Report
Ausgabe 11, November 2012


Rumänien
Familienvater von Lastwagen erfasst und getötet
Ein tragischer Unfall kostet Nicolae Gaspar das Leben — Seine Frau muss alleine für die sechs Kinder sorgen

Nur wenige Wochen ist es her, seit die schockierende Nachricht die Familie erreichte: Nicolae Gaspar ist bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Seine Frau Tunde (32) muss nun alleine für die sechs Kinder im Alter zwischen vier und 17 Jahren sorgen.

Gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Alexandru war Nicolae früh am Morgen mit dem Pferdewagen zum Fischen aufgebrochen. Doch plötzlich scheute das Pferd, ging durch und rannte auf die Gegenfahrbahn. Während Nicolae versuchte seinen Sohn zu schützen, wurde er aus dem Wagen geschleudert. Der Familienvater wurde von einem Lastwagen erfasst, der ihn 50 Meter mitschleifte, bevor er zum Stehen kam.

Seine Frau Tunde musste die sterblichen Überreste identifizieren. Sie ist nun ganz allein für die siebenköpfige Familie verantwortlich. Aber die entschiedene Christin verliert nicht den Mut. „Ich weiss, dass Gott uns nicht verlassen wird“, unterstreicht die 32-Jährige. „Er sorgt für jene, die verloren sind.“ Der Tod ihres Mannes sei nicht vergeblich gewesen, betont sie. Viele, die er gekannt habe, hätten durch ihn Jesus kennengelernt.

Zwar war die Familie schon immer arm, aber dennoch besuchen alle Kinder die Schule oder den Kindergarten. Ihr Glaube hat ihnen stets Halt und Freude am Leben gegeben.

Familie Gaspar stehen Fassungslosigkeit und Trauer auch Wochen

nach dem Unfall des Ehemanns und Vaters Nicolae ins Gesicht geschrieben.


Die Gaspars leben zusammen in zwei Räumen und verfügen über eine kleine Küche. Gemeinsam planten Nicolae und Tunde eine Waschmaschine, einen Kühlschrank und ein paar Möbel für das kleine Haus anzuschaffen. Aber zunächst brauchen die Kinder nun Schulsachen, Kleider, Nahrungsmittel, Feuerholz und einen Ofen.

Diaconia möchte der Mutter und den Kindern helfen, über diese schwere Zeit so gut wie möglich hinwegzukommen, und sie zumindest von den schlimmsten materiellen Sorgen befreien. Dürfen die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov auf Ihre Hilfe hoffen?


Projekt Nr. 1800,"Hoffnung für Familie Gaspar"

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Rumänien
„Sie ist gegangen, um bei Gott zu sein“
Vasile Podar ist mit seinen sechs Kindern allein zurückgeblieben — Seine Frau starb an Leukämie

Vasile Podar (38) muss seine sechs Kinder alleine erziehen. Seine geliebte Frau Corina ist im Mai an Blutkrebs gestorben. Vasilica (14), Alexandru (12), Narcisa (10), Rebeca (7), Fernando (4) und Diana (2) trauern um ihre Mutter — und haben Angst vor einem beissend kalten Winter, der ihr Leben bedroht.

Witwer Vasile mit fünf seiner sechs Kinder vor seiner Holzhütte
mit dem notdürftig abgedeckten Dach.



Mehr als 80 Kältetote hatte der letzte Winter in Rumänien gefordert. Lange Zeit waren ganze Dörfer durch die Schneemassen von der Aussenwelt abgeschnitten, während Rumäniens Regierungschef Mihai Razvan Ungureanu laut Zeitungsberichten behauptete, die Bevölkerung sei zu faul zum Schneeschippen.

So sehen die kleinen Öfen aus, die Diaconia an bedürftige Familien übergibt, damit sie den harten rumänischen Winter überstehen.

Vasile weiss nicht, wie er seine Kinder vor der Kälte schützen soll. Das Dach seiner kleinen Holzhütte ist undicht. Der kleine Holzofen nutzt wenig, wenn die Hütte keine neue Tür und kein dichtes Dach bekommt. Eines seiner Kinder hat die Schule bereits wegen der angespannten Finanzlage verlassen müssen. Nur zwei der Kinder erhalten im Moment eine Ausbildung. Für mehr reichen die Mittel des 38-Jährigen einfach nicht.

