Report
Ausgabe 11, November 2014


Armenien
Lebenshilfe für Hripsime
Unheilbar kranke Achtjährige benötigt dringend gesunde Nahrung

In einem armen Land wie Armenien trifft die Not kinderreiche Familien besonders hart. Viel Nachwuchs kostet auch viel Geld, Unterstützung vom Staat gibt es kaum. Wenn eines der Kinder zudem noch krank ist, gerät alles aus den Fugen.

Ani und Suren stammen aus sozial schwachen Familien und haben die Armut am eigenen Leib erfahren. Obwohl sie intelligent sind, mussten sie die Universität verlassen, ihre Eltern konnten die Studiengebühren nicht zahlen. Sie lernten sich während ihres Studiums kennen und heirateten 2003. „Wir wollten immer viele Kinder haben“, sagt Ani. Sie haben es nie bereut, dass sie sechs Kinder bekamen. 2004, 2006, 2010 und 2014 kamen die Töchter Ester, Hripsime, Anna und Elisabeth zur Welt, 2008 und 2012 die Söhne Sohrap und Daniel. Alle Kinder sind gesund, nur bei Hripsimes Geburt kam es zu Komplikationen. Zudem leidet sie an Thrombozytopenie, was bei ihr im Alter von fünf Jahren festgestellt wurde. Dieser Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut ist chronisch, unheilbar und lebensgefährlich. Zu den typischen Symptomen zählen Hautblutungen in der Unterhaut, blaue Flecken sowie Nasenbluten und eine ohnehin hohe Blutungsneigung.

„Hripsime erlitt bei ihrer Geburt einen Sauerstoffmangel, der zu irreversiblen Hirnschäden führte. Sie ist deshalb entwicklungs-verzögert“, berichtet Vater Suren. Suren und Ani sind völlig verzweifelt. Hripsime muss ständig ärztlich überwacht werden.
„Da ist immer diese Angst vor inneren Blutungen, bis hin zu einer Hirnblutung. Sie darf nicht hinfallen und sich möglichst nicht

Die Wohnung ist stark sanierungsbedürftig.

Hripsime (3.v.r.) ist ein stilles Mädchen, das aufpassen muss, das es sich nicht verletzt.

Die Grossfamilie hat Unterschlupf bei den Tanten gefunden.

verletzen. Sie könnte sterben.“ Blutungen hatte Hripsime zum Glück noch nicht. Doch im Laufe der vergangenen Monate haben sich die blauen Flecken an ihrem Körper stark vermehrt.

Für konstante Blutwerte braucht die Achtjährige neben den Medikamenten eine vitaminreiche und ausgewogene Kost mit Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch. „Wovon sollen wir das bezahlen?“, fragt Ani verzweifelt. Die Grossfamilie lebt bei Surens Tanten, die sie liebevoll aufgenommen haben. Ihre Wohnung ist zwar gross und hell, doch auch stark sanierungsbedürftig. Um die Wohnbedingungen zu verbessern, nahm Suren, der sich als Tagelöhner auf dem Bau durchschlägt, einen Kredit auf. Das Geld reichte aus, um die Fenster zu ersetzen und die Wände zu isolieren. Auch ein Heizkessel konnte installiert werden. Aber es gibt noch viel zu tun.

Diaconia möchte diese Familie regelmässig mit gesunden Lebensmitteln versorgen und die Renovierungsarbeiten weiterführen. Dazu bedarf es Ihrer Unterstützung, für die wir im Voraus herzlich danken. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 2263, "Lebenshilfe für Hripsime"

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Rumänien
Ein dichtes Dach für Familie Goga
Zita und Remus leben wegen der widrigen Wohnverhältnisse von ihrem Baby getrennt

Mit einem romantischen Blick in den nächtlichen Sternenhimmel hat das nichts zu tun. Dass Remus (22) und Zita (21) Goga in ihrer Hütte die Sterne sehen, liegt daran, dass im vergangenen Winter das Dach der armseligen Unterkunft eingebrochen ist.

Das junge Paar lebt mit zwei Kindern unter unvorstellbaren Bedingungen. Ihr drittes neugeborenes Baby kann gar nicht bei ihnen sein: Die kleine Holzhütte hat nicht einmal geschlossene Wände, der Boden besteht aus festgestampftem Lehm, und die Möblierung besteht nur aus einem einzigen Bett. Kein Ort für ein Baby. „Dabei wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass unser Baby bei uns ist“, sagt Zita mit feuchten Augen.

