Report
Ausgabe 11, November 2017


Rumänien
Hoffnung für Sonia und ihre Kinder

Sonia (31) und ihre sechs Kinder, Cristofor (11), Blanka (10), Andrei (7), die Zwillinge Beti und Sara (3) sowie Lazar (1) leben in einer verlassenen Fabrik in Brasov. Sonia und ihr Ehemann Andrei (30) hatten nie die Möglichkeit, ein eigenes Zuhause zu haben. Sie lebten jahrelang bei Andreis Cousin. Bis ein Unfall das Leben der ganzen Familie veränderte.

Vor einigen Monaten wurde Andrei aufgrund eines Arbeitsunfalls zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er arbeitete auf einem Hausdach und warf, in einem Moment der Unachtsamkeit, einige alte Fliesen hinunter. Er bemerkte nicht, dass sein Kollege unten vorbeiging. Die Fliesen trafen diesen so unglücklich am Kopf, dass er einige Stunden später seinen Verletzungen erlag. Andrei wurde verurteilt.

Nach diesem Unfall wurde Sonia von Andreis Verwandten auf die Strasse gesetzt. Weder ihre Tränen noch ihr Flehen, mindestens den Kindern ein Dach über dem Kopf zu gewähren, brachten die Verwandten dazu, ihre Entscheidung zu überdenken.

Die erste Nacht verbrachte Sonia mit ihren Kindern unter freiem Himmel. Beim Herumirren durch die Strassen entdeckte sie eine verlassene Fabrik. Das ehemalige Lagerhaus war von der Zerstörung einigermassen verschont geblieben. In diesem Gebäude herrschen natürlich keine Bedingungen zum Leben, besonders nicht für Kinder, aber mindestens hat die Familie nachts ein Dach über dem Kopf.

Ein Unfall veränderte das Leben dieser Kinder drastisch.

Die Familie hat in der Lagerhalle einer alten Fabrik Unterschlupf gefunden.

Die Kinder suchen im Bauschutt nach Verwertbarem.

Sonia fand eine alte, kaputte Türe. Da die Scharniere fehlen, muss sie die Türe verschieben und kann die Öffnung nur notdürftig verschliessen. Wo Fensterscheiben sein sollten, hat sie Backsteine aufgeschichtet; diese sollen die Kinder vor dem Wind schützen.

In Brasov gibt es keine Unterkunft für Mütter wie Sonia. Die Polizei kam vorbei, prüfte die Identitätspapiere und teilte Sonia mit, dass sie diesen Ort verlassen müsse, weil es für die Kinder gefährlich sei und an dieser Stelle sowieso bald mit dem Bau neuer Häuser begonnen werde.

Sonia besuchte nie eine Schule, sie lebte mit ihrer Mutter auf der Strasse. Ihre Zukunft hatte sie sich anders vorgestellt: „Ich habe immer gehofft, dass meine Kinder anders aufwachsen können, dass sie es besser haben, als ich es hatte. Nun stehe ich wieder auf der Strasse.“

Cristofor und Blanka werden die Schule nicht weiter besuchen können, solange ihnen ein Zuhause, Essen, Kleidung und Schuhe fehlen. Der kleine Lazar braucht Windeln und Milch, aber das Kindergeld von 120 Franken (rund 105 Euro) im Monat reicht bei weitem nicht aus, um sieben Menschen zu ernähren.

Wir möchten diese Familie mit einer sicheren Bleibe, mit Essen und warmer Kleidung unterstützen. Mit 4 000 Franken (3 480 Euro) könnten wir ihr durch das nächste Jahr hindurch helfen, und die Kinder könnten wieder die Schule besuchen. Auch sollen Cristofor und Blanka im Diaconia Kinderbildungszentrum KiBiZ Hilfe bei den Hausaufgaben erhalten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Langzeitprojekt Nr. 3431, "Lebensgrundlage Sonia und Kinder"

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Indien
Hilfe und Würde für Rechtlose und Verstossene

Runjhun ist ein kleines Mädchen aus Gumma, Indien, das in die zweite Klasse geht. Leider muss es ohne seinen Vater aufwachsen. Dieser war auf der Suche nach Arbeit in Mumbai krank geworden und nach einjähriger Leidenszeit, während der die Ärzte nichts für ihn tun konnten, gestorben.

