach dessen Tod blieb Karine mit ihren zwei Töchtern Naira und Romela zurück. Um die Kinder gut versorgen zu können, arbeitete sie Tag und Nacht. Die engagierte Lehrerin war als Bäckerin in der Nachtschicht einer Bäckerei tätig. Am Morgen lief sie in die Schule, an den Wochenenden arbeitete sie als Verkäuferin in einem Lebensmittelgeschäft.
1988 bebte in Armenien die Erde. In wenigen Sekunden wurden zahlreiche Städte und Dörfer im Norden des Landes in Schutt und Asche gelegt. Auch Karines Haus wurde zerstört. Sie fasste einen schweren Entschluss: Sie liess ihre Töchter bei ihren Eltern und zog in die Hauptstadt Jerewan. Karine vermisste ihre Kinder sehr, doch der Umzug war der einzige Weg, um Arbeit zu finden und ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Die Kinder wurden gross. 1992 heiratete Naira und ging mit ihrem Mann Arthur nach Russland. Sie bekam zwei Kinder, Kristine und Sawen. 1994 heiratete auch Romela, 1995 kam ihre Tochter Karolina zur Welt.
Für eine kurze Weile fühlte sich Karine sorglos und glücklich: Sie musste sich keine Gedanken mehr über die Zukunft ihrer Töchter machen. Doch ihr standen schwere Schicksalsschläge bevor.
Da Romelas Mann keinen Job in der Heimat finden konnte, beschloss er im Ausland eine Arbeit zu suchen. Danach war er spurlos verschwunden, Romela hat nie mehr von ihm gehört.
2003 kehrte Naira mit ihrer Familie aus Russland nach Armenien zurück. Karine war froh, nach zehn Jahren ihre Lieben endlich umarmen zu können. Naira und Arthur wollten ein Haus für die ganze Familie bauen. Doch dann wurde bei Naira Harnblasenkrebs entdeckt. Sie wurde operiert, doch der Krebs war schon im fortgeschrittenen Stadium und hatte Metastasen in anderen Organen gebildet. Die 31-jährige Frau starb an ihrer Krankheit.
Die Familie kaufte ein kleines Stück Land. Das Geld reichte nur für eine kleine Unterkunft. Um den Bau fertig stellen zu können, fuhr Arthur wieder nach Russland. Dort hatte er einen Autounfall und wurde zum Invaliden.
Karine, ihre Tochter Romela und ihre Enkelkinder Kristine, Sawen und Karolina leben heute in unerträglich schlechten Verhältnissen. Ihre Unterkunft ist eine Baracke: Die Wände sind kahl und haben Risse. Das Dach ist undicht, bei Regen tropft es in den Wohnraum. Der Wind pfeift durch die zerbrochenen Fenster. Vor allem die Kinder sind durch Kälte und Feuchtigkeit gesundheitlich gefährdet.
Karine macht jede erdenkliche Arbeit. Aber sie weiss, sie kann die notwendigen Renovierungen nicht bezahlen, egal wie hart sie sich ins Zeug legt.
„Wenn wir die Wände isolieren und das Dach abdichten könnten, würde das unsere Situation erheblich verbessern“, berichtet sie. Mit Sorge blickt die Witwe dem nahenden Winter entgegen. Sie fürchtet, dass das marode Haus Schaden leidet oder die wenigen Sachen, die sie besitzen, wegen Feuchtigkeit unbrauchbar werden.
Nur mit Ihrer Unterstützung kann Diaconia dieser leidgeprüften Familie helfen, die kalte Jahreszeit heil zu überstehen. Möge Gott Sie für Ihre Mildtätigkeit reichlich segnen!
Projekt Nr. 1546, "Nothilfe Karine"

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Armenien
Erstes Berufsausbildungs-Zentrum eingeweiht
Die Schweizer dürfen sich glücklich schätzen: Die Finanzkrise flaut ab. So ganz anders sieht die Situation in Armenien aus: Hoffnungslosigkeit und zunehmende Verarmung prägen das Bild in Städten und Dörfern im Südkaukasus.
Da ist zum Beispiel jene Familie mit sechs Kindern in Chambarak. Der Vater verdingt sich als Bauerngehilfe und arbeitet für 6 Franken (4.50 Euro) am Tag auf den steilen Feldern an der Grenze zu Aserbaidschan. Der Wunsch der beiden ältesten Mädchen ist es, eine Ausbildung als Näherin und als Coiffeuse zu absolvieren und danach in ihrem Dorf ein eigenes kleines Geschäft zu eröffnen. Und genau hier setzt die Idee des Berufsausbildungszentrums (kurz BAZ) von Diaconia an: Den Jugendlichen nach Absolvierung der Schulpflicht eine Zukunft zu geben, indem sie eine Lehre oder zumindest eine Anlehre machen können. Danach sollen die jungen Menschen in ihre Heimatorte zurückkehren und als Angestellte oder als selbstständig Erwerbende sich und ihre Familie ernähren können.
Nun konnte Diaconia das erste Berufsausbildungszentrum BAZ in Armenien einweihen. Dabei waren der Leiter des Büros der Schweizer Botschaft in Armenien, Konstantin Obolensky, die Leitung von Diaconia Armenien sowie eine Delegation von Diaconia Schweiz.
Konstantin Obolensky hat in seiner Ansprache die Wichtigkeit einer professionellen Ausbildung für die Lehrlinge, deren Familien aber auch für das ganze Land unterstrichen. Mit seinen neun je rund 30 Quadratmeter grossen Räumen bietet das BAZ nach einer etwa zweijährigen Bauzeit voraussichtlich neun Kleinunternehmen Platz. Zusätzlich verfügt das BAZ über einen grossen Saal sowie über drei kleinere Ausbildungsräume. Der Hauptsaal mit über 100 Sitzplätzen kann für Gottesdienste oder grössere Veranstaltungen verwendet werden, während die kleineren Schulungsräume von Experten genutzt werden sollen, die ihr Fachwissen Lehrlingen, Lehrmeistern und Geschäftsleuten zur Verfügung stellen werden.
Ziel ist es, dass ab Frühling 2011 die ersten Unternehmen im BAZ produzieren oder ihre Dienstleistungen offerieren. Unter diesen Firmen wird sich ein kleiner Textilbetrieb mit Näherinnenschule befinden. Hier sollen pro Lehrgang rund 10 Mädchen, wie jene aus Chambarak, in einer rund sechs- bis achtmonatigen Anlehre zu Näherinnen ausgebildet werden. Neben den eigentlichen textilen und handwerklichen Fachkenntnissen erhalten die Frauen gleichzeitig auch eine Grundausbildung in Betriebswirtschaft, damit sie nach Abschluss der Ausbildung selbstständig eine einfache Finanzplanung erstellen und den Verkauf ihrer Produkte an die Endkunden sicherstellen können. Falls sie die Abschlussprüfung bestehen, schenkt ihnen Diaconia als Anerkennung zudem die Nähmaschine, auf welcher sie ihren Beruf gelernt haben. Dies ist das Startkapital, mit dem sie in ihrem Dorf oder in ihrem Stadtteil eine kleine Näherei aufbauen können. Danke, dass Sie mithelfen, jungen Menschen Hoffnung auf eine würdige Zukunft zu geben!
Projekt Nr. 1547, "Berufsausbildungs-Zentrum"







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