Erfolgsberichte

DEZEMBER 2009


ARMENIEN
Schulbus konnte gekauft werden
Der Direktor der Schule N93 ist sehr aufgeregt. Soeben hat er am Telefon erfahren, dass Diaconia nun doch den Schulbus finanzieren kann, der so dringend benötigt wird. Es dauert keine fünfzehn Minuten, und er steht in unserem Büro um die Details abzuklären.
Noch vor wenigen Wochen mussten wir ihm eine negative Mitteilung geben. Die Mittel reichten leider nicht aus, um einen Bus zu kaufen. Doch Sie, liebe Freunde, liessen die Kinder des Dorfes der Hoffnung nicht im Stich. Besonders jetzt im Winter wird es gefährlich, den Weg zur Schule zu Fuss zurückzulegen. Die Kinder müssen nämlich eine der Hauptstrassen nach Jerewan passieren, wo es oft zu Unfällen kommt. Besonders wenn Schnee liegt, wird die abschüssige Strasse zu einem Unfallschwerpunkt.
Letzte Woche war es nun so weit. Der Bus konnte gekauft werden und wurde sofort eingesetzt. Nun müssen die Kinder im Dorf der Hoffnung, welche die Schule N93 besuchen, den gefährlichen und mühsamen Weg nicht mehr zu Fuss gehen. Dafür bedanken wir uns bei Ihnen herzlich.
(Projektnummer 1374, Diaconia Report Juli 2009)

RUMÄNIEN
Anlässlich ihres Rumänien-Besuchs traf Michaela Kuhlmann, unsere Geschäftsleiterin in Deutschland, Ilus Munteanu. Die junge Frau lebt zusammen mit ihren zwei Kindern und ihren Eltern in einem kleinen Haus. Vom Staat erhält sie eine geringe Unterstützung. Als Diaconia im April 2009 um Ihre Mithilfe bat, ging man davon aus, dass Stefan, der Familienvater, zwecks Arbeit im Ausland sei. Heute weiss sie leider mehr.

Michaela: „Ilus, darf ich dir ein paar Fragen stellen?“
Ilus: „Ja, das ist in Ordnung.“
Michaela:„Wie hast du von Diaconia gehört?“
Ilus:„Eine Freundin, die auch Hilfe erhält, erzählte mir von Diaconia. Ich hätte nie gedacht, dass ich Hilfe bekomme, denn es gibt so viele andere, denen es noch bedeutend schlechter geht als mir. Viele alleinerziehende Frauen, die von ihren Männern verlassen wurden oder sie verlassen haben, werden auch von ihren Eltern verstossen. Das ist mir, Gott sei Dank, nicht passiert. Meine Eltern unterstützen mich so gut sie können. Aber sie haben doch selbst kaum genug zum Leben. Ohne die Hilfe von Diaconia (Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial usw.) würde ich es nicht schaffen, ohne Hunger und grossen Mangel über die Runden zu kommen. Dass die Hilfe so schnell und zuverlässig kommt, hätte ich nie gedacht.“
Michaela:„Hast du vorher schon irgendwo anders versucht, Hilfe zu bekommen?“
Ilus:“Ja, schon. Aber viele Einrichtungen sagen nur, dass sie helfen würden. Sie fragen nach Personalien und machen Versprechungen. Aber am Ende bekommt man doch aus irgendeinem Grund nichts. Ich war so verzweifelt, dass ich sogar an verschiedenen Orten zur Blutspende ging. Dafür gab es so etwas wie „Essensmarken“, die ich für Nahrung für die Kinder brauchte. Damit kann man für einen bestimmten Betrag einkaufen gehen. Aber meine Gesundheit hat das nicht lange mitgemacht und ich musste damit aufhören.“
Michaela:„Wie bist du in diese Situation gekommen, dass du Hilfe brauchst? Wo ist der Vater der Kinder?“
Ilus:„Mein Mann hat mich die ganzen Jahre misshandelt und gedemütigt, sowohl physisch als auch mit Worten. Ich hatte mich in mein Schicksal gefügt und hatte nicht die nötige Kraft, mich von ihm zu trennen. Je älter Ioana wurde, desto mehr Angst hatte ich um sie, um ihre Zukunft. Aber dennoch war ich zu schwach, mich aufzulehnen. Ich dachte ich wäre wertlos und viel zu dumm, um alleine klarzukommen.
Dann wurde ich wieder schwanger. Mein Mann wollte unbedingt, dass ich abtreibe. Er wollte kein zweites Kind haben. Aber ich — sie beginnt zu weinen — konnte es einfach nicht tun! Ich wusste schon von Anfang an, dass ich einen Sohn bekommen würde, ich spürte es einfach. Und ich hatte mir immer einen Sohn gewünscht. Für mich war ganz klar: Ich will dieses Kind behalten und ich werde es Matei nennen. Ich empfand, dass dieses Kind in mir ein Segen Gottes war.“
Michaela:„Was bedeutet der Glaube an Gott und an Jesus für dich?“
Ilus:„Eigentlich alles! Ohne Gott hätte ich längst aufgegeben! Als ich mit Matei schwanger war, war es mir, als wenn Gott mir neu begegnen und mich aufwerten würde. Ich dachte, wenn Gott mir so vertraut, dass er mir ein weiteres Kind anvertraut, wie kann ich ihm dann NICHT vertrauen? Er vertraut mir und ich vertraue ihm — völlig! Diese Erfahrung hat mir die Kraft gegeben, aufzustehen und die Zukunft in die Hände zu nehmen.“
Michaela:„Wo ist dein Mann jetzt? Weisst du das?“
Ilus:„Er hat einmal aus Italien angerufen und gesagt, er sei dort, um Geld zu verdienen und es uns zu schicken. Bis heute jedoch kam nichts und ich habe erfahren, dass er sich hier in Rumänien mit Leuten eingelassen hat, mit denen nicht zu spassen ist. Er ist vor diesen geflüchtet, da er um sein Leben fürchten muss. Er ist nicht weg, um Geld zu verdienen. Er musste sich in Sicherheit bringen. Ich bin froh, dass wir von ihm weg sind. Ich weiss gar nicht, was aus uns geworden wäre, wenn wir noch zusammen wären...“
Michaela: „Welche Wünsche hast du für die Zukunft?“
Ilus:„Ich wünsche mir, dass meine Kinder ohne grosse Sorgen aufwachsen und leben können. Dafür mache ich, was mir möglich ist.“
Michaela:„Welche Wünsche hast Du für DICH für die Zukunft?“
Ilus (lacht): “Vor lauter Sorge habe ich völlig verlernt, für mich selber Wünsche zu haben... Aber was ich mir wünschen würde, wäre, meinen Schulabschluss nachzuholen und eine Ausbildung zu machen in einem Beruf, der mir etwas Freude macht, und damit Geld zu verdienen. Momentan jedoch suche ich einfach nach einer Arbeit. Irgendetwas, mit dem ich unseren Lebensunterhalt verdienen kann. Egal ob am Fliessband oder an der Nähmaschine. Ich bin da nicht so wählerisch. Meine Eltern würden auf die Kinder aufpassen, wenn ich etwas finde. Ich bin so froh, dass ich sie habe... Hier in der Nähe, nicht weit in Richtung Brasov, wird eine Fabrik gebaut. Sobald dort Arbeiter gesucht werden, werde ich mich bewerben und bete schon jetzt, dass ich eine Stelle bekomme. Dann hätte ich auch einen kurzen Arbeitsweg.“
Michaela: Vielen Dank, Ilus, dass du so ehrlich gesprochen hast. Das hat mich sehr bewegt. Ich wünsche dir Gottes Segen für deine Zukunft und dass deine Wünsche für dich und deine Kinder in Erfüllung gehen.