Bei der Geburt von Diana hatten die Ärzte entdeckt, dass Corina Leukämie hat. Ihr Leben war nicht mehr zu retten. „Sie ist gegangen, um bei Gott zu sein“, tröstet Vasile sich und die Kinder. Nun versucht der Witwer, alleine für die sechs Kinder zu sorgen. Dafür bleiben ihm nicht mehr als insgesamt 139 Franken (115 Euro) an Kindergeld und Sozialhilfe. Doch um die Kinder vor Kälte und damit auch vor Krankheiten zu schützen und einen Vorrat für den Winter anzulegen, braucht er Hilfe. Materialien für das Dach, eine Tür, Zement für den kleinen Hof und Lebensmittel sind notwendig, um die Familie sicher über den strengen rumänischen Winter zu bringen.

Wie viele andere bedürftige Familien soll auch Vasile Podar einen Ofen aus dem Diaconia-Winterhilfsprogramm erhalten. Ein einfacher, aber funktionierender Ofen kann Leben retten!

Diaconia möchte der leidgeplagten Familie gerne rasch und nachhaltig helfen. Dazu bedarf es Ihrer Unterstützung.


Projekt Nr. 1801, „Warmes Haus für sechs Halbwaisen“

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Rumänien
George ist im dritten Stock gefangen
Muskelerkrankung fesselt engagierten jungen Mann an den Rollstuhl — Mutter pflegt ihren Sohn bis zur Erschöpfung

Er möchte helfen, das Leben behinderter Menschen zu verbessern. Nur aktiv werden kann er nicht. Denn George ist selbst behindert. Der 30-Jährige lebt im dritten Stockwerk bei seinen Eltern und leidet seit seiner Geburt an einer fortschreitenden Muskelerkrankung, die ihn seit fast 20 Jahren an den Rollstuhl fesselt. Jeden Tag sammelt sich rund ein halber Liter Flüssigkeit in seiner Lunge, die er abhusten muss. Mehr als sechs Stunden massiert seine Mutter deshalb täglich seine Brust, um die Sekrete zu lösen.

Das funktioniert, obwohl die Ärzte zunächst starke Zweifel hatten. Doch nach der anstrengenden Prozedur ist Georges Mutter so erschöpft, dass sie erst einmal einschläft. Eigentlich sollte George so oft wie möglich an die frische Luft, sagen die Ärzte. Doch ohne Hilfe ist das nicht möglich, und seine Mutter ist zu alt, um ihn zu tragen, wie sie es früher getan hat. „Sie hat mich in ihren Armen den ganzen Weg zur Schule und wieder zurück getragen, jahrelang“, berichtet George, „sie war und ist meine Stütze in den schlimmen Zeiten, durch die ich wegen meiner Krankheit immer wieder gehe.“

Georges Mutter massiert ihren Sohn täglich sechs Stunden lang.

Nur so kann er die Sekrete abhusten, die sich in seiner Lunge sammeln.


Anders sein Vater. Der lebt zwar mit den beiden im selben Haus, will von seinem Sohn aber nichts wissen. Er ist nicht einmal dazu bereit, vom Erdgeschoss in den dritten Stock zu ziehen und so George wenigstens die Möglichkeit zu geben, das Haus ab und an zu verlassen.

„Ich kann, ich will und ich weiss, wie ich vielen Menschen helfen kann“, schreibt George in einem Brief an Diaconia, „aber ich brauche zunächst selbst etwas Hilfe, um aus diesem Drama herauszukommen“. Eigentlich benötige er eine behindertengerechte Wohnung die es ihm erlaubte, das Haus ohne Hilfe zu verlassen, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun und mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Auf seiner Suche nach Hilfe hat er auch dem Bürgermeister seiner Heimatstadt, dem rumänischen Präsidenten und dem Gesundheitsminister geschrieben, aber von niemandem eine Antwort erhalten. „Unfreiwillig habe ich meine Freiheit und meine Gesundheit verloren. Ich fühle mich einsam und von der Obrigkeit im Stich gelassen. In jedem demokratischen europäischen Land würde jemand wie ich Hilfe erhalten. Hier in Rumänien gibt es zwar Gesetze dafür, aber sie werden nicht respektiert“, klagt George.

Georges Mutter erhält für ihre Pflegedienste eine Pension von 147 Franken (123 Euro). Georges Behindertenrente beläuft sich auf 79 Franken (65 Euro). Doch seine Medikamente kosten jeden Monat 250 Franken (208 Euro).

Immerhin 81 Franken (67 Euro) davon übernimmt der Staat. Aber oft reicht das Geld nicht, um ausreichend Medizin zu kaufen. Hinzu kommen alle sechs Monate die Kosten für eine Lungenbehandlung in Höhe von 550 Franken (458 Euro).

George engagiert sich für andere Behinderte, weist auf ihre Nöte und Bedürfnisse hin, möchte Wohltätigkeitsveranstaltungen organisieren. Aber er ist im dritten Stock gefangen. Bitte helfen Sie Diaconia, George und seine Mutter zu unterstützen. Gott segne Sie dafür!


Projekt Nr. 1802, „Lungentherapie George”

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Rumänien
Mit dem Sortiment wächst die Hoffnung
Diaconia-Bauernhof produziert mehr und mehr Lebensmittel für die Ärmsten

Der „Bauernhof der Hoffnung“ von Diaconia wächst Schritt für Schritt. Land wurde gekauft und bebaut, die Rinderzucht beginnt bald, erste Maschinen sind im Einsatz. Das alles trägt dazu bei, in dem kleinen Dorf Viscri, in der Nähe von Brasov gelegen, eine ertragreiche Landwirtschaft aufzubauen. Produziert werden abwechslungsreiche Nahrungsmittel für die bedürftige Bevölkerung und für den Mittagstisch im Kinderzentrum Brasov. Der Hof schafft zudem Arbeitsplätze.


Für den Bauernhof der Hoffnung sollen eine Sämaschine, eine Egge und ein Pflug angeschafft werden.


Dank der Spendenbereitschaft von Diaconia-Freunden wurden bereits einige Erfolge verbucht. In diesem Jahr konnten neben Kartoffeln erstmals auch Mais und Weizen geerntet werden. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass sie im nächsten Jahr die für die Feldarbeit benötigten Maschinen nicht mehr teuer mieten müssen, sondern die Arbeiten mit eigenen Maschinen durchführen können. So würden auf Dauer hohe Kosten eingespart.

Geplant sind die Anschaffung einer Sämaschine zu 1500 Franken (1245 Euro), einer Egge zu 900 Franken (750 Euro) und eines Pfluges zu 2500 Franken (2085 Euro).

Mit Ihrer Unterstützung machen Sie es möglich, dass diese Occasions-Geräte gekauft werden können. Sie bringen den Hof weiter voran – zum Wohl der Ärmsten in Rumänien.


Projekt Nr. 1803, „Geräte Bauernhof der Hoffnung”

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Armenien
Drei Schwestern halten auch in bitterster Not zusammen
Viele alte Menschen kämpfen ums Überleben — Keine Unterstützung vom Staat oder der Familie

In Armenien gibt es immer mehr alte Leute, die alleine nicht zurechtkommen und die niemanden haben, der sich um sie kümmert. Für diese Menschen ist es fast unmöglich geworden, in Würde alt zu werden. Die Kleinstrenten des Staates sind völlig unzureichend. Diese verarmten alten Menschen müssen am Essen sparen, sie können kaum ihre Medikamente kaufen oder im Winter die Heizung bezahlen. Ein ruhiger und sorgenfreier Lebensabend scheint unerreichbar – auch für die drei Schwestern Rosa, Alward und Larisa.

Als wäre es gestern gewesen, erinnern sich die drei noch daran, wie sie als Kinder draussen gespielt und anschliessend die noch warmen Kekse ihrer Mutter gegessen haben. Das ist lange her. Die älteste, Rosa, ist mittlerweile 58 Jahre alt, und den dreien ist wenig mehr geblieben als das Haus ihrer längst verstorbenen Eltern.
Zwei Schlaganfälle hat Rosa bereits hinter sich. Im letzten Jahr war ihr Zustand so kritisch, dass niemand wusste, ob sie es schaffen würde. Sie hat überlebt, aber sie ist zu einem Pflegefall geworden und täglich auf Medikamente angewiesen. „Manchmal gehe ich zu Hause am Stock. Aber auch das fällt mir schwer, weil jeder Schritt mir viel Kraft abverlangt“, erzählt sie und betont, dass sie dennoch positiv denke. „In unseren Gebeten schöpfen wir neue Kraft für unser Leben“, berichtet Rosa. Gepflegt wird sie von ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Alward. Sie ist ausgebildete Krankenschwester, konnte aber nie in einem Spital tätig werden.

Arm, alt und auf Hilfe angewiesen: Rosa (im Bett), Alward (links) und Larisa Harutjunian.


Erst pflegte sie ihre kranke Mutter, jetzt die ältere Schwester. Jeden Tag gibt sie ihr Spritzen und achtet darauf, dass sie ihre Tabletten rechtzeitig einnimmt. Als Rosa im Krankenhaus lag, verbrachte sie Tag und Nacht an ihrer Seite und schlief dabei so wenig, dass sie schliesslich eine Treppe hinunterfiel und sich dabei zwei Wirbel verletzte.

Larisa (50), die dritte im Bunde, arbeitete lange als Erzieherin in einem Kindergarten. Aber auch sie erkrankte, bekam so starke Gelenkschmerzen, dass sie ihren Beruf aufgeben musste. Rente erhalten weder Alward noch Larisa. Geheiratet hat keine der Schwestern, sie sind auf sich gestellt. Und erst wenn sie 63 sind, haben sie Anspruch auf eine Rentenzahlung. So bleibt ihnen nur Rosas Invalidenrente. Mit 29 000 Dram (67 Franken / 55 Euro) im Monat versuchen sie für Lebensmittel, Strom und vor allem Medikamente aufzukommen.

Nun benötigt Rosa eine weitere Therapie. Zwei Wochen muss sie im Spital stationär behandelt werden. Aber das würde 200 000 Dram (462 Franken / 385 Euro) kosten, die sie alleine nicht aufbringen können.

Wir wollen diese armen und einsamen Frauen bei der Bewältigung ihrer täglichen Bedürfnisse unterstützen. Mit Ihrer Hilfe können wir ihre Not lindern und ihnen Gottes Trost zusprechen. Möge Gott Ihnen Ihre Nächstenliebe reichlich vergelten!


Projekt Nr. 1804, „Drei Schwestern”

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Armenien
Leben mit der Angst vor weiteren Krankheiten und vor der Obdachlosigkeit
Die Invalidenrente für den behinderten Edgar reicht noch nicht einmal für den monatlichen Windelbedarf

Gohar hat keine Kraft und keine Hoffnung mehr. Sie kämpft aufopfernd für ihren behinderten Sohn Edgar, kann ihm jedoch ausser tiefer Liebe fast nichts geben. Die Familie ist so arm, dass sie die Medikamente, Lebensmittel und Windeln nicht bezahlen kann. Nun droht ihr ein Leben auf der Strasse.

Erst einen Monat lang ist Edgar auf der Welt, da wird er plötzlich von Krampfanfällen geschüttelt. In der Kinderklinik der Schock: Edgar leidet an einer frühkindlichen Hirnschädigung. Aussicht auf Heilung besteht nicht. Bis heute ist er schwer behindert.

Die Motorik des Jungen ist stark gestört, Krankengymnastik und Physiotherapien können nur wenig Linderung verschaffen. Immer wieder kratzt sich der heute 13-Jährige das Gesicht wund oder beisst sich in die Hände. Er kann weder richtig gehen noch stehen oder sprechen. Edgar benötigt ständige Betreuung. Er trägt stets Windeln. Um ihn sauber zu halten, muss ihn Gohar jeden Tag baden. Aber im Haus gibt es kein warmes Wasser. Gohar muss jedesmal Wasser in einem grossen Topf auf dem Herd erhitzen. In der Nacht schläft der Junge bei seiner Mutter. Doch sein Schlaf ist stets unruhig, er wälzt sich von einer Seite auf die andere. Seine Mutter ist mit ihren Kräften am Ende. Zwar hilft Edgars grosser Bruder Harutjun wo er kann, doch er hat plötzlich stark zugenommen und scheint an einer Hormonstörung erkrankt zu sein. Genau weiss man das nicht, weil das Geld für eine Untersuchung fehlt. Er trägt seinen kleinen Bruder oft ins Freie, erzählt ihm Geschichten, füttert ihn.

Im Wohnzimmer: Mutter Gohar mit ihrem behinderten Sohn Edgar.
Dessen Bruder Harutjun (links) hilft bei der Pflege nach Kräften mit, ist aber selbst nicht gesund.


Das Kinderbett, in dem Edgar tagsüber oft liegt, ist längst viel zu klein.


Seit Gohars Mann Arsen mit seinem eigenen Geschäft scheiterte und es aufgeben musste, hat sich die Lage der Familie drastisch verschlimmert. Erst verkaufte Arsen das Haus, um seine Schulden begleichen zu können, dann lieh er sich Geld von der Bank. Auf einem Stück Land vor dem Haus seiner Grossmutter, wo die Familie heute lebt, wollte er Landwirtschaft betreiben. Doch die Ernte war noch nicht eingefahren, da war bereits klar, dass der Ertrag nicht reichen wird, um den Kredit zu tilgen. Arsen aber hatte das Haus seiner Grossmutter als Sicherheit eingesetzt und nun steht die Familie vor dem Nichts. Die monatliche Invalidenrente von nur 18 000 Dram (42 Franken / 35 Euro), die sie für Edgars Pflege erhält, reicht nicht einmal, um den monatlichen Bedarf an Windeln für Edgar zu decken.

Nun ist Arsen nach Russland gegangen und hofft, dort schnell Arbeit zu finden. Denn im Moment können die Kinder nicht behandelt werden und Edgars epileptische Anfälle werden häufiger. „Ich könnte ihn nie weggeben. Für mich kam es auch nie in Frage. Niemand kann meinem Sohn die gleiche Liebe geben, wie wir es in der Familie tun“, berichtet Gohar unter Tränen. Mittlerweile weiss sie nicht einmal mehr, wie sie das tägliche Essen bezahlen soll.

Mit Ihrer Unterstützung kann Diaconia die Lebensumstände dieser Familie grundlegend verbessern. Bitte schliessen Sie Edgar auch in Ihre Gebete ein!


Projekt Nr. 1805, „Nothilfe Edgar”

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Armenien
Zehn Menschen hausen in einer zerfallenden Lehmhütte
Die Lösung für ein besseres Leben wird ihnen jeden Tag vor Augen geführt und ist doch unerreichbar

Die vierjährige Elena nennt die Namen ihrer älteren Schwestern und zählt mit den Fingern mit: Sjuzanna, Ruzanna, Mariam, Gajane, Anna... Sieben Schwestern hat sie. Dann fügt sie hinzu: „Aber sie müssen auf dem Boden schlafen, weil wir nicht genug Betten haben.“ Selbst die Kleinste in der Kinderschar der Familie weiss bereits, was es heisst, in Armut aufzuwachsen.

Josef Karapetian und seine Familie wohnen im Dorf Majisjan. Josef ist Kriegsveteran, hat am Berg-Karabach-Krieg teilgenommen. Der Kampf gegen Armut und Not aber sei viel schwerer als der Kampf während des Krieges, betont er. Zu zehnt leben er, seine Frau Taguhi und die acht Töchter in einer kleinen Lehmhütte, die aus nichts weiter als einem Vorraum und einem Schlafzimmer besteht. Es gibt keinen Boden, das Dach ist kaputt, die Fenster sind mit Plastikfolien überzogen und die Wände voller Risse und Löcher. „In unserem Fall ist es nicht unbedingt nötig, durch die Fenster nach aussen zu sehen“, scherzen die Kinder, „durch die Löcher in der Wand können wir das auch machen“.

Hinter dem kleinen Feld der Familie steht das halb fertiggestellte Haus, von dem alle träumen.


Im Vorraum der Lehmhütte verbringt Familie Karapetian die meiste Zeit gemeinsam.


In dem einzigen Zimmer der Hütte sollen Plastikfolien an den Fenstern vor Regen schützen.


Trotz der schwierigen Verhältnisse sind die Schwestern voller Zuversicht. Sie haben sogar noch mehr Mitbewohner entdeckt: Ein Schwalbenpaar hat unter dem Dach ein Nest gebaut. „Jetzt wachen wir früh am Morgen vom Gezwitscher der Vögel auf“, scherzt Taguhi. Die Mutter von acht Töchtern ist gerade einmal 40 Jahre alt, aber Kummer und Sorgen haben sie altern, das Haar ergrauen lassen. Über ihre Probleme zu sprechen fällt ihr nicht leicht. Mehrmals hält sie inne, weint. Elena wischt ihrer Mutter die Tränen aus dem Gesicht. Nach der Heirat, erzählt sie, habe sie fast vier Jahre lang mit ihrem Mann in einem Zelt gelebt. Die Gemeinde habe ihnen schliesslich diese Hütte gegeben. An manchen Tagen gibt es nichts zu essen. Die Kinder müssen oft in Wasser eingeweichtes trockenes Brot verzehren. Aber entmutigen lassen möchte sie sich nicht. Halt findet Taguhi vor allem in ihrem christlichen Glauben und den täglichen Gebeten.

Immerhin einen kleinen Fortschritt konnte die Familie verzeichnen: Nach fünf Jahren harter gemeinsamer Arbeit konnte sie einen 25 Meter tiefen Brunnen in Betrieb nehmen. Das ermöglicht es Josef, endlich das wenige Land vor ihrem Haus wieder richtig zu bewirtschaften. Tomaten und Kartoffeln hat er im Frühling bereits gepflanzt. Nächstes Jahr möchte er die vertrockneten Obstbäume durch neue Pflanzen ersetzen.

Trotz der grossen Armut lebt die Familie in Liebe und Harmonie. Die älteren Schwestern sorgen für die Kleineren und helfen der Mutter im Haushalt.

Aber der Kampf gegen den Schimmel ist aussichtslos. Die wenigen Sachen, die die Familie besitzt, gehen in der Feuchtigkeit kaputt. Kühlschrank und Herd sind es bereits. Doch auf dem Nachbargrundstück steht ein halb fertig gebautes Steinhaus zum Verkauf. „Wenn wir nur dieses Haus kaufen und vollenden könnten. Das wäre eine Rettung für uns. Ich bange um die Gesundheit meiner Kinder“, sagt Josef.

Mit Ihrer Hilfe kann der Lebenstraum der Familie in Erfüllung gehen. Diaconia bittet deshalb herzlich um Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben.


Projekt Nr. 1806, „Unterkunft Familie Karapetian”

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Albanien
Elfjähriger kommt vor Schmerzen oft nicht mehr aus dem Bett
Pashko ist erblindet — Seine Frau Taze verliert allmählich jede Hoffnung — Grosse Sorgen um kranke Kinder

In den Ecken des Zimmers stehen drei improvisierte Betten. Ein paar Lumpen dienen als Decken. Richtige Möbel wie einen Schrank für Kleider und die Lebensmittel gibt es genauso wenig wie einen Tisch für das gemeinsame Essen. Es riecht feucht in dem kleinen Haus in der albanischen Stadt Shkoder. „Meine Tage erscheinen mir oft hoffnungslos. Ich trage allein die Last für meinen blinden Mann und unsere beiden Kinder zu sorgen“, erzählt Mutter Taze.

Alles, was das Haus betrifft, ist ihre Aufgabe, denn sowohl ihr Sohn Kristian (11) als auch ihre Tochter Rovena (7) sind krank. Sie können ihr bei der Erledigung der täglichen Pflichten nicht helfen. Zeit, um arbeiten zu gehen, bleibt der 47-Jährigen bei all dem nicht, und so fristet die Familie ein Leben in bitterster Armut. Nur die Invalidenrente ihres Mannes Pashko schafft ein wenig Erleichterung. Aber die reicht oft nicht mal für Medikamente und Nahrung.

Die Not schweisst die Familie zusammen, aber mit der immer grösser werdenden Hoffnungs-losigkeit muss jeder für sich klar kommen: Taze, Rovena, Pashko und Kristian Lleshaj in ihrem verfallenden Haus.


42 Jahre war Pashko alt, als er auf einem Auge erblindete. Nach und nach verlor auch sein zweites Auge die Sehkraft. Mit 68 war er ganz blind.

„Auch wenn ich einen starken Willen besitze, war dies eine sehr schwere Zeit, voller Schmerz und tiefer Sorge. Freunde und Verwandte unterstützten mich, und für viele Jahre hatte ich die Hoffnung, dass mein Augenlicht zurückkehren würde“, berichtet er. Doch seine Hoffnung erfüllte sich nicht. Dass er erblindet ist, liege am Augendruck, sagen die Ärzte. Wenn er noch einmal gründlich untersucht werden würde, könnte daran vielleicht etwas geändert werden. Aber dafür fehlen der Familie die nötigen Mittel. Ohnehin sorgt sich Pashko weniger um sein eigenes Wohlergehen als um das seiner Kinder. Das marode Haus, in das Feuchtigkeit und Kälte eindringen, macht vor allem seinem rheumakranken Sohn Kristian zu schaffen. Oft machen es ihm die Schmerzen unmöglich, in die Schule zu gehen, so dass er viel Lehrstoff verpasst. Im Winter verschlimmert die Kälte die Schmerzen noch, so dass der Elfjährige manchmal vor lauter Schmerzen nicht aus dem Bett kommt.

Jahre ist es her, da hatte Pashko damit begonnen, ein zusätzliches Zimmer und eine Toilette an das alte Haus anzubauen. Seine Erblindung hat verhindert, dass er damit jemals fertig geworden ist. Dabei wünscht er sich nichts mehr, als dass seine Kinder in einem trockenen und warmen Haus aufwachsen können. In einem Heim, das sie nicht immer wieder krank werden lässt. „Das Haus und die wenigen Möbel, die wir haben, sind so alt und marode, dass jeden Tag die Gefahr besteht, dass alles zusammenbricht”, berichtet Taze resigniert.

Diaconia möchte Familie Lleshaj gerne helfen, damit die Kinder von Pashko und Taze behandelt werden und neue Hoffnung einziehen kann. Gott segne Sie für Ihre Hilfe!


Projekt Nr. 1807, „Hoffnung für Familie Lleshaj“

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Nepal
Katastrophen-Alltag auf dem Dach der Welt
Immer wieder kommt es in dem armen Himalaya-Staat zu verheerenden Unfällen — Leiter christlicher Heime bitten um Gebet

Immer wieder sind es schreckliche Unglücke, die den armen Himalaya-Staat Nepal weltweit in die Schlagzeilen bringen. In den vergangenen Wochen waren es ein Flugzeugabsturz und eine Lawinenkatastrophe. Angesichts der ständigen Gefahren durch Unfälle und Gewaltkriminalität bitten die Leiter der drei christlichen Kinderheime, die Diaconia in Nepal unterstützt, um Gebet für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Schützlinge.

Ein Zusammenstoss mit einem Adler war nach offiziellen Angaben die Ursache für den Flugzeugabsturz, bei dem 19 Menschen starben. Die Maschine der Sita Air sei kurz nach dem Start mit dem Vogel kollidiert, teilten die nepalesischen Behörden mit.

Sie wachsen in einem gefährlichen Land auf: Kinder in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.


Am „Todesberg“ Mont Manaslu wurde eine internationale Bergsteigergruppe von einer nächtlichen Lawine überrascht. Die Opfer wurden mitgerissen und unter den Schneemassen begraben. Mindestens acht Menschen starben, fünf weitere wurden vermisst. Mitglieder der Gruppe seien von den Schneemassen am achthöchsten Berg der Erde bis zu 300 Höhenmeter weit mitgerissen worden, hiess es.

Auch die Strassen in Nepal sind extrem gefährlich. Das schlimmste Unglück der vergangenen Monate ereignete sich im September: Mindestens 28 Businsassen wurden im Westen des Landes getötet. Nach Angaben der Polizei kam das Fahrzeug im Distrikt Kalikot von der Strasse ab und stürzte 300 Meter tief in ein Flussbett.

Ein Problem für nepalesische Kinder ist neben der Unfallgefahr die ständige Bedrohung durch Kriminelle. Räuber und Sexualtäter sind gefürchtet, sowohl in den Städten als auch auf dem Land. Die drei christlichen Kinderheime sind dagegen sichere Einrichtungen, in denen die Kinder — darunter viele traumatisierte Waisen — ruhig schlafen können. Doch die Lebenshaltungskosten in Nepal sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Nur mit Ihrer Hilfe können die Kinder mit Nahrung, Kleidung, Bibeln und Schulmaterial versorgt werden. Die Heimleiter danken allen Unterstützern sehr herzlich!


Projekt Nr. 1808, „Nepalhilfe”

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