Report
Ausgabe 12, Dezember 2010


Armenien
Geworg und Milena leben ohne Eltern – Familie von zahlreichen Schicksalsschlägen heimgesucht
Grossmutter kämpft für ihre Enkelkinder
Die 61-jährige Jemma Petrosian kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Enkel Geworg und Milena. Die beiden müssen ohne ihre Eltern aufwachsen. Die Familie hat im Laufe der Zeit viele Schicksalsschläge verkraftet. Aber nun reicht Jemmas Rente nicht einmal mehr für das Essen. „Die Sorgen um die Kleinen haben mich völlig erschöpft”, berichtete sie weinend.
Vor vier Jahren starb Jemmas ältester Sohn an einem Herzinfarkt. Sein Tod kam völlig unerwartet und traf die Familie hart. Den Verlust hatte sie noch nicht verkraftet, als der nächste Schicksalsschlag sie traf. Jemmas Schwiegertochter Armine bekam Schmerzen, die immer heftiger wurden. Bei einem Arztbesuch stellte sich heraus: Armine hatte Darmkrebs. Es war bereits zu spät. Das bösartige Geschwür hatte sich schon in Lymphknoten und anderen Organen breit gemacht. Für Armine gab es keine Rettung mehr. Zwei Monate später war sie tot. Sie hinterliess Geworg und Milena in Jemmas Obhut und Fürsorge. Viel zu früh müssen die beiden ohne ihre Eltern klarkommen. Ihr Vater sitzt im Gefängnis. Er trägt die Schuld an einem Autounfall, bei dem ein Mensch getötet wurde. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Menschen in Armenien müssen nicht nur mit privaten Schicksalsschlägen zurechtkommen. Es gibt auch negative Einflüsse von aussen: Das verheerende Erdbeben von 1988 richtete enorme Schäden an und macht den Menschen bis heute zu schaffen. Dann gab es Krieg mit den feindlichen Nachbarn aus Aserbaidschan. Durch den Zerfall der Sowjetunion und die politische Wende wurde die Wirtschaft Armeniens gelähmt. Durch die Wirtschaftskrise, die bis 1997 anhielt, geriet der grösste Teil der Bevölkerung in Armut. Jemma lebt heute mit ihren Enkeln in einer kleinen Mietwohnung in Jerewan. „Meine Enkel müssen von meiner geringen Rente leben, die nicht einmal für das tägliche Brot ausreicht. Jeden Monat quält mich die Frage, wie ich die Miete aufbringen soll“, berichtet sie. Jemma hat an viele Türen von Behörden und sozialen Einrichtungen geklopft und um Hilfe gebeten, doch sie wurde immer abgewiesen. Auch ihre Bittbriefe blieben unbeantwortet. Der armenische Staat ist noch nicht imstande, Familien, die unverschuldet in Notsituationen geraten sind, eine angemessene Unterstützung zukommen zu lassen. Jemma befindet sich in einer schweren finanziellen Notlage. Ihre Rente reicht nicht, um Essen, Gas, Strom und Miete zu bezahlen. Sie weiss nicht mehr, wie es weitergehen soll. Es ist eines der wichtigsten Anliegen von Diaconia, dass Kinder in Armenien eine Zukunft voller Hoffnung haben können. Bitte helfen Sie mit! Ein grosses Dankeschön für alle Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1549, "Nothilfe Jemma"



Armenien
Junge mit „Wasserkopf“ ist fast geheilt – Mutter Armine betet um Unterstützung
Samwel wartet auf die letzte Operation
Die Ärzte hatten Samwel schon aufgegeben. Der Junge habe keine Überlebenschance, versicherten sie seiner Mutter Armine. Seit seiner Geburt leidet Samwel an einem sogenannten Wasserkopf, einer krankhaften Erweiterung der Flüssigkeitsräume des Gehirns. Armine bat Diaconia um Hilfe. Mittlerweile wurde Samwel dreimal operiert, sein Zustand hat sich deutlich gebessert und stabilisiert. Nun benötigt er noch einen weiteren, abschliessenden Eingriff.
Bereits vor zwei Jahren wurde an dieser Stelle über das tragische Schicksal von Armine und Samwel berichtet. Eine unglückliche Ehe, ein kranker Sohn und eine kranke Mutter, um deren Pflege sie sich kümmern muss, brachten die junge Frau fast zur Verzweiflung.
