Report
Ausgabe 11, November 2013


Armenien
Ein würdiges Zuhause für Lena
Brand verwüstet alles — Seniorin lebt unter erbärmlichen Umständen

Lena Sahakian (78) lebt in bitterster Armut. Das Haus ist marode und droht, ihr über dem Kopf zusammenzu-stürzen. Sie schläft auf einer Matratze und muss im Freien kochen. Von ihrer Rente kann sie kaum leben.

Das Leben und die Sorgen haben tiefe Furchen in Lenas Gesicht gegraben.

Das Haus ist nach dem Brand nur notdürftig zusammengeflickt. Unter dem Vordach muss Lena kochen.

Armenische Senioren sind oft einsam, krank und unterernährt, und im Winter droht ihnen der Kältetod. Auch Lena Sahakian hat schon bessere Tage gesehen. Die Frau aus Jerewan heiratete mit 19 Jahren und zog zu ihrem Ehemann in die Stadt Ashtarak. Nach 13 Jahren liess sich der Mann wegen ihrer Kinderlosigkeit scheiden. So kehrte Lena in ihr Elternhaus zurück. „Ich arbeitete als Verkäuferin und mein Vater als Fahrer. Wir führten ein sorgenfreies Leben. Dann heiratete ich zum zweiten Mal, einen Witwer, der zwei Söhne hatte“, erzählt sie.
Mit Ghora lebte sie 20 Jahre glücklich zusammen. Als ihr Mann und sie in den herausfordernden 1990er Jahren arbeitslos wurden, verkaufte sie, um die Kinder vor Hunger und Kälte zu schützen, einen Teil ihres Elternhauses. Im Jahr 2000 starb Ghora bei einem Verkehrsunfall. Kurz danach verliessen auch seine Söhne Lena und gingen ins Ausland. „Anfangs riefen sie mich ab und zu an, ein paar Mal haben sie mir auch etwas Geld geschickt. Seit über zehn Jahren habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Ich bete jeden Abend für ihr Wohl. Gott sei Dank bin ich gesund. Nur die Füsse tun manchmal weh.“

Lena hielt sich mit dem Verkauf alter Kleidung und von Hühnereiern über Wasser. Doch im Frühling 2013 wütete ein Feuer in ihrem Haus. Nun ist eine Hälfte unbewohnbar, Küche und Bad wurden vernichtet. Jetzt kocht die 78-Jährige draussen und badet in einem Becken, in dem das Wasser tagsüber von der Sonne erwärmt wird.
Niemand stand der alten Frau nach dem Brand zur Seite. Sie verkaufte die Hühner und liess einen Teil des Daches renovieren. Auch die Telefonleitung wurde beim Brand beschädigt.

Die alte Frau fristet ihr Dasein in unvorstellbarem Elend. Sie schläft auf einer Matratze auf dem Boden, und die übriggebliebene alte Kleidung bewahrt Lena auf, um sie im Winter im Ofen zu verheizen — Brennholz kann sie sich nicht leisten. Sie fürchtet sich vor dem nahenden Winter.

Die Geschichte der alten Frau hat uns sehr berührt. Bitte helfen Sie uns, noch vor dem Winter die Not dieser armen Frau zu lindern und ihr Hoffnung zu schenken.

Projekt Nr. 1931, "Würdiges Zuhause für Lena"

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Rumänien
Ein neues Heim für Familie Lazar
Weitere Häuser in Cristian sind bezugsfertig

Endlich ankommen, sich auf Dauer niederlassen, ein Heim bewohnen und zur Ruhe kommen, das wünschen sich Lucian, Mihaela und ihre drei Kinder. Schon fünfmal sind sie in der vergangenen Zeit umgezogen. Doch jetzt können sie endlich sesshaft werden.

Lucian (37) und Mihaela (33) Lazar sind seit acht Jahren verheiratet. Ihre Liebe wurde von drei Kindern gekrönt: Olivia (6), Ruben (4) und Filip (2). Schon allein ihrer Kinder wegen wünschen sie sich Stetigkeit im Leben.

Im Hof ihrer jetzigen Wohnung lauern viele Gefahren für die Kinder.

