Report
Ausgabe 12, Dezember 2015


Rumänien
Sicheres Zuhause für Familie Bokor
Nachts bleiben die Eltern wach, um das Ungeziefer von den Kindern fernzuhalten

Die rosa Farbe an den Wänden kann das Elend nicht verbergen. „Meine Tochter Minodora hat sich diese Farbe gewünscht. Wir wollten ihr eine Freude machen, sonst haben wir ja nichts“, sagt Dorina (40).

Dorina und ihr Mann Ioan (41) haben sieben Kinder: Dacian (16), Delia (15), Ionatan (13), Laurentiu (12), Minodora (7), Beniamin (4) und Marta (1). Das achte Kind ist unterwegs. „Wir freuen uns sehr auf das Baby“, sagt Dorina, die selbst mit 14 Geschwistern aufwuchs. Die 40-Jährige hat bereits eine zwanzigjährige Tochter aus erster Ehe, die schon verheiratet ist. „Mein erster Mann war gewalttätig. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit der kleinen Maria auf dem Arm vor ihm geflohen bin. Ich hatte solche Angst davor, dass er Maria etwas antun würde, dass ich sie alle zwei bis drei Tage bei stets wechselnden Leuten untergebracht habe, damit er sie nicht findet“, erzählt Dorina. Als sie Ioan traf, sorgte er für die Sicherheit und Liebe im Leben von Mutter und Tochter.

Wenn ein paar Kartoffelscheiben auf dem Ofen liegen, sind die Kinder glücklich.

Die bald zehnköpfige Familie lebt in einem Raum.

Die neun Familienmitglieder leben auf 14 Quadratmetern im Dorf Apata, 37 Kilometer von Brasov entfernt. In einem Raum wird gelebt, geschlafen und gekocht. Drei Betten hat die Familie. Strom bekommt sie vom Nachbarn. Ist dieser nicht zu Hause, bleibt die Hütte dunkel. Das grösste Problem sind die Ratten. „Jeden Abend verschliesst mein Mann die Löcher, doch die Ratten graben einfach neue“, beschreibt Dorina den aussichtslosen Kampf. Damit die Nager nicht die Hände und Füsse der Kinder anknabbern, bleiben die Eltern in der Nacht wach, um sie zu vertreiben.

Ioan hat nie eine Schule besucht, er ist arbeitslos. Eine Weile fuhr er nach Brasov, um im Müll nach Essbarem zu suchen. Doch das hat er aufgegeben. „Es ist zu gefährlich. Ich könnte mich an irgendwas infizieren“, sagt Ioan. Jetzt geht er in den Wald, um Feuerholz zu sammeln. Die Not ist unbeschreiblich. Oft müssen auch die Kinder mit leerem Magen zu Bett gehen. „Wenn ich mal eine Kartoffel habe, dann schneide ich sie in Scheiben und röste sie auf dem Ofen. Das ist die grösste Freude für die Kinder“, erzählt die Mutter.

Eines Tages kam der zwölfjährige Laurentiu mit etwas Geld nach Hause. „Er gab es mir und sagte, ich solle Essen davon kaufen“, so Dorina. Auf Nachfragen gab der Junge schliesslich zu, anstatt zur Schule mit anderen Kindern in Brasov betteln gegangen zu sein. Er sei es leid, immer hungrig zu sein.

Wir möchten diese Familie unterstützen und den Wohnraum sicher machen. Zudem möchten wir sie mit Kleidung und Nahrung versorgen. Bitte helfen Sie mit, dass die drückenden Lebensverhältnisse der Familie etwas leichter werden. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3121, "Hausrenovierung Familie Bokor"

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Armenien
Gesundes Herz für Armen
Kriegsveteran kann wegen Krankheit nicht arbeiten und seine Familie nicht ernähren

Manchmal steigen noch immer die Bilder des Krieges in Armen (48) auf. Auch er war, wie so viele Menschen in Armenien, in die Kämpfe um Berg Karabach verwickelt, hat Menschen sterben sehen und viel Gewalt und Trauer erlebt. Der Krieg, der 1989 ausbrach, prägt das Land noch immer. Es gibt viele Menschen wie ihn.