Nach dem Tod des Ehemannes musste Mutter Abala für Runjhun und ihre 2 Geschwister (4 und 2 Jahre alt) eine Bleibe finden. Das Leben in Indien ist für eine Witwe sehr schwierig. Man spricht ihnen quasi die Daseinsberechtigung ab, auch wenn die Tradition, dass die Frau mit dem verstorbenen Ehemann in den Tod gehen muss, Gott sei Dank offiziell abgeschafft wurde. Fast rechtlos, finden verwitwete Frauen meist keine Arbeit und kämpfen um das tägliche Brot für sich und ihre Kinder.

Runjhun bekommt Besuch von Pastor Pani.

Es braucht viel Kraft für ein Lächeln, wenn man nicht weiss, wo wohnen.

Glückliche Kinder nach der Schule.

Abalas Familie kann immer seltener drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Die kleine Runjhun musste in ihrem Alter schon einiges an Verantwortung übernehmen und auf die zwei kleineren Geschwister aufpassen, wenn die Mutter irgendwo Arbeit gefunden hatte. Darunter litt natürlich auch der Schulbesuch.

Momentan versucht Abala, die Familie mit Betteln und Aushelfen bei verschiedenen Haushaltsarbeiten über Wasser zu halten.

In dieser trostlosen und verzweifelten Situation stiess die Witwe auf das Zentrum „Hrudai“ (wir berichteten darüber in der Oktober-Ausgabe des Diaconia Reportes) und bat die Mitarbeiter dort um Hilfe. Diese haben Tor und Herz für Runjhun geöffnet und helfen dadurch der ganzen Familie.

Runjhun kann jetzt die Schule wieder jeden Tag besuchen und ihre Hausaufgaben machen. In Hrudai erhält sie täglich warme Mahlzeiten. Auch ihre Geschwister werden, sofern es die finanziellen Mittel von Hrudai erlauben, mit Essen versorgt.

Das Mädchen geniesst den organisierten Alltag in der Tagesstätte, welcher ihm und den anderen Kindern in ihrer Entwicklung hilft. Es erhält eine Schuluniform, eine Schultasche und viel Material für die Schule. Und Runjhun freut sich über die spannenden Geschichten aus der Bibel; sie erhält ausserdem eine umfassende Erziehung.

An Weihnachten freut sie sich über das erhaltene bunte Kleid. Mit diesem zelebrieren die Kinder die Weihnachtsfreude und das Geschenk, welches wir vom Himmel bekommen haben. Runjhun sagt: „Hrudai hat mein Leben verändert. Gott hat in mein Leben eingegriffen und mir und meinen Freunden geholfen, unsere Schulausbildung weiterführen zu können“.

Das von einem Hindukind zu hören, ermutigt uns, unsere Arbeit in Indien weiterzuführen.

Bitte helfen Sie mit, dass das Projekt Hrudai sich entwickelt und ein Segen für viele indische Kinder wird. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Langzeitprojekt Nr. 7001, "Kinderhilfe Hrudai"

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Rumänien
Baumaterial, Saatgut und einen Ofen für
Familie Sava
Mit etwas Unterstützung können sich Marian und Luminita selbst helfen

Marian und Luminita haben fünf gemeinsame Kinder: Robert (15), Elena (14), David (13), Andreea (11) und Alexandru (9). Viele Jahre lang hauste Familie Sava in einem 24 m2 grossen Zimmer in Brasov. Die engen Wohnverhältnisse brachten so einige Spannungen zwischen den Kindern, und so entschlossen sich die Eltern, in das Haus von Luminitas Vater zu ziehen. Nun leben sie in Zizin, 15 Kilometer von Brasov entfernt. Hier fühlt sich die Familie wohl. Der Umzug hat viele Vorteile gebracht, aber auch neue Probleme...