Die undichten Wände schützen nicht vor Wind und Wetter.

Das Haus ist unvollständig, deswegen müssen die Eltern auf ihr Baby und die Kinder auf ihr Geschwisterchen verzichten.

Festgestampfter Lehmboden und lückenhafte Holzwände — das Haus ist noch lange nicht fertig.

Diese Behausung ist kein Ort für ein Baby.

Remus stammt aus einer sehr armen Familie. Sein Vater liess seine Mutter mit sechs kleinen Kindern sitzen und nahm sich eine andere Frau. Remus ist bis heute noch voller Bitterkeit, wenn er an seinen Vater denkt. Obwohl er ein guter Schüler war, gab er die Schule mit 14 Jahren auf. „Es war einfach zu schlimm. Meine Mitschüler haben mich ständig gehänselt, weil ich kaputte Kleidung trug und weder Schulbrot noch Wasser mitbringen konnte. Ich habe mich so geschämt“, erzählt er. Also ging er nach Brasov, um zu arbeiten. Er fand einen Job in einer Autowaschanlage. Eine schwere Arbeit – vor allem im Winter. Wegen der nassen, kalten Arbeit unter freiem Himmel erkrankte Remus an Bronchialasthma und hatte schon mehrere Bandscheibenvorfälle.

Vom ersten Lohn (140 Franken /117 Euro) kaufte der damals 14-Jährige Medikamente für 110 Franken (92 Euro) für seine schwerkranken Grosseltern und etwas Kleidung für sich selbst. „Remus hat ein wirklich gutes Herz“, sagt auch seine Frau Zita. Die beiden lernten sich in einem Gemüseladen kennen. Damals hatte Remus falsche Freunde, doch seine Liebe zu Zita half ihm, auf Distanz zu ihnen zu gehen und ein ruhigeres Leben zu führen.

Heute lebt das junge Ehepaar auf einem kleinen Stück Land, das Remus von seiner Mutter bekam. Dort zimmerte Remus auch diese kleine Hütte, in der sie derzeit ohne Dach leben. Die Familie ist wirklich sehr arm. Es gibt kein Geld, um das zerstörte Dach zu reparieren. Eine kleine Ecke hat Remus überdachen können, für mehr reichen seine Mittel nicht aus. Die körperlichen Fähigkeiten und den Willen dazu aber hat der 22-Jährige.

Wir möchten der jungen Familie helfen und Remus die nötigen Materialien zur Verfügung stellen, damit er die Hütte zu einem Zuhause für seine Familie inklusive des Babys umgestalten kann. Bitte helfen auch Sie durch Spenden und Gebete. Vielen Dank.


Projekt Nr. 2264, "Ein dichtes Dach für Familie Goga"

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Rumänien
Bildung für alle — Hoffnung für die Zukunft
Vater Sebastian kann nur einen Teil seiner Kinder zur Schule schicken

Es ist eine Geschichte von Armut und Liebe: Liebe zwischen Eheleuten und Liebe zu den Kindern. Aber auch von Verzicht, Not und schlechten Chancen.

Sebastian Farkas (32) und seine Frau Ghionghi (37) leben mit ihren sieben Kindern Fabian (11), Costi Amador (10), Laurentiu (6), Marian Madalin (5), Radu (1), Romulus (19) und Loredana (15) in einem kleinen Dorf nahe Brasov. Mutter Ghionghi hatte ein hartes Leben. Sie war schon einmal verheiratet. Ihr damaliger Mann liess sie schwanger und mit ihren fünf Kindern sitzen. „Ich war völlig verzweifelt. Ich fühlte mich so minderwertig und wusste nicht, wie ich meine Kinder ernähren sollte“, erinnert sich die 37-Jährige an diese Zeit. „Ich hatte die Wahl, aufzugeben oder weiterzumachen und auf dem Boden zu bleiben, um meine Kinder grosszuziehen.“ Sie entschied sich für Letzteres, setzte alles daran, es zu schaffen und kämpfte wie eine Löwin, damit ihre Kinder aufwachsen konnten. „Oft hatten wir gar nichts oder nur ein paar gekochte Kartoffeln und einige Beeren aus dem Wald zum Essen. Es war schrecklich. Aber für meine Kinder hat sich der Kampf gelohnt.“

Die Jungen möchten gerne zur Schule gehen und lernen.


Ghionghi liebt ihre Kinder und ist bereit, alles für ihr Wohlergehen zu tun.


Der Ofen ist alt und muss dringend ersetzt werden.