Die Zahlreichen körperlichen und seelischen Verletzungen des Krieges hinterliessen auch bei Armen ihre Spuren. Doch dann traf er seine Frau Karine (39). „Wir haben uns verliebt, und das war wunderschön“, erzählt er und lächelt. Vier Kinder hat das Ehepaar: Anna (12), Narek (11), Dawit (7) und Sofia (5). Sie sind der ganze Stolz ihrer Eltern. Anna geht in die achte Klasse. Sie liebt die Schule und lernt schnell und gerne. Die Zwölfjährige tanzt gerne und träumt davon, einmal Tänzerin zu werden. Seit ein paar Jahren nimmt sie Tanzunterricht und wurde mehrmals ausgezeichnet. Ihr Bruder, Narek, besucht die siebte Klasse, er ist sehr sportlich. Doch die Familie hat zu wenig Geld, um ihm den Sportunterricht zu ermöglichen. Dawit ist jetzt in der zweiten Klasse. „Er ist der Häusliche, der mir sehr viel hilft“, erzählt seine Mutter. Die kleine Sofia geht noch in den Kindergarten. Das grosse Potenzial der Kinder erkennen auch deren Lehrer. Und so springen diese auch mal ein, wenn die Familie manche Schulsachen nicht bezahlen kann. Auch das eine oder andere Kleidungsstück für die Kinder kommt von den Lehrern.

Karine liebt ihre Kinder über alles.

Armen und Karine versuchen trotz allem, die Welt ihrer Kinder schön zu gestalten.

Denn Armens Familie ist arm. Sehr arm. Er selbst müsste dringend am Herzen operiert werden – er benötigt einen Stent. Vor einigen Jahren hat er schon eine Operation von Freunden finanziert bekommen. Doch sie können nicht mehr helfen. Und die Herzoperation ist nicht der einzige medizinische Eingriff, dem sich Armen unterziehen müsste. Es wäre dringend nötig, dass er seine Kurzsichtigkeit richten liesse, und ein Wirbelsäulenpfropf müsste dringend genauer untersucht und operiert werden. Auch Karine, die jahrelang als Krankenschwester gearbeitet hat, ist nicht gesund. Sie leidet an einer chronischen Mittelohrentzündung, die dringend behandelt werden müsste.

Neben den gesundheitlichen Beschwerden ist das Haus der Familie jedoch das grösste Problem. Es muss renoviert werden. Die halb zerstörten Wände sind mit Schimmel bedeckt, durch das undichte Dach regnet es hinein, und der Wind pfeift durchs Haus. Es verfügt zudem weder über eine richtige Küche, noch ein angemessenes Bad. Der Familie fehlt es an Essen, Kleidung und Haushaltsgegenständen. „Wenn ich operiert würde, könnte ich endlich wieder arbeiten und meine Familie versorgen“, so der 48-Jährige. Deswegen möchten wir gerne die Operation bezahlen und so die Zukunft der gesamten Familie auf Dauer sichern. Bitte helfen Sie Armen und seiner Familie durch Ihre Spende. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3122, "Medizinische Versorgung Familie Mowsisjan"

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NEUER MINISTERPRÄSIDENT

NEPAL – Im Oktober wählte das Parlament in Nepal den Vorsitzenden der marxistisch-leninistischen Partei „UML Khadga Prasad“, Sharma Oli, zum neuen Ministerpräsidenten des Landes. Sein einziger Mitbewerber war der bisherige Amtsinhaber Sushil Koirala. Die Neuwahl des Ministerpräsidenten war nach der Verabschiedung der neuen Verfassung notwendig geworden. KP Oli, wie er in Nepal zumeist genannt wird, war bereits Aussen- und Innenminister, sass jedoch wegen seiner politischen Aktivitäten bereits insgesamt 14 Jahre im Gefängnis.

Oli hat schwierige Aufgaben zu bewältigen. Zum einen sind die Folgen des schweren Erdbebens vom Frühjahr noch immer spürbar. Zum anderen hat das Land durch die neue Verfassung Probleme mit Indien bekommen. Die indische Regierung sieht Nachteile für bestimmte Minderheiten, die kulturell mit den Indern verbunden sind. Daher blockiert das Land wichtige Transporte nach Nepal, was zu Mängeln, insbesondere an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff, führt.



