Report
Ausgabe 12, Dezember 2012


Armenien
Bauernfamilie mit fünf Kindern lebt in armseliger Hütte
Angst vor dem nahenden harten Winter — Primitive Verhältnisse begünstigen den Ausbruch von Krankheiten

Harte Arbeit und Schwierigkeiten sind Teresa und Stepan Arakelian längst gewohnt. Nach der Heirat zog das junge Ehepaar in eine Wellblech-Hütte, richtete sie ein und war froh, einen eigenen Platz zum Leben zu haben. Sie hofften, mit der Zeit ein kleines steinernes Haus bauen zu können. Doch ihr Traum ist bis heute nicht in Erfüllung gegangen. Mittlerweile leben sie mit ihren fünf Kindern unter menschenunwürdigen Bedingungen in der winzigen Unterkunft.

Die Haupteinnahmequelle der Familie ist die Landwirtschaft. Teresa und Stepan pflanzen Kartoffeln und Tomaten an und verkaufen die Ernte auf dem Markt.

In der Wellblech-Hütte wurden alle fünf Kinder geboren. Sie besteht aus einem Raum und einem mit Planen bedeckten Aussenbereich. Der Raum ist Schlafzimmer, Esszimmer und Küche in einem. Es gibt kein Bad und keine Toilette. Die Hütte steht direkt an einem Bach. Im Sommer leiden die Kinder unter drückender Hitze und Mückenstichen, im Herbst unter der Feuchtigkeit und im Winter unter unerträglicher Kälte. Und es ist immer zu eng.

Teresa mit dem zweijährigen Awetis: Die Lebensumstände in der Hütte machen auch den jüngsten Sohn der Familie krank.


Familie Arakelian hofft, mit Hilfe von Diaconia die marode Hütte bald verlassen und in eine warme, trockene Unterkunft umziehen zu können.


In der Hütte ist es eng — viel zu eng für zwei Erwachsene und fünf Kinder.


Die primitiven Verhältnisse begünstigen die verschiedensten Krankheiten. Der älteste Sohn Serjoscha (16) leidet an Leberentzündung, zudem hat er Probleme mit der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse. Der zweite Sohn Harutjun (13) klagt immer wieder über Bauchschmerzen. Er hat eine Gallenblasenentzündung und Parasiten im Darm. Tochter Liana (11) leidet seit der Geburt unter Allergien. „Die Ärzte empfehlen, zunächst die Wohnbedingungen zu verbessern, sonst ist jede Therapie aussichtslos. Mit unserem kargen Familieneinkommen haben wir aber keine Möglichkeit, eine Wohnung zu mieten”, berichtet die verzweifelte Teresa. Ihre zwei jüngeren Kinder sind auch nicht gesund. Lusine (8) hat sich schon mehrmals mit verschiedenen Infektionen angesteckt. Der zweijährige Awetis ist hingefallen und hat sich am Kopf verletzt. Er ist noch nicht vollkommen genesen.

Der Wunsch nach einem gemütlichen, sauberen und hellen Haus ist derzeit unerfüllbar. „Wir besitzen einiges Baumaterial. In einem Jahr war die Ernte überraschend gut. Von diesem Ertrag kauften wir Steine für den Hausbau. Aber das reichte nicht, um mit den Bauarbeiten zu beginnen”, erklärt Teresa.

Am Morgen des 14. August geriet die Wellblech-Hütte innerhalb weniger Minuten in Flammen. Teresa wollte nur den kleinen Gaskocher einschalten, um etwas für die Kinder zu kochen. Plötzlich griffen die Flammen zuerst auf ihre Hände, dann auf den Vorhang über. Rasch breitete sich das Feuer bis zur Decke aus. Der kleine Awetis wurde vom Feuer eingeschlossen. Trotz ihrer Verbrennungen an beiden Händen und starker Schmerzen konnte Teresa alle Kinder aus der brennenden Hütte in Sicherheit bringen. Dank der Nachbarn, die zu Hilfe eilten und den Brand löschten, ist die Hütte nicht völlig ausgebrannt. „Gott hat unsere täglichen Gebete erhört. Meine Kinder sind durch seine Gnade unverletzt. Mein Ehemann Stepan war eine Woche zuvor nach Russland gefahren, um in der Stadt Irkutsk in einer Möbelfabrik zu arbeiten. Von dem Brand habe ich ihm noch nichts erzählt. Er ist herzkrank, er darf sich nicht aufregen”, erzählt Teresa.

