Report
Ausgabe 11, November 2015


Armenien
Ein sicheres Dach für Familie Grigorian
Teile der Zimmerdecke sind bereits eingebrochen, und bald beginnt der Winter

In dieses Haus scheint die Sonne nicht nur durch die Fenster, sondern auch durch das Dach. Das Haus wurde vor vielen Jahren von Chatschiks Grossvater erbaut. Heute lebt der 40-Jährige mit seiner Frau Karine (30) und seinen vier Kindern dort. „Das Haus bricht über uns zusammen“, sagt Chatschik Grigorian.

Die Familie lebt im Dorf Garnahowit, 2167 Meter über dem Meeresspiegel und sehr weit entfernt von der Hauptstadt Jerewan. Garnahowit wurde 1828 von neun Familien gegründet, die aus der persischen Salmast-Region flüchteten. Die Menschen hier sind sehr arm. Landwirtschaft oder Viehzucht sind in dieser rauen Umgebung kaum möglich, denn der Winter dauert hier nicht drei, sondern fünf bis sechs Monate. Nur Kartoffeln wachsen mehr schlecht als recht in den Gärten.


Das Haus liegt am Hang, und im Dach gibt es eine Öffnung.

Es ist deutlich zu sehen, wo die Zimmerdecke eingebrochen ist.

Die Abdeckungen liegen nur noch lose auf den Holzstreben, die Zimmerdecke ist eingebrochen.

Chatschik hat keine feste Arbeit. Manchmal findet er einen schlecht bezahlten Gelegenheitsjob. Doch oft muss er untätig zu Hause sitzen. Zu allem Überfluss kann er keine schwere Arbeit mehr verrichten, seit er vor elf Jahren an der bakteriellen Infektionskrankheit Brucellose erkrankte, die nicht ausreichend behandelt wurde. Und er ist extrem kurzsichtig. Dieses Leiden hat sein Sohn Argischti geerbt. Der Zehnjährige ist ein aktiver und lustiger Junge, doch ohne Brille geht bei ihm gar nichts mehr. Und seine Kurzsichtigkeit verschlimmert sich weiter. Eine Operation könnte vielleicht helfen, doch dafür ist Argischti noch zu jung und der Erfolg recht ungewiss.

Neben Chatschik, Karine und Argischti leben noch Berunja (14), Narine (13) und Karen (6) in dem alten Haus. „Unsere Kinder laden ihre Schulfreunde nicht ein, weil sie sich so schämen“, sagt Karine traurig. Das Haus ist feucht, das Dach und die Aussenwände sind undicht. „Meine Freundin sagt mir oft, dass meine Kleidung stinkt“, erzählt Berunja.

Im April brach plötzlich nachts die Decke ein. Karen, vom Lärm der herabfallenden Teile geweckt, konnte die anderen alarmieren, so dass niemandem etwas passierte. „Das Haus fällt immer weiter in sich zusammen. Und wir können es nicht aufhalten, weil uns dazu das Geld fehlt“, sagt Chatschik. „Jahrelang haben wir alles versucht, um es aus eigener Kraft zu schaffen. Wir wollten niemanden zur Last fallen. Aber der Deckeneinsturz hat vieles verändert“, so der Familienvater. „Was wird im Winter werden? Das Dach wird die Schneelast nicht tragen können. Ich habe Angst um meine Kinder.“

Wir möchten der Familie bei der Renovierung des Hauses helfen und es sicher machen, damit sie im kommenden Winter vor Kälte und Feuchtigkeit geschützt ist und — im wahrsten Sinne — ein festes Dach über dem Kopf hat. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.


Projekt Nr. 3112, "Hausrenovierung Familie Grigorian"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Rumänien
Eine Fahrkarte für Florin
14-Jähriger möchte zur Schule gehen, doch dafür braucht er Kleidung und ein Busticket

„Wir sind uns im Wald begegnet, als wir Früchte suchten“, erzählt Dan Daraut (34) lächelnd und schaut zu seiner Frau Maria (35). „Sie war so wunderschön, ich musste mich einfach in sie verlieben.“ Als die beiden sich trafen, waren sie beide bereits Eltern und hatten jeweils eine gescheiterte Ehe hinter sich.