Rumänien
Ein Haus für Simona und ihre Kinder
Familie Ciobotar verlor durch einen Brand alles und steht vor dem Nichts

„Mama, wo ist unser Haus?“, fragt der kleine Denis mit grossen Augen. Der verkohlte Platz, an dem vorher noch das kleine Haus stand, erzählt von der Tragödie, die seine Familie ereilt hat.

Florin (29) und Simona (32) lernten sich vor fünf Jahren kennen. Damals hatte sich Simona von ihrem ersten Mann getrennt und war mit ihren drei Kindern Catalin (jetzt 16), Claudiu (jetzt 14) und Gabriel (jetzt 12) obdachlos. Florin nahm sich ihrer und der Kinder an. Gemeinsam bekamen Florin und Simona noch den dreijährigen Denis und Nesthäkchen Delia (2). Da sie keine Unterkunft hatten, begannen sie vor zwei Jahren, ein Haus zu bauen. Dafür gingen sie in den Wald und schlugen Baumstämme. Jedoch nicht regelmässig, weil sie auf die Genehmigung des Försters angewiesen waren. Und so dauerte es zwei Jahre, bis das kleine Holzhaus fertiggestellt war.

Ratlos schaut Simona auf das abgebrannte Haus.

Der kleine Denis versteht nicht, wo das Haus geblieben ist. Die Familie lebt jetzt in der Scheune im Hintergrund.

„In der Bauzeit haben wir während der warmen Monate unter freiem Himmel geschlafen und den Winter bei verschiedenen Nachbarn und Verwandten. Immer für ein, zwei Tage, dann sind wir weitergezogen“, erzählt Simona. Welche Freude also, als sie in das Holzhäuschen einziehen konnten. Zwar verfügte es weder über einen Wasseranschluss noch über Strom, doch es war ein Dach über dem Kopf. Bis zum 18. August 2015. In dieser Nacht wachte Simona inmitten von Flammen auf. Schnell griff sie Denis und lief aus dem Haus, gefolgt von Florin mit Delia und den älteren Kindern. Da die Flammen noch nicht so stark loderten, ging Simona noch einmal zurück ins Haus, um die Ausweise und Geburtsurkunden zu holen. „Ich hatte Angst. Aber wenn wir auch noch unsere Papiere verloren hätten, wäre die Katastrophe perfekt gewesen. Neue Papiere hätten wir uns nicht leisten können“, sagt sie.

Gerade noch rechtzeitig kam sie wieder heraus. Nichts blieb übrig vom eigenen Haus und den wenigen Gegenständen des Haushalts. Nur der verkohlte Platz zeigt, wo das Zuhause der Familie einst stand. Die Ursache des Brandes war eine Kerze, die Simona vor dem Schlafengehen zu löschen vergessen hatte.

Material für den Wiederaufbau des Hauses hat die Familie nicht, und der Waldbesitzer hat ihnen verboten, weitere Stämme aus dem Wald zu holen.

Derzeit hat die Familie keine feste Bleibe. Deswegen möchten wir ihr helfen, das Haus neu aufzubauen und sie bis dahin mit dem Nötigsten zum Leben unterstützen. Bitte helfen auch Sie dieser Familie durch eine Spende. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3123, "Kleines Holzhaus für Familie Ciobatar"

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Rumänien
Gerader Blick für Antonia und Raluca
Schwestern kamen schieläugig zur Welt — Gefahr für Leib und Leben

Die fünfjährige Antonia blinzelt traurig aus dem Fenster in den Regen: „Schade, heute kann ich nicht in den Kindergarten gehen. Ich habe keine richtigen Schuhe. Es ist überall matschig. Da würden sich die Schuhe sofort auflösen, und dann hätte ich gar keine mehr.“

Die Fünfjährige liebt den Kindergarten. Nur der Weg dorthin ist für sie sogar bei gutem Wetter schon gefährlich. Antonia schielt seit ihrer Geburt. Ihre zwei Jahre ältere Schwester, Raluca, leidet ebenfalls unter angeborenem Strabismus.


Antonia ist ein fröhliches und aufgewecktes Kind.