„Die Kinder wurden immer aggressiver und stritten ständig. Sie konnten sich ja nicht aus dem Weg gehen. Deswegen sind wir in mein Heimatdorf gezogen“, erzählt uns Luminita. Im Haus, in dem sie leben, ist in vieler Hinsicht improvisiert, aber die Kinder sind entspannt und ausgeglichen. „Wir haben einen kleinen Garten und einen Hof. Es gibt einfach mehr Platz“, erzählt uns die Mutter und freut sich, dass es ihren Kindern so gut gefällt. Dafür nimmt sie gerne in Kauf, dass sie kein fliessendes Wasser hat und in einer improvisierten Küche, die im Winter nicht funktionstüchtig ist, kochen muss.

Luminita (2.v.l.) ist froh, dass sich die Spannungen unter den Kindern gelegt haben.

Der neunjährige Alexandru zeigt uns die improvisierte Küche.

Die Kinder besuchen alle die Schule – doch nicht die örtliche, denn in der Dorfschule gibt es für sie keinen Platz. Deswegen müssen sie täglich mit dem Bus nach Brasov fahren. Das Geld für die Tickets ist eine zusätzliche finanzielle Belastung. Vater Marian arbeitet zwölf Stunden täglich bei einer Baufirma und verdient 350 Franken (304 Euro) im Monat. Das reicht mehr schlecht als recht für die notwendigsten Dinge des Lebens.

Das Haus ist eine Baustelle, und der Winter naht. Marian fehlt das Geld, um zwei neue Fenster und eine Tür zu kaufen und die Wände zu isolieren: „Ich kann alle Arbeiten selber ausführen, wenn ich das Material habe.“ Dieses möchten wir nun zur Verfügung stellen. Die Familie benötigt zudem einen funktionierenden Ofen, auf dem Luminita kochen kann, und Brennholz für den Winter. Ausserdem möchten wir sie im Frühjahr mit Saatgut und Vieh unterstützen – Platz ist vorhanden. So kann ihre Lebenssituation nachhaltig gesichert werden.


Projekt Nr. 3432, "Hilfe zur Selbsthilfe Familie Sava"

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Rumänien
Ein warmes Haus im Winter
Sechs Kinder leben allein von der Gnade der Nachbarn

Eine schäbige Matratze mit zerschlissenen Decken, ein Haufen alter Bretter und Latten in einer ansonsten leeren Küche. Das Fenster ist zerborsten und die Tür kaputt. In diesem Haus wohnen sechs Kinder, völlig auf sich allein gestellt und auf das Mitleid der Nachbarn angewiesen, welche selbst nicht viel haben.

Ana (21), Daniel (17), Iosif (16), Rebeca (13), Elisei (11) und Ionatan (8) haben vor zwei Jahren ihre Mutter durch Krebs verloren. Ihr Vater liess die Kinder allein. „Wir hatten Glück, dass uns die Nachbarn dieses Haus zur Verfügung gestellt haben, sonst wären wir obdachlos“, erzählt Iosif. Ana und Daniel sind geistig schwer behindert und haben Augenprobleme. So übernimmt der 16-jährige Iosif die Verantwortung. „Aber ich finde keine Arbeit, weil ich minderjährig bin“, erzählt er.

Zur Schule geht momentan keines der Kinder, da sie weder angemessene Kleidung noch die nötigen Schulsachen haben. „Wir bekommen ja schon Essen geschenkt, für mehr reicht es auch bei unseren Nachbarn nicht“, berichtet die 13-jährige Rebeca. Sie hält so gut es geht den Haushalt in Ordnung. Oft haben die Geschwister nicht einmal genügend zu essen.


