Erfolgsberichte

NOVEMBER 2008


ARMENIEN
Operation Taron
Der 17-jährige Taron litt während den letzten drei Jahren an einer schmerzhaften Gelenkentzündung. Da es in Armenien keine Gesundheitsvorsorge gibt, wurde für die Behandlung Tarons seitens der Familie bereits fast alles verkauft, und zusätzlich häufte sich auch ein Schuldenberg an. Doch die wahrscheinlich rettende Operation, bei der Endoprothesen implantiert werden sollten, schien in unerreichbarer Ferne, da die Kosten zu hoch waren. Mit den Grosseltern, seiner Mutter und Geschwistern sowie der Familie des Onkels in einer Wohnung lebend, sah es für Taron lange Zeit nicht so aus, als ob diese Operation je Wirklichkeit werden könnte.
Doch dank Ihrer Hilfe, liebe Freunde, konnte Taron nun operiert werden. Der Eingriff verlief gut und wir sind voller Hoffnung, dass Tarons Leiden nun nachhaltig gelindert werden konnte und sogar ein Ende haben wird.
(Diaconia Report Juli 2008)

ARMENIEN
Nothilfe für 10 Kinder
Eduard und Nelli wurden zehn Kinder geschenkt — fünf Söhne und fünf Töchter — die sich jetzt im Alter zwischen drei Monaten und sechzehn Jahren befinden. In der Gegend, in der sie wohnen, ist das Leben hart, ist doch die karge Erde wenig fruchtbar, und ständige Erdrutsche erschweren die Landwirtschaft. Doch Eduard kämpft für seine Familie. Sein Verdienst reicht kaum, das Notwendigste zu kaufen, geschweige denn, seine inzwischen krank gewordene Frau untersuchen zu lassen.
Seine Hoffnung ruht auf Diaconia. Dank Ihrer Spenden konnte nun veranlasst werden, dass Nelli untersucht und behandelt werden kann. Gerade rechtzeitig zum Winteranbruch wurden die Kinder mit neuen, warmen Kleidern und Schuhen ausgestattet. Weiter wurde die Familie mit Lebensmitteln und Decken versorgt.
Eduard und Nelli hatten an jenem Tag, als die Kinder zum ersten Mal ihre neuen Schuhe und Kleider tragen durften, Tränen in den Augen. Das Leuchten in den Kinderaugen ist ihr und unser Dank an Sie.
(Diaconia Report Juli 2008)

RUMÄNIEN
Kinderzentrum Brasov
Vor kurzer Zeit hat das neue Schuljahr in Rumänien begonnen. Im Diaconia-Zentrum herrscht Hochbetrieb. Zusätzlich zu jenen Kindern, die schon über ein Jahr das Kinderzentrum besuchen, wurden nun zehn neue aufgenommen; viele von ihnen stammen aus sehr armen Verhältnissen. Beim täglichen Besuch erhalten sie eine gesunde Mahlzeit und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Auch gemeinsames Singen und Basteln und das Lauschen einer schönen Geschichte oder einer Erzählung aus der Bibel gehören dazu. Seit September betreut Ema, eine junge Sozialpädagogin, die Kinder. Für sie ist ihre neue Arbeitsstelle etwas ganz Besonderes, wurden doch sie und ihre Familie selbst durch eine Patenschaft unterstützt. Von der empfangenen Hilfe nun etwas zurückzugeben, macht Ema sehr froh.

RUMÄNIEN
Ein Treppenlift für Marton
Der elfjährige Marton leidet an einer erblich bedingten Muskelkrankheit. Statt sich zu entwickeln, bilden sich seine Muskeln allmählich zurück. Mit der Zeit hat der Junge die Kraft verloren, die im ersten Stock liegende Wohnung zu verlassen. Auch seine Mutter kann ihn nicht mehr tragen, da er ihr zu schwer geworden ist. Nach einem Besuch unserer Diaconia-Mitarbeiter war allen klar, dass eine Lösung gefunden werden musste. Dank Ihrer Unterstützung konnte ein Treppenlift installiert werden. Marton und seine Mutter bedanken sich bei all jenen Menschen, die dies ermöglicht haben.
(Diaconia Report August 2008)

ALBANIEN
Endlich Tische und Stühle für Hausaufgaben
Diaconia unterstützt die Taubstummenschule in Tirana schon seit längerer Zeit. Als einzige Institution dieser Art in Albanien bietet sie 7-18-jährigen Schülern eine auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten ausgerichtete Ausbildung. Da viele der Lernenden von ausserhalb kommen, leben sie im Studentenwohnheim gleich neben dem Institut.
Das grosse Problem war bis anhin das Fehlen von zweckmässigen Möbeln in den Schlafräumen. Die Kinder waren gezwungen, auf den Betten zu lernen oder zu lesen, für Körperhaltung und Augen sicher nicht zuträglich.
Der Direktor der Schule war überglücklich, als er kürzlich von Diaconia vernahm, dass fünf Schlafräume neu eingerichtet werden sollten. Auch der Zeitpunkt war ideal, befanden sich doch die Kinder noch in den Ferien. So konnten die Einrichtungsarbeiten schnell und speditiv verrichtet werden. Die Räume wurden mit Schränken, Nachttischen und natürlich einem Tisch mit zwei Stühlen ausgestattet; eine deutliche Hebung der Lebensqualität!
Durch die intensive Zusammenarbeit mit Diaconia konnte in dieser Schule während den letzten paar Jahren einiges zum Positiven verändert werden.
Die Mitarbeiter sowie die Schüler bedanken sich recht herzlich für Ihre Unterstützung.