Violeta sorgt sich um die Zukunft ihrer Töchter.

Raluca (7) besucht die erste Klasse und hat grosse Schwierigkeiten beim Erkennen von Buchstaben und Zahlen. Die Lehrer bestätigen, dass sie deshalb ihr Talent nicht voll ausschöpfen kann. Die kleine Antonia kann nur in der unmittelbaren Nähe scharf sehen. Deswegen erkennt sie Hindernisse und herannahende Autos oft erst sehr spät. „Das macht mir grosse Angst. Ich möchte nicht noch ein Kind verlieren“, sagt Mutter Violeta (26). Im November 2014 verlor sie ihren fünf Monate alten Sohn Alex. Der kleine Junge litt an einer Erkältung. Da die Familie damals kein Feuerholz hatte, nützte auch der kleine gemauerte Ofen im Zwölf-Quadratmeter-Häuschen nichts: Der Raum blieb kalt, und Alex konnte sich nicht mehr erholen. „Eines Morgens wollte ich ihn wecken, doch da war er tot“, erzählt Violeta leise. „Ich habe mein Baby genommen und bin nach draussen gelaufen und habe verzweifelt um Hilfe geschrien. Aber es war zu spät.“ Jetzt ist Violeta wieder schwanger und hofft, dass dieses Kind überleben wird.

Die Familie lebt in der Nähe von Brasov. Vater Viorel (28) besuchte nur für drei Jahre die Schule und kann deswegen nur ab und zu einen Gelegenheitsjob finden. Die Familie hat kein Geld für Essen und Kleidung. Und das Haus ist in einem sehr schlechten Zustand. Die Wände sind voller Risse, die Viorel notdürftig stopft. „Wir fürchten uns vor dem Winter“, so Violeta.

Da die Familie so arm ist, ist an eine Operation der beiden Mädchen nicht zu denken. Dabei müsste das Schielen dringend behoben werden, um ihnen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Denn das schlechte Sehvermögen im Strassenverkehr und das Handicap beim Lernen werden dazu führen, dass die behinderten Mädchen stets am Rande der Gesellschaft in Armut werden leben müssen. Das möchten wir gerne verhindern, indem wir die Operation, Unterbringung in der Klinik und die Fahrtkosten zu den nötigen Untersuchungen bezahlen. Für beide Schwestern. Bitte unterstützen Sie dieses Vorhaben und geben sie Antonia und Raluca eine bessere Zukunft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 3124, "Medizinische Versorgung Antonia und Raluca"

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GRENZKONFLIKTE UM KARABACH

ARMENIEN In den letzten Monaten kam es verstärkt zu Verletzungen der Waffenruhe zwischen Berg Karabach und Aserbaidschan. Dabei wurden von aserbaidschanischer Seite nicht nur Stellungen der Armee in Karabach beschossen, sondern auch Grenzdörfer in Armenien. Betroffen war vor allem die Region Tavush im Nordosten des Landes. Dabei wurden mehrere Bewohner der Dörfer getötet, darunter auch ältere Menschen. Alle Toten waren Zivilisten. In Karabach selbst fielen den Gefechten auf beiden Seiten Soldaten zum Opfer. Experten des armenischen Verteidigungsministeriums sehen eine Änderung der Taktik Aserbaidschans. Dessen Streitkräfte würden sich mehr und mehr auf die Grenzregion zu Armenien konzentrieren und schwerere Waffen einsetzen, die vornehmlich aus der Türkei stammten. Ausserdem würden zunehmend zivile Ziele angegriffen. Aserbaidschan droht immer wieder, Karabach zurückerobern zu wollen, wird jedoch bisher von Russland daran gehindert.



Armenien
Monte möchte normal essen können
Eineinhalbjähriger wird über eine Sonde ernährt, seine Speiseröhre ist deformiert

Dem lachenden Jungen sieht man seine schwere Krankheit nicht an. Er hat zwar eine kleine Abschürfung an der Nase, doch so etwas bekommen Kinder in seinem Alter schnell. Was man nicht sieht: Der kleine Monte muss über eine Magensonde durch die Bauchdecke ernährt werden.

Dieser Zugang schränkt den Jungen und seine Familie in ihrem Leben sehr stark ein.