Marias erste Ehe war ein Albtraum. Ihr Mann schlug sie immer wieder. Manchmal sogar so sehr, dass sie ins Krankenhaus musste. „Es hat lange gedauert, bis ich wieder lachen konnte“, sagt sie. Aus dieser Ehe stammt Florin (14). Dan brachte George (13) mit in die Beziehung. Gemeinsam bekamen sie Samuel (9), Ana-Maria (8) und Emanuel (5). Die Familie lebt im Dorf Teliu, 26 Kilometer von Brasov entfernt.

Dan hatte eine schwierige Kindheit. Seine Eltern waren beide alkoholkrank und stritten ständig. Dan durfte nur zwei Jahre zur Schule gehen, dann musste er seinem Vater helfen: Sie gingen in die Berge, um Bäume zu pflanzen und zu pflegen. „Damals fand ich das toll. Aber heute weiss ich, wie viel ich versäumt habe. Meine Kinder sollen zur Schule gehen und so viel wie möglich lernen können.“ Florin besucht die weiterführende Schule in Brasov und ist ein guter Schüler. „Ich bin so stolz auf ihn“, sagt Dan, den Florin übrigens, wie selbstverständlich, „Vater“ nennt.

Dan findet, aufgrund seiner fehlenden Schulbildung, nur Gelegenheitsjobs. Normalerweise sammelt er Waldfrüchte und verkauft sie in Brasov. Dafür muss er jeweils zwei bis drei Tage in die Berge gehen. „Es fällt mir jedes Mal schwer, so lange von meiner Familie getrennt zu sein. Ich liebe sie alle sehr, und sie fehlen mir ganz schrecklich“, gibt er zu.

Dan und Maria lieben alle ihre Kinder.

Ana-Maria möchte später einmal Lehrerin werden.

In dieser Familie wird viel miteinander gelacht.

Das Leben der Familie ist sehr einfach. Maria muss das Wasser mit Hilfe von Eimern zum Haus tragen. Es gibt wenig zu essen, und das Haus ist baufällig. Zudem hat die Familie Schulden beim örtlichen Kaufmann, denn oft müssen die Nahrungsmittel auf Pump gekauft werden. Und doch lachen die Eltern und Kinder viel miteinander. „Wir lieben uns sehr und sind froh, dass wir einander haben“, sagt Mutter Maria.

Wir möchten dieser Familie helfen und das kleine Haus renovieren. Zudem möchten wir sie mit Kleidung, Essen und Schulmaterialien unterstützen sowie die Schulden im örtlichen Laden begleichen. Und wir möchten Florin die tägliche Busfahrt zur Schule nach Brasov bezahlen. Denn das ist Vater Dans grösste Sorge: Dass Florin nicht weiter zur Schule gehen kann. Bitte helfen Sie diesen Menschen durch eine Spende. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3113, "Familienhilfe Daraut"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




NEUE VERFASSUNG

NEPAL – Seit der Umwandlung des Staates von einer Monarchie in eine Republik im Jahr 2008 hat Nepal zum ersten Mal wieder eine Verfassung. Strittig war, neben der Aufteilung des Landes in sieben Bundesstaaten, über deren Grenzen es Unstimmigkeiten gab, vor allem die festgelegte Trennung von Religion und Staat. Deshalb gab es immer wieder Proteste von Angehörigen der Hindu-Mehrheit und ihrer Organisationen, die zum Teil gewalttätig verliefen und denen in den Wochen vor der Abstimmung über 40 Menschen zum Opfer fielen. In zwei Kirchen wurden Sprengsätze gezündet, die die Gebäude beschädigten, aber niemanden verletzten. Die religiösen Minderheiten befürworten diesen Teil der Verfassung, sind jedoch besorgt wegen einer Regelung, die jede „Handlung mit dem Ziel der Bekehrung von Personen von einer Religion zur anderen“ verbietet. Es wird befürchtet, dass dies durch Hindu-Extremisten zur Verfolgung von Christen und anderen Minderheiten missbraucht werden könnte.



Rumänien
Sicheres Zuhause für Vera und ihre Töchter
Ein Raum ist schon zusammengebrochen, der andere droht bald einzustürzen

Das Lächeln fällt der jungen Frau schwer. Nur wenn ihre beiden kleinen Mädchen miteinander lachen, huscht ein schüchternes Lächeln über ihr sonst so ernstes Gesicht. „Die beiden wissen, Gott sei Dank, noch nicht, in welch grosser Armut wir leben und welchen Gefahren wir ausgesetzt sind“, sagt Vera.

Die 20-Jährige ist voller Sorge um ihre Töchter Narcisa (3) und Denisa (1). „Vor Kurzem ist unser zweiter Raum zusammengebrochen. Einfach so. Mauern und Dach sind einfach eingestürzt. Ich bin so froh, dass wir nicht zu Hause waren. Wer weiss, ob nicht dann einer von uns verletzt oder gar getötet worden wäre. In diesem Raum haben die Mädchen manchmal geschlafen.“ Bei dem Gedanken daran zucken Veras Mundwinkel verdächtig. Die Trümmer hat sie wegen der Unfallgefahr für die Kinder bereits weggeräumt. Jetzt sieht man nur noch eine nackte Bodenplatte neben dem halb verfallenen Haus.

Der Ofen ist alt und muss dringend ersetzt werden.

Wenn ihre Mädchen fröhlich spielen, huscht manchmal ein kleines Lächeln über Veras Gesicht.

Vera stammt aus einer sehr armen Familie. Sie hat sieben Geschwister und besuchte nur vier Jahre lang die Schule. Ihr Mann Nicolae (25) ist Analphabet und arbeitet sporadisch in der Landwirtschaft. Oft ist er für eine Woche oder länger ausser Haus. Der Lohn, den er mit seiner Arbeit verdient, reicht gerade so für seine eigene Versorgung. Und so leben Vera und ihre Töchter von 110 Franken (100 Euro) Kindergeld im Monat.

Die Familie lebt in einem Dorf, rund 70 Kilometer von Brasov entfernt. Ein paar Mal ging Vera auch schon in Brasov betteln. Aber die Demütigungen und die Scham waren so schlimm für die junge Frau, dass sie jetzt lieber zu Hause bleibt. „Die Leute schauen einen verächtlich an, und man wird beschimpft. Es ist schrecklich“, erzählt sie.
Das Dorf ist schlecht erreichbar. Als Vera in der sechsten Schwangerschaftswoche ihr Kind verlor, kam der Krankenwagen wegen des desolaten Zustands der Strasse nicht bis zu ihr durch. Nach ihrer Fehlgeburt fehlte ihr das Geld für einen Arztbesuch.

In dem Haus der Familie gibt es weder einen Wasseranschluss, noch Strom oder eine Toilette. Der Boden besteht aus fest gestampftem Lehm, und Vera muss Kleidung in die Ritzen der Wände stopfen, damit der Wind nicht zu sehr hineinbläst. Einer der Dachbalken ist morsch und droht, in den verbliebenen Raum zu stürzen.

Diaconia möchte das Haus gerne renovieren und es sicher und winterfest machen. Zudem braucht die Familie dringend einen neuen Ofen sowie Holz für den Winter und warme Kleidung und Schuhe. Auch gesunde Nahrung ist dringend nötig. Bitte helfen Sie dieser Familie durch Gaben und Gebete. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3114, "Familienhilfe Vera und Nicolae"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Rumänien
Augenlicht für die kleine Larisa
Nur noch eine Operation kann die Achtjährige vor der drohenden Erblindung retten

Larisa hat Schmerzen. Eigentlich immer, aber wenn jemand an den provisorischen Augenverband fasst, werden sie noch schlimmer. „Ich habe solche Angst, dass ich blind werde“, sagt sie leise. „Ich will nicht weinen, weil dann mein Auge noch stärker schmerzt. Aber manchmal bin ich so traurig.“