Erfolgsberichte

SEPTEMBER 2008


ARMENIEN
Augenbehandlung fürs erste Jahr gesichert
Janna hatte nur einen Wunsch: Ihr Sohn sollte nicht erblinden. Nachdem ihr Mann nach langen Jahren der Schmerzen, verursacht durch die Kriegsverletzungen aus dem Bergkarabach-Krieg, verstarb, stand Janna ganz alleine da. Mit unermüdlichem Eifer und Fleiss versucht sie jedoch, für ihren Sohn Mutter und Vater zugleich zu sein.
Samwel, ein Patenkind von Diaconia, hatte bereits von Geburt an Probleme mit seinen Augen. Sein Augenlicht kann nur durch Speziallinsen gerettet werden, die aber sehr teuer sind und alleine durch Patenschaftsbeiträge nicht zu finanzieren sind. Bis zu seinem 22. Lebensjahr muss Samwels Behandlung fortgesetzt werden.
Dank Ihrer grosszügigen Unterstützung konnte nun das erste Jahr bezahlt werden. Die Welt des Jungen wurde somit nicht dunkel und farblos. Samwel möchte Ihnen ausdrücklich seinen tiefsten Dank von ganzem Herzen aussprechen.
(Ostkurier Januar 2008)

ARMENIEN
Krebstherapie Anahit
Als langjähriger Mitarbeiter von Diaconia hat Mher schon oft gesehen, wie Menschen geholfen wird. Doch jetzt brauchte er selber Hilfe. Bei Anahit, seiner Frau und Mutter seiner 3 Kinder, wurde Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Laut Prognosen hätte sie in Armenien noch 6 Monate zu leben gehabt. Die Befunde und Proben wurden nach Deutschland geschickt, und von dort kam Hoffnung. Mit einer Behandlung in Deutschland mit Strahlentherapie in Verbindung mit Chemotherapie hätte Anahits Leben gerettet werden können. Die Kosten jedoch konnte Mher nicht aufbringen.
Dank Ihnen, liebe Spender, wurde Anahit eine Behandlung in Deutschland ermöglicht. Nach weiteren Untersuchungen wurde jedoch leider festgestellt, dass sich in anderen Organen bereits Metastasen gebildet hatten, und die Behandlung wurde dementsprechend umgestellt.
Inzwischen befindet sich Anahit wieder in Armenien im Kreise ihrer Familie. Wäre sie nur in Armenien behandelt worden, hätte sie nur eine geringe Chance gehabt. Doch die Behandlung in Deutschland scheint angeschlagen zu haben; zumindest gibt sie Hoffnung auf eine etwas längere Lebensspanne. Nach menschlichem Ermessen wird Anahit mit Gottes Hilfe noch ein bis zwei Jahre mit ihrer Familie verbringen können.
(Ostkurier Februar 2008)

RUMÄNIEN
Diesen Sommer haben zwei Schweizer, Nathan Weber und Barbara Wyder, in Brasov bei Diaconia für je einen Monat einen freiwilligen Einsatz geleistet.
Hier der leicht gekürzte Erlebnisbericht von Barbara: Als ich am Sonntag, den 22. Juni, im Flugzeug nach Bukarest sass, freute ich mich auf das bevorstehende Abenteuer. Gleichzeitig beschlich mich ein ungutes Gefühl: Was mache ich, wenn niemand am Flughafen steht, um mich abzuholen? Nach der Landung in Bukarest folgte ich einfach meinem Sitznachbarn, von welchem ich annahm, dass er ein Geschäftsmann und nicht zum ersten Mal hier war. Nachdem ich meinen Koffer vom Fliessband genommen und die Einreisekontrolle passiert hatte, ging’s weiter Richtung Ausgang. Hier war mir sofort klar, dass ich erwartet wurde. Eine junge Frau mit einem orangefarbenen Ballon (mit meinem Namen drauf) lachte mich an: Annemarie von Diaconia!
Nach einer 2,5-stündigen Fahrt erreichten wir Brasov. Wir bummelten durch die Altstadt. Durch Annes spontane, herzliche Art fühlte ich mich sofort willkommen. Gegen Abend lieferte sie mich dann in Gimbav ab bei Luminita. Auch hier war ich willkommen. Auf Englisch und mit Hilfe von Wörterbüchern (Englisch und Rumänisch) gelang uns die Verständigung fast immer recht gut. An vier Sonntagen besuchte ich zusammen mit Luminita den Gottesdienst in ihrer Gemeinde. Mich beeindruckte die Ernsthaftigkeit dieser meist jungen Christen, ihr Herz für die Verlorenen (wöchentliche evangelistische Einsätze), die vielen, jungen Familien und der herzliche Umgang mit den Kindern.
In der ersten und zweiten Woche fanden Workshops statt. Es wurde gebastelt, gemalt und gespielt. Die Kinder waren zwischen 11 Uhr und 14 Uhr im Zentrum. Es gab Tage, da kamen bis zu 30 Kinder. Das Zusammensein und Basteln mit den Kindern machte mir viel Freude, auch wenn die Verständigung schwierig war. Kinder sind unkompliziert, das macht es einfacher. Sebi, ein 6-jähriger Bub, schwatzte jeden Tag unbekümmert drauflos, obwohl die andern Betreuer ihm immer wieder sagten, dass ich kein oder nur wenig Rumänisch verstehe. Das brachte mich oft zum Lachen. Ich schloss ihn sofort ins Herz. Schön fand ich auch, dass Roma-Kinder und Kinder aus der Gemeinde gemeinsam bastelten und spielten. Das war auch in den Lagern so.
Am Donnerstag und Freitag der zweiten Woche bereiteten Anne und ich die Lager vor. Ich hatte Material der KEB zum Thema Olympiade mitgenommen (Jesus als Coach). Daraus wählten wir Themen aus und übersetzten das Zusatzmaterial (Bibelverse, Vertiefungsblätter) auf Rumänisch. Das war eine harte Arbeit. Anne gab ihr Bestes, aber ich denke, solche Vorbereitungsarbeiten war sie nicht gewohnt und gingen gegen ihr Naturell. Wir hatten es aber trotzdem gut zusammen!
Schliesslich fuhren wir in der dritten Woche am Montag früh los Richtung Oltenita: 16 Buben zwischen 6 und ca. 16 Jahren, Jonuz, Christi, Nathanael und wir drei Frauen. Dass wir für diese Strecke so lange brauchen würden, verstand ich erst, als wir auf der sogenannten Umfahrungsstrasse von Bukarest waren.
Die 5 Tage mit den Buben waren eine gute Zeit, auch wenn Nathanael und ich ein bisschen gestresst waren, weil ein rumänisches Lager eben anders verläuft als ein schweizerisches. Wir erlebten gute und wertvolle Momente. Wir teilten die Buben in zwei Teams mit je einem Teamleiter ein. Diese waren dafür verantwortlich, dass ihr Team bei den verschiedenen Gruppenaktivitäten funktionierte. Es war toll zu sehen, wie eifrig die Jungs bei den Wettspielen mitmachten. Eine Aufgabe lautete, die Geschichte von Zachäus darzustellen. Ein Junge war der Erzähler, die anderen stellten die Geschichte wortlos dar, wobei „Zachäus“ auf einen richtigen Baum stieg. Die Geschichte wirkte sehr lebendig und eindrücklich. Als weiteres biblisches Thema hatten wir das Gleichnis vom Gastmahl gewählt. Die Kinder hörten gespannt zu. Jetzt war das Gleichnis dran in Form eines Theaters. Alle Leiter hatten sich verkleidet und spielten das Gleichnis ganz eindrücklich. Luminita z.B. spielte die Braut. Wir Zuschauer waren plötzlich mitten im Geschehen drin, als uns die „Küchenfrauen“ ein Dessert brachten. (Ich wusste nichts davon.) Die Buben waren ganz überrascht und merkten, dass sie die Gäste waren. Das war ein ganz eindrückliches Erlebnis für uns alle.
Das Lager mit den Mädchen verlief ganz anders. Wir hatten es gut zusammen. Wir waren 10 Mädchen und 3 Leiterinnen. Es war entspannter und ruhiger. Die Mädchen waren sehr kreativ, als es darum ging, eine Schürze und eine Verkleidung zu nähen, von Hand natürlich. Auch bei den Wettspielen waren sie eifrig dabei. Die Tochter von David hatte im Lager Geburtstag. Als Überraschung gab es im Wald ein Dessert bei Kerzenlicht. Am zweitletzten Lagertag bastelten die Mädchen Karten für die Nachbarn. Diese freuten sich sehr über diese kleinen Geschenke, welche ihnen die Mädchen überreichten. Den letzten Abend verbrachten wir am Lagerfeuer.
Am nächsten Tag hiess es für mich Abschied nehmen. Gegen Ende meines Aufenthaltes packte mich das Heimweh. Ich hatte die Sprachbarriere unterschätzt. Zudem war ich seit vielen Jahren nicht mehr so lange von zu Hause weg gewesen. Es war für mich eine gute Zeit. Ich merkte aber, dass ich mit etlichen falschen Vorstellungen über Einsatz und Land losgezogen war. Was mich sehr berührte, war, zu merken, dass ich einfach willkommen war.
 

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