Die Geschwister haben nichts ausser einem Dach über dem Kopf.

In der Küche stapeln die Kinder die gesammelten Latten zum Verbrennen.

Das Haus stand lange Zeit leer und war Zielscheibe von Vandalen und Betrunkenen. Das hat sich mit dem Einzug der Geschwister nicht geändert. „Eines Nachts sind wir aufgeschreckt, weil wir Glas splittern hörten. Betrunkene haben uns mit einem Stein das Fenster eingeschlagen. Elisei und Ionatan hatten furchtbare Angst“, erzählt Iosif.

Jetzt naht der Winter, und die Geschwister benötigen dringend verlässliche Hilfe, denn mit dem Erbarmen der freundlichen Nachbarn können sie nicht ständig rechnen. Wir möchten den Sechs helfen: Sie haben schon angefangen, alte Bretter zu sammeln, damit sie Feuer machen können, doch noch fehlt der Ofen. Diesen, wie auch das Brennholz, möchten wir den Kindern besorgen. Hinzu kommen Kleidung, Lebensmittel, Schulmaterial und Betten. Auch müssten dringend Fenster und Tür repariert werden, damit die Wärme im Haus bleibt. Bitte helfen Sie diesen Geschwistern. Mit 4 000 Franken (3 480 Euro) können wir sie versorgen und sicher durch den Winter bringen. Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Gaben.


Projekt Nr. 3433, "Ein Zuhause für Waisenkinder"

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RumÄnien — JUSTIZREFORM

Die Regierung in Rumänien versucht erneut, ihren Einfluss auf die Justiz im Land zu vergrössern. Ende August wurde von Justizminister Tudorel Toader ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt.
Dieser sieht vor, dass die Kandidaten für wichtige Ämter im Justizsystem, wie das des Generalstaatsanwalts und das der Leitung der Anti-Korruptionsbehörde, vom Justizministerium benannt werden. Ausserdem soll die Gerichtsinspektion nicht mehr dem unabhängigen Hohen Magistraturrat, sondern ebenfalls dem Ministerium unterstellt werden. Richter und Staatsanwälte sollen bei nachweislichen Rechtsfehlern mit ihrem Privatvermögen haften müssen.
Hintergrund ist die erfolgreiche Arbeit der Justizbehörden gegen hohe Parteifunktionäre der regierenden PSD, allen voran Parteichef Liviu Dragnea, der aufgrund seiner Verurteilung – unter anderem wegen Wahlmanipulation – zurzeit nicht den von ihm angestrebten Posten des Ministerpräsidenten übernehmen kann.
Gegen die Justizreform gab es Proteste in der Bevölkerung und von der Opposition, aber auch Warnungen durch die Europäische Union, deren Mitglied Rumänien ist.





Rumänien / Dobreni
Holz gegen die eisige Kälte
Bedürftige Familien können sich ein warmes Zuhause nicht leisten

Der Winter steht bevor. Bereits jetzt sind die Temperaturen deutlich tiefer in Dobreni. Nicht mehr lange, und das Land liegt unter einer kalten, weissen Schneedecke. Die Winter in diesem Teil Rumäniens können wirklich kalt und lang werden: Bis zu minus 22 Grad sind keine Seltenheit, und der Schnee liegt oft bis weit in den April hinein.

Die meisten Menschen in der Region heizen mit Holz. Dieses ist für sie sehr teuer: Ein Karren voll kostet schnell einmal vier Monatseinkommen. Viele Familien können sich das nicht leisten, und so müssen gerade die Ärmsten der Armen im Winter viele Tage ohne Heizung auskommen. Das trifft vor allem die Kinder, die trotz dicker Mützen und Pullover in ihrem Zuhause frieren müssen. „Wir können nicht unser ganzes Geld für Holz ausgeben“, sagt Mircea (37), „wir müssen auch noch Strom, Wasser, Lebensmittel und die Schulsachen bezahlen.“ Die achtköpfige Familie Tepes ist eine jener Familien, denen wir dringend mit Holz über die kalte Jahreszeit helfen wollen.