Larisa möchte gerne Krankenschwester werden. „Ihr grösster Traum“, weiss auch ihre Mutter Simina (28). Doch momentan sieht es so aus, als müsse die Achtjährige diesen Traum aufgeben, sollte sie nicht baldmöglichst operiert werden. Larisa lebt mit ihren Eltern, Simina und Sorin (31), sowie ihren Geschwistern Stefan (6) und Alex (4) in einem Haus mit zwei kleinen Räumen im Dorf Dumbravita. Die Eltern versuchen alles, damit es ihren Kindern gut geht. Obwohl sie sogar ein paar Jahre zur Schule gegangen sind, finden sie — wie die meisten Menschen in dieser Region — keine feste Arbeit. Deswegen ist der Kampf ums tägliche Brot hart.

Im August, drei Tage vor ihrem achten Geburtstag, machte sich Larisa mit zwei Freundinnen gut gelaunt auf den Weg zu einem Kirschbaum. „Ich wollte Mama eine Freude machen und Kirschen pflücken. Sie hätte daraus Marmelade kochen können. Ich wusste, dass sie stolz auf mich sein würde“, erzählt Larisa. So stieg das kleine Mädchen auf den Baum. Und während es hochkletterte, wurde es von einem kleinen Ast ins Auge getroffen. „Der Schmerz war so stark, dass ich vor Schreck vom Baum fiel.“


Larisa hat immer Schmerzen.

Wenn Mutter Simina den provisorischen Verband anbringt, werden die Schmerzen stärker.

Die Freundinnen brachten Larisa nach Hause. Mutter Simina brachte ihre Tochter sofort zur Dorfkrankenschwester, die Entwarnung gab. Das Auge sei ok, sagte sie. Doch die Schmerzen wurden in den kommenden Tagen immer schlimmer. Und so kam Larisa an ihrem achten Geburtstag ins Krankenhaus nach Brasov. Dort erkannte der Arzt sofort die Gefahr: Das Auge war gerissen. Larisa wurde umgehend operiert, doch die Operation hatte nicht den gewünschten Erfolg. Larisa hat immer noch starke Schmerzen und sieht auf ihrem rechten Auge nichts mehr. Sie benötigt dringend eine künstliche Linse, um nicht völlig zu erblinden.

Die Operation kann nur im knapp 200 Kilometer entfernten Bukarest durchgeführt werden. Aber die Kosten von 1’600 Franken (1’500 Euro) kann die Familie nicht aufbringen.

Mit ihrer Hilfe möchte Diaconia gerne die Kosten für Larisas Operation übernehmen. Sie ist die einzige Chance, damit das kleine Mädchen seinen Traum, Krankenschwester zu werden, verwirklichen und wieder mit beiden Augen sehen kann. Bitte geben Sie Larisa die Chance auf eine helle Zukunft. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3115, "Augenoperation Larisa"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




NEUE SPENDENMÖGLICHKEIT

Unsere Unterstützer in Deutschland können jetzt auch über Betterplace spenden. Diese Möglichkeit wurde bisher für das Berufsausbildungszentrum (BAZ) in Armenien, das Kinderbildungszentrum (KiBiZ) in Rumänien und die Aktion „Einmal spenden – zweimal helfen“ eingerichtet. Eine Einrichtung für die Aktion Weihnachtsfreude ist in Vorbereitung. Man kann per Bankeinzug, Kreditkarte, PayPal oder Giropay für das jeweilige Projekt, allgemein oder konkret für bestimmte Verwendungszwecke spenden. Eine Registrierung bei Betterplace ist nicht nötig. Während des Spendenvorgangs wird automatisch, zusätzlich zum Spendenbetrag, ein Beitrag zum Betrieb der Betterplace-Website angezeigt. Dieser ist jedoch optional, und wer es nicht möchte, kann den entsprechenden Betrag auf null setzen. Zu erreichen sind die Betterplace-Seiten über die jeweiligen Projektseiten auf myDiaconia.org.