Als sich die beiden kennenlernten, lebten sie in einem kleinen Raum. Als die Kinder kamen, zogen sie in einen grösseren Raum und anschliessend in eine Wohnung. Jetzt leben sie auf einem Gelände, auf dem weitere zehn Familien wohnen. Lucian ist handwerklich sehr begabt, und so machte er aus einer ungenutzten Halle mit eigenen Händen zwei Räume, Bad und Küche. Alles ist sauber und – soweit möglich – liebevoll gestaltet. Aber es täuscht nicht darüber hinweg, dass die Familie in Armut und unter schlechten Bedingungen lebt: Eine grosse, hölzerne Kabelrolle dient als Tisch, und im Hof stapeln sich Holzpaletten und andere Materialien, die man als Brennstoff oder Baumaterial nutzen könnte. Hier spielen die Kinder und sind dabei grossen Gefahren ausgesetzt.

Lucian und Mihaela lieben ihre Kinder und versuchen, ihnen das Bestmögliche zu geben. Doch ihnen ist bewusst, dass dieses Gelände kein Ort ist, an dem ihre Kinder auf Dauer glücklich werden können. Zudem wird der Platz knapp, denn die Kleinen wachsen. Schon bald können sich die Sorgen der Familie in Wohlgefallen auflösen, wenn sie ein Haus in Cristian, dem Nachbardorf von Brasov, beziehen. „Ein grosser Moment für uns“, freut sich Mihaela Lazar. „Endlich können wir sesshaft werden und unsere Kinder in einer guten Umgebung grossziehen.“

Tochter Olivia wurde kürzlich in Cristian eingeschult. Auch die beiden Jüngeren werden ihr irgendwann folgen. Das freut die Eltern, denn so kommt auch Beständigkeit ins Leben der Kinder: „Das ist eine unerwartete Chance für uns. Wir haben gemeinsam mit den Kindern immer wieder für ein Haus gebetet. Jetzt sind unsere Gebete erhört worden. Vielen Dank.“

Bereits im vergangenen Jahr wurden in Cristian durch die Zusammenarbeit von „Habitat for Humanity“, Vodafone und Diaconia Romania zwei Doppelhäuser gebaut und im Winter 2012/13 bezogen. Nun entstanden dort, in Zusammenarbeit von Vodafone und Diaconia, zwei weitere Häuser. Erneut kamen viele Freiwillige und packten mit an, damit gemeinsam Familien wie Lucian und Mihaela Lazar mit ihren drei Kindern langfristig geholfen werden kann.

Lassen auch Sie sich von diesem Projekt begeistern, und unterstützen Sie die gesicherte Zukunft Benachteiligter durch Ihren Beitrag.

Projekt Nr. 1932, "Hausbau Christian"

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Rumänien
Ein warmes Zuhause für den kalten Winter
Schwangere 21-Jährige mit ihren Kindern auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Mann

Der Winter steht vor der Tür. Ana Haidu und ihre kleinen Kinder wissen nicht wohin. Das Baby, das sie im Dezember erwartet, wird in eine ungewisse Zukunft und absolute Armut geboren. Anas grösste Sorge ist, ob sie bis dahin ein Obdach gefunden haben.

Die junge Frau ist verzweifelt. Verzweifelt und bedürftig. Die 21-Jährige hat in ihrem Leben nicht viel Gutes erlebt. Sie ist das Resultat einer kurzen Beziehung ihrer Mutter, war schon bei der Geburt ungeliebt und wurde sofort zur Grossmutter abgeschoben. Die alte Frau versuchte alles, um für das Mädchen da zu sein. Doch letztendlich lastete die fehlende Nestwärme und das Wissen darum, von Mutter und Vater verstossen worden zu sein, schwer auf dem Kind. Mehr als einmal stellte es sich die Frage: „Was habe ich falsch gemacht? Bin ich so abstossend, dass meine Mutter mich nicht wollte?“

Zum Schutz ihrer Kinder floh Ana vor ihrem gewalttätigen Ehemann.

Ein Dach über dem Kopf für ihre Kinder und sich, das wünscht sich die schwangere Ana sehnlichst.

Ana Haidu und ihren kleinen Kindern droht schon bald die Obdachlosigkeit.

Und dann war da dieser Junge. Der Star der Nachbarschaft, jedes Mädchen schwärmte für ihn. Dass seine Beliebtheit vor allem durch Brutalität erreicht wurde, wollte die damals 14-Jährige nicht sehen. Als er sich ihr zuwandte, war sie im siebten Himmel. All das, wonach sie sich so sehr gesehnt hatte, rückte in greifbare Nähe: ein Zuhause, Geborgenheit, Liebe und Kinder. Sie gab sich ihm hin.