Familie Tepes: Mircea Tepes und seine Familie benötigen Holz für den langen und kalten Winter.

Die Kinder müssen dick eingemummelt im Bett bleiben, wenn es richtig kalt ist.

Auch im Waisenhaus in Dobreni ist Holz der wichtigste Brennstoff.

Mircea lebt mit seinen Lieben in den Bergen, im Dorf Bicaz Chei. Hier gibt es kaum Arbeit. In den fünf ansässigen Geschäften sind fünf Verkäufer beschäftigt. Der Rest der Bevölkerung hält Vieh oder arbeitet auf dem Bau, wo es im Winter keine Arbeit gibt. Der Familienvater tut alles, um Frau und Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Extrakosten für das Holz jedoch bereiten ihm Sorgen.

So geht es auch den Familien von Adrian und Vasile, beide mit vier Kindern, und der Familie von Radu mit ihren fünf Kindern. Und natürlich benötigt auch das Waisenhaus Casa Ray Holz zum Heizen. Wir möchten sie alle mit Brennholz versorgen. Dazu benötigen wir rund 5 000 Franken (4 350 Euro). Ganz herzlichen Dank, wenn Sie uns dabei unterstützen, diesen Familien und dem Waisenhaus über die eisige Jahreszeit zu helfen.

Projekt Nr. 3434, "Holzvorrat für Familien"

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Rumänien
Startkapital für eigene Werkstatt

Dan und Daniela sind seit 15 Jahren verheiratet. Beide stammen aus bescheidenen rumänischen Familien. Dan träumte schon als Kind davon, Automechaniker zu werden. Für seine Eltern war es schwer, ihm die dreijährige Berufsschule zu ermöglichen. Oft musste Dan mit knurrendem Magen zur Schule gehen; doch einige seiner Freunde mussten die Schule sogar verlassen, um Gelegenheitsjobs nachzugehen. Als Dan mit 18 Jahren die Schule beendete, fand er keine Arbeit.

Der junge Mann ging von Tür zu Tür und sprach bei verschiedenen Auto-Werkstätten vor. Schlussendlich fand er eine Werkstatt, die ihm zwar Arbeit anbot, aber ohne Bezahlung. Dan war bereit, einfach um der Erfahrung willen zu arbeiten. Später wurde er dort fest angestellt.

Kurz nach der Hochzeit mit Daniela verlor er seine Arbeitsstelle, weil die Autowerkstatt geschlossen wurde. Zu dieser Zeit hatte Dan eine schwangere Frau, Mietkosten und Rechnungen, die bezahlt werden mussten; seine Welt zerfiel in Trümmer. Er musste eine Lösung finden.

Um Reparaturen ausführen zu können, benötigt Dan eine eigene Werkstatteinrichtung.

2003 begannen viele Rumänen, das Land zu verlassen, um in anderen Ländern Geld zu verdienen. Auch Dan liess seine weinende Frau mitsamt seinem ungeborenen Kind ohne finanzielle Mittel zurück und ging nach Spanien, um dort zu arbeiten. Er sah seinen Sohn Mark (14) zum allerersten Mal nach einem Jahr in der Fremde. Die Familie war getrennt, bloss einmal jährlich konnte sie zusammen sein. Nach 7 Jahren wurde Naomi geboren. Im Dezember 2016, nach 14 Jahren in Spanien, entschied sich Dan, definitiv nach Hause zurückzukehren. Er sagt: „Von nun an will ich keinen Augenblick mehr verpassen im Leben meiner Kinder, egal was kommt.“