Die Familie ist sehr arm, was man auch ihrem Haus ansieht.

Das imponierte auch Sebastian, und er folgte seinem Herzen und nahm Ghionghi, obwohl sie bereits sechs Kinder hatte, zur Frau. Inzwischen haben sie selbst weitere sechs Kinder. Die Familie hat ein hartes Leben. Das einzige sichere Einkommen ist das Kindergeld von 77 Franken (64 Euro). Sebastian geht jeden Morgen los, um Arbeit zu finden. Manchmal bekommt er einen kleinen Job. Dennoch ist sein Verdienst stets so gering, dass er hinten und vorne nicht reicht. Drei ihrer Kinder gehen zur Schule – die anderen vier müssen zu Hause bleiben, denn die Eltern können für sie weder Geld für Schulsachen, noch für angemessene Kleidung und Verpflegung aufbringen. „Dabei ist Bildung doch das Wichtigste. Wie sollen es unsere Kinder einmal besser haben, wenn sie nicht lernen können“, fragt Ghionghi verzweifelt. „Meine Frau und ich konnten nie zur Schule gehen, jetzt gibt uns niemand Arbeit. Dieses Schicksal möchte ich unseren Kindern so gerne ersparen“, ergänzt Sebastian.

Wir wollen die Familie unterstützen. Sie braucht zum einen einen neuen Ofen, zum anderen möchten wir sie für ein Jahr mit Nahrungsmitteln unterstützen. Sie benötigt Kleidung für alle Familienmitglieder und ein neues Fenster für das Haus. Und besonders wichtig: Allen Kindern soll ermöglicht werden, die Schule zu besuchen, zu lernen und so eine Chance auf ein besseres Leben zu bekommen. Bitte helfen Sie uns dabei, dieser Familie Hoffnung und Zukunft zu geben.


Projekt Nr. 2265, "Schulbildung für Sebastians Kinder"

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BLICKPUNKT


Armenien
Ein Fundament für die Zukunft

Seit dem 1. Oktober rattern die Nähmaschinen, brummen die Teigmaschinen und flimmern die Computer-bildschirme wieder. Die Räume sind gefüllt mit motivierten Lehrgangsteilnehmern, und die Gänge hallen von fröhlichem Lachen und Hoffnung wider.

Die neuen Lehrgänge in den Bereichen Bäckerei, Näherei, Fremdsprachen und Computer haben begonnen. Auch in der Bauausbildung wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Die Teilnehmer werden im BAZ angeleitet, Wände zu verputzen und zu streichen. Ihr Wissen können sie direkt vor Ort einsetzen.


Neben süssem Backwerk wird auch die Zubereitung von rustikalen Produkten erlernt.

Die Sommerpause war lang. Aber bei einer Aussentemperatur von durchschnittlich 40°C war die Pause sowohl nötig als auch willkommen. Nun ist man dankbar für die herbstlichen Temperaturen, fürchtet sich jedoch auch schon wieder vor der klirrenden Kälte des bevorstehenden Winters. Eine Teilnehmerin des Handarbeitskurses fasst es in Worte: „Ich bin froh, dass ich hier lernen darf, wie ich für mich und andere warme Kleidung, Mützen, Wollhandschuhe und Socken herstellen kann. So ausgestattet und vorbereitet kann der Winter kommen!“

Und der Winter wird kommen. Aber dank Ihrer Hilfe sehen ihm viele bedürftige Menschen, die durch die Lehrgänge im BAZ die Chance erhalten haben, vorzusorgen, gelassener entgegen.

Vielen Dank für alle Hilfe.

Wenn auch Sie diese wertvolle Arbeit unterstützen, bedanken wir uns herzlich dafür.

Projekt Nr. 2266, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Finanzielle Nothilfe für Hrant
Krankheit des Vaters stürzt Familie in hohe Schulden — Sohn verliess Schule

Noch vor ein paar Jahren war Familienvater Hrant Jeranosian ein starker und gesunder Mann, der liebevoll für seine Familie sorgte. 2012 erlitt er einen Herzinfarkt, der das Leben der ganzen Familie von einer Sekunde auf die andere veränderte.

Nach der Heirat wohnten Hrant und seine Frau Gjulnara im Keller des Hauses von Hrants Eltern. Ihr Wohnraum war dunkel und feucht. Die beiden Kinder wurden immer wieder krank. Also zog die Familie in eine Mietwohnung, die sie sich jedoch auf Dauer nicht leisten konnte. Hrants Verdienst als Taxifahrer reichte gerade so für die Lebensmittel. Die Verwandten hatten Mitleid und sammelten vor acht Jahren mühsam Geld zusammen, um ein einfaches Blechhäuschen zu kaufen, das die Familie auf ein kleines Stück Land neben dem Friedhof stellen konnte.


Sohn Johannes ist inzwischen bei der Armee und kann seine Familie nicht mehr unterstützen. Tochter Kristine geht noch zur Schule.


Verwandte sammelten für das kleine Blechhäuschen, in dem Hrant und seine Familie leben.

Das Unglück kam völlig unerwartet. Der 40-jährige Hrant sass am Steuer des Autos, als ihm plötzlich schlecht wurde. Er konnte gerade noch bremsen, dann fiel er in Ohnmacht. Er kam sofort ins Spital, wo ein Herzinfarkt diagnostiziert wurde. Die Ärzte konnten sein Leben retten, doch vollständig gesund wurde Hrant nicht mehr. Er verlor seine Arbeit. Die ohnehin angespannte finanzielle Lage der Familie verschärfte sich. Um seine Eltern zu unterstützen, gab ihr 16-jähriger Sohn Sargis sogar die Schule auf. Tagsüber arbeitete er in einem Warenhaus, in der Nacht las er Bücher und bereitete sich auf die Prüfungen an der Universität vor.

Nach sechs Monaten verschlechterte sich Hrants Zustand drastisch. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass seine Blutgefässe am Herzen verstopft waren und er schnellstmöglich operiert werden musste. „Ebenfalls in dieser Zeit lag meine Mutter im Sterben, sie war krebskrank. Und das Leben meines Mannes hing an einem seidenen Faden. Bei dem ganzen Stress musste ich mir auch noch Sorgen um die Krankenhauskosten machen“, erzählt Gjulnara. Nur mit Mühe kann sie ihre Tränen zurückhalten. Sie flehte alle Verwandten und Bekannten an, bettelte und machte Schulden, bis das nötige Geld für die Operation zusammengekommen war. Im Mai 2013 konnte Hrant operiert werden. Der Eingriff verlief optimal, doch Hrant kann nicht mehr arbeiten.

Seither arbeitet Gjulnara in den Häusern der Wohlhabenden: Sie putzt, wäscht, bügelt. Irgendwie will sie die Schulden zurückzahlen. Der Sohn kann ihr nicht mehr helfen — er wurde an der Universität angenommen und muss derzeit seinen Armeedienst leisten. Seine Schwester Kristine ist noch schulpflichtig und besucht die 11. Klasse. Die Familie steht vor einem riesigen Schuldenberg. Wir möchten der Familie helfen, damit sie so schnell wie möglich wieder sorgenfrei auf eigenen Beinen stehen kann.


Projekt Nr. 2267, "Finanzielle Nothilfe Familie Jeranosian"

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Armenien
Eine Chance für Osan
Frau des Diaconia-Mitarbeiters Rubik ist an Krebs erkrankt — Kosten unbezahlbar

Diaconia-Mitarbeiter Rubik Zakarian bangt um das Leben seiner Frau Osan. Bei ihr wurde Darmkrebs diagnos-tiziert. Die Behandlung ist mit hohen Kosten verbunden.

Rubik ist ein treuer Mitarbeiter von Diaconia in Jerewan. Seit vier Jahren arbeitet er als Wächter und hat sich in dieser Zeit als verantwortungsbewusst, pünktlich und geduldig erwiesen. Seit Jahren hat der 62-jährige Grossvater gesehen, wie armen und verzweifelten Menschen geholfen wird. Nun bittet er selbst um Hilfe.

Osan ist immer noch sehr schwach, könnte aber mit der nötigen Behandlung gesund werden.

Rubik hat kein leichtes Leben hinter sich. Als er von einem abgelegenen Dorf in die Hauptstadt zog, musste er sich zunächst alleine, ohne Unterkunft und Arbeit, durchschlagen. Dann machte er eine Ausbildung zum Elektriker und wurde als Strassenbahnfahrer eingestellt. 1979 lernte er seine Traumfrau Osan kennen. Drei Kinder wurden den beiden geboren: ein Sohn und zwei Töchter. Acht Jahre lang wohnte die Familie zur Miete, dann wurde ihr ein Zimmer in einem Wohnheim zur Verfügung gestellt. „Wir waren jung, wir standen auf der Warteliste, um eine Wohnung zu bekommen, doch die Wende kam unerwartet. Die Sowjetunion zerfiel, alle unsere Pläne wurden zunichte gemacht“, erinnert sich Rubik.

Auch Rubiks Frau hatte es in ihrem Leben schwer. Sie hat drei Kinder zur Welt gebracht, die sie in einem einzigen Raum ohne Bad und Toilette grossziehen musste. Der Sohn der Familie, Abraham (33), ging früh arbeiten. Wegen Geldmangels musste er sein Studium an der Universität abbrechen. Er fuhr nach Russland. Dort fand er eine Anstellung und konnte das Studium seiner Schwester finanzieren.

Ihre häufigen Erstickungsanfälle nahm Osan nicht besonders ernst. Sie dachte, das läge an einer Schilddrüsen-unterfunktion. Als sie schliesslich zum Arzt ging, wurde schnell klar: Mit ihrer Schilddrüse war alles in Ordnung, aber nicht mit ihrem Darm. Bei der folgenden Operation fand man einen bösartigen Tumor. Ein Teil ihres Darms musste entfernt werden.

Osan hat keine Metasthasenbildung, aber ihre Blutwerte sind schlecht. Deshalb muss sie sich einer Chemotherapie unterziehen. Noch vor wenigen Jahrzehnten war eine Krebsdiagnose in Armenien ein fast sicheres Todesurteil. Das hat sich geändert. Osan hat gute Heilungschancen. Ein Chemoblock kostet jedoch rund 15 000 Franken (12 500 Euro). Ein Betrag, der für die Familie unseres Mitarbeiters unbezahlbar ist.

Wir wollen Rubik und seiner Frau gerne helfen und ihr die weitere Behandlung ermöglichen. Bitte helfen Sie uns dabei durch Spenden und durch Gebete. Herzlichen Dank!


Projekt Nr. 2268, "Chemotherapie für Osan"

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Albanien
Liebe und Sicherheit für Geschwisterpaar
Anisa (10) und Leo (8) Petali suchen im Müll nach brauchbaren Sachen und Essen

Dies ist die Geschichte von Anisa (10) und Leo (8) Petali. Die beiden Geschwister leben mit ihrem Vater in einem kleinen Raum, der mit drei Quadratmetern nicht grösser als ein Hühnerstall ist. Die Kinder sind in grosser Not und brauchen dringend Hilfe.

Die Mutter verliess ihre Familie ohne ein Wort. In der Zeit, als die beiden Kleinen eigentlich besonders viel Liebe und Zuwendung gebraucht hätten, war sie nicht mehr da. Der Vater tut alles, um ihnen ein wenig Nestwärme zu geben. Doch die Lebensumstände der drei sind so hart, dass kaum Platz dafür bleibt. Der Vater ist Tagelöhner und verdient nicht genug, um seine Kinder regelmässig satt zu bekommen. An Schulgeld ist nicht zu denken. Anisa besuchte nur die erste Klasse, ihr Bruder Leo hat noch nie ein Klassenzimmer von innen gesehen.

Anisa (links) und Leo (rechts) lieben ihren Vater, doch ihr Leben ist sehr hart.

Kaum ist man in der Tür drin, ist der Raum auch schon zu Ende. Nur drei Quadratmeter bleiben der Familie.

Doch nicht nur das fehlende Geld hält die Geschwister vom Schulbesuch ab. Aufgrund ihrer Lebensumstände können sie sich auch nicht richtig waschen. Sie besitzen nur die Kleidung, die sie am Leib tragen: Dünne Kleidung, die sie im Winter nicht wärmen kann. „Wir frieren oft“, sagt Anisa leise. Sind die Schuhe der Kinder nass, müssen sie barfuss gehen, bis die Schuhe wieder getrocknet sind.

Jeden Morgen um sieben Uhr verlassen Anisa und Leo ihre ärmliche Unterkunft, um während des Tages durch die Strassen zu ziehen – stets auf der Suche nach etwas Essbarem, einem Kleidungsstück oder etwas, was sie verkaufen können. Sie wühlen in Mülltonnen, inspizieren Hinterhöfe und durchsuchen die Müllhalde. Anisa schneidet sich die Haare immer ganz kurz, weil sie Angst hat, dass sich dort sonst Ungeziefer einnistet. Wegen ihres äusseren Erscheinungsbildes und ihrer mangelnden Körperhygiene werden sie oft gehänselt oder sogar körperlich angegriffen – hauptsächlich von Gleichaltrigen, die sie verspotten und bedrohen. Niemand greift ein oder versorgt die Wunden, wenn die Attacken härter waren.

Wie glücklich sind diese Kinder, wenn jemand ihnen ein Stück Obst, ein Stückchen Brot oder gar ein Eis spendiert. Einmal bekamen sie Turnschuhe mit kleinen, blinkenden Lämpchen geschenkt. Sie wollten sie gar nicht mehr ausziehen. Leo möchte so gerne in die Schule gehen, und auch Anisa wünscht sich, weiter rechnen, schreiben und lesen zu lernen. Sie träumen von einem Badezimmer und einem weichen, warmen Ort, an dem sie schlafen können.

Wir möchten dieser Familie helfen. Die Kinder und ihr Vater brauchen dringend Hilfe, damit die äussere Not gelindert werden kann. Wir möchten den kleinen Raum der Familie lebenswert ausstatten und den Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Bitte helfen Sie mit.


Projekt Nr. 2269, "Liebe und Sicherheit für Anisa und Leo"

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Rumänien
Sauberes Wasser für Familie Boalii
Parasiten bedrohen das Leben des zehnjährigen Marius

Wasser — für uns ist dieses lebensnotwendige Nass normal und im Überfluss verfügbar. Für Vasile (30), Anca (26) und ihre Kinder in einem kleinen rumänischen Dorf bedeutet Wasser Kampf, Anstrengung, Mangel, Krankheit und Durst.

Seit zwölf Jahren sind Vasile und Anca Boalii ein Paar. Sie haben drei wundervolle Kinder: Larisa (11), Marius-Marian (10) und die kleine Narcisa Sidonia (3). Die Familie geht sehr fürsorglich miteinander um, stets mit viel Liebe und Respekt füreinander, und Vater Vasile bemüht sich redlich, seine Familie zu versorgen. „Er ist ein wirklich guter Mann und Vater“, sagt Anca. Doch das Leben der Familie ist ein täglicher Kampf. Jeden Tag arbeitet der 30-Jährige für verschiedene Menschen in seinem Dorf. Doch der Verdienst reicht kaum für zwei Brote und zwei Kilo Kartoffeln. „Die Kinder müssen oft hungrig zu Bett gehen“, erzählt ihre Mutter.

Schwer schleppen müssen Anca und Marius, wenn sie Wasser holen.

Das Wasser lagert die Familie in Eimern, Töpfen und Kanistern.

Zwar bekommt die Familie eine geringe staatliche Unterstützung von 95 Franken (79 Euro), doch dafür muss sie etwa 200 Stunden ohne Bezahlung arbeiten gehen. „Da bleibt keine Zeit, andere Arbeit anzunehmen“, skizziert die 26-Jährige den Kreislauf der Armut. Doch noch schlimmer als das fehlende Geld und der Essensmangel ist die Situation rund ums Wasser. Anca und Vasile sind in dem Dorf, in dem sie jetzt auch als Familie leben, aufge-wachsen. Schon immer musste man das lebensnotwenige Nass von weit her mit Eimern heranschleppen.
Dieses Wasser ist zu allem Überfluss noch nicht einmal sauberes Trinkwasser. Immer wieder werden die Kinder krank. Erst kürzlich musste der kleine Marius notfallmässig ins Spital nach Brasov gebracht werden, weil er so schwach und von Durchfällen geplagt war. „Wir hatten wirklich Angst um sein Leben“, erinnert sich Anca. Wohl nicht zu Unrecht, denn im Spital stellte man fest, dass der Darm des kleinen Jungen von Parasiten befallen ist. „Die Ärzte gehen davon aus, dass wir alle wegen des schmutzigen Wassers darunter leiden“, erzählt Anca und kann ihr Entsetzen kaum verbergen. Die Familie muss sich derzeit einer medizinischen Behandlung unterziehen.

Diese Diagnose brachte Vasile dazu, sich an Diaconia zu wenden und um Hilfe zu bitten. „Selbst wenn wir nach der Behandlung erst einmal wieder gesund sind, ist die Gefahr nicht gebannt, wenn sich nicht grundlegend etwas an den hygienischen Verhältnissen beim Wasser ändert“, sagt er. Nur 60 Meter Rohr sowie die nötigen Verbindungen und Anschlüsse benötigt er, um seiner Familie fliessendes, klares und sauberes Wasser ins Haus zu holen. Eine gute Investition in die Gesundheit einer fünfköpfigen Familie, die wir gerne tätigen möchten – mit Ihrer Hilfe. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 2270, "Sauberes Wasser für Familie Boalii"

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