Armines Mann Karen wurde im Jahr 2000 erdrosselt im Wald aufgefunden. Ohne Ehemann musste sie alleine den behinderten Sohn grossziehen. Nach dem Tod ihres Mannes zog Armine gemeinsam mit ihren pflegebedürftigen Eltern in die Hauptstadt Jerewan. Mittlerweile ist Armines Vater gestorben. Ihre Mutter ist zuckerkrank.
Samwel braucht ausreichend Nahrung, um sein Immunsystem zu stärken. Auch Medikamente und Therapien müssen bezahlt werden. Armine stand vor Problemen, die sie alleine nicht lösen konnte. Deshalb wandte sie sich an die Diaconia-Mitarbeiter. Diaconia bezahlte die Miete und Krankenhausrechnungen und gab ihr seelsorgerischen Beistand. Armine ist sehr dankbar für diese Hilfe.
Der mittlerweile 12-jährige Samwel wartet nun auf den letzten chirurgischen Eingriff. Danach ist sein Leben laut Aussage der Ärzte nicht mehr in Gefahr. Er muss dann nur noch regelmässig Medikamente einnehmen.
Armine und ihre Familie wollen aus der kleinen Wohnung ausziehen. Armine sieht keine Zukunft mehr in der Hauptstadt, denn selbst für die Miete eines winzigen Raumes reicht ihr Einkommen nicht aus. Sie träumt davon, wieder in ihr Heimatdorf zu ziehen, dort sind die Mieten niedriger. Armine und Samwel benötigen weitere Unterstützung. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den notleidenden Christen in Armenien.
Projekt Nr. 1550, "Armine und Samwel"

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Armenien
Frühere Soldatin kämpft jetzt gegen Hunger und Kälte
„Das ist noch schlimmer als der Krieg“
„Eine Stellung in einem Gefecht zu erobern ist leichter als gegen die täglichen Herausforderungen zu kämpfen”, sagt Manuschak Abgarian. Sie ist in den Krieg gegen Aserbaidschan gezogen, weil sie ihr Vaterland nicht im Stich lassen wollte. Heute kämpft die ehemalige Soldatin gegen Kälte und Hunger. Sie weiss: Ohne fremde Hilfe werden sie und ihre Kinder diese Schlacht verlieren.
Das mehrheitlich von Armeniern besiedelte Berg-Karabach, das früher von Aserbaidschan verwaltet wurde, hatte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion für souverän erklärt. Das führte zu einem blutigen Krieg zwischen dem christlichen Armenien und dem muslimischen Aser-baidschan.
Manuschak war eine von vielen Frauen, die damals in den Krieg zogen, um ihre Heimat zu verteidigen. Sie geriet in Gefangenschaft. Manuschak wurde gefoltert. Nur mit Lösegeld konnte die armenische Seite Manuschak freibekommen.
„Einmal wurde ich am Bein schwer verwundet. Die Operation verlief gut. Einen Monat später stand ich wieder neben meinen Freunden an der Grenze”, berichtet sie. Nach dem Krieg heiratete Manuschak ihren Kampfgenossen Edik Dilanian. Sie hatten gemeinsam Siege und Niederlagen erlebt, Tod und Verzweiflung gesehen, viele Nöte und Schwierigkeiten überstanden. Beide waren überglücklich, dass ihre Kinder in einem unabhängigen Staat aufwachsen würden. 1999 erblickten ihre Zwillinge Arusjak und Sjusanna das Licht der Welt. Das Ehepaar wohnte in Ediks Elternhaus. Manuschak träumte von einem eigenen Zuhause. Doch ihre Hoffnung wurde jäh zerstört. Edik erlitt 2001 einen Herzinfarkt und starb. Nach seinem Tod musste Manuschak mit ihren kleinen Kindern Ediks Elternhaus verlassen.