Mark besucht die 9. Klasse, Naomi ist stolze Erstklässlerin. Obwohl Dan sehr viel arbeitet, reicht das Geld, das er verdient, nur knapp für die Bedürfnisse der Familie. Ungeachtet der finanziellen Not ist die Familie aber überglücklich, endlich vereint zu sein.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz hat Dan seinen Traum nicht aufgegeben. Wieder zurück in Rumänien hat er sogleich begonnen, kaputte Autos zu reparieren. Ein Nachbar überliess ihm dazu seine Garage. Im Januar versuchte Dan, die nötigen Papiere für eine Autowerkstatt zu erhalten, aber er konnte die Bedingungen (Autolift, gute Werkzeuge, richtiger Raum) nicht erfüllen. Momentan darf er deshalb keine Reparaturen annehmen.

„Ich will die Geschichte nicht wiederholen und meine Familie erneut auseinander reissen, um in der Fremde zu arbeiten“, meint Dan verzweifelt.

Wir möchten dem Familienvater helfen, seine eigene Auto-Werkstatt zu eröffnen, indem wir ihm ein Startkapital geben. Die Werkstattmiete für 6 Monate beträgt 1 800 Franken (1 565 Euro), ein Autolift kostet 1 300 Franken (1 130 Euro) und ein Grundstock an Werkzeugen rund 500 Franken (435 Euro).

Mit Ihrer Hilfe können wir einen Kindheitstraum erfüllen und eine Familie zusammen halten. Vielen Dank!

Projekt Nr. 3435 "Startkapital für Autowerkstatt"

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Südafrika
Mit eigenen Schritten in die Zukunft

Wenn man Fotos von Joshua betrachtet, fällt einem auf den ersten Blick nichts Besonderes auf. Der Fünfjährige spielt mit Vorliebe mit seinen Spielzeugautos, wie so viele Jungs in seinem Alter auch. Sein herzliches Lachen scheint den Raum zu erfüllen. Joshua ist behindert. Doch er hat eine ganz besondere Gabe: Er erobert die Herzen der Menschen im Sturm. Der Kleine lebt ganz im Hier und Jetzt – und das ist gut so.

Joshua lebt seit einem Jahr im Thandihouse (wir berichteten über das Kinderheim in der Sonderaktion „Diaconia hilft in Afrika“ im September 2017*). Der Fünfjährige leidet an einer zerebralen Bewegungsstörung, die auf Sauerstoffmangel während oder kurz nach der Geburt zurückzuführen ist. Die Eltern des kleinen Jungen sind alkoholkrank und leben in extrem armen Verhältnissen. Aufgrund ihrer Sucht waren sie überfordert und nicht fähig, für ihren behinderten Sohn zu sorgen, geschweige denn, ihn zu fördern. Joshua war stark vernachlässigt worden, er konnte weder sitzen noch gehen. Nachdem die Behörden auf die Familie aufmerksam geworden waren, brachte man den Jungen zu seinem Schutz in die Obhut von Rene und Mark Morcom ins Thandihouse nahe Pietermaritzburg.

Joshua mit seinem ebenfalls behinderten Hund

Das Ehepaar hat den Kleinen liebevoll in seine 25-köpfige „Grossfamilie“ aufgenommen und versucht, ihn wo immer möglich und so gut es geht zu unterstützen.

In der Obhut von Mark und Rene Morcom hat sich Joshua zu einem fröhlichen, aufgeweckten und neugierigen Kerlchen entwickelt!

Er besucht eine Schule für Behinderte und macht auch dort erstaunliche Fortschritte; am meisten geniesst er die sozialen Kontakte, die er erfahren darf.

Wir möchten diesen Jungen weiter fördern und ihm zu diesem Zweck ein Therapiegerät besorgen, damit er täglich mit „Mama Rene“ üben kann, ohne den beschwerlichen Weg in die Stadt bewältigen zu müssen. Weiter möchten wir ihm einen Rollstuhl besorgen, welcher ihn im Alltag unterstützt und sein Leben erheblich erleichtert. Joshua soll selbstständig sitzen – und eines Tages sogar ohne Hilfe gehen können.

Der Rollstuhl schenkt dem Jungen dieses Stück Selbstständigkeit, und das spezielle Therapiegerät wird ihm helfen, seine Beine nutzen zu lernen. Für beide Geräte zusammen benötigen wir einen Betrag von 1 150 Franken (rund 1 000 Euro). Wir bitten Sie herzlich darum, uns bei unserem Vorhaben zu unterstützen: Mit diesen Hilfsmitteln kann Joshua optimal gefördert werden. Für eine Zukunft, die er zumindest ein Stück weit selbstständig gestalten kann. Vielen herzlichen Dank für jede Spende und jedes Gebet!

Projekt Nr. 8001 "Therapiegeräte Joshua"

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DIACONIA
Diaconia schenkt WEIHNACHTSPÄCKLI für arme, rumänische Kinder

Jedes Kind erhofft sich an Weihnachten ein Geschenk. So merkt es, dass es geliebt wird, dass jemand daran gedacht hat, ihm eine Freude zu bereiten. Was aber, wenn diese Erwartung nur ein Traum bleibt und es in Wirklichkeit heisst: Vielleicht nächstes Jahr?!

Diaconia möchte bedürftigen Kindern ohne Paten in Rumänien eine Freude bereiten. An den zwei rumänischen Standorten der Arbeit von Diaconia, in Brasov und in Dobreni, werden mehr als 800 Kinder betreut. Diesen Kindern können Sie, liebe Spender, eine grosse Freude machen und ihnen gleichzeitig helfen, das neue Semester in der Schule mit einem glücklichen Lächeln und neuen Farbstiften oder einem neuen Füller anzufangen.

Kaufen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf einfach ein bisschen mehr ein. Kaufen Sie nicht nur für Ihre Familie ein, sondern auch für ein notleidendes Kind, das sich nach Weihnachtsfreude sehnt. Füllen Sie eine Schuhschachtel mit Schulmaterial (zum Schreiben, Malen, Gestalten, Basteln...), Hygieneartikeln (Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Duschgel...), Süssigkeiten (Schokolade, Biskuits, Bonbons, Gummibärchen...) und natürlich mit Spielsachen, vielen Spielsachen!

Wenn Sie lieber einen Geldbetrag spenden möchten, machen wir die Päckli für Sie. Mit ungefähr 40 Franken kann man eine Geschenkschachtel füllen. Alle Päckli werden noch vor Weihnachten mit einem Hilfsgütertransport nach Rumänien gebracht.

Alisias Vorfreude ist gross - sie erinnert sich gut an das letztjährige Päckli.

Gabriel und Marius bestaunen ihre Schätze.

Sie können die Pakete nach Beinwil am See bringen: Am Mittwoch, 1. November, und am Samstag, 18. November, jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr wird Mihai Hunziker Sie in der „Forelle“, Apothekerweg 2, Beinwil am See (östlich der Apotheke und des Reisebüros Hintermann) persönlich erwarten. Er wird Ihnen bei Kaffee und Gebäck über unsere Arbeit in Rumänien berichten. In der übrigen Zeit bitten wir Sie, die Pakete während den Bürozeiten an der Feldstrasse 9 (Bürogebäude) abzugeben.

Diaconia organisiert den Transport der Geschenke für den 12. Dezember 2017. Wir sind natürlich auch dankbar für einen Beitrag an die Transportkosten, die jeweils anfallen, wenn ein Lastwagen voll beladen mit Hilfsgütern nach Rumänien fährt.

Seien Sie dieser Jemand, der an ein rumänisches Kind denkt! Und lassen Sie aus diesen guten Gedanken Weihnachtsfreude wachsen! Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 3436 "Weihnachten für rumänische Kinder"

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