Mit ihren Kindern hat Teresa die Wände und die Decke gereinigt, die von schwarzem Russ bedeckt waren. Das Dach ist undicht. Vor einigen Tagen hat es geregnet und es tropfte an mehreren Stellen in die Unterkunft hinein.
Teresa und ihre Kinder werden es im nahenden Winter in der kalten Hütte ohne Heizung aushalten müssen. Diaconia möchte mit Baumaterialien helfen, damit die Familie das ersehnte Haus bauen kann, und ihnen auch einen Ofen geben. Dies würde die Lebensumstände von Familie Arakelian wesentlich verbessern. Dank Ihrer Hilfe schöpfen viele arme Familien in Armenien neue Hoffnung. Vielen Dank für Ihre praktische, christliche Nächstenliebe!


Projekt Nr. 1809,"Obdach für Familie Arakelian”

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Armenien
Tante bangt nach schweren Unfällen um ihren Neffen
Gehörloser Vater ist überfordert — Albert vermisst seine Eltern

Narine kümmert sich liebevoll um ihren Neffen Albert (14), den sie in ihre winzige Wohnung in einem schäbigen Jerewaner Wohnheim aufgenommen hat. Die Eltern des Jungen sind geschieden. Sein Vater, der Albert zu sich nahm, ist behindert, arbeitslos und völlig überfordert. Nun wächst Albert in bitterer Armut auf. Oft ist er verzweifelt. Narine schenkt ihm viel Aufmerksamkeit und Zuneigung, doch die Liebe der Eltern kann dadurch nicht ersetzt werden.

Albert und seine Tante Narine leben unter schwierigsten Umständen in einem Wohnheim in Jerewan.


Als Alberts Vater Sasun gerade ein Jahr alt war, erkrankte er an Masern und einer Lungenentzündung. Es kam zu Komplikationen, er verlor sein Hörvermögen. Deshalb lernte er auch nicht zu sprechen. Im Alter von acht Jahren verlor Sasun seinen Vater. Ihres Ernährers beraubt verarmte die Familie und versank in Not.

Nach dem Abschluss der Sonderschule konnte Sasun keine Ausbildung machen. Seine ältere Schwester Narine studierte damals schon an der Medizinischen Universität in Jerewan. Sie mietete ein Zimmer in einem Wohnheim. Sasun zog mit seiner Mutter Bachtawor zu ihr. In dieser Zeit kümmerte sich ein Onkel von Sasun um die Familie. Als Sasuns Mutter an Leukämie erkrankte, übernahm er auch die Kosten für Medikamente und Therapien. Er stellte alle notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung, um das Leben von Bachtawor zu retten. Doch sie verlor den Kampf gegen die Krankheit und verstarb 1996.

Mit 27 Jahren heiratete Sasun Lena, die ebenfalls aus ärmsten Verhältnissen stammte. Dank der Unterstützung des Onkels war Sasun mit allem gut versorgt. Lena wollte vor allem ihre Lebensumstände verbessern. So war es eher eine Vernunftehe. 1998 kam ihr Sohn zur Welt, der zum Andenken an Sasuns Vater Albert genannt wurde. Doch das behütete Leben von Sasun war ein kurzer Traum. Die Geschäfte des Onkels gingen immer schlechter und schliesslich ging er bankrott. Ohne Unterstützung wurde die finanzielle Lage der Kleinfamilie bedrohlich. Mit seiner Frau und seinem Sohn zog Sasun wieder in sein Dorf.

Wie einst sein Vater, erkrankte auch Albert an einer schweren Lungenentzündung, ebenfalls im Alter von einem Jahr. Er wurde geheilt, aber die starken Medikamente schwächten sein Immunsystem dauerhaft. Bei ihm traten Nierenfunktionsstörungen auf. Auf Grund seiner Behinderung konnte Sasun keine Arbeit finden. Lena begann über ihr Schicksal zu klagen.

2006 traf die Familie ein weiteres Unglück: Während der Pause in der Schule fiel Albert eine Treppe hinunter. Mit einer schweren Kopfverletzung wurde er ins Spital gebracht. Bei ihm wurde ein Schädelriss festgestellt. Die Behandlung dauerte fast einen Monat.

Schliesslich wurde die Ehe von Sasun und Lena geschieden. Albert blieb bei seinem Vater. Das Kind alleine zu erziehen war für Sasun aber eine zu grosse Herausforderung. Die Probleme wuchsen den beiden über den Kopf. Deshalb nahm Sasuns Schwester Narine den Jungen bei sich auf. Albert zog in dasselbe Zimmer im Wohnheim, in dem einst sein Vater und seine Grossmutter gewohnt hatten.

Im Januar 2012 kam der nächste Schicksalsschlag: Im Sportsaal wurde Albert von einem Ball hart am Kopf getroffen. Er war vom Sportunterricht befreit und sass deshalb nur auf der Bank, um das Fussball-Spiel seiner Mitschüler zu verfolgen. Albert fiel in Ohnmacht und wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht. Es stellte sich heraus, dass seine Schädelknochen verschoben waren. Narine macht Schulden, um die Behandlung von Albert zu bezahlen. Sasun ist mittellos. Um zu überleben, ist er auf die Hilfe seiner Nachbarn und Verwandten angewiesen.

Narine arbeitet als Ärztin, ihr Lohn beträgt monatlich 161 Franken (134 Euro). Das reicht kaum für das Essen. Für Kleidung und Medikamente bleibt nichts übrig. Zum Schuljahresbeginn konnte Narine nichts für Albert kaufen. Er ging mit einem alten, weissen Hemd, einer abgetragenen Hose und kaputten Schuhen zum Unterricht.

Nur mit Ihrer Hilfe können wir dieser bedürftigen Familie helfen. Danke für Ihre treue Unterstützung!


Projekt Nr. 1810, „Unterstützung Albert”

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Armenien
Faustgrosser Tumor aus dem Kopf entfernt
Asat blickt auf eine lange Leidensgeschichte zurück — Verzweifelte Mutter: Diaconia ist unsere einzige Hoffnung

Asat ist 27 Jahre alt und hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Der junge Geschichtslehrer hatte einen faustgrossen Gehirntumor, der nun in einer schwierigen Operation entfernt wurde. Um zu überleben, benötigt er eine mehrmonatige kombinierte Strahlen- und Chemotherapie. Für seine alleinstehende Mutter sind die dafür anfallenden Kosten unbezahlbar.

Asat wuchs in einer armen Familie auf. Sein Vater starb, als er 16 war. Der intelligente junge Mann wurde an der Universität in der Abteilung für Geschichte aufgenommen. Neben dem Studium musste er arbeiten, um die Studienkosten zu begleichen. Seine Mutter Sweta ist arbeitsunfähig, sie hat vor Jahren eine ernste Verletzung der Wirbelsäule erlitten.

Asat wird im Spital nach seiner schweren Kopfoperation gut versorgt. Doch um zu überleben, braucht er dringend weitere Behandlungen.


Sweta, Asat und seine Geschwister wohnten in einem gemieteten feuchten Zimmer unter unzumutbaren Umständen. 2003 beantragte Sweta deshalb bei Diaconia eine Wohnung. 2006 wurde der alleinerziehenden Witwe und ihren Kindern ein gemütliches und helles Haus im „Dorf der Hoffnung“ in Jerewan zur Verfügung gestellt.
„Diese Familie zählte immer zu den ordentlichsten des Dorfes“, berichtet Diaconia-Einsatzleiter Baru Jambazian. Sie führte ein einfaches, aber zufriedenes Leben. Das Gehalt eines Lehrers ist in Armenien sehr gering, deshalb konnte Asat nie in seinem Beruf arbeiten. Er schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch.

An einem Apriltag dieses Jahres fiel Sweta auf, dass Asat auf dem Boden schlief. Asat selbst konnte nicht erklären, warum er dort lag. Er klagte nur über stechende Kopfschmerzen. Gleich kam bei Sweta der Verdacht auf, dass mit ihrem Sohn etwas nicht stimmte. Fortan lebte sie in ständiger Sorge. Sie bemerkte, dass Asat sich merkwürdig verhielt. Am 1. Mai erwachte Sweta in der Nacht: Das Gesicht und der Körper von Asat waren fast schwarz. Er wurde mit der Ambulanz sofort ins Spital gebracht. Bei einer Computertomografie des Kopfes wurde ein Gewächs im Gehirn entdeckt. Nach weiteren Untersuchungen war klar: Es handelte sich um einen langsam wachsenden Tumor. Die Mediziner scheuten zunächst eine Operation, weil sie schwerwiegende Hirnschäden befürchteten. Asat blieb 56 Tage im Spital und wurde medikamentös therapiert. Sein Zustand stabilisierte sich und er wurde entlassen.