„Ich konnte mir nie vorstellen, dass das Leben in einer Zeit des Friedens viel schwerer sein würde als während des Krieges”, sagt Manuschak heute. Sie fand keine Arbeit. Um nicht auf der Strasse zu übernachten, zog sie mit den Kindern in den Keller eines mehrstöckigen Gebäudes. Besonders im Winter ist das Leben hart für die Familie. Oft ist es so kalt, dass die Kinder kaum ihre eiskalten Finger bewegen können. Mit Schrecken denkt Manuschak an den beginnenden Winter. Die Kinder brauchen dringend warme Kleider und Decken, das Zimmer muss geheizt werden.
Nur einmal im Monat erleben Manuschak und ihre Töchter einen Funken Glück, wenn sie die Hilfspakete von Diaconia erhalten. Die Unterstützung durch die Paten bildet den Grundstock für ihr Überleben. „Ohne diese Hilfe wären wir schon lange verloren“, versichert Manuschak. Doch sie gehört zu jenen Müttern, die eine umfassendere Betreuung und Unterstützung brauchen, da sie trotz der Hilfe durch das Patenschaftsprogramm noch sehr viele Nöte haben.
Bitte ermöglichen Sie Manuschak und ihren Zwillingen ein Leben in einer gut geheizten, trockenen Wohnung. Ihre Barmherzigkeit wird nicht ohne Folgen bleiben!
Projekt Nr. 1551, "Nothilfe Manuschak"

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Rumänien
Kindern droht der Kältetod – Familien leben in zugigen Hütten ohne Heizmöglichkeit
Ein Holzofen als Überlebenshilfe
Der Winter ist für viele rumänische Familien die härteste Jahreszeit. Die Temperaturen fallen sehr früh und sehr tief. Viele Menschen leben in Hütten, die nur schlecht oder gar nicht isoliert sind. Da dringt die Kälte durch Mark und Bein. Deshalb verteilt Diaconia, wie schon in den vergangenen Jahren, Brennholz an die Bedürftigsten. Doch das alleine reicht nicht aus. Oft fehlt ein geeigneter Ofen, um die Familien vor dem Kältetod zu bewahren.
Familie Constantin ist sehr arm. In ihrer Hütte gibt es keine Heizung und keine Kochmöglichkeit. Im Sommer entzünden die Eltern im Freien ein Feuer, um für die Kinder und für sich Essen zu kochen. Doch jetzt wird es immer kälter. Der Familienvater ist arbeitslos. Er versucht, seine Familie als Tagelöhner durchzubringen. Aber sein Verdienst reicht bei weitem nicht aus, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können.
Ein Sohn der Familie Constantin hätte schon im vergangenen Jahr eingeschult werden sollen. Doch das war nicht möglich: Das Geld für Schulmaterial fehlte. Ausserdem hat Familie Constantin kein Geld, um dem Jungen Schuhe zu kaufen. Das ist nun im Winter ebenfalls ein grosses Problem.
Die Eltern gehen oft ohne Essen schlafen, weil sie einfach kein Geld haben, um genug Nahrung für alle zu kaufen. Die Mutter ist gesundheitlich schwer angeschlagen. Die Kälte macht ihr sehr zu schaffen. Die Hütte, in der Familie Constantin lebt, hat keinen Ofen, und die Wände sind nicht isoliert. Die Kälte dringt unbarmherzig durch jede Ritze.
Diaconia-Mitarbeiter haben der Familie versprochen, einen einfachen Holzofen zu beschaffen. Die Freude war riesig. Der Vater sagte zu einem Mitarbeiter: „Diaconia ist unsere einzige Hoffnung. Sonst wird uns niemand helfen, niemand interessiert sich für unser Schicksal.“
Diaconia hat die Möglichkeit, mehrere Holzöfen für jeweils 250 Franken (187 Euro) zu kaufen.
Der Winter in Rumänien ist brutal kalt und hält lange an. Über viele Wochen sinkt die Temperatur dauerhaft unter minus zehn Grad. Diaconia-Mitarbeiter besuchen immer wieder Familien zu Hause und begegnen dort unglaublichen Situationen. Oft schlafen alle Familienmitglieder in einem Raum, in dem es so kalt ist, dass Wasser in einer Flasche gefriert. Besonders die Kinder leiden. Sie bleiben wochenlang in ihren Kleidern, weil es zu kalt ist, um sie auszuziehen, und sie kein warmes Wasser
haben, um sich zu waschen.
Darum bittet Diaconia Sie, liebe Freunde, das wichtige Projekt „Öfen gegen brutale Kälte“ zu unterstützen. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1552, "Öfen gegen eisige Kälte"

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Rumänien
Im Diaconia-Kinderzentrum Brasov neue Hoffnung geschöpft – Früher oft hungrig zu Bett gegangen
Eine warme Mahlzeit für Andrea
Andrea lebt mir ihrer Mutter und ihren Geschwistern in Brasov. Sie alle kämpfen ums blanke Überleben. Vor drei Jahren hat der Vater, ein Alkoholiker, die Familie verlassen. Von einem Tag auf den anderen musste die Mutter allein für die drei Kinder sorgen. In Rumänien ist dies fast ein Ding der Unmöglichkeit. Vom Staat gibt es, wenn überhaupt, nur einen lächerlich kleinen Betrag Sozialhilfe. Einen festen Arbeitsplatz zu finden gleicht einem Lottogewinn.
„Wenn man, wie Andreas Mutter, keine Ausbildung abgeschlossen hat, ist es noch schwerer, Arbeit zu finden. Sie hatte als Kind nur drei Jahre die Schule besucht. Dann musste sie zu Hause bleiben und auf ihre kleinen Geschwister aufpassen.
Andreas Familie steht am Rande des Abgrunds, ohne Arbeit, ohne Einkommen. Und drei kleine Kinder, die ständig Hunger haben. Andreas Mutter wusste nicht mehr ein noch aus. Sie suchte überall Hilfe, besuchte alle sozialen Einrichtungen der Stadt. Doch meistens bekam sie keinerlei Antwort auf ihre Hilferufe.
Ab und zu konnte Andreas Mutter als Putzfrau arbeiten. Einmal arbeitete sie einen ganzen Monat für eine reiche Familie. Doch dann wurde sie plötzlich unter einem fadenscheinigen Grund entlassen und bekam nicht einmal den Lohn für die geleistete Arbeit.
Vor einem Jahr hörte die Familie von Diaconia. Eines Tages klingelten sie ohne grosse Hoffnung an der Tür des Kinderzentrums in Brasov. Denn zu oft wurden sie enttäuscht, deshalb wagten sie nicht mehr zu hoffen. Doch die Diaconia-Mitarbeiter empfingen die Familie wie jeden anderen Hilfesuchenden auch.
Andreas Mutter erzählt: „Zuerst musste ich einige Formulare über meine Verhältnisse, meine Familie, das Einkommen und die Gesundheitssituation ausfüllen, damit Diaconia meine Lage verstehen konnte. Schon am nächsten Tag besuchte uns ein Mitarbeiter und brachte uns einen Sack mit Kleidern für die Kinder und eine Ladung Holz. So konnten wir unser kleines Zimmer endlich heizen. Ich konnte es kaum glauben, dass sich jemand um unser Schicksal kümmern wollte. Für uns war dieser Tag ein Festtag.“
Doch die grösste Sorge ist nach wie vor, dass sie ihren Kindern oft nichts zu essen besorgen kann. In ihrem jungen Leben mussten die Kinder schon unzählige Male mit leeren Mägen zu Bett gehen. Die Mutter erzählte ihnen Geschichten, um sie abzulenken. Sie musste oft weinen, weil sie sich deswegen schlecht und schuldig fühlte.
Die Mitarbeiter von Diaconia versprachen, der Familie zu helfen und den Kindern im Kinderzentrum einen Platz zum Lernen zu geben. Das bedeutet, dass die Kinder nach der Schule ins gut geheizte Zentrum kommen können und dort eine warme Mahlzeit erhalten. Andrea und ihre Geschwister sind überglücklich. So gut gegessen haben sie noch nie, sagen sie.
Doch leider ist die Finanzierung dieser Mahlzeiten nicht gesichert. Die Diaconia-Mitarbeiter sind nicht sicher, ob Andrea und ihre Geschwister und viele andere Kinder, die ins Kinderzentrum kommen, weiterhin mit warmen Mahlzeiten versorgt werden können.
Wöchentlich belaufen sich die Kosten für die Mahlzeiten von 70 Kindern auf rund 750 Franken (560 Euro). Die monatlichen Kosten betragen etwa 3000 Franken (2250 Euro). Diaconia braucht Unterstützung. Die Kinder im Kinderzentrum Brasov sind auf Ihre Barmherzigkeit angewiesen!
Projekt Nr. 1553, "Warme Mahlzeiten Kinderzentrum"

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Rumänien
Verzweifelter Vater überfällt Supermarkt und sitzt seither im Gefängnis
Sebastian kann sein Auge nicht öffnen
Sebastian Emanuel Cristea (26) war völlig verzweifelt, als er mit einem Messer in der Hand einen Supermarkt überfiel. Er forderte von der Kassiererin alles Geld aus der Kasse – nicht für sich, sondern für seinen kleinen Sohn Sebastian Constantin. Der braucht dringend eine Augenoperation. Der Überfall misslang, der Familienvater sitzt seither im Gefängnis. Der kleine Sebastian Constantin bangt weiter um sein Augenlicht.
Familie Cristea lebt in einem Raum ohne Heizung und ohne heisses Wasser. Der Raum war früher eine Wäscherei, Kanalrohre führen mitten hindurch. Sebastian Constantin wurde 2007 geboren und war kerngesund. Seine Geburt war für die Familie eine grosse Freude. Da Sebastian und Aurelia in ihrer Wohnung kaum Platz hatten, kam der kleine Sebastian in einen Laufstall direkt neben der Türe. Doch durch die Kälte und die Feuchte neben der Eingangstür bekam er eine Bindehautentzündung. Die Krankheit war sehr aggressiv, im linken Augenlid bildete sich Eiter. Sebastian bekam sehr starke Medikamente und erholte sich dann auch schnell. Aber sein linkes Lid blieb zu, er konnte es nicht mehr öffnen.
Seine Eltern gingen mit ihm zu einem Augenspezialisten. Dieser sagte, dass Sebastian dringend operiert werden muss. Der Eingriff kostet 680 Franken (510 Euro). Vater Sebastian arbeitete als Zimmermann in einer Baufirma, dort verdiente er 460 Franken (345 Euro). Seine Frau Aurelia ist Hausfrau. Wenn sie Miete und Strom bezahlt haben, bleibt nicht mehr viel übrig. Das trieb Vater Sebastian zu seiner Verzweiflungstat. Seine Frau Aurelia ist geschockt und weint die ganze Zeit. Sie besucht ihren Mann im Gefängnis. Er ist emotional am Boden. Für Aurelia ist es unmöglich, die Augenoperation zu bezahlen. Deshalb kam sie zu Diaconia. Wenn Sebastian eine Zukunft haben soll, in den Kindergarten gehen und danach die Schule besuchen will, muss er mit beiden Augen sehen können. Diaconia möchte dem kleinen Sebastian helfen. Ihre Spenden können den dringend nötigen Eingriff ermöglichen!
Projekt Nr. 1554, "Augen-OP Sebastian"

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Albanien
Kinder schämen sich ihrer Armut - Es fehlt an Essen, Kleidung, Möbeln und Schulmaterial
Noch nie ein Geburtstagsgeschenk erhalten
Familie Bekshiu lebt in dem kleinen albanischen Dorf Synej und besteht aus sieben Mitgliedern: Vater Gezim (31), Mutter Violeta (32), Valbona (12), Jonida (9), Nafije (6) und Gezims Eltern. Die Familie leidet unter ihrer Armut. Ihr einziges Einkommen ist die Sozialhilfe, die sie von der Gemeinde erhält. Doch dieses Geld reicht nicht einmal, um Brot zu kaufen. Die Familie wohnt in einer kleinen Hütte. Sie besteht aus zwei Räumen und einem kleinen Flur, der als Küche benutzt wird. In einem Raum haust die Familie mit ihren drei Kindern, in dem anderen Raum leben Gezims Eltern.
Gezim versucht verzweifelt Arbeit zu finden. Ab und an kann er einfache Tätigkeiten in der Landwirtschaft übernehmen. Oder er arbeitet für einige Zeit auf dem Bau. Aber nirgends kann er länger als ein paar Tage bleiben. Es gibt einfach nicht genügend Arbeit. Jeden Tag steht er unter Druck: Er muss für seine Familie Brot kaufen.