Armenien
Ein Zuhause für Tsaghik und ihre Kinder
Mariams Tochter und Enkelkinder wurden vom Ehemann verlassen

Mariam strahlt Ruhe und Lebensfreude aus. Nichts bringt sie so schnell aus der Ruhe. „Wenn die Situation nicht so schwierig wäre und ich sie alleine lösen könnte, würde ich mich nie an Diaconia wenden“, sagt die 45-Jährige. Aber sie weiss nicht mehr weiter.

Mariam macht sich Sorgen um ihre Tochter Tsaghik. Die 24-Jährige muss ihre Kinder alleine aufziehen und ist damit überfordert. Als sie ihren zukünftigen Mann kennenlernte, gab sie ihr Studium auf, bekam ihre Kinder Karen (3) und Aschot (5) und stand dann plötzlich alleine da. Nur mühsam gelingt es ihr, durch einfache Gartenarbeiten etwas Geld zu verdienen. Doch der Lohn ist zu gering, um die Kinder gut zu versorgen. Ohne die Unterstützung ihrer Eltern würden die drei es nicht schaffen. „Meine Eltern arbeiten Tag und Nacht, um mir zu helfen“, erzählt Tsaghik dankbar.

Doch nun ist auch Ogsen, der Bruder von Tsaghik, auf die Unterstützung seiner Eltern angewiesen. Er hat geheiratet, und die Beziehung zwischen den Geschwistern ist gespannt. „Meine Kinder verstehen sich nicht gut. Vor allem Tsaghik leidet sehr darunter. Sie hat ständig Kopfschmerzen und kann dann kaum arbeiten, verträgt kein Licht und keinen Lärm. Ich kümmere mich dann um ihre Kinder, was mein Sohn nicht gerne sieht“, erzählt Mariam.


Mariam versucht, so gut es geht, ihrer Tochter zu helfen.

Die Familie hält zusammen.

Im ehemaligen Stall könnte ein Zuhause für Tsaghik und ihre Kinder entstehen.

Die 45-Jährige ist Bäckerin. Ihr Gehalt wird aufgeteilt: für den Sohn, der studiert, und seine Frau, für die Tochter mit den Enkelkindern und für die Nebenkosten. Martik (52) findet keine feste Arbeit. Er verdingt sich als Taglöhner. Es gab bessere Zeiten, in denen Martik als Gastarbeiter ins Ausland ging und für seine Familie gutes Geld verdiente. Doch seit seine Tochter bei ihnen lebt, bleibt er in der Heimat und steht seiner Frau bei.

Ständige Spannungen werden zudem durch die Wohnverhältnisse der Familie verursacht. Entlastung würde der Ausbau des alten Tierstalles bringen. Dann hätten Tsaghik und ihre Kinder einen eigenen Raum, und auch Mariam und ihr Mann könnten mal durchatmen. Der Stall ist 49 Quadratmeter gross und hat bereits einen Strom- und Gasanschluss, Dach und Wände sind ebenfalls vorhanden.

Wir möchten gerne den Innausbau des kleinen Hauses übernehmen, die Wände verputzen und den Bodenbelag verlegen lassen. Zudem ist es wichtig, ein kleines Bad zu installieren und den Wohnraum mit dem Nötigsten auszustatten. Darüber hinaus brauchen die Kinder dringend passende und warme Kleidung. Gott segne Sie für Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 3116, "Umbau Wohnraum Tsaghik"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Armenien
Eine solide Berufsausbildung für Arman
Begabter 15-Jähriger möchte helfen, seine Familie finanziell zu versorgen

„Wenn ich eine gute Ausbildung habe, kann ich meine Mutter und mich gut versorgen. Dann sind wir nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen und können auch gut für unsere Oma sorgen. Sie muss dann nicht mehr von früh bis spät auf dem Feld arbeiten“, sagt Arman.

Der 15-Jährige wird seit Jahren durch eine Einzelpatenschaft von Diaconia unterstützt und ist ein sehr guter Schüler. Seine Lehrer und Lehrerinnen am College sind von seinen Kenntnissen begeistert. „Ich würde gerne Programmierer werden“, sagt Arman mit leuchtenden Augen.

Anders als viele seiner Altersgenossen hatte Arman eine schwere Kindheit. Es gab keine Zeit für Träume, kein Spielzeug, und auch Süssigkeiten gab es nicht. „ Ich erinnere mich noch an die Auseinandersetzungen bei uns zu Hause, wie mein Vater mich anschrie und aus dem Zimmer warf, gewalttätig gegen meine Mutter wurde und meine Oma beleidigte. Er war krank und brauchte Hilfe. Aber ich hatte einfach Angst“, erzählt er mit Tränen in den Augen.

Armans Vater Rafael war geistig behindert. Obwohl die Ärzte ihm empfahlen, ledig zu bleiben, sehnte er sich nach einer Familie. 1992 lernte er Armans Mutter Lala kennen, heiratete sie und verschwieg ihr seine Krankheit. 1993 kam Tochter Gajane zur Welt. Die Freude in der Familie war gross, nur Rafael wurde zunehmend aggressiv, nervös und grob. Lala versuchte sich damit abzufinden, doch es wurde immer schlimmer. Zum Schluss verschwand Rafael tagelang ohne ein Wort. Lala, inzwischen mit Arman schwanger, war völlig verzweifelt. Sie musste die Arbeit als Buchhalterin aufgeben, um für die Kinder zu sorgen. Wenn Rafael zu Hause war, rastete er regelmässig aus. Schliesslich kam er in eine psychiatrische Einrichtung. Man diagnostizierte bei ihm Schizophrenie. Er starb 2011 in der Klinik.


Arman möchte seine Mutter und Oma gerne versorgen und hofft auf eine solide Ausbildung.

Lala zog ihre Kinder alleine auf und wurde zudem noch von ihrem Schwiegersohn betrogen. „Er wollte angeblich ein Geschäft aufmachen und brauchte Geld. Ich verkaufte meine Wohnung und unterstützte ihn. Er nahm das Geld und verschwand. Ich weiss nicht, wo er jetzt ist und was er macht.“ Die Familie ist seither sehr arm. Lala ist zuckerkrank, hat hohen Blutdruck und müsste sich dringend einer Unterleibsoperation unterziehen. „Aber ich bin nicht so wichtig. Hauptsache, der Junge hat eine Zukunft“, sagt sie tapfer.

Wir möchten Lala gerne die medizinische Behandlung ermöglichen und Arman die Ausbildung finanzieren. Bitte helfen auch Sie dieser Familie durch eine Spende und schliessen Sie sie in Ihre Gebete ein.


Projekt Nr. 3117, "Familienhilfe Hajrapetjan"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.






Armenien / BAZ
„Geschäftsfreunde von Diaconia“:
Das Hilfswerk beschreitet neue Wege

Viele treue Diaconia-Spender geben den Ärmsten seit über 30 Jahren neue Hoffnung. Dafür danken wir ihnen von Herzen. Seit 2010 liegt ein neuer Schwerpunkt unserer Unterstützung im Bereich der Berufsausbildung. In dieser Zeit ist das Berufsausbildungszentrum BAZ in Jerewan (Armenien) zu einer Ausbildungsstätte gewachsen, die pro Jahr über 120 Lernenden die Chance auf eine bessere Zukunft gibt. In Brasov (Rumänien) haben vor rund einem Jahr erste Gehversuche in diese Richtung begonnen. Wir sind begeistert, wie mit relativ begrenzten Mitteln solche Resultate erzielt werden können. Die finanzielle Unterstützung und der Wissenstransfer in diese Länder stellen uns jedoch vor grosse Herausforderungen. Eine in Entstehung begriffene Gruppe von „Geschäftsfreunden von Diaconia“ stellt das Anliegen der langfristigen Förderung dieser Projekte ins Zentrum. Sie hat sich am 31. August zu ihrer zweiten Info- und Austauschrunde getroffen. Dabei standen die praktischen Unterstützungsmöglichkeiten und die Vernetzung mit weiteren Gleichgesinnten im Vordergrund. Wir freuen uns darüber, dass sich bei diesem Anlass bereits doppelt so viele Interessenten eingefunden haben wie bei der ersten Durchführung. Vielleicht liegt auch Ihnen die Frage der nachhaltigen Berufsausbildung in den Diaconia-Ländern am Herzen.

Gruppenbild mit Partnern: Danke für Euer Interesse!

Melden Sie sich bitte bei Christian Sartorius (Tel. (+41) 055 210 62 62 oder christian.sartorius@servus.ch), damit wir individuelle Fragen und Unterstützungsmöglichkeiten miteinander besprechen können.
Wir freuen uns auf Sie!





Albanien
Ein warmes Zuhause für Familie Balliu
Das marode Haus wird den harten Winter im Norden Albaniens nicht überstehen

„Sie können sich kaum vorstellen, wie es ist, wenn mich meine Kinder um etwas zu essen bitten, und ich kann ihnen nichts geben“, sagt Mal Balliu (39). „Bisher hat uns mein Bruder geholfen, doch er hat jetzt seine Arbeit verloren und weiss selbst nicht weiter.“

Mal Balliu wohnt mit seiner Frau Gonxhe (35) und den Kindern Ram (15), Aurora (10) und Aurel (8) im Dorf Noje, einige Kilometer von der Stadt Kruja entfernt. Elf Jahre wohnen sie schon in diesem Haus am Fluss, das man nur mit Allrad-Antrieb erreichen kann. Ihre Wohnverhältnisse sind katastrophal. Die Wände sind grösstenteils aus Holz. Ein wenig Styropor soll sie isolieren. Doch das hilft wenig, denn in den Ecken tun sich Spalten auf, durch die man locker eine Faust stecken kann. „Im vergangenen Jahr hat ein Sturm unser Dach weggeblasen. Ich habe versucht, alles notdürftig zu flicken, aber ich weiss nicht, wie es diesen Winter werden wird. Ich befürchte, wir werden häufig frieren müssen, und die Kinder werden oft krank sein“, berichtet Mal Balliu.

Der Familienvater sorgte lange Zeit für den Familienunterhalt, indem er wilden Salbei in den Bergen sammelte und verkaufte. So konnte er die Grundnahrungsmittel für Frau und Kinder erwirtschaften. Doch jetzt wird der Salbei auf Privatfarmen professionell angebaut, und der Preis ist um 70 Prozent gefallen. „Jetzt kann ich keine Lebensmittel mehr kaufen“, so Mal.


Familie Balliu fürchtet sich vor dem herannahenden Winter.

Die Spalten und Löcher in den Wänden sind faustgross.

Mal hat die Wände provisorisch mit Holzbrettern repariert. Der Ofen ist die einzige Wärmequelle im gesamten Haus.

Ein Sturm fegte das Dach weg, und auch die Wände sind undicht.

Die Familie hat schon einige Schicksalsschläge verkraften müssen. Vor einigen Jahren brach sich der älteste Sohn, Ram, beim Kräutersammeln ein Bein. „Ein paar Nachbarn haben ihn ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Er bekam eine Stahlplatte ins Bein. Aber wir hatten kein Geld, diese rechtzeitig wieder entfernen zu lassen. So wurde er zu spät operiert und hat jetzt ein um zwei Zentimeter verschobenes Bein.“

Den Eltern ist wichtig, dass ihre Kinder zur Schule gehen. Der älteste Sohn hat die Grundschule beendet. „Wir können ihn nicht auf eine weiterführende Schule schicken, denn wir haben dafür kein Geld. Dabei ist doch eine gute Bildung die Basis für eine bessere Zukunft. Aber wir können die Kosten für die Schulmaterialien nicht aufbringen“, sagt Gonxhe traurig.

Wir möchten die Familie unterstützen und ihre katastrophalen Lebensverhältnisse verbessern. Das Haus muss vor dem Winter noch soweit abgedichtet und sicher gemacht werden, dass der Ofen in der Mitte des Raumes die Familie wirklich wärmen kann. Die Familie benötigt zudem gesunde Nahrungsmittel, und Ram soll es ermöglicht werden, die Schule zu besuchen. Wir bitten Sie herzlich um Spenden für diese bitterarme Familie. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3118, "Familienhilfe Balliu"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.