(Projektnummer 1332, Diaconia Report April 2009)



Erfolgsberichte

NOVEMBER 2009


ARMENIEN
Ein Schulweg voller Hindernisse — Problem bald gelöst?
In unserem letzen Blatt „Dank Ihrer Hilfe durften wir helfen“ baten wir Sie erneut um Hilfe für das Schulbus-Projekt im Dorf der Hoffnung. Mit grosser Erleichterung und Freude dürfen wir Ihnen heute mitteilen, dass wir durch Ihre Unterstützung bald in der Lage sein werden, dieses Projekt zu realisieren.
Gerne werden wir Sie zu einem späteren Zeitpunkt detaillierter informieren und bedanken uns herzlich für Ihre Hilfe.
(Projektnummer 1374, Diaconia Report Juli 2009)

ALBANIEN
Medikamente und Küchenzubehör für Altersheim in Fier
Medikamente sind in einem Altersheim besonders wichtig. Mit den geringen staatlichen Beiträgen können jedoch nicht immer alle Bedürfnisse abgedeckt werden. So war denn auch der Heimleiter sehr dankbar, als er mit einer Lieferung von Diaconia, welche vom Pflaster bis zur Schmerztablette alles beinhaltete, eingedeckt wurde. Denn gerade in diesen Tagen hatte sich der Medikamentenschrank nahezu geleert.
Auch die unpraktischen, aus alten Zeiten stammenden und oft sogar gefährlichen Küchengeräte mussten teilweise ersetzt werden. Heute darf sich das Personal nun beispielsweise über Kochtöpfe mit stabilen Henkeln und Griffen freuen. Ein professioneller Arbeitsablauf zum Wohle der Bewohner ist wieder gewährleistet.

RUMÄNIEN
Neues Augenlicht für Eva
Ohne Operation wäre das Leben der tauben Frau vor drei Jahren bald völlig in Nacht und Stille versunken. Der graue Star musste unbedingt behandelt werden. Durch die Hilfe unserer Spender konnte Eva erfolgreich ambulant operiert werden. Der leichte Anfangsschmerz verklang bald, aber einige Zeit später konnte sie nur noch Schatten und Licht unterscheiden. Zum Glück ging auch diese Phase vorüber und Eva kann heute, ihrem Alter entsprechend, fast wieder hundertprozentig sehen. Sie lebt immer noch in ihrer kleinen Wohnung, kann es sich jedoch nicht leisten, eine Heizung installieren zu lassen. Dennoch ist sie sehr glücklich, wieder besser zu sehen. Durch ihren Sohn, der es versteht, mit der tauben Frau zu kommunizieren, möchte sie Ihnen ihren ganz herzlichen Dank aussprechen.
(Diaconia Report September 2006)

RUMÄNIEN
Gerade rechtzeitig vor dem ersten Schnee
Die kleine Alexandra wächst bei ihren Grosseltern auf. Noch in diesem Sommer stand die Kleinfamilie vor dem Nichts, da sie ihre Wohnung bald verlassen musste. Der Grossvater suchte sich sogar eine zweite Arbeit, um das Geld für eine neue Unterkunft zusammenzubringen. Vor kurzer Zeit durften die drei nun in ihre neue, saubere Wohnung einziehen. Diese liegt nicht weit vom alten Wohnsitz entfernt, was den Umzug natürlich erleichterte. Diaconia hat die ersten zwei Monatsmieten sowie die Kaution übernommen. Vor einigen Tagen hat es schon zum ersten Mal geschneit. Dass man diesen Einzug vor dem Wintereinbruch und ohne vorübergehende Obdachlosigkeit geschafft hat, macht die Familie sehr glücklich. Sie wurde auch mit neuen warmen Kleidern, Essensvorräten und Medikamenten versorgt. Die kleine Alexandra konnte ihr Glück kaum fassen. Dieser kleine Wintervorrat wird helfen, die Alltagssorgen für eine kurze Zeit zu vergessen. Den Dank und die Freude möchten wir gerne an Sie weitergeben.
(Projektnummer 1387, Diaconia Report August 2009)

RUMÄNIEN
Heizung für den Winter
Vor drei Jahren starb Jolans Mann. Seither ist die Mutter allein für ihre Kinder verantwortlich. Aber es fehlte an allem. Vor allem machte ihnen jedoch die eisige Kälte im Winter zu schaffen, das Nachhausekommen am Abend war wie ein Albtraum.
Nach einigen Vorabklärungen kaufte Diaconia einen Ofen und auch die entsprechenden Rohre konnten verlegt werden. Zusätzlich wurden einige Renovationsarbeiten am Mauerwerk vorgenommen. Heute ist Familie Mocsel sehr glücklich. Mit dem Gasofen kann auch gekocht werden. Heute können die Kinder am Morgen aufstehen und sich einen warmen Tee zubereiten. Früher gab es nur eine Feuerstelle im kalten Hof. Auch darf sich die Familie über die Lebensmittel und die warmen Winterkleider freuen. Dieser Umbruch im Leben gibt wieder Mut und Hoffnung, und dafür bedankt sich die Mutter bei allen Spendern herzlich.
(Projektnummer 1309, Diaconia Report Januar 2009)



Erfolgsberichte

OKTOBER 2009


ARMENIEN
„Ein Schulweg voller Hindernisse“ — Problem noch ungelöst
Öfter äussern sich Spender positiv über das Blatt „Dank Ihrer Hilfe durften wir helfen“ mit Berichten über erfolgreich abgeschlossene Hilfsprojekte. Es wird geschätzt, dass wir nicht nur immer wieder neu um Unterstützung bitten, sondern auch über geleistete Hilfe informieren.
Vereinzelt geht für Hilfsprojekte zu wenig Geld ein. So zum Beispiel für den dringend benötigten Schulbus im „Dorf der Hoffnung“ (s. Projekt Nr. 1374 im Diaconia Report vom Juli). Der Kleinbus, der 70 Kinder in die staatliche Schule „N93“ brachte, war nicht mehr fahrtüchtig. Weder der Schule noch den Behörden war es möglich, Ersatz zu beschaffen. Die Eltern konnten den Transport ihrer Kinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht bezahlen. Diaconia berichtete deshalb über diese Not und bat um Spenden im Betrag von 6‘500 Franken (rund 4300 Euro) für die Anschaffung eines guten Gebrauchtwagens. Total gingen Fr. 992.25 und Euro 65.-- ein, also bei weitem nicht der benötigte Betrag.
Baru Jambazian schrieb dazu: „Für das Schulbus-Projekt haben wir inzwischen schon mehr ausgegeben, als eingegangen ist. Da nicht genügend Geld hereinkam, haben wir der Schule Geld für die Miete eines Busses zur Verfügung gestellt. Ende Oktober werden wir jedoch auch diese Zahlungen einstellen müssen. Dann werden die Kinder zu Fuss in die Schule gehen müssen.“
Erfahrungsgemäss wird es der Schule nicht möglich sein, das für den Kauf des Busses nötige Geld zu beschaffen. Die Kinder werden deshalb künftig gezwungen sein, den fünf Kilometer langen Schulweg durch Kälte, Regen, Matsch und Schlamm zu Fuss zu gehen. Auf der äusserst gefährlichen Strasse ist es schon zu tödlichen Unfällen gekommen.
Ein Lehrer aus der Ostschweiz wird mit seinen Schülern für dieses wichtige und gar lebenserhaltende Projekt Dörrobst verkaufen. Wenn Sie sich von diesem Projekt ebenfalls angesprochen fühlen, können Sie auf dem beiliegenden roten Einzahlungsschein als Zahlungszweck „Projekt Nr. 1374 Schulbus“ angeben. Ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
(DIACONIA REPORTJuli 2009)

ARMENIEN
Hilfe für Familie Mejmarian
Vor Jahren adoptierte Sona Mejmarian Hakob und Arewik. Sie wollte den zwei Waisenkindern ein Heim und eine Familie geben. Liebevoll kümmerte sich Sona um die zwei gesundheitlich Angeschlagenen, doch die schwere Wirtschaftskrise in Armenien brachte sie um ihre Arbeit, ihr Hab und Gut. Nur mit Mühe konnte Sona sich um ihre kranken Kinder kümmern und stand vor vielen Problemen. Zeitweise musste die Familie sogar auf der Strasse leben.
Diaconia konnte durch Ihre Hilfe nicht alle Probleme lösen, doch mit tatkräftiger Unterstützung durfte die Familie einen Teil des Ballasts abwerfen. Die Kinder wurden ärztlich versorgt und bekamen warme Kleidung und Lebensmittel. Die Dankbarkeit Sonas kennt keine Grenzen: “In meinen schwierigsten Tagen habt Ihr uns die Hand gereicht und uns wieder Hoffnung geschenkt.”
Diese Dankesworte möchten wir gerne an Sie, liebe Spender, weitergeben.
(DIACONIA REPORT Oktober 2007)

ARMENIEN
Ein Dach über dem Kopf
Im Überfluss hatte Nairuhi nie gelebt. Doch der Tag, an dem die Mutter von zwei Söhnen, ihren geliebten Mann Vahan durch einen Unfall verlor, stürzte sie endgültig in die Hoffnungslosigkeit.
Um ihre Kinder zu ernähren, machte sie nur jede erdenkliche Arbeit. Dennoch, der Verdienst reichte nicht aus, um alle Probleme der Familie zu lösen. Was ihr jedoch am meisten zu schaffen machte, war das Haus, welches ihr Mann nicht mehr fertigstellen konnte. “Wenn wir nur das Dach decken und ein kleines Zimmer fertigstellen könnten”, das war ihr sehnlichster Wunsch. Nur so würden sie den harten Winter überstehen.
Sie liebe Spender, haben diesen Wunsch Wirklichkeit werden lassen. Wir durften in Ihrem Namen das Dach sowie einen Raum und das Bad fertigstellen. Nun kann Nairuhi wenigstens dem kalten Winter entgegenblicken, ohne Sorge haben zu müssen, dass das Haus Schaden leidet oder alles feucht und kalt wird.
(Nairuhi und ihre Kinder, Projekt 1375, DIACONIA REPORT Juli 2009)

RUMÄNIEN
Schulmaterial und Schuhe für die Schule
Oft können Kinder aus armen Familien die Schule nicht besuchen, weil es ihnen an Schreibzeug, wofür sie selbst aufkommen müssen, fehlt oder — noch schlimmer — weil sie schlichtweg keine Schuhe haben. Viele Eltern würden alles dafür geben, um ihren Kindern eine stabile und sichere Zukunft zu ermöglichen.
Manche können jedoch die erforderlichen finanziellen Mittel dafür nicht aufbringen. Oft müssen dadurch sehr motivierte und talentierte Kinder zu Hause bleiben. Von Diaconia durfte nun jedes Kind aus dem Dorf Maierus ein Paket mit dem nötigen Inhalt für die Schule in Empfang nehmen.
„Mit Ihrer Hilfe erhalten viele Kinder eine zweite Chance. Wie können wir uns an unserem neu renovierten Schulhaus freuen, wenn keine Stifte, kein Papier und keine Bücher vorhanden sind?“ so der Lehrer.
„Unsere Eltern haben kein Geld, um Kleider und Schuhe zu kaufen, wir sind so glücklich und dankbar, dass Sie gekommen sind “, ergänzte eine Schülerin. Durch die erhaltene Hilfe können die Menschen in diesem armen Dorf wieder Hoffnung und Kraft schöpfen, und sie wissen, dass man sie nicht vergessen hat.
(DIACONIA REPORT Oktober 2006)

ALBANIEN
Sommerlager 2009
Unter dem Namen „Gottes Liebe“ organisierten Diaconia und die Evangelische Kirche von Kamez auch dieses Jahr wieder ein Ferienlager für benachteiligte Kinder an der albanischen Adriaküste. Mädchen und Jungen aus armen Familien, Waisen und Halbwaisen durften so für einmal ein paar sorglose Tage verbringen. Das Lagerhaus mit seinen schönen Zimmern lag direkt am Strand, was den jungen Gästen natürlich sehr gelegen kam. Sand, Wasser (mit Schwimmkurs) und Sonne vermochten die Kinder von ihrem tristen Alltag abzulenken, und gleichzeitig wurde ihnen auch die Chance gegeben, das Wort Gottes näher kennenzulernen. Die Lagerleiter waren sich wohl bewusst, welche Bürde jedes einzelne Kind bereits in jungen Jahren zu tragen hat. Hier sollten sie ein wenig vergessen können, Liebe und Fürsorge erhalten und letztendlich auch gutes und gesundes Essen geniessen. Früchte, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte standen jeden Tag auf dem Speiseplan. Eine solche Vielfalt war für die Mehrzahl der Feriengäste etwas ganz Neues. Lagerleben bedeutet aber auch, kleinen Pflichten nachzukommen: So wurde der Strand sauber gehalten, der Tisch gedeckt und das Geschirr abgeräumt. Für diese Kinder war das Sommerlager ein unvergessliches Erlebnis, dementsprechend bewegend war dann auch der Abschied mit Umarmungen und Tränen. Durch Ihre Spenden konnten diese Kinder eine unbeschwerte Zeit am Strand verbringen — ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
(Sommer-Camp, Projekt Nr. 1386, Diaconia Report August 2009)



Erfolgsberichte

SEPTEMBER 2009


ARMENIEN
Bäckerei im Dorf der Hoffnung: Hilfe zur Selbsthilfe
Jede Nacht duftet es wohltuend aus der Bäckerei, die am Rande des Dorfes der Hoffnung gelegen ist. Frische Backwaren nach Schweizer Art, die sich grundlegend vom traditionellen Brot in Armenien unterscheiden, entstehen hier.
Mit grosser Begeisterung arbeitet das Bäckerteam in zwei Schichten, und auch unsere Mitarbeiter im armenischen Büro freuen sich darüber, dass sie nun öfter schmackhaftes Brot in der Mittagspause haben.
Mittlerweile konnten in Jerewan knapp 30 Läden dazugewonnen werden, dieses Brot und andere Backwaren zu verkaufen. Eine kleine, aber treue Stammkundschaft wurde aufgebaut. Und ganz besonders freuen uns die Anrufe begeisterter Kunden, die sich immer wieder lobend über die Qualität äussern. Dies ist eine ganz besondere Motivation für das Bäckerteam.
Dies alles wurde dank Ihrer Spenden und der tatkräftigen Hilfe von Herrn Andreas Dossenbach, der unsere Bäcker während drei Besuchen in Armenien im Schnellverfahren ausbildete, ermöglicht. Mit den neuen Öfen konnte unsere Kapazität erheblich gesteigert werden, und mit dem neuen Schwerpunkt „dunkles Brot“, welches besonders für Diabetiker geeignet ist, wollen wir den Absatz steigern. In den nächsten drei Monaten werden erneut Fernsehwerbespots geschaltet, die in Armenien um einiges günstiger sind als in der Schweiz oder in Deutschland.
Insbesondere freuen wir uns, dass die Gewinne, welche die Bäckerei einmal abwerfen wird, ganz den Hilfsprojekten von Diaconia und dem Dorf der Hoffnung zugutekommen. Somit unternimmt die Bäckerei einen konkreten Schritt der Hilfe zur Selbsthilfe.
(Mehr Brot — Mehr Hoffnung, Sonderaktion Nr. 1353 mit Diaconia Report Juni 2009)

ARMENIEN
Viehaktion
Die Not der Bauern im gebirgigen Bezirk Chambarak ist gross. Als eine der ärmsten Regionen in Armenien, unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan gelegen, durchläuft sie schwere Zeiten: Mehrere Jahre Missernten, Stürme und fehlende Infrastruktur. Viele Männer wurden dadurch gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um irgendwo im Ausland eine Arbeit zu suchen, um wenigstens auf diesem Weg ihre Familie ernähren zu können. Doch dadurch werden Familien auseinandergerissen, Väter sehen ihre Kinder oftmals für Jahre nicht mehr. Alle würden bleiben, wenn es nur eine Perspektive, eine Hoffnung auf Arbeit gäbe. Denn arbeiten wollen alle. Schon von klein auf sind sie die Arbeit gewohnt, das harte Leben als Bergbauern kennen sie nur zu gut und lieben es.
Für diese Familien rief Diaconia nun zum zweiten Mal die Viehaktion ins Leben. Nach sorgfältiger Prüfung bekommen arme Familien Vieh und Futter, welches ihnen eine Lebensgrundlage bietet. Dadurch haben sie endlich wieder Arbeit, können freudig im Schweisse ihres Angesichts das tägliche Brot für sich selbst verdienen.
In den Verträgen, die wir mit diesen Familien abschliessen, wird festgehalten, dass jeweils das erste Jungtier gratis an eine weitere, von Diaconia ausgewählte arme Familie, abgegeben wird, die so wiederum eine Lebensgrundlage erhält.
Durch Ihre Hilfe konnten nun bereits zahlreiche Familien mit Vieh versorgt werden. Das bedeutet, diese Familien wurden davor bewahrt, getrennt leben oder durch noch schwerere Zeiten gehen zu müssen.
Überall war die Freude sehr gross, und nicht Wenige hatten Tränen in den Augen, als sie ihr Vieh erhielten.
Dies alles wurde durch Ihren Einsatz und Ihre Gaben ermöglicht.
Im Namen aller Bergbauern, die Sie so reich beschenkt haben, danken wir Ihnen von Herzen.
(Einmal spenden — Zweimal helfen, Sonderaktion Nr. 1362, April 2009)

RUMÄNIEN
Augenoperation für Iosua
Obwohl Iosua ganz zuvorderst im Klassenzimmer sass, konnte er kaum die Wandtafel erkennen. Er brauchte eine Brille, und auch eine Augenoperation war dringend nötig. Dank Ihrer Unterstützung konnte im November 2008 der Eingriff durchgeführt werden. Während seines Spitalaufenthalts wurde der Junge von unserem Mitarbeiter und natürlich von seiner Mutter liebend umsorgt und betreut. Nach der Operation hatte Iosua für einige Zeit heftige Schmerzen, aber diese sind heute, nach fast einem Jahr, längst abgeklungen. Er muss nun immer eine Brille tragen. Für den scheuen Jungen beginnt jetzt ein neues Schuljahr, und er freut sich sehr, dass sich alles zum Guten gewendet hat. Auch der tägliche Blick in den Spiegel bereitet dem Jungen heute wieder mehr Freude, steht doch da ein 10-jähriger Iosua mit einem freundlichen Gesicht und einem geraden Blick, denn sein Schielen ist natürlich auch verschwunden. Unter Tränen bedankte sich auch der Vater im Namen seiner ganzen Familie. Er richtet seinen Gruss an alle Spender, die dies ermöglicht haben: „Möge Gott Sie alle segnen!“
(DIACONIA REPORT Juni 2008)

RUMÄNIEN
Denisa: Transport zur Schule ist gesichert
Denisa kam als Frühgeburt zur Welt und musste in ihren jungen Jahren schon viel über sich ergehen lassen. Durch unzureichende und fehlerhafte ärztliche Betreuung kann die heute 12-Jährige nicht sprechen und kaum gehen. Sie war lange Zeit darauf angewiesen, von ihren Eltern in die Schule getragen zu werden. Aber Denisa ist im Wachstum, ihr Körper entwickelt sich, und die Eltern hatten bald keine Kraft mehr, sie zur Schule zu bringen.
Die Benutzung des öffentlichen Busses wäre eine Möglichkeit gewesen, die Strapazen der Eltern zu mindern, dies scheiterte jedoch an Denisas Langsamkeit und Hilflosigkeit beim Einsteigen. Nun wurde ein Mann gefunden, der das Mädchen jeden Tag zur Schule bringt und wieder abholt — die Benzinkosten werden von Diaconia übernommen. Der Lehrer freut sich ganz besonders, dass die gute Schülerin dadurch weiterhin am Unterricht teilnehmen kann. Auch die Mitarbeiter von Diaconia bringen Denisa ab und zu zur Schule und fahren mit ihr auch ins Krankenhaus, wenn sie von Schmerzen gequält wird. Die Eltern sind sehr dankbar, dass durch diese Lösung die Grundlagen einer stabilen Zukunft gesichert werden können. Denisa kann ihren Dank nicht in Worten ausdrücken, aber ihre Augen lassen uns dies erkennen.
(DIACONIA REPORT Mai 2008)

RUMÄNIEN
Familienhilfe Brasov
Diaconia hilft Familien, die unverschuldet wegen Krankheit oder Unfall in eine Krise geraten sind. Das Ziel ist, solchen Leuten so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu helfen. Derina kam mit sechs Fingern an einer Hand zur Welt. Ihr Bruder hatte Probleme beim Urin lassen, hier mussten etliche operative Eingriffe gemacht werden.
Auch Derinas Händchen wurde operiert, und heute kann sie mit ihren fünf Fingern gut greifen und zufassen, was vorher nicht möglich war. Um die Hand wieder voll einzusetzen, muss das kleine Mädchen Bewegungsübungen machen. Der behandelnde Arzt ist zufrieden mit den Fortschritten. Um Engpässe zu überbrücken wurde die Familie von Diaconia auch mit Essenspaketen, Windeln und Babypflegeprodukten unterstützt.
Die Eltern der beiden Kinder bedanken sich ganz herzlich für Ihre Unterstützung und freuen sich, bei Diaconia Menschen gefunden zu haben, die ihnen zuhören und zur Seite stehen.
(Nr. 1275, Diaconia Report Oktober 2008)



Erfolgsberichte

AUGUST 2009


ARMENIEN
Ein besseres Leben für Hasmik
Hasmik Goroian hatte sich ihr Leben ganz anders vorgestellt, als sie heiratete. Sie bekam vier Kinder, drei Töchter und einen Sohn.
Doch als die Kinder erwachsen waren und der Sohn zum Wehrdienst musste, ereilte sie die Nachricht, dass Gagik während des Dienstes schwer verletzt wurde. Hasmiks Mann konnte dies nicht verkraften und starb kurz darauf an einem Herzanfall.
Nun musste die Mutter alleine die teuren Medikamente besorgen und sich um den invaliden Sohn kümmern. Mit der Zeit blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre Wohnung zu verkaufen, um ihre Schulden bezahlen zu können.
Doch kurz darauf starben auch ihre Tochter und ihr Schwiegersohn. Somit musste sie sich auch noch um die Enkel kümmern.
Inzwischen braucht Hasmik selber Pflege. Ihr sind nur noch Hoffnungslosigkeit und Trauer geblieben.
Dank Ihrer Hilfe, liebe Spender, konnten wir wieder einen Funken Hoffnung in Hasmiks Leben bringen und ihr auch finanziell unter die Arme greifen. Im Namen der ganzen Familie danken wir Ihnen dafür.
(DIACONIA REPORT Januar 2009)

ARMENIEN
Ausbildungsfonds
Jedes Jahr erreichen uns unzählige Anträge mit der Bitte, eine Ausbildung oder ein Studium zu finanzieren. Kinder armer Familien haben in Armenien kaum eine Chance auf Berufsbildung. Für alles muss man bezahlen, und so bleiben viele Jugendliche und junge Erwachsene ohne Zukunftsaussichten. Doch gerade die Ausbildung ist eine der wichtigsten Hilfestellungen, die man gewähren kann, gibt es doch dem Betreffenden die Möglichkeit, später selbst Arbeit zu finden und die Familie aus eigenen Mitteln zu ernähren.
So auch bei Gohar Manukian. Die junge Frau stammt aus einfachen Verhältnissen. Da der Vater krank ist und nicht arbeiten kann, blieb ein Studium für Gohar ein Traum — bis sie an die Türen von Diaconia klopfte. Durch Ihre Spenden konnten wir Gohar das Studium ermöglichen.
Gohar steht stellvertretend für viele junge Menschen in Armenien, die talentiert sind und einen Plan für ihre Zukunft haben, jedoch nicht die dafür nötigen Mittel besitzen. Solchen Jugendlichen darf Diaconia helfen, ihren Weg zu finden. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Danke, dass Sie helfen, Zukunft zu schenken.
(DIACONIA REPORT Januar 2009)

ARMENIEN
Nierentransplantation Rusanna
Es gibt nach wie vor viele Menschen in Armenien, die unter schweren Krankheiten leiden und dringend eine Behandlung benötigen, jedoch dafür nicht genügend Geld haben. Dieses Schicksal sollte auch der 18-jährigen Rusanna widerfahren. Ihre rechte Niere funktionierte nicht mehr richtig, und kurz darauf drohte auch die zweite zu versagen. Obwohl Rusannas Mutter bereit war, ihrer Tochter eine Niere zu spenden, hatte Vater Kamisar keine Möglichkeit, die kostspielige Organtransplantation zu bezahlen, obwohl er vorgängig nahezu sein ganzes Hab und Gut dafür verkauft hatte.
Nur dank den grosszügigen Spenden der Diaconia-Gönner konnte die Operation durchgeführt werden. Der Eingriff verlief erfolgreich. Die Dankbarkeit der Eltern kennt keine Grenzen: „Das Bewusstsein, dass wir in unserem Unglück nicht allein gelassen wurden, gibt uns neue Kraft. Nun müssen wir nicht mehr um das Leben unseres Kindes bangen. Wir bedanken uns aus tiefstem Herzen für die Unterstützung.“
(DIACONIA REPORT Mai 2009)

RUMÄNIEN
Augenoperation für blind-taubstumme Brüder
Die zwei Brüder lebten in einer Welt, in der sie ihre Umgebung nur ertasten konnten. Als sich die Möglichkeit einer Augenoperation bot, versuchte Diaconia der armen Familie unter die Arme zu greifen. Die Operationen verliefen gut, und es gab auch bei der Narkose keine körperbeeinträchtigenden Probleme. Aber wie würden die zwei Knaben ihre ersten visuellen Eindrücke verarbeiten? Ihr Gehirn hatte bis anhin ja noch nie Informationen in Form von Bildern erhalten. Hier gab es, laut der Aussage des behandelnden Arztes, nicht wirklich eine Therapiemöglichkeit. Die Zeit wird zeigen, wie sich die zwei kleinen Sehenden entwickeln. Familie und Freunde freuen sich über jeden Fortschritt und unterstützen die beiden Kinder tatkräftig. Die Eltern sind sehr dankbar und möchten diesen Dank auch an Sie weitergeben.
(DIACONIA REPORT August 2007)

RUMÄNIEN
Nahrung und Medikamente für Darius
Wegen Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen war und ist Darius (12 Jahre) auf Medikamente angewiesen. Diese Krankheit trieb die Familie schliesslich in die totale Armut; zeitweise musste sie am Bahnhof im Wartesaal übernachten und hungerte oft. Durch Ihre Spenden versorgten wir die Familie während einer gewissen Zeit mit Nahrung und Medikamenten. Diese Essenspakete waren lebenswichtig, denn die Arzneien hatten den Körper des Jungen sehr geschwächt. Einige Zeit zuvor hatten unsere Mitarbeiter kein einziges Stück Brot in diesem Haushalt gefunden. Immer noch seine Krankheit behandeln lassend, musste Darius in verschiedene Städte reisen und wurde auch hier von Diaconia begleitet. Weiter bekam er auch ein sogenanntes Herzschlagmessgerät, womit die Herztätigkeit regelmässig kontrolliert und ein allfälliger Krankenhausbesuch in die Wege geleitet werden kann. Für Ihre Nächstenliebe bedankt sich die Familie ganz herzlich.
(DIACONIA REPORT Januar 2008)

ALBANIEN
Nun kann im Blindenheim das neue Schuljahr beginnen
In neuen Schachteln wurden insgesamt 275 kg Papier für den Brailledrucker im Blindenheim in Tirana angeliefert, und dank dieser Hilfe ist das kommende Schuljahr gerettet. Die Direktorin war überglücklich, denn ohne dieses wertvolle Papier wäre der ganze Schulablauf in Gefahr gewesen. Sie möchte Ihnen an dieser Stelle ihren Dank aussprechen:
„Das neue Schuljahr steht vor der Türe und während einer langen Zeit waren wir nicht sicher, ob wir das für uns so wertvolle Papier erhalten würden. Denn damit können wir Texte in Blindenpunktschrift ausdrucken, was für den täglichen Unterricht sehr wichtig ist. Jeder Lehrer erkundigte sich immer wieder nach dem Eintreffen des unentbehrlichen Guts. Heute sind wir Diaconia sehr dankbar, dass den blinden Kindern die gleichen Chancen eingeräumt werden können wie anderswo in Europa. Die Lehrer können nun ganze Textbücher selbst verfassen, und auch die Kinder haben jetzt die Möglichkeit, ihre eigenen Aufsätze, Gedichte und Geschichten für andere Blinde drucken zu lassen. Wenn am 15. September das neue Schuljahr wieder beginnt, dürfen sich die Kinder also auf einen professionellen Schulablauf freuen. Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich!“



Erfolgsberichte

JULI 2009


ARMENIEN
Anahit — die Hoffnung hat sich nicht erfüllt
Im Bericht „Dank Ihrer Hilfe durften wir helfen“ vom September 2008 gaben wir Ihnen einen Zwischenbericht mit Bezug auf die Krebserkrankung von Anahit, der Frau unseres armenischen Mitarbeiters Mher. Anahit erhielt dank Ihrer Hilfe, liebe Spender, in Deutschland eine Behandlung. Leider bildeten sich in anderen Organen Metastasen. Die Behandlung gab immerhin Hoffnung auf eine etwas längere Lebensspanne. Nach menschlichem Ermessen würde Anahit ihrer Familie noch ein bis zwei Jahre erhalten bleiben. Nun hat Gott es anders bestimmt: Er hat sie am Donnerstag, 25. Juni, heimgerufen. Am Dienstag hatte ihre älteste Tochter die Schulabschlussfeier. Zuvor hatte Anahit während drei Wochen gegen den Tod gekämpft und sich immer wieder erkundigt, wie lange es noch gehe bis zu dieser Feier. Danach liess sie sich in Gottes Arme fallen.
(DIACONIA REPORT Februar 2008)

ALBANIEN
Neue Betten für Kindertagesstätten
Als die neuen Kajütenbetten an die Kindertagesstätte in der Stadt Fier ausgeliefert wurden, teilte uns die Leiterin folgendes mit:
„Ich arbeite nun schon seit 5 Jahren in und mit Kindertagesstätten und für diese Aufgabe bringe ich auch die entsprechende Qualifikation mit. Dieser Arbeitsplatz hier ist für mich eine echte Herausforderung mit sehr viel Verantwortung. Es muss zum Wohle unserer kleinen Schützlinge hier einiges verbessert werden. Diese Kinder glücklicher zu machen, ist mein Ziel und der Grundstein meiner Motivation. Als staatlichem Kinderhort lässt uns das Budget nur einen engen Spielraum, die Bedürfnisse der Kleinen abzudecken. Darum ist die Unterstützung von ausserhalb, wie jetzt hier durch Diaconia, sehr wichtig. Wir sind sehr glücklich, nun diese Betten zu erhalten, welche wir so dringend brauchen.“
Und die alten, unhygienischen und nahezu gefährlichen Betten (ein im Bettrahmen eingespanntes Tuch, das nicht gewaschen werden konnte) stellte wirklich das Sorgenkind der Kindertagesstätte dar. Von staatlicher Seite her wurden die Mitarbeiter immer und immer wieder aufgefordert — auch unter Drohung von Schliessung — aus Sicherheits-, Gesundheits- und Hygienegründen etwas zu unternehmen.
Die neuen Betten sind nun hygienisch, sicher und stabil, und abgesehen von dieser Funktionalität sind sie einfach nur schön und haben das Gesamtbild massiv verbessert. Darüber dürfen sich Betreuer, Eltern — denn nun müssen sie nicht mehr besorgt um die Sicherheit ihrer Kinder sein — und natürlich die Kinder gleichermassen freuen. Noch nie zuvor durfte die Tagesstätte eine solch schöne Spende erhalten. Diese Freude und den Dank möchte die Leiterin gerne an Diaconia weitergeben.

RUMÄNIEN
Hilfe für Petrre
Petres Mutter war eine verzweifelte, gebrochene Frau als sie Diaconia zum ersten Mal aufsuchte. Ihr Mann, der der Last der Krankheit seines Sohnes nicht standgehalten hatte, war Alkoholiker geworden und hatte die Familie verlassen. Während der Betreuungszeit durch Diaconia verstarb er dann, was Petre sehr traurig machte. Leider konnte das Leiden des Jungen (eine unerklärliche Funktionsstörung im Darm-Trakt, die ihn zum Tragen von Windeln zwingt) noch nicht geheilt werden, aber unsere Mitarbeiter haben versucht, sein Leben etwas lebenswerter und einfacher zu gestalten. Zuerst wurde der Junge mit genügend Windeln versorgt. In einem persönlichen Gespräch diskutierte man auch seinen aktuellen Stand in der Schule.
Durch die verschiedenen Operationen hatte er einiges versäumt, und es galt nun, diesen Stoff nachzuholen, wozu er auch ermutigt wurde. Und ausgestattet mit neuem Schreibzeug sollte der Wiedereinstieg etwas leichter fallen. Auch durfte sich der talentierte Maler und Zeichner über seine neuen Aquarellfarben freuen. Zusätzlich wurden er und seine Mutter mit Lebensmittelpaketen unterstützt, welche sie dringend nötig hatten. Bis jetzt konnte keine der zahlreichen Operationen Petres Problem lösen, aber die Gewissheit, dass jemand für sie da ist, gibt beiden Mut für die Zukunft.
(DIACONIA REPORT Dezember 2008)

RUMÄNIEN
Da fiel Iona ein Stein vom Herzen
Die junge Mutter blickte im Herbst 2007 auf einen Lebensabschnitt voller Verzweiflung zurück. Die Sorgen um Ihre Familie waren so stark, dass sie einen Zusammenbruch hatte, der eine einseitige Lähmung auslöste.
Der Beizug eines Spezialisten war der richtige Entscheid. Nur so konnten ihre Depressionen und Ängste durch Spezialisten therapiert werden, und Iona hat sich heute gut erholt. Auch die Kinder freuten sich sehr, als unser Diaconia-Mitarbeiter die geliebte Mutter nach dem Klinikaufenthalt wieder nach Hause brachte. Die eigentliche Hilfe in Ionas Augen war jedoch der Moment, als die ersten Essenspakete, Kleider und fehlenden Haushaltsutensilien geliefert wurden. Es war rührend zu beobachten, wie sehr sich die beiden Kinder ganz speziell über die Früchte freuten. Ein richtig grosser Stein fiel der Frau auch vom Herzen, als ihre in Verzug geratenen Mietzahlungen von Diaconia übernommen wurden. Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
(DIACONIA REPORT Dezember 2007)

RUMÄNIEN
Milch für Kleinkinder
Wiederholt musste die Grossmutter für den kleinen Andrei Milch bei den Nachbarn oder im nahe gelegenen Lebensmittelgeschäft erbetteln. Einmal konnte sie dem 1-jährigen Jungen während 3 Tagen nur altes, in Tee aufgeweichtes Brot geben.
Immer und immer wieder kann man in Rumänien mit Hilfe durch Lebensmittel Not leidenden Menschen, in vielen Fällen Kindern, unter die Arme greifen. Gerade Milch ist, im Verhältnis zu den geringen Einkommen, ein kostbares Gut. In diesem Fall hat der kleine Andrei seine Milch von Diaconia bekommen. Auch wurde die Familie mit Nahrungsmittelpaketen unterstützt. Vielen Kleinkindern in Rumänien fehlen oft die Grundnahrungsmittel, die ein gesundes Wachstum fördern. Dank Ihrer Hilfe können wir diesem Missstand etwas entgegentreten.
(DIACONIA REPORT April 2008)



Erfolgsberichte

JUNI 2009


ALBANIEN
Die neue Schule in Momel
Als unser Mitarbeiter Artan Metohu zum ersten Mal die Schule in Momel besuchte, erschien ihm das verwahrloste Gebäude wie ein verlassener Pferdestall. Doch als er sich dem Haus näherte, hörte er plötzlich Kinderstimmen durch die zerbrochenen Fensterscheiben. Es war schockierend zu sehen, dass im 21. Jahrhundert so etwas immer noch möglich ist. Der Lehrer war traurig und hilflos, unter solch miserablen Umständen unterrichten zu müssen: „Ich liebe meinen Beruf. Jedoch diese Bedingungen sind fast unerträglich, aber ich opfere mich um der Kinder willen auf. In ein paar Jahren werde ich pensioniert. Mein Traum wäre, dann an meinem letzten Arbeitstag eine schöne Schule zu hinterlassen, eine Schule, auf die wir Lehrer, die Eltern und natürlich auch die Kinder stolz sein können.“
Diaconia konnte — zusammen mit einer Partnerhilfsorganisation — helfen. Die baulichen Missstände und die Traurigkeit sollten bald der Geschichte angehören. Vernachlässigt und heruntergekommen zu einer Ruine, musste das Gebäude komplett abgerissen werden. Mit dem Neubau ist ein schönes, massives kleines Schmuckstück entstanden. Der Bürgermeister der Nachbarsgemeinde meinte jedenfalls, dass er von solch einem perfekten Schulhaus nur träumen könne.
Nach der Fertigstellung wurden die Klassenzimmer und der Kindergarten mit den entsprechenden Möbeln ausgestattet, und es ist heute fast unmöglich, sich an die alte Schule zu erinnern. Die Bewohner des Dorfes und auch Vorbeireisende bleiben nun stehen und bewundern das Kunstwerk. Der Lehrer möchte folgende Worte an Sie richten: „Die Unterstützung durch Diaconia war für uns ein Segen. Als die Bauarbeiten anfingen, konnten wir die Reaktionen der Dorfbewohner beobachten. Eine anfänglich vorhandene Skepsis wurde bald abgelöst von Optimismus und Freude, denn die Leute erkannten schnell die Seriosität und Qualität des Unternehmens. Eltern, welche vorher ihre Kinder aus der alten Schule genommen hatten, bringen sie heute zurück, was natürlich auch dem Dorf hilft. Wir konnten zusehen, wie ein Traum wahr geworden ist. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Spendern, natürlich auch im Namen der Kinder, Eltern und des Bürgermeisters“.
(DIACONIA REPORT Mai 2008)

RUMÄNIEN
Lebensmittelpakete gegen den Hunger
Mit den Lebensmitteln von Diaconia konnte Dragos vor dem Verhungern gerettet werden. Hätte man den damals 15-jährigen Jungen auf der Strasse angetroffen, hätte niemand vermutet, dass er sich seit Wochen (zusammen mit seiner arbeitslosen Mutter) nur von Brot mit etwas Margarine ernährt hatte. Dragos wurde von Diaconia während eines ganzen Jahres mit wertvollen Nahrungsmitteln versorgt: Milch, Käse, Gemüse und Fleisch. Zusätzlich bekam er auch auf sein Alter abgestimmte Vitaminpräparate. Nach einiger Zeit nahmen seine Magenprobleme ab und Dragos bestätigte, dass er sich besser fühle. Zu Weihnachten wurde er mit einem Geschenk überrascht, worüber er sich sehr freute. Auch die Mutter ist sehr dankbar für die Hilfe und die neu erworbene Freundschaft, denn Dragos musste ohne Vater aufwachsen und die Beziehung zu Diaconia gibt ihm nun auch Halt und Stabilität für den weiteren Lebensweg.
(DIACONIA REPORT September 2006)

RUMÄNIEN
Rares soll leben
Die Erleichterung war gross, als man den Tumor entfernen konnte. Als aber die Ärzte bei dem kleinen Jungen drei Wochen später erneut eine bösartige Geschwulst entdeckten, wusste sich die Familie nicht mehr zu helfen, denn der Vater war ohne Arbeit und selbst krank. Allein konnte das Geld für die erneut erforderliche Behandlung in Bukarest nicht aufgebracht werden.
Heute, fast zwei Jahre später, sind die Probleme zwar längst noch nicht gelöst, aber die Familie darf wieder etwas Hoffnung schöpfen, da sie jetzt weiss, dass jemand an ihrer Seite ist. Die Eltern Alina und Gabriel möchten hiermit allen Spendern ihren ganz herzlichen Dank aussprechen. Obwohl sich Rares jeden Monat einer Behandlung unterziehen muss, welche zurzeit auch nicht sehr gut anschlägt, ist er ein zufriedenes Kind. Neben der Unterstützung für die medizinische Versorgung für den krebskranken Jungen wird die Familie auch mit gesunder Nahrung und Haushaltzubehör unterstützt. Der Besuch unserer Diaconia-Mitarbeiter bereitet den armen Menschen immer wieder sehr viel Freude, und das Lächeln des Jungen ist auch ein Dank an Sie.
(DIACONIA REPORT Oktober 2007)

RUMÄNIEN
Elena
Als Elena in die Schule kam, erhielt sie dort jