Report
Ausgabe 12, Dezember 2008


Armenien
Einzige Chance für verarmte Mutter war das Kinderheim – Wunsch nach einem gemeinsamen Leben
Kranke Frau will mit ihren Kindern leben
Trotz schlimmer Armut benötigt Astghik Baltaian nur eines, um endlich wieder Glück zu spüren: Eine kleine Ecke, in der sie zusammen mit ihren Kindern leben kann. Nach vielen Stationen leben drei ihrer Kinder inzwischen im Kinderheim und das, obwohl die Mutter ihre Zöglinge so gerne bei sich hätte, zumal ihre Gesundheit schwer angeschlagen ist.
Astghiks Vater Avetis ist seit seiner Kindheit blind. Trotz seiner Blindheit heiratete er und bald kam Tochter Astghik auf die Welt. Doch sie war kränklich und litt unter nervlichen Störungen. Die Geburt der kranken Tochter hielt die Eltern nicht davon ab, zwei weitere Kinder zu bekommen. Da Avetis im Blindenverein arbeitete, konnte er die Familie sehr gut versorgen. Avetis Frau unterstützte ihren Mann, wo sie nur konnte. Ja, sie war nicht nur die Liebe seines Lebens, sie war auch sein Augenlicht.
Doch zurück zu Astghiks Geschichte: Im Alter von 18 Jahren heiratete sie. Doch die Ehe dauerte nicht lange. Ihr erster Mann starb 1992 bei einem Unfall. Plötzlich war die junge Frau wieder auf ihren Vater angewiesen. Der hatte aber nach dem Zerfall des kommunistischen Systems seine Arbeit verloren und erhielt keine Unterstützung vom Staat. Nun musste er sich plötzlich um seine verwitwete Tochter und seine kleine Enkelin kümmern. Trotz vieler Nöte und Schwierigkeiten überstand die Familie diese Krise und 1999 heiratete Astghiks erneut. Ihr aus Russland stammender Mann mietete eine Wohung und im Jahr 2000 bekam sie ihre zweite Tochter Alina, 2001 ihren Sohn Harutjn und im Jahr 2003 kam Sohn Hajk auf die Welt. Das Ehepaar arbeitete, um die Kinder zu ernähren und die Miete zu bezahlen, doch nicht immer reichte das Geld aus. Die anstrengende Arbeit und der Mangel an Geld brachten Astghiks Mann zur Verzweiflung und er bekam schwere Depressionen. Er wollte und konnte sich keine Mühe mehr geben, um die Familie zu versorgen. Und wieder stand die gesundheitlich angeschlagene Frau vor einem Berg voller Probleme, die sie alleine bewältigen musste. Trotz ihrer schwachen Gesundheit kämpfte sie jeden Tag dafür, dass ihre Kinder etwas zum Essen auf dem Tisch hatten. Doch der Kampf war vergebens, die Armut holte sie ein. Zuletzt konnte die Familie die Miete nicht mehr bezahlen und landete auf der Strasse. Um ihre drei Kinder vor Hunger und Kälte zu schützen, brachte sie Astghik in ein Kinderheim. Sie selbst wohnt schon seit mehreren Monaten wieder bei ihren Eltern, zusammen mit ihrem Bruder und seiner Familie, sowie ihrer ältesten Tochter Hripsime.
Die Kinder werden im Kinderheim liebevoll betreut. Sie essen sich satt, sind gut angezogen, schlafen in trockenen und sauberen Betten und haben viel Spielzeug. Und dennoch weinen sie oft, weil sie ihre Mutter vermissen. Astghik besucht ihre Kinder so oft sie kann.
Immer bringt sie etwas Süsses für sie mit und erzählt ihnen Geschichten darüber, dass sie bald ein neues gemeinsames Leben voll Freude und Glück führen werden. Bitte helfen Sie mit, dass diese Geschichte kein Märchen bleibt, sondern für die Kinder und ihre Mutter zur Wirklichkeit wird. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1291
„Heim für Astghik“

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Armenien
Junge Frauen wollen studieren, um ihrer Familie das Überleben zu ermöglichen
Studium als Ausweg aus der Armut
Als sich in Armenien die politische Wende ankündigte und das Land in Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Chaos versank, heirateten Karen und Anik Sargsian. Das war im Jahr 1989. Die erste Tochter der beiden, Lilit, kam 1991 zur Welt. 1992 folgte die Geburt der zweiten Tochter Meri. Direkt nach der Geburt von Meri traten bei Anik schwere gesundheitliche Probleme auf. Sie bekam heftige Rückenschmerzen und die Ärzte stellten fest, dass ihre linke Niere nicht mehr funktionierte. Sie entfernten das kranke Organ. Merit war zu diesem Zeitpunkt gerade mal sechs Tage alt. Sie musste mit künstlicher Milch ernährt werden, was bei ihr später eine schwere Darmkrankheit verursachte.
Die schweren Unruhen im Land gingen an den Sargsians nicht spurlos vorbei. Auch Karen griff in den Krieg mit dem Nachbarstaat Aserbaidschan um das Gebiet Berg-Karabach ein. Mit anderen Freiwilligen fuhr er 1992 in das von Armeniern bewohnte umkämpfte Gebiet. 1993 wurde er dort von einem gegnerischen Geschoss verwundet, ein Splitter traf seine Wirbelsäule und löste bei ihm die Bechterew-Strümpell-Krankheit aus. Morbus Bechterew ist eine chronischentzündliche Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule, aber zusätzlich auch andere Gelenke, Sehnen und Bänder, die Haut, den Darm und die Augen betreffen kann.
Als er wieder zu Hause ankam, beschloss die Familie trotz schwacher Soziallage ein drittes Kind zu bekommen, denn Karen wollte immer einen Sohn haben. 1995 kam Armen zur Welt. Doch der Junge war nicht gesund: Er leidet unter zerebralen Bewegungsstörungen. Die alltäglichen Sorgen der Familie vermehrten sich. Armen ist unter ärztlicher Kontrolle. Massagekurse für den kranken Jungen kosten Geld, das der Kriegsinvalide nicht immer aufbringen kann.
Zwei grosse Lichtblicke hat die Familie: Ihre fleissigen Töchter. Beide sind sehr klug und zielstrebig. Sie haben die Schule beendet und die Aufnahmeprüfung an die Universität mit Auszeichnung bestanden. Lilit studiert Philologie an der Französischen Universität und schreibt Artikel für Zeitungen. Meri wurde ins Institut für Sport aufgenommen. Sie hat das Fachgebiet Physiotherapie gewählt, um ihrem kleinen Bruder, der im Rollstuhl sitzt, später helfen zu können. Lilit und Meri sind die einzige Hoffnung ihrer Eltern. Ein Universitätsabschluss ist für sie ein Garant für eine sichere Zukunft. Als Spezialistinnen können sie später Anstellungen finden und die Last der Eltern erleichtern. Doch sie stehen momentan vor einem grossen Problem. Sie können die Studiengebühren von umgerechnet rund 3000 Franken (etwa 2000 Euro) nicht begleichen. Das einzige Einkommen sind die Invalidenrenten von Karen und Anik, und die betragen zusammen gerade mal 188 Franken (rund 126 Euro).
Nur Sie können durch Ihre Spende ermöglichen, dass diese fleissigen und intelligenten Mädchen ihr Studium fortsetzen können. Danke für ihre Unterstützung!
Projekt Nr. 1292
„Studium für Lilit und Meri“

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Albanien
Siebenköpfige Familie vom Schicksal gebeutelt – Ein Elend, das zu Tränen rührt
Eigenes Kind in den Flammen sterben sehen
Die Diaconia-Mitarbeiter sind geschockt von der Armut, die sie in einer Baracke in Albanien angetroffen haben. Ein solches Elend gebe es nirgendwo in Europa, schreiben sie bestürzt.
Bare und Agimi Idrizi hatten sich ihr Leben eigentlich anders vorgestellt, als sie vor 16 Jahren heirateten. Viele Kinder wollten sie haben und glücklich mit ihnen in ihrer Hütte zusammen leben. Doch das grosse Unglück begann mit einer tragischen Geschichte, die die Eltern von fünf Kindern noch heute zum Weinen bringt. An einem Freitag um die Mittagszeit im Jahr 2003 sammelte Mutter Bare nicht weit von der Baracke leere Blechdosen ein, um sie für wenig Geld zu verkaufen. Die einjährige Tochter Sava schlief friedlich in der Hütte, die sie einst aus Karton und Holz gebaut hatten. Plötzlich hörte die heute 40-Jährige eine laute Explosion. Als sie sich umdrehte, stand die Hütte in Flammen. Sie rannte los und schrie um Hilfe. Doch als sie an der Hütte ankam, brannte ihre kleine Tochter und sie konnte nicht ins Haus, um ihr kleines Mädchen zu retten. „Ich weinte und weinte über dem verbrannten Körper meiner Tochter, aber nichts konnte sie mehr ins Leben zurückbringen“, erzählt Bare und Tränen der Verzweiflung rinnen über ihr Gesicht. „Am 22. Januar feierte Sava noch ihren ersten Geburtstag, am 23. Januar starb sie in den Flammen und am 24. Januar wurde sie beerdigt“, macht die Mutter das ganze Ausmass der Tragödie noch einmal deutlich.
Die Familie verlor alles durch das Feuer. Kleidung, Möbel, Hausrat – alles wurde zu Asche. Auslöser der Tragödie war ein Schaden an der Elektrizitätsversorgung. Vater Agimi fiel nach dem tragischen Tod seiner Tochter in eine tiefe Depression und er verlor seinen Job, was die Misere noch verschlimmerte. Nun sind beide Ehepartner arbeitslos und müssen zusammen mit ihren Kindern in kaum vorstellbaren Verhältnissen leben. Die Baracke ist armselig und alt. Es tropft hinein, wenn es regnet, und bei Sturm wackelt die ganze Hütte, sodass die Kinder verängstigt weinen. Es ist kalt, erst recht im Winter. Der seit fünf Jahren andauernde Schmerz und der grosse Kummer über den Verlust der Tochter ist verheerend für die angeschlagene Gesundheit der Mutter.
Die Kinder gehen zwar zur Schule, aber sie fühlen sich schlecht im Vergleich zu ihren Mitschülern, denn sie haben kaum Kleidung. Vor allem, wenn es in die Hütte regnet und die Kleidungsstücke nass werden, können sie nicht zur Schule gehen, denn sie haben keine anderen Sachen zum Anziehen. Bis vor kurzem hat Bare noch Blechdosen eingesammelt, um sie gegen Geld einzutauschen. Doch selbst diese Arbeit kann sie nicht mehr machen, weil ihr Blutdruck viel zu hoch ist und sie beim Sammeln ohnmächtig wurde.
Die Behörden sorgen kaum für die Familie. Sie haben nicht die notwendigen Mittel zur Verfügung. Kürzlich suchte Bare beim Arbeitsamt Rat und erzählte ihre schlimme Geschichte, aber es kam nichts dabei heraus.
Nun kommen noch vielfältige gesundheitliche Probleme bei den Kindern hinzu. Eines der Mädchen hat ständig Nasenbluten. Es leidet an einer chronischen Infektion der Harnwege. Die zehnjährige Tixhe hat eine asthmatische Bronchitis. Die zwölfjährige Klaudia war einige Male im Spital. Sie hat Hepatitis, die noch nicht ausgeheilt ist. Auch Mutter Bare ist krank. Sie leidet an Diabetes, an einer Schilddrüsenkrankheit und auch das Herz-Kreislaufsystem ist betroffen. Sie ist davon überzeugt, dass all die Krankheiten durch die schlimme Armut entstanden sind, in der die Familie leben muss. „Mein grösster Wunsch ist es, dass meine Kinder irgendwann ein ganz normales Leben führen können, so wie viele andere Kinder in Albanien. Dass sie einen Zufluchtsort haben, genug zu essen und saubere Kleidung“. Verzweifelt fügt sie hinzu: „Meine Kinder wurden in das Elend geboren. Sie hatten nie die Gelegenheit, eine glückliche Kindheit zu erleben“.
Projekt Nr. 1293
„Weg aus dem Elend Familie Idrizi“

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Armenien
Ehemann erdrosselt im Wald gefunden – Sohn ist schwer krank und die Eltern sind invalid
Junge Mutter kämpft für ihre Familie
Invalide Eltern, ein früh verstorbener Ehemann und ein behindertes Kind: Die 28-jährige Armine trägt eine unvorstellbar grosse Last auf ihren Schultern. Nur mit Mühe schafft sie es, alle Angehörigen zu versorgen.
Armine stammt aus einem der schönsten Orte Armeniens, der Stadt Stepanavan. Die dortige Landschaft ist malerisch, die Stadt ist von dichten Wäldern umgeben. 1997 heiratete Armine den acht Jahre älteren Karen und ein Jahr später kam ihr gemeinsamer Sohn Samvel auf die Welt. Doch das gemeinsame Glück währte nur kurz. Karen, der immer sehr hitzköpfig war und in Streitereien geriet, wurde im Jahr 2000 erdrosselt im Wald gefunden. Ohne Ehemann musste die junge Frau von nun an ihren schwer behinderten Sohn grossziehen. Samvel leidet seit seiner Geburt an „Hydrozephalus“, einer krankhaften Erweiterung der Flüssigkeitsräume des Gehirns auf Kosten der Hirnsubstanz (auch Wasserkopf genannt). Seit 1998 wurde er schon dreimal operiert. Bei der letzten Operation im Jahr 2006 wurde dem Kind ein Anschluss vom Gehirn bis zum Bauch gesetzt. Doch Samvel wächst und so muss dieser so genannte Shunt noch mehrmals geändert werden. Ausserdem muss Samvel alle sechs Monate zur Computertomographie.
Um die angehäuften Schulden für Medikamente und Behandlungen bezahlen zu können, entschied sich Armine 2006 zu einem grossen Schritt: Sie verkaufte ihr Elternhaus im schönen Stepanavan. Gemeinsam mit ihren betagten Eltern und ihrem Sohn zog sie in eine Mietwohnung in der Hauptstadt Jerevan. Sowohl die Mutter als auch der Vater von Armine sind invalid. Die Mutter ist zuckerkrank und der Vater leidet an zahlreichen Krankheiten, wie Leberzirrhose und Knochentuberkulose.
Samvel ist inzwischen zehn Jahre alt. Jeden Monat muss er ärztlich untersucht werden. Um das Immunsystem des kleinen kranken Jungen nicht zu gefährden, muss er ausreichend Nahrung bekommen. Armine arbeitet hart, um den Gesundheitszustand ihres Jungen nicht zu gefährden und ihren Eltern eine gute medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Doch ihr kleines Gehalt reicht nicht aus, um die Kosten zu decken. Vom Sozial- oder Gesundheitsamt hat die Familie keine Unterstützung zu erwarten. Die sozialen Probleme sind in Armenien nach wie vor gross. Darum ist die junge Frau dringend auf Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit, Armine neue Hoffnung zu schenken.
Projekt Nr. 1294
„Zukunft für Armine“

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Rumänien
Die Furduis wünschen sich nichts mehr, als dass ihre vier Monate alte Tochter den Winter in einer zugigen Holzhütte übersteht
Kleine Familie hat endlich ein Dach über dem Kopf
In einer kalten Nacht unter freiem Himmel, mit seiner gerade mal vier Monate alten frierenden Tochter im Arm, fasste Cosmin Furdui einen Entschluss: Ein Haus zu bauen, für seine Frau Ana und seine kleine Cosmina.
Viel zu lange hatte die kleine Familie mit Cosmins Eltern zusammen gelebt und viel zu oft schon mussten sie im Freien übernachten, weil in den beengten Verhältnissen nicht genug Platz für alle war. Auf einem kleinen Stückchen Land baute er innerhalb einer Woche ohne Hilfe ein kleines Holzhaus. Ana machte sich Sorgen, weil ihr Mann das Holz für das Haus schnitt, ohne geeignete Maschinen dafür zu haben. Vor wenigen Tagen hat er nun damit begonnen, Mauern in das Häuschen zu ziehen und es zu isolieren. Denn es ist bereits bitterkalt, und das Baby braucht dringend Wärme. Er benötigt Holz, Zement und andere Materialien, um das Haus wetterfest zu machen. Das Holz für den Bau wurde zur Hälfte bezahlt mit dem Geld, das Frisch-Verheiratete in Rumänien erhalten. Die andere Hälfte schuldet die kleine Familie den Holz-Verkäufern noch.
Cosmin würde gerne arbeiten, aber im Moment fühlt er sich hin- und her gerissen zwischen der Möglichkeit, für einen sehr geringen Lohn tageweise zu arbeiten und dem dringenden Bedarf, das Haus zu isolieren, damit die kleine Cosmina den Winter übersteht. Er hat sich für das Haus entschieden. Seit drei Monaten isst er nichts anderes als gestampfte Kartoffeln.
Helfen Sie mit, dass Cosmin, Ana und Cosmina im eisigen rumänischen Winter nicht frieren müssen. Bitte spenden Sie für Baustoffe und Isolationsmaterial, damit die kleine Familie in diesem Winter nicht erfriert. Herzlichen Dank!
Projekt Nr. 1295
„Wärme für Cosmina“

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Rumänien
Junge Familie hat nicht genug Geld, um Milch für ihre Kinder zu kaufen
Babys leiden an quälendem Hunger
Mihai (24 Jahre alt) und seine Frau Irina (20) sind verzweifelt: Sie haben nicht genug Geld, um Milch für ihre Kinder zu kaufen. Dabei benötigt vor allem der kleine Sebastian mit seinen vier Monaten dringend das lebenswichtige Elixier. Aber auch sein grösseres Brüderchen Mihai Petru (ein Jahr und vier Monate alt) ist noch darauf angewiesen. Meistens kaufen Mihai und Irina am Nachmittag drei Liter Milch bei einer Familie im Dorf. Doch am nächsten Morgen gegen elf Uhr ist die Milch alle. Um die Kinder nicht hungern zu lassen, gibt es Tee mit Biskuits verrührt, bis die Eltern am Nachmittag wieder Milch holen können. Für den kleinen Sebastian reicht es meistens noch, doch sein grösserer Bruder Mihai Petru muss oft hungern.
Nun ist ungewiss, ob Mihai und Irina überhaupt noch Milch bekommen werden, denn die junge Familie ist bei der Milchfrau verschuldet. Seit drei Monaten haben sie ihre Milch nicht mehr bezahlt. Vater Mihai arbeitet zwar, aber er findet nicht mehr als an fünf oder sechs Tagen im Monat eine Beschäftigung. Vor drei Jahren haben die beiden in Eigenarbeit ihr kleines einfaches Häuschen gebaut. Sie könnten es schön haben, wenn sie nur ihre Kinder versorgt wüssten.
Projekt Nr. 1296
„Milch für Kinder“

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Rumänien
Petre leidet an einer unheilbaren Krankheit und ist dringend auf Medikamente und ärztliche Unterstützung angewiesen – Mutter finanziell und psychisch am Ende
Verzweifelter Kampf ums Überleben ihres Sohnes
Petre ist zwölf Jahre alt und sehr begabt. Zeichnen und kreatives Modellieren sind seine grosse Stärke. Wenn er vor seinen Bildern sitzt, vergisst er für kurze Zeit seine schlimme Krankheit. Sobald er etwas isst, muss er sofort zur Toilette und die Nahrung wieder ausscheiden. Vier Operationen hat der Junge bereits hinter sich, aber es sieht so aus, als müsse er unter dieser Einschränkung sein ganzes Leben lang leiden.
Noch immer muss Petre Windeln tragen. Nach den Operationen erkrankte er jedes Mal an Infektionen, die er sich im Spital geholt hatte. Völlig verzweifelt meldete sich seine Mutter vor einigen Monaten bei Diaconia. Sie kann die ärztliche Betreuung ihres Jungen nicht mehr bezahlen. Ihr Mann hat die Familie verlassen, als Petre noch ein Baby war. Er konnte nicht damit umgehen, dass das Kind so schwer krank war, und wurde alkoholabhängig.
Die ersten Operationen ihres Sohnes konnte die Frau noch bezahlen, doch im Jahr 2004 musste sie ihr Haus verkaufen, um die Rechnungen an das Krankenhaus in Bukarest begleichen zu können. Das alles wurde zu viel für die Mutter: Kein Mann, keine Heimat, ein Sohn, der seit vier Jahren ums Überleben kämpft. Anfangs lebten die beiden bei einer Bekannten in Brasov. Doch das funktionierte irgendwann nicht mehr. Sie zogen aus und mieteten sich eine kleine Wohnung. Doch das Einkommen der Frau reicht nicht für Essen und Miete. Eine Abwärtsspirale, die sich immer weiter dreht. Die Ärzte empfehlen Petre, den Sommer am Meer und den Winter in den Bergen zu verbringen – für die Mutter völlig unbezahlbar.
Manchmal fährt Petre ohne Fahrkarte mit dem Bus zur Schule. Wenn seine Mutter schimpft, sagt er oft: „Nein Mama, wir müssen das Geld für Vitamine und Essen sparen“. Die Zusatzvitamine, die er benötigt, sind teuer und manchmal isst er schlechte Lebensmittel. Das verursacht bei ihm sofort Magenprobleme. Anfang September musste seine Mutter nun einen Kredit für Kleidung, Schulbedarf und Miete aufnehmen.
Petre benötigt dringend Windeln, Vitamine und monatliche medizinische Kontrollen. Seine Mutter weiss nicht mehr, wie es weiter gehen soll und setzt all ihre Hoffnungen auf Diaconia, damit ihr Sohn die Hilfe bekommt, die er zum Überleben benötigt. Danke für Ihre Hilfe! Bitte schliessen Sie diesen armen Jungen auch in Ihre Gebete ein!
Projekt Nr. 1297
„Medizin für Petre“

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Nepal
Im armen Himalaya-Staat spielen buddhistische und hinduistische Traditionen eine grosse Rolle
Dreijährige als „lebende Göttin“ verehrt
Einer Jahrhunderte alten Tradition folgend ist die dreijährige Matina Shakya zu Nepals neuer „lebenden Göttin“ bestimmt worden. Sie hat bereits die Zustimmung des neuen Präsidenten Ram Baran Yadav bekommen. Die Wahl der sogenannten „Kumari" ist in dem Himalaya-Staat ein jahrhundertealter Brauch. Die neue maoistische Regierung Nepals, die im Frühjahr die Monarchie abgelöst hatte, hat sich für eine Beibehaltung dieser Tradition entschieden.
Festlich geschmückt löste Matina Shakya die bisherige königliche Kumari Preeti Shakya ab. Diese ist elf Jahre alt. Mit Beginn der Pubertät gilt sie aus religiöser Sicht als „unrein“.
Wie die „lebende Göttin“ ausgewählt wird, bleibt geheim. Gerüchten zufolge muss sie diverse Prüfungen bestehen, etwa eine Nacht allein im Dunkeln verbringen und durch einen Raum mit toten Opferbüffeln gehen, ohne zu weinen.
Kritiker beanstanden, dass dem Mädchen seine Kindheit genommen würde. Sie sprechen von einem Verstoss gegen die Menschenwürde.
In mehreren Orten Nepals gibt es Kumaris. Die „lebenden Göttinnen“ werden von vielen Nepalis als Wiedergeburt der Göttin Kali verehrt. Nepals Bevölkerung hängt vorrangig dem Hinduismus und dem Buddhismus an. Priester beider Religionen haben die dreijährige Matina auf ihren „Dienstbeginn“ vorbereitet.
Diaconia setzt in Nepal auf Aufklärung, Bildung und die freimachende Botschaft des Evangeliums. In den drei christlichen Diaconia-Kinderheimen werden die Kinder nicht in buddhistische oder hinduistische Rituale verstrickt. Vielmehr erfahren sie aus der Bibel, dass Gott alle Menschen gleichermassen liebt – und dass er keine kleinen „Göttinnen“ geschaffen hat. Die Kinderheime sind auf Ihre Gebete und Gaben angewiesen. Bitte beten Sie für die Kinder in Nepal, die so sehr unter dem Eindruck der im Land vorherrschenden Religionen stehen.
Projekt Nr. 1298
„Nepalhilfe“




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