Monte Melkonjan ist erst knapp eineinhalb Jahre alt. Beim kleinsten Anlass strahlt er über das ganze Gesicht, ist aufgeweckt und neugierig. „Er spricht auch schon die ersten Worte“, erzählt seine Mutter stolz. Doch der kleine Junge ist schwer krank. Vier Operationen hat er in seinem kurzen Leben schon über sich ergehen lassen müssen, und die alles entscheidende Operation steht noch aus. Monte leidet unter einer Ösophagusatresie, einer angeborenen Fehlbildung, bei der die Speiseröhre unterbrochen ist. Entweder hat diese keine Verbindung zum Magen und mündet in die Luftröhre, oder sie hat eine so starke Verengung, dass keine Nahrung hindurchgeht. Die Magensonde ist momentan die einzige Möglichkeit, ihn zu ernähren und zu versorgen. „Er braucht Spezialnahrung und kann beispielsweise nur eine bestimmte Bio-Milch zu sich nehmen. Die ist aber sehr teuer“, erzählt seine Mutter.


Die kleine Schürfwunde auf Montes Nase ist kein Problem, seine Krankheit ist auf den ersten Blick nicht zu sehen.

Nach der Diagnose ging Montes Vater als Gastarbeiter nach Russland, um mehr Geld zu verdienen. Doch die Kos-ten für Montes Unterhalt sind sehr hoch. Die Familie lebt in einem Abbruchhaus, das ihnen nicht gehört. „Wenn wir ein Haus hätten, würden wir es verkaufen“, sagt Montes Mutter. Denn momentan bringt sie, neben den Unterhaltskosten für ihre Familie, die dringend notwendige Operation für Monte um den Schlaf. Diese kann nicht in Armenien durchgeführt werden. Operationen solcher Art werden in der chirurgischen Kinderabteilung, unter der Leitung von Professor Rasumowski, in der Moskauer 13. Filatow-Klinik gemacht. Aber die Operation ist so teuer, dass die Melkonjans diese Summe auch in vielen Jahren nicht selbst aufbringen können. Sie kostet rund 13 500 Franken (12 500 Euro). Die Ärzte garantieren jedoch einen sicheren Erfolg.

„Wenn wir die Summe nur aufbringen könnten, alles andere ist zweitrangig. Viele Menschen versuchen, dem Kleinen zu helfen. Es wurde sogar ein spezielles Konto dafür eingerichtet. Jeder hilft nach seinen Möglichkeiten. Aber das Geld wird nicht reichen“, sagt die verzweifelte Mutter. Wir möchten der Familie helfen und die Kosten für die Operation übernehmen. Das würde die Eltern von der schweren Sorge um Monte befreien und dem Jungen ein gutes Leben ermöglichen. Bitte helfen auch Sie durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3125, "Operation Monte"

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Armenien
Sicheres Zuhause für drei Generationen
Asniws Grossfamilie lebt gemeinsam mit Ratten in einem alten und maroden Haus

Die Wrazjan Strasse liegt im Herzen Jerewans. Schöne Häuser und ein eher sorgloses Leben bestimmen den ersten Eindruck. Doch wenn man genauer hinschaut, findet man Häuser wie das von Asniw Sukiasjan. Hier lebt eine fröhliche und liebevolle Familie auf 49 Quadratmetern unter sehr schweren Bedingungen.

Asniw (69) und ihr Mann Gurgen (77) beherbergen ihren Sohn Artur (35), seine Frau Anahit (30) und deren Kinder Gurgen (9) und Ani (7). Seit Kurzem lebt auch Asniws Tochter, nach ihrer Scheidung, mit ihren beiden Töchtern wieder im Elternhaus in der Wrazjan Strasse. Das Haus ist seit 1960 im Familienbesitz, doch es war nie genug Geld da, es instandzuhalten. Und so sind inzwischen die Ratten das grösste Problem der Grossfamilie. „Sie kommen nachts und nagen alles an, was ihnen zwischen die Zähne kommt. Wir bleiben abwechselnd wach, um die Kinder zu beschützen. Doch die Viecher toben sich auch an Kleidung, Vorhängen und allem anderen aus. Wir haben fast nichts mehr, das wirklich ganz ist“, erzählt Asniw.