Ana bekam zwei Kinder: Andreea (2,5 Jahre) und Kevin (1,5 Jahre) — aber sonst erfüllte sich keine ihrer Hoffnungen. Der Vater war faul und verantwortungslos. Er hing lieber mit seinen Freunden auf der Strasse herum und tyrannisierte die Nachbarschaft, statt sich um seine Familie zu kümmern. Ana musste ihren Job in einem Kinderbuchladen aufgeben. Eine Arbeit, die sie mit viel Freude und Talent ausgefüllt hatte. Doch mit den kleinen Kindern, ohne jegliche Unterstützung, war daran nicht mehr zu denken.

Ihre Situation wurde unhaltbar, als ihr Freund begann, sie zu demütigen und letztendlich sogar zu schlagen. „Ich musste da raus. Schon meinen Kindern zuliebe“, sagt sie. So floh sie zu ihrer Mutter, in der Hoffnung, sie würde ihr helfen. Doch die Mutter wollte ihr nicht helfen. Jetzt steht Ana auf der Strasse, mit zwei Kleinkindern und schwanger. Sie haben weder Kleidung noch Essen und auch kein Dach über dem Kopf. Kurzfristig sind sie bei Freunden untergekommen. Die kleine Familie lebt von 25 Franken (20 Euro) Kindergeld im Monat.

Wir möchten dieser jungen verzweifelten Mutter helfen, dass sie und ihre Kinder eine Zukunft haben und neuen Lebensmut bekommen. Die Zeit drängt, denn der Winter ist nicht mehr weit. Bitte unterstützen Sie Ana und ihre Kinder in dieser schweren Zeit.


Projekt Nr. 1933, "Ein Zuhause für Ana und ihre Kinder"

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Rumänien
Tischlerei für eine sichere Zukunft
Nicu Toader ist ein begabter Tischler — jetzt fehlt ihm noch die richtige Grundausstattung

Die Arbeit mit Holz ist Nicu Toaders (36) grosse Leidenschaft. Diese Freude und Fähigkeit könnte sogar den Lebensunterhalt seiner ganzen Familie sichern. Was ihm dazu jedoch noch fehlt, sind die notwendigen Werkzeuge und Maschinen.

Nicu Toader (36) ist ein talentierter und gewissenhafter Tischler. Das hat sich längst herumgesprochen. Und so könnte er noch viel mehr Aufträge erledigen, wenn er nur die richtigen Arbeitsgeräte hätte. Seine Leidenschaft fürs Holz entdeckte Nicu schon während seiner Schulzeit. Seine Familie war sehr arm, und Nicu musste schon früh etwas zum Familienunterhalt beitragen. „Ich habe fünf Jahre lang in einer Fabrik gearbeitet, die Wodka und Cognac abgefüllt hat. Es war schrecklich. Bis heute kann ich den Geruch von Alkohol nur schwer ertragen“, erzählt er. Halt gab ihm schon damals seine Frau. „Sie ist die Liebe meines Lebens“, sagt er.


Nicus Familie ist sehr stolz auf ihn.


Nicu ist bekannt für seine Sorgfalt und sein Geschick im Umgang mit Holz.

Als er den Alkoholgeruch gar nicht mehr aushalten konnte, suchte er sich eine neue Arbeitsstelle und fand sie in einer Tischlerei. „Das hat mir von Anfang an grosse Freude gemacht. Ich liebe den Geruch von Spänen und Harz, Holz fühlt sich so gut an und ist ein wunderbarer Werkstoff“, gerät er ins Schwärmen. Da machte es ihm überhaupt nichts mehr aus, in der Werkstatt zu arbeiten und zusätzlich noch zur Schule zu gehen.

Nach seinem Abschluss begann er eine Tischlerlehre in Ploiesti. Sein Lehrmeister war ein begnadeter Holzarbeiter und dazu noch gewissenhaft, genau und ehrlich. Von ihm lernte Nicu alles, was er für das Handwerk und für eine erfolgreiche Selbstständigkeit brauchte. „Für ihn war stets die Qualität wichtiger als die Quantität. Ein Grundsatz, den ich gerne übernommen habe.“ Noch heute ist Nicu seinem Lehrmeister für all das Wissen dankbar und war sich gewiss, dass er eines Tages seine eigene Tischlerei haben würde.

Doch zunächst musste er für ein Jahr zum Militär. Danach begann er mit ganz bescheidenen Mitteln, seinen Traum zu verwirklichen. Sein erster Kunde war so begeistert von der Qualität seiner Arbeit, dass er Nicu weiterempfahl. So folgte ein Auftrag nach dem anderen. Immer, wenn ein wenig Geld übrig war, kaufte sich Nicu ein neues Werkzeug. Wie gerne würde er mehr Aufträge annehmen und sogar Leute einstellen. Aber dazu fehlt es an der Ausstattung. Der gläubige Christ betet täglich, dass Gott ihm Hilfe schickt.

Bitte helfen Sie Nicu Toader, seine Werkstatt auf solide Beine zu stellen und ihm die Möglichkeit zu geben, für die Zukunft seiner Familie und anderer Sorge zu tragen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 1934, "Tischlerei für Nicu"

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Armenien
Mamikon will wieder laufen
17-jährigem vielversprechendem Sportler werden bei Unfall beide Beine gebrochen

Er träumte von einer Karriere als Volleyballspieler, hatte Talent und gute Schulnoten. Mamikon Ghaletschian hoffte, als erfolgreicher Sportler seine Familie unterstützen zu können. Nun liegt er mit gebrochenen Beinen im Krankenhaus und wird vielleicht nie wieder richtig laufen können, denn die Familie hat kein Geld für die teuren Operationen.

Mamikon Ghaletschian ist das dritte Kind einer kinderreichen Bauernfamilie und hat fünf Geschwister. Er ist eines von vier Diaconia-Patenkindern aus dieser Familie. Die Familie lebt im Grenzdorf Wahan. Vater Misak ist Kriegsinvalide, er verlor ein Auge. Trotz seiner Einschränkung diente er bis zuletzt für sein Land in der Armee. Die Bauern in Armenien haben es nicht leicht. Besonders in den Grenzdörfern ist die Lage katastrophal. Mit Landwirtschaft können die Bauern ihren Lebensunterhalt kaum verdienen.

Seine Eltern kümmern sich um Mamikon. Doch die Busfahrten zum Krankenhaus können sie sich eigentlich gar nicht leisten.

Zwei komplizierte Beinbrüche zerstörten die Pläne von Mamikon. Ohne Operationen hat er keine Chance, jemals wieder laufen zu können.


Trotzdem sind alle sechs Kinder der Familie erfolgreich in Schule und Studium: Die Älteste machte ihren Abschluss an der Staatlichen Universität in Soziologie mit ausgezeichneten Noten und darf jetzt gebührenfrei weite-rstudieren. Die zweite Tochter studiert am Pädagogischen Institut. Die drei jüngeren Kinder besuchen noch die Schule. Für Misak ist die Ausbildung und Unterstützung seiner Kinder sehr wichtig. Für Mamikon hatte er grosse Hoffnungen, doch der ist jetzt ans Krankenbett gefesselt.

Anfang September reparierte Misak das alte Fahrzeug eines Nachbarn. Mamikon und einige Dorfbewohner halfen ihm dabei. „Wir hatten das Auto senkrecht auf die Seite gestellt. Damit es nicht stürzte, stellten wir eine Holztonne darunter. Nach Beendigung der Reparaturen versuchten wir, das Auto wieder langsam auf die Räder zu stellen. Dabei stürzte das Fahrzeug auf Mamikons Beine“, erzählt Misak mit gebrochener Stimme. Ihm stehen Tränen in den Augen. Er hat schwere Schuldgefühle. Mamikon liegt in Jerewan im Krankenhaus und hat starke Schmerzen. Ihm stehen komplizierte Operationen an beiden Beinen und der lange Weg der Heilung und Rehabilitation bevor. Das kostet eine Menge Geld. Die Familie muss für das gesamte Operationsmaterial sowie den chirurgischen Eingriff aufkommen. Auch Medikamente und Verbandsmaterial müssen bezahlt werden. Die Familie hat keine Ersparnisse und kann sich das Geld auch nicht leihen. Durch die Besuchsfahrten mit dem Bus sind der Familie bereits immense Fahrtkosten entstanden. Ohne finanzielle Unterstützung wird Mamikon ohne Operation aus dem Krankenhaus entlassen werden und nie mehr richtig laufen können.

Misak weiss weder ein noch aus. Er besitzt nur eine Kuh und zwei Schafe. Wenn er diese verkaufen muss, um die Behandlung seines Sohnes zu finanzieren, steht die Grossfamilie vor dem Nichts. Denn die Kuh liefert im Winter Milch und Käse. Bitte unterstützen Sie Mamikon durch Gebete und finanzielle Hilfe. Gott segne Sie reichlich dafür.


Projekt Nr. 1935, "Beinoperationen Mamikon"

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BLICKPUNKT


Armenien
BAZ-Computerkurse ermöglichen berufliche Zukunft

Auch in Armenien ist es, unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, ein Muss, über Computerwissen zu verfügen. Im BAZ werden solche Kurse für junge Menschen angeboten.

Am 14. August 2013 war es so weit: Zwölf Lehrlinge des PC-Ausbildungskurses bekamen ihre Diplome ausgehändigt. Die Lehrerin Anna Aghajanyan hielt, im Auftrag aller Absolventen, eine kurze Ansprache. Nachfolgend Auszüge daraus: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste. Die vergangenen Monate waren erfüllt von Freundlichkeit und gutem Unterricht. Neben dem Wissen wurden uns auch Wert und Annahme für jeden Einzelnen vermittelt. Zuerst möchten wir Sargis Svaryan, dem Direktor des BAZ, für diese einmaligen Projekte, die nachhaltige Veränderung in unser Leben bringen, danken. Besonderer Dank gilt Anna, unserer Lehrerin, für ihre Geduld und ihren interessanten Unterricht. Sie wurde uns allen eine gute Freundin und Beraterin. Wir danken auch allen, die wir hier nicht namentlich nennen können, die uns jedoch vom ersten Tag an unterstützt haben und uns zur Seite standen. Auch den Spendern in der Schweiz und in Deutschland, die diese Arbeit möglich machen, danken wir von Herzen. Möge Gott Sie alle Ihr Leben lang segnen und beschützen.“


Die Absolventen des Computerkurses, August 2013.

Projekt Nr. 1936, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Taxifahrt in den Tod
Familienvater verunglückt auf dem Heimweg und hinterlässt Frau und Kinder

Es war mitten in der Nacht, als Hasmik Safarian durch heftiges Klopfen aus dem Schlaf gerissen wurde. Vor der Tür standen Polizisten, die der jungen Frau mitteilten, dass ihr Mann Wahan bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Eine kurze Nachricht, die das Leben der gesamten Familie schlagartig veränderte.

Hasmik ist verzweifelt, denn ihr und ihren Töchtern droht die Obdachlosigkeit.

Ein Bild von Wahan ist alles, was geblieben ist.

Hasmik, ihre Schwiegermutter und ihre Kinder sind unverschuldet in Not geraten.

Auf Grund des plötzlichen Unfalltodes ihres Mannes Wahan muss Hasmik nun alleine für ihre zwei Mädchen sorgen. Der Alltag ist hart. Die Familie ist hoch verschuldet, ihr droht der Verlust der Wohnung. Wahans Mutter Melita ist tief erschüttert und kann den Tod ihres einzigen Sohnes noch gar nicht fassen.

Seit März dieses Jahres fuhr Wahan bis spät in die Nacht Taxi, um die Familie zu ernähren. Seine Ausbildung brach er im Alter von 19 Jahren ab, da sein Vater starb. Er musste nun alleine für seine Familie sorgen.

Wahan war ein liebevoller Ehemann und Vater. Bald kam der erste Schicksalsschlag: Melita erkrankte an Brustkrebs. Wahan nahm einen Kredit bei der Bank auf, um Operation, Chemotherapie und die teuren Medikamente zu bezahlen. Das Leben seiner Mutter wurde gerettet, doch der Schuldenberg wuchs unaufhörlich weiter.

Danach beschloss Wahan, gemeinsam mit einem Freund eine kleine Werkstatt zu eröffnen und Möbel herzustellen. Er nahm den zweiten Kredit auf und verpfändete dafür die Wohnung. Zunächst lief alles gut; dann aber ging sein Geschäftspartner in der Wirtschaftskrise in Konkurs. So musste Wahan die Werkstatt schliessen und begann, Taxi zu fahren. „An jenem verhängnisvollen Tag rief er mich gegen 1 Uhr an. Er war hungrig und auf dem Weg nach Hause. Er fragte, was ich gekocht hätte. Das war unser letztes Gespräch“, erzählt Hasmik. Wahans Taxi kollidierte in jener Nacht mit einem entgegenkommenden Auto. Jede Hilfe kam zu spät, er erlag seinen schweren Verletzungen am Unfallort.

Die Situation ist dramatisch. Mutter und Kinder könnten bald obdachlos werden, denn der Kredit muss noch zwei Jahre lang abbezahlt werden. Hasmik hat alleine keine Chance, die Schuldenlast zu tilgen und ihre Kinder zu versorgen.

Diese Familie, die unverschuldet in die Krise geraten ist, benötigt dringend Ihre Hilfe. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1937, "Hilfe für Hasmik und ihre Töchter"

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Albanien
Mit Giftschlangen unter einem Dach
Zehnjähriges Mädchen wird während des Schlafs gebissen und lebt in Angst

Einen Biss hat Donatela Ruci bereits überlebt. Ob eine solche Begegnung ein zweites Mal wieder so glimpflich ausgehen würde, ist nicht sicher. Nur eines ist gewiss: In diesem Haus fühlen sich die Schlangen sehr wohl.

Die zehnjährige Donatela lebt mit ihren Eltern Nikolin (33) und Drita (32) und ihrem Bruder Elidon (8) in einem unfertigen Haus. Vor acht Jahren errichteten die Eltern aus Steinblöcken das Gebäude in einem Vorort von Bardhaj. Die Steine sind nicht verputzt, es gibt weder Strom noch einen Wasseranschluss. Im Sommer ist es im Haus heiss und feucht, im Winter eiskalt.

Nackte Wände und eine Toilette ohne Wasseranschluss – die Wohnbedingungen für Familie Ruci sind schlecht.

Donatela und ihr kleiner Bruder Elidon gehen gern zur Schule und nehmen dafür einen langen Fussmarsch in Kauf.

Mutter Drita kocht auf einer Gasflamme. Für den Ofen in der Mitte des Raumes fehlt dagegen oft das Brennholz.

Die Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit, die während des Sommers im Haus herrschen, ziehen die Schlangen an. Sie fühlen sich dort wohl und kriechen durch jede Ritze. So auch eines Nachts. „Wir hörten Donatela plötzlich schreien und liefen zu ihr. Wir sahen noch, wie sich die Schlange wieder verkroch. Ein grosses Tier, bestimmt zwei Meter lang“, erzählt Mutter Drita. „Ein weiteres Problem ist, dass wir so weit ausserhalb wohnen. Es gibt in der Nähe kein Krankenhaus!“ Gott sei Dank brachte ein Nachbar die Eltern und die weinende Donatela zur Notaufnahme; gerade noch rechtzeitig, um dem Mädchen das Leben zu retten.

„Ich erinnere mich, dass mein ganzer Körper schrecklich zitterte und schmerzte. Ich habe dann das Gegengift erhalten und durfte nach zwei Tagen wieder nach Hause“, erzählt Donatela, die seitdem grosse Angst davor hat, erneut gebissen zu werden. „Vor allem nachts habe ich Angst und schlafe ganz nah bei meinem Bruder, das beruhigt mich.“

In ihrem Ort wird sie nur noch „das Mädchen, das den Schlangenbiss überlebte“ genannt. Ein zweifelhafter Ruf, auf den Familie Ruci gerne verzichten würde. Mutter Drita versucht, auf dem kargen Land rund ums Haus ein wenig Gemüse zu ziehen. Vater Nikolin ist arbeitslos und hält die Familie mit seltenen Gelegenheitsjobs über Wasser.

Nun steht der Winter vor der Tür und damit ein weiteres Problem: Im Haus wird es eiskalt, und die Familie kann sich kein Brennholz leisten. Wenn Donatela und ihr Bruder aus der Schule kommen, die einen Fussmarsch von eineinhalb Stunden pro Weg entfernt ist, können sie sich noch nicht einmal richtig aufwärmen. „Ich wünsche mir, dass unser Haus so sicher wird, dass wir ohne Angst darin wohnen können. Im Sommer und im Winter“, sagt Donatela. Wir möchten dieser Familie gerne helfen und das Haus reparieren, damit Donatela wieder sicher spielen und schlafen kann. Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Projekt Nr. 1938, "Haus ohne Schlangen für Donetela"

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