Mutter Violeta sieht immer müde aus, weil die Gesamtsituation sie kaputt macht. Sie hat einen langen harten Tag. Schon früh morgens fängt sie an, erledigt Hausarbeiten. Dann schaut sie nach ihren Schwiegereltern. Sie ist am Ende ihrer Kräfte.
Die Bekshius haben hinter ihrer Hütte einen kleinen Garten. Dort haben sie verschiedene Gemüsesorten angebaut. So haben sie wenigstens ein paar Tomaten, Zwiebeln oder Paprika. Im späten Herbst, wenn das Gemüse nicht mehr wächst, kehrt der Hunger zurück.
Violeta hat dem Leiter der Diaconia-Arbeit in Albanien, Artan Metohu, ihre Lage eindrücklich geschildert: „Unsere drei Kinder gehen in die Schule, da in Albanien die Kinder für neun Jahre schulpflichtig sind. Das ist sehr schwer für uns, da wir den Kindern auch Bücher und anderes Schulmaterial kaufen müssen. Ausserdem brauchen die Kinder Essen und Kleidung. Wir können unseren Kindern diese Sachen nicht kaufen. Oft gehen die Kinder hungrig in die Schule. Und auch ins Bett gehen sie hungrig. Unsere Schulden im Supermarkt wachsen Tag für Tag. Wir wissen nicht, wie wir das jemals zurückzahlen sollen. An manchen Tagen wollen die Kinder nicht in die Schule, weil sie sich schämen, in ihrer alten Kleidung herumzulaufen. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen Geburtstag der Kinder gefeiert zu haben. Es tut mir im Herzen weh, dass ich ihnen an ihrem Ehrentag nichts bieten kann.“
Violetas grösster Wunsch ist, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft haben.
Diaconia möchte Familie Bekshiu helfen, ihr neue Bettwäsche zur Verfügung stellen, neue Betten und einige andere Möbel, so dass die Familie unter menschenwürdigen Bedingungen leben kann. Dies erfordert etwa 4200 Franken (3000 Euro). Jede kleine Hilfe und Zuwendung ist willkommen, um die schrecklichen Lebensbedingungen von Familie Bekshiu zu verbessern.
Projekt Nr. 1555, "Familienhilfe Bekshiu"

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Nepal
Neuigkeiten aus dem von Diaconia unterstützen „Shalom“-Internat in Pokhara
Sechs Monate intensiv gelernt
„Herzlichen Dank für die langfristige Unterstützung unserer Kinder und Jugendlichen“, schreibt Dr. Deependra G. aus der nepalischen Stadt Pokhara. Er leitet zusammen mit seiner Ehefrau das christlich geführte „Schalom“-Internat. Mehrere seiner Schüler werden seit Jahren von Diaconia unterstützt. Nepal, das „Dach der Welt“ im Himalaja, ist ein politisch unruhiger Staat, der seit Abschaffung der Monarchie noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Streiks, Bombenanschläge, heftige politische Konfrontationen sorgen für ständige Unsicherheit in einem der ärmsten Länder der Erde.
Die Kinder im „Schalom“-Internat müssen sich um ihre persönliche Sicherheit, um Kleidung, Essen und Bildung keine Sorgen machen. Dafür wird – dank Unterstützung durch Freunde und Spender – gesorgt. Die Kinder haben ganz andere Probleme. Zum Beispiel Bishal, 7. Klasse, ein von Diaconia unterstützter hochintelligenter Junge. „Er spielt gerne Fussball und wurde in eine Auswahlmannschaft berufen. Jetzt ist er prompt durch seine Mathematikprüfung gefallen. Wir haben ihn ermahnt und sind sicher, dass er das nächste Mal die Prüfung schaffen wird“, schreibt Dr. G. Die Schüler hätten nun ein halbes Jahr intensiv gelernt und genössen einige Ferientage.
Ein Leben ohne Angst ums Überleben, in einer liebevollen Umgebung, mit Haus-eltern, die begabte Kinder fördern: Für die Kinder in den Diaconia-Internaten sind diese Einrichtungen ein wahrer Segen. Möglich wird dies alles durch Ihre Unterstützung. Dafür ganz herzlichen Dank!
Projekt Nr. 1556, "Nepalhilfe"