Seit Jahren lebt diese trotz allem fröhliche Familie von Asniws und Gurgens Rente, der Behindertenrente von Sohn Artur und der Sozialhilfe. Artur ist auf einem Auge blind und findet kaum Arbeit. Anahit sorgt für die Kinder.


Die Erwachsenen schieben nachts Wache, damit die Kinder nicht von Ratten gebissen werden.

Die Familie lebt in der Wrazjan Strasse im Herzen Jerewans.

„Eine Küche und ein Bad wären unser Traum“, sagt Asniw. Derzeit besteht die Wand zwischen der Küche und dem Bad aus einem Stück Karton. Wasser gibt es im „Bad“ überhaupt nicht, das holen die Familienmitglieder aus der sogenannten Küche. „Einmal pro Woche gehen wir ins staatliche Bad, um uns gründlich zu waschen“, erzählt die 69-Jährige beschämt.

Asniw quält der Gedanke, dass ihr Sohn und seine Familie niemals gut und sicher wohnen werden. „Wir sind Rentner und können nichts tun, mein Sohn ist behindert, wie sollen die Kinder gut und sicher aufwachsen?“, fragt sie sich ab und zu. Gurgen und Ani müssen eigentlich regelmässig zur Schule gehen, doch oft fehlen sie, weil sie nicht die nötigen Schulsachen haben. Im Winter müssen die beiden ohnehin zu Hause bleiben, denn es gibt weder Winterkleidung noch festes Schuhwerk für sie.

Die Familie braucht Hilfe. Wir möchten diesen Menschen mit Lebensmitteln helfen und das Bad und die Küche renovieren. Bitte unterstützen Sie diese Grossfamilie und ermöglichen sie ihnen, vor allem den Kindern, eine gute Zukunft. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3126, "Sicheres Zuhause für Familie Sukiansjan"

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Armenien / BAZ
Ausstattung für Silva und Ruzanna
Hervorragende BAZ-Absolventinnen benötigen professionelles Equipment

Stolz hält Silva Chatalbashyan (21) ihre selbstgenähten Kleidungsstücke in die Höhe. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so viel Freude beim Gedanken an die Zukunft haben würde“, sagt sie lächelnd.

Silva ist eine der beiden besten Absolventinnen der BAZ-Näherinnenausbildung. Gemeinsam mit Ruzanna Sayadyan hat die junge Frau als Anerkennung eine Nähmaschine von der BAZ-Leitung erhalten.
Ruzanna lebt mit ihren bereits pensionierten Eltern und der 15-jährigen Nichte zusammen. Das kleine Mädchen hat einen Tumor im Kopf, und Ruzanna kümmert sich um es, denn ihr Bruder wohnt mit seiner Frau und sechs Kindern unter extrem schlechten Bedingungen in einem Container.

Silva lebt mit ihren Eltern und einem Bruder in einer Mietwohnung. Der andere Bruder ist in der Armee. „Wir sind schon 14 Mal umgezogen, weil wir wenig Geld haben. Mein Vater hält uns mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser“, berichtet sie.

Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu erahnen, was die erfolgreiche Ausbildung und die Nähmaschinen für beide Frauen und ihre Angehörigen bedeuten. Doch um wirklich eine gute Nähstube einrichten zu können, brauchen beide je einen Bügeltisch und ein gutes Bügeleisen sowie eine Overlock-Maschine.

Ihre Eltern sind sehr stolz auf Ruzanna.

Silva näht mit viel Begeisterung.

Es gibt Overlock-Nähmaschinen für den Unterricht im BAZ, die die BAZ-Leitung den guten Absolventinnen bei Aufträgen, ausserhalb der Unterrichtszeit, vor Ort zur Verfügung stellt. Aber die Schwierigkeit für die beiden Absolventinnen besteht darin, dass sie weit weg von Jerewan wohnen und jeweils etwa 2 Stunden für den Weg hin und zurück benötigen.

Deswegen bittet die BAZ-Leitung um Overlock-Maschinen, Bügeltische und Bügeleisen für Ruzanna und Silva. Die Kosten betragen jeweils rund 700 Franken (650 Euro). Das würde den jungen Frauen ihre Arbeit erleichtern. Zudem würde die gut eingerichtete und ausgerüstete Nähecke für das Image und die Werbung der Näherinnen sorgen. Und Silva käme ihrem Traum näher, gemeinsam mit ihrer Mutter, einem aktuellen BAZ-Näh-Lehrling, ein Nähatelier in der Stadt Ashtarak zu eröffnen.

Projekt Nr. 3127, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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SCHLEPPENDE VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG

ALBANIEN Im Frühjahr dieses Jahres verabschiedete das albanische Parlament erstmals ein Gesetz, das Einsicht in die Geheimakten des kommunistischen Regimes von Enver Hoxha ermöglichen soll. Etwa 60’000 Menschen wurden während seiner Herrschaft in Arbeitslagern interniert, ca. 7’000 starben dort. Das „Institut für Studien der kommunistischen Verbrechen“ soll die Akten aufarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Es bestehen jedoch hohe Hürden, insbesondere, was die Akten des gefürchteten Geheimdienstes „Sigurimi“ betrifft. Ein fünfköpfiges Komitee entscheidet über die Freigabe jeder Akte, und nicht zuletzt, da einer der Entscheider ein ehemaliger Sigurimi-Mitarbeiter ist, wurde bisher jeder Antrag auf Akteneinsicht abgelehnt. Hinzu kommt, dass viele Akten bereits vernichtet wurden. Dies macht auch eine Verfolgung der von Staatsbediensteten begangenen Verbrechen unmöglich. Eine Ursache für die zögerliche Aufarbeitung sehen Kritiker darin, dass die heute führenden Politiker von Albanien entweder bereits selbst während der Diktatur Hoxhas zu dessen Gefolgsleuten gehörten oder deren Nachkommen sind.



Albanien
Ziegen für Vjollca
Witwe sorgt trotz Schicksalsschlägen und widriger Umstände liebevoll für ihre Kinder

„Was soll ich sagen. Ich habe schon lange aufgehört, mir etwas zu wünschen. Aber wenn ich es könnte, würde ich mir einen Raum für meine Töchter und ein paar Ziegen für die Milchgewinnung wünschen“, Vjollca Murati ist es sichtlich peinlich, nach ihren Bedürfnissen gefragt zu werden. Verschämt schlägt sie die Augen nieder.

Dabei ist es offensichtlich, dass es hier an allem fehlt. Vjollca lebt mit ihren Töchtern Jetmira (10) und Sonila (14) in einem ärmlichen Ein-Raum-Haus. Dort essen und schlafen sie, gekocht wird draussen. Fliessendes Wasser gibt es nicht. Vjollcas 17-jähriger Sohn hat die Schule verlassen und ist nach Deutschland ausgewandert. Von ihm hat sie seitdem nichts mehr gehört.

„Früher war alles gut. Dank unseres Viehs führten wir ein bescheidenes Leben. Aber vor vier Jahren verunglückte mein Mann beim Viehhüten und starb. Zwei Jahre lang habe ich die Kinder und mich noch mit dem Verkauf der Milch durchbringen können. Doch dann wurde unsere Kuh krank und starb. Unsere Ziegen musste ich dann verkaufen, um zu überleben“, erzählt Vjollca. Seit eineinhalb Jahren lebt die Familie nun von der Sozialhilfe in Höhe von monatlich 30 Franken (28 Euro) und dem Verkauf von medizinischen Kräutern, die sie in der Umgebung sammelt. „Es fehlt an allen Ecken und Enden“, gesteht die Mutter.

Allzu oft geht die Familie hungrig zu Bett. Sachen für die Schule kann sie sich nicht leisten, und es gibt keine staatliche Unterstützung, wie etwa für Lehrbücher. „Aber wie sollen es meine Töchter einmal besser haben, wenn sie nicht lernen können?“, fragt die verzweifelte Mutter leise. Ein wenig Hilfe kommt von Vjollcas Schwester, doch auch sie hat Familie und nur wenig Geld.


Mutter Vjollca und ihre beiden Töchter leben in einem Haus mit nur einem Raum.