„Er hatte keine Kopfschmerzen, aber er benahm sich seltsam. Ohne Grund lachte er laut, ging irgendwo hin, ohne uns zu informieren, und wir hatten keine Ahnung, wo er sich befand ”, berichtet Sweta unter Tränen.

Am 18. September bekam Asat eine Gesichtslähmung. Nun entschieden sich die Ärzte für eine sofortige Operation. Der Eingriff kostet in Armenien 4600 Franken (rund 3830 Euro) – für armenische Verhältnisse eine Riesensumme. Asat ist seit seiner Kindheit invalid, er hat nur eine Niere. Ausserdem stammt er aus einer sozial schwachen Familie. Deshalb konnte er zum halben Preis operiert werden. Aber auch dieses Geld konnte die Familie nicht aufbringen.

Hilfesuchend wandte sich Sweta an Diaconia. „Sie sind meine einzige Hoffnung. Helfen Sie bitte, das Leben meines Sohnes zu retten”, flehte sie. Diaconia stellte aus dem Nothilfefonds die nötige Summe zur Verfügung. Die Operation von Asat dauerte vier Stunden. Der entfernte Tumor war faustgross. Asat liegt derzeit im Spital und erholt sich gut. Die weiteren Therapien sind aber nur durch Ihre Spenden bezahlbar. Sweta setzt all ihre Hoffnungen auf Diaconia, damit ihr Sohn die Hilfe bekommt, die er zum Überleben braucht. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1811, „Asat soll leben”

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Russland
Barmherzige Schwestern kümmern sich liebevoll um die Ärmsten und Vergessenen
Viele Senioren in Russland sind bedürftig und benötigen Hilfe — Suppenküche und Nahrungsmittelpakete lindern die schlimmste Not

Annas Eltern sind geschieden. Sie lebt bei ihrer Mutter, einer Alkoholikerin, in der Nähe von Moskau. Ein betrügerischer Hausverwalter sorgte dafür, dass sie obdachlos wurden. „Für eine Weile konnte ich bei Nachbarn unterkommen“, berichtet Anna. „Meine Mutter musste derweil ins Spital. Ich besuchte sie und traf dort auf eine der ‚Schwestern der Barmherzigkeit‘.“ Von ihnen erhielten Anna und ihre Mutter Kleider und Essensmarken für die Suppenküche. Anna strahlt: „So hatten wir für einen Monat lang jeden Tag eine warme Mahlzeit! Auch besorgten sie uns einen Platz in einem Obdachlosenheim. Zu Weihnachten wurde ich zu einer Veranstaltung in der Kirche eingeladen. So eine schöne Feier hatte ich noch nie vorher erlebt! Ich bekam sogar Weihnachtsgeschenke, Süssigkeiten und eine Kinderbibel! Ich war so glücklich!“



Diaconia arbeitet in Russland mit den „Schwestern der Barmherzigkeit“ zusammen.1988 hatten Moskauer Christen damit begonnen, in Krankenhäusern, Kinderheimen und Seniorenheimen auszuhelfen. Zu der Zeit gab es nicht genügend Pflegepersonal. 150 Freiwillige besuchten ein Krankenhaus für geistig Behinderte als „Schwestern und Brüder der Barmherzigkeit“. Bis zum heutigen Tag besteht dieser Dienst. Momentan sind es 60 aktive Schwestern. Sie kümmern sich um die Patienten, helfen ihnen beim An- und Ausziehen, geben ihnen zu essen, lesen ihnen aus der Bibel vor und beten mit ihnen. Die meisten der Schwestern sind mittlerweile selbst alt und bedürftig. Diaconia kauft ihnen eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel und versorgt sie mit Nahrungsmittelpaketen.

Eine „Schwester der Barmherzigkeit“ ist die 82-jährige Zinaida, die in einem Krankenhaus für geistig Behinderte tätig ist: „Ich besuche den Bereich, in dem ältere Frauen untergebracht sind. Zu Beginn war es nur schwer zu ertragen, die Lebensbedingungen der Patienten zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Aber Gott schenkte mir immer wieder neu Liebe und Mitgefühl für diese Patienten, und ich begann, während meines Dienstes tiefe Freude zu empfinden. Ich glaube und weiss, dass ich diesen Dienst für Jesus tue. So helfe ich den älteren Damen, indem ich sie wasche, anziehe und ihnen zu essen gebe. Und sie lieben es, wenn ich ihnen aus der Bibel vorlese und für sie bete. Sie erkennen mich immer, wenn ich komme, freuen sich stets mich zu sehen, und lächeln mich an. Manche von ihnen beten sogar gemeinsam mit mir und haben ihr Leben Jesus anvertraut. Seit mehr als zwanzig Jahren kümmere ich mich um ältere Menschen. Nun bin ich selbst alt, aber ich übe den Dienst weiter aus. Ich danke Gott, dass er mir Kraft gibt und mich so sehr segnet. Manchmal geht es mir selbst auch nicht so gut, aber wenn ich von den Besuchen bei meinen geliebten Patienten zurückkomme, fühle ich mich stets sehr ermutigt und gesegnet. Ich bete, dass der Dienst der „Schwestern der Barmherzigkeit“ nicht aufhört!“
Wie vielfältig und notwendig der Dienst dieser Schwestern ist, zeigen die folgenden Beispiele:
„Mein Name ist Kleimenova Nadezhda, und ich habe sechs Kinder. Meine jüngste Tochter ist seit einer Hirnhautentzündung gelähmt. So gebe ich sehr viel Geld für ihre Medikamente aus. Meine staatliche Beihilfe beträgt 90 Franken (75 Euro) und der Lohn meines Mannes ist oft so gering, dass es für uns nicht möglich ist, Nahrung und Kleidung zu kaufen. Die Miete unserer Wohnung ist sehr hoch. Ohne diese Hilfe, die uns die Möglichkeit gibt, täglich gratis in der Suppenküche zu essen, würden wir es nicht schaffen, zu überleben. Danke für diese Chance! Wir hoffen sehr, dass diese Hilfe weiterhin bestehen bleibt.“

„Wir sind eine Flüchtlingsfamilie aus Baku und heissen Naumenko. Mein Mann und ich sind Rentner und beide behindert. Unsere Tochter Inna ist arbeitslos, und ihr Mann, unser Schwiegersohn, starb. Victor, unser Enkelkind, ist acht Jahre alt. Es geht uns wirklich nicht gut. Ihre Hilfe ist für uns sehr wichtig. So können wir in der Suppenküche jeden Tag ein warmes Essen bekommen. Danke auch für jedes Nahrungsmittelpaket. Darin befindet sich fast alles was wir benötigen, um unsere Familie über den Monat zu bekommen.“

„Wir sind eine grosse Familie. Mein Mann und ich haben vier Kinder, drei Töchter und einen Sohn. Alle besuchen die Schule. Ich bin Krankenschwester und mein Mann ist invalid. Er arbeitet zeitweise als Wachmann. Der Lohn dafür ist sehr schlecht. Den grössten Teil davon müssen wir für die Miete, den Strom und die Heizkosten verwenden. Vielen Dank für Ihre Hilfe, für Ihre Barmherzigkeit, die es uns ermöglicht, etwas zu essen zu bekommen. Im vergangenen Monat erhielten wir wieder ein Nahrungsmittelpaket. So viele gute Sachen! Es reichte für den ganzen Monat. Vielen Dank nochmals. Gott möge Sie für Ihre Nächstenliebe und Güte segnen!“

Bitte unterstützen auch Sie diesen segensreichen Dienst an den Bedürftigsten in Russland! Herzlichen Dank im Namen der Notleidenden und der barmherzigen Schwestern..


Projekt Nr. 1812, „Russlandhilfe — Schwestern der Barmherzigkeit”

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Rumänien
Alisia braucht Spezialmilch um zu überleben
Das fünf Monate alte Mädchen nimmt nicht zu — Spezialnahrung für Eltern viel zu teuer

Andrea bangt um das Leben ihrer kleinen Tochter Alisia. Fünf Monate ist sie jetzt alt. Aber sie nimmt nicht zu. Die Ärzte haben bei ihr eine seltene Stoffwechsel-Krankheit festgestellt. Das Kind braucht eine spezielle Milch, um zu überleben. Doch für ihre armen Eltern ist diese besondere Nahrung unerschwinglich.

Legt nicht an Gewicht zu: Die kleine Alisia leidet an einer schweren Erbkrankheit.


Vor sechs Jahren hatte Andrea ihren Mann Catalin geheiratet. Sie haben zwei Kinder: Kevin (2) und Alisia. Ihre Eltern sind überzeugte Christen und sind Gott sehr dankbar für ihren Nachwuchs.

Kevin hat einen Sehfehler, der zunächst mit einer Brille korrigiert wurde. Bei ihm steht in einigen Jahren eine Augenoperation an.

Die grössten Sorgen macht den Eltern aber ihr kleines Mädchen. Als Andrea auffiel, dass Alisia einfach nicht zunahm, ging sie mit ihr zum Kinderarzt. Der stellte umfangreiche Untersuchungen an. Letztlich wurde Mukoviszidose diagnostiziert. Es handelt sich dabei um eine vererbte, bislang unheilbare Stoffwechselerkrankung. Neben zähem Schleim in der Lunge haben die Betroffenen auch unter Darmproblemen zu leiden. Mukoviszidose-Patienten brauchen sehr kalorienreiche Kost, angereichert mit Verdauungsenzymen. Dem Körpergewicht von Mukoviszidose-Patienten kommt eine grosse Bedeutung zu. Je länger ein normales oder ideales Gewicht gehalten und Untergewicht verhindert werden kann, umso günstiger wirkt sich dies auf die Lungenfunktion der betroffenen Menschen aus.

Als Andrea die Preise für die benötigte Spezialmilch erfuhr, brach sie beinahe zusammen. 486 Franken (405 Euro) müsste sie für die erste Lieferung aufbringen – für sie ein unvorstellbar hoher Betrag. Zudem sollten bei dem Kind dringend weitere Untersuchungen durchgeführt werden, doch die sind mit 1621 Franken (1350 Euro) veranschlagt.

Die 25-jährige Mutter weiss nicht mehr weiter. Sie hat den Verlust ihrer eigenen Eltern noch nicht verkraftet. Ihre Mutter erlag Ende Juli einem Krebsleiden, zwei Wochen später starb ihr Vater, der den Verlust seiner Ehefrau nicht verkraftet hatte. Und nun flehen Andrea und Catalin Gott an, dass Alisia überleben möge. Bitte helfen Sie mit, das Leben dieses schwer kranken Kindes zu retten, und schliessen sie die Kleine auch in Ihre Gebete ein.


Projekt Nr. 1813, „Milch zum Überleben für Alisia”

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Rumänien
Ärzte: „Ihr Sohn wird nicht älter als sieben Jahre.“
Der schwerbehinderte Dragos ist mittlerweile acht Jahre alt — Mutter Mariana weiss keinen Rat mehr

Hätten die Mediziner Recht behalten, wäre Dragos längst tot. „Ihr Sohn wird nicht älter als sieben Jahre“, prophezeiten die Ärzte der entsetzten Mutter Mariana, als sie das schwerbehinderte Kind zur Welt brachte. Heute ist Dragos acht Jahre alt und überaus lebendig. Aber seine Mutter weiss keinen Rat mehr, denn ihre finanziellen Mittel reichen nicht aus, um ihr Kind zu versorgen.

Mariana, heute 38 Jahre alt, stammt aus Augustin, etwa 60 Kilometer von Brasov entfernt. 2003 traf sie Dumitru, Dragos Vater. Als das Kind zur Welt kam und der Vater erfuhr, dass sein Sohn behindert ist, machte er sich aus dem Staub. Marianas Leben wurde von da an sehr schwer.

Verzweifelt: Mariana mit ihrem schwerbehinderten Sohn Dragos.


Der kleine Dragos verbrachte die ersten sechs Monate seines Lebens weitgehend im Spital. Die Liste seiner Krankheiten ist lang: Muskelschwäche, geistige Behinderung, Bewegungsstörungen, Eisenmangel, epileptische Anfälle im Schnitt an jedem dritten Tag. Für Mariana war diese Diagnose nur schwer zu verkraften.

Dragos muss täglich fünf verschiedene starke Medikamente einnehmen. Zudem braucht er Windeln für Erwachsene. Bis vor fünf Jahren waren Mutter und Sohn noch einigermassen über die Runden gekommen, denn so lange hatte Marianas Vater gelebt und sie nach Kräften unterstützt. Nach seinem Tod stürzten sie und Dragos immer tiefer ins Elend. Derzeit ist das Kindergeld in Höhe von 25 Franken (21 Euro) ihr einziges regelmässiges Einkommen. Oft verzichtet Mariana auf ihr eigenes Essen, damit ihr Sohn nicht hungern muss. Sie lebt zusammen mit ihren Brüdern in einem Haus: Einer ist blind, der andere geisteskrank. Diese zusätzliche Belastung macht die Situation fast unerträglich.

Mariana kam völlig verzweifelt zu den Diaconia-Mitarbeitern in Brasov. Sie benötigt für ihren Sohn dringend Medikamente und Windeln, ausserdem sollte sich ein Arzt seine Beine ansehen. Bitte schenken Sie Mariana neue Hoffnung. Sie ist angewiesen auf Ihre Gebete und Gaben!


Projekt Nr. 1814, „Nothilfe Dragos”

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Monatskalender „Gottes herrliche Schöpfung“
in Fremdsprachen
Ein treuer Begleiter durch das ganze Jahr

Wie seit vielen Jahren wurde auch für 2013 der beliebte Monatskalender in Armenisch (20‘000 Ex.), Rumänisch (5‘000 Ex.), Albanisch (3‘000 Ex.) und Spanisch 5‘000 Ex.) gedruckt. Der Kalender erfreut die Betrachter mit gediegenen Bildmotiven und stärkt sie mit glaubensstärkenden Bibelversen. In unseren Einsatzgebieten bildet der Kalender in armseligen Behausungen oft den einzigen Wandschmuck. Herzlichen Dank, wenn Sie uns bei der Deckung der Druckkosten unterstützen.


Wenn Sie am gleichen Kalender in deutscher Sprache interessiert sind, so wenden Sie sich bitte an den Verlag Hans-Rudolf Hintermann,Postfach 31, CH-5712 Beinwil am See.


Projekt Nr. 1815, „Bibelspruchkalender”






Albanien
Kinder müssen sich im Winter im Freien waschen
Familie Ahi lebt unter menschenunwürdigen Umständen — Haus mit löchrigem Dach — Toilette und Dusche fehlen

Die Suche nach einem besseren Leben hat Gezim Ahi, seine Frau Gjyliana und die drei Kinder Mario (8), Pjerin (7) und Almir (5) aus dem ländlichen Nordalbanien in die Stadt Shkoder geführt. Sie haben sich viel erhofft und erträumt. Doch auch nach zwölf Jahren in der Stadt sind die Träume nur Träume geblieben.

Der Familie geht es nicht gut. Das Haus, in dem Eltern und Kinder jetzt leben, haben sie selbst konstruiert und unter Mühen und Qualen aufgebaut. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel ist es nach wie vor in einem desolaten Zustand, weil es von Anfang an notdürftig zusammengeschustert worden ist. Die Fenster, Türen und das Dach sind kaputt. Im Winter, wenn draussen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschen, ist es im Haus kaum wärmer. Denn in den Wänden klaffen grosse Löcher, das Dach ist von Rissen übersät. Um Wasser zum Kochen oder Waschen zu haben, müssen die Bewohner im Garten eine Pumpe bedienen. Gjyliana erzählt, im Winter könnten sie sich nur alle zwei Wochen waschen. Denn sie besitzen keine Dusche, nur die Pumpvorrichtung im Garten. Sich im Winter draussen zu waschen, sei eine Qual.

Sie gehören zu den Ärmsten im armen Albanien: Familie Ahi.


Die provisorische Toilette befindet sich im Garten.


Gjyliana gibt ihr Bestes, um für die Hygiene der Kinder zu sorgen. Doch es klappt nicht immer. Auch die improvisierte Toilette befindet sich im Garten. Einmal haben die Kinder eine richtige Toilette gesehen und sie konnten kaum glauben, dass die Keramikschüssel mit Wasseranschluss wirklich eine Toilette sein sollte. Die Familie lebt ärmlich und kennt keinerlei Annehmlichkeiten. Wenn man einen Blick ins Innere des Hauses wirft, ist es kaum vorstellbar, dass hier drei Kinder leben. Es liegt kein Spielzeug auf dem Boden und kein Malzeug auf dem Tisch. „Was im Haus überrascht, ist die Sauberkeit“, berichtet Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu.

Mario und Pjerin gehen gerne zur Schule, doch für beide ist es schwierig, unter den gegenwärtigen Umständen zu Hause zu lernen. Im Winter ist es einfach zu kalt, um sich zu konzentrieren. Mario, Pjerin und Almir sind oft krank. In der kalten Jahreszeit leiden sie oft unter einer Lungenentzündung. Zudem haben alle drei Asthma. Obwohl die Kinder noch jung sind, wissen sie, dass ihre Eltern kein Geld für Medikamente haben. Deshalb jammern sie nicht, sondern erdulden ihre Krankheit. Gezim ist bemüht, Gelegenheitsjobs zu finden. Doch das ist nicht leicht. Es gibt zu wenig Arbeit für zu viele Männer im Ort.

Obwohl es der Familie an allem fehlt, sind Gjyliana und Gezim dennoch Gott dankbar. Sie sind froh, dass sie und die Kinder am Leben sind und dass sie mit Mut ausgestattet wurden, um weiter zu kämpfen. Doch Mut allein reicht nicht. Familie Ahi benötigt Ihre Unterstützung. Bitte helfen Sie mit, die miserablen Lebens-umstände der Familie zu verbessern.


Projekt Nr. 1816, „Hoffnung für Familie Ahi“

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Rumänien
Wird Familie Cezar den Winter in einem Verschlag aus Plastikplanen überleben?
Seit Jahren werden Eltern und Kinder immer wieder vertrieben

Wie kalt wird der Winter? Werden wir bei 30 Grad unter Null erfrieren? Diese Gedanken beschäftigen Petrea (44) und Mariana (38) Cezar sowie ihre beiden Kinder, den neunjährigen Florin Marian und den fünf Jahre alten Aurelian. Sie haben keine Wohnung, sondern leben in einem notdürftig zusammengezimmerten Verschlag aus Plastikplanen.

Petrea und Mariana sind seit 13 Jahren ein Paar und haben seither viele schwere Stunden zusammen durchgestanden. Petrea hatte früher eine Arbeit als Schafhirte. Doch er wurde wie ein Sklave ausgenutzt und bekam für die anstrengende Arbeit keinen Lohn. Die Familie war bitterarm und litt Hunger. Zu essen hatte sie zeitweise nur verdorbene Nahrungsmittel, die sie geschenkt bekam. Aber oft waren diese Lebensmittel derart schlecht, dass die Kinder sie nicht essen konnten, obwohl ihre Mägen knurrten.

Von harten Jahren gezeichnet: Mariana und Petrea mit ihren beiden Söhnen Florin und Aurelian.


In diesem Verschlag hausen derzeit Eltern und Kinder. Ihnen droht in der kalten Jahreszeit der Erfrierungstod.


Petrea ging mit seiner Familie in ein anderes Dorf, um dort zu arbeiten. Nach einem Jahr kehrten sie zurück. Im Winter 2008 waren sie obdachlos und schliefen wochenlang unter freiem Himmel. Petrea fand Arbeit bei einem Bauunternehmer, der ihnen eine Baracke zur Verfügung stellte. Als Petrea diese Arbeit verlor, mussten sie ausziehen. Sie fanden einen Unterschlupf in einer leerstehenden alten Brotfabrik. Als das Areal verkauft wurde, sassen sie erneut auf der Strasse.

Schliesslich liessen sie sich am Flussufer nieder. Monatelang übernachteten Eltern und Kinder im Freien. Als die Herbstwinde immer kälter wurden, bauten sie sich eine kleine Hütte. Tatsächlich ist es ein Verschlag aus Plastikplanen, Holzstangen und lehmigem Boden.

Die Familie ist verzweifelt. Der ältere Sohn ist behindert, alle sind vom ständigen Hin und Her gezeichnet. Als neulich der kleinere Junge von einem Spaziergänger ein kleines Spielzeug geschenkt bekam, war die Freude gross. Das monatliche Familieneinkommen (Kindergeld und Unterstützung für den behinderten Sohn) beträgt 32 Franken (27 Euro). Angesichts der wirtschaftlichen Situation in Rumänien und weil er keine Ausbildung hat, besteht für den Familienvater derzeit keine Chance, eine Arbeit zu finden.

Die Familie benötigt eine Unterkunft, Nahrungsmittel und Kleidung. Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien möchten dieser notleidenden Familie gerne helfen. Dafür bedarf es Ihrer praktischen Nächstenliebe!


Projekt Nr. 1817, „Familien-Überlebenshilfe Cezar”

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