Das Haus von Familie Murati liegt in einer armen Gegend, im Dorf Nojë, eine Stunde von der nächsten grösseren Stadt, Kruja, entfernt. Durch ihre Tallage ist die Gegend von starken Winden geprägt, die den Menschen, vor allem im Herbst und im Winter, stark zu schaffen machen. Zudem ist es sehr felsig, was vor allem die Haltung von Rindern sehr schwierig macht. Ziegen kommen hier wesentlich besser zurecht.

Das Leben von Vjollca und ihren Töchtern könnte sich sehr zum Besseren wenden, wenn die Mädchen einen eigenen Raum bekommen würden und die Familie wieder ein paar Ziegen hätte. Dann gäbe es eine Lebensgrundlage durch den Verkauf von Milch und Milchprodukten. „Aber das ist ein Traum“, sagt Vjollca leise. Wir möchten Vjollca diesen Traum gerne erfüllen und bitten um Ihre tatkräftige Mithilfe. Vielen Dank dafür.


Projekt Nr. 3128, "Ziegen und Wohnraum für Familie Murati"

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Russland
Weihnachtsfreude für Bedürftige
Kein warmer Platz und nicht genug zu essen — So sieht das Fest für viele Menschen aus

Es ist bitterkalt in Moskau. Während wir uns auf die besinnliche Zeit mit unseren Lieben freuen, sorgen sich dort viele Menschen um warme Kleidung und genügend Nahrung. Für Geschenke haben sie kein Geld. Die Weihnachtszeit erscheint ihnen trostlos.

Fleissige Hände bereiten die Festlichkeiten vor, die in der Weihnachtszeit zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar in Moskau stattfinden. Galina Dzhuzhenova, die ehrenamtliche Leiterin der „Sisters of Mercy“, freut sich schon auf diese Zeit. Im Auftrag der Baptist Church ist sie verantwortlich für die Weihnachtsfeiern und Einsätze, welche jedes Jahr — gemeinsam mit „Brotherhood of Compassion“ – durchgeführt werden. „Es ist wunderbar, wie für eine Weile die Traurigkeit aus den Gesichtern der Menschen verschwindet und sie fröhlich sind.“ Egal, ob jung oder alt, alle freuen sich darüber, dass an sie gedacht wird.


Wie einen kleinen Schatz halten die beiden ihr Geschenk hoch.

Es werden verschiedene Gottesdienste und diverse Weihnachtsfeiern durchgeführt. Niemand muss nach Hause gehen, ohne zuvor etwas zu essen und ein kleines Geschenk ausgeteilt zu bekommen. „Viele kommen schon seit Jahren zu den Gottesdiensten. Es ist für sie ein Highlight des Jahres“, so Galina. „Für mich ebenfalls“, fügt sie lächelnd hinzu. Zudem besuchen ehrenamtliche Mitarbeiter Kranke und Alte in den Spitälern und Seniorenheimen und haben für jeden etwas Leckeres dabei. Auch christliche Literatur wird verteilt.

Für das Pflegepersonal sind diese Besuche ebenfalls etwas Besonderes. „Es kommen nicht viele Besucher in unsere Einrichtung. Vor allem in der Weihnachtszeit ist die Situation hier oft bedrückend. Für uns ist es ermutigend, zu erleben, dass wir mit unserer Sorge um diese Menschen nicht alleine gelassen sind“, so eine Pflegerin.

Auch werden bedürftige Familien zu Hause besucht und mit einer Kleinigkeit zum Weihnachtsfest überrascht. Vor allem Familien mit behinderten Kindern können sich weder etwas Besonderes zum Essen noch Geschenke leisten. Die monatliche staatliche Beihilfe bringt sie kaum über den Monat. Umso mehr werden die Sisters of Mercy willkommen geheissen, deren Besuch auf so vielschichtige Weise eine Bereicherung für die Bedürftigen darstellt.
Wie schon in den vergangenen Jahren möchten wir Galina und ihre Kollegen auch in diesem Jahr wieder dabei unterstützen, Freude in die Herzen und Gesichter der Menschen zu bringen und ihnen durch Wort und Tat mitzuteilen, dass sie weder von Menschen noch von Gott vergessen wurden. Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.


Projekt Nr. 3129, "Weihnachten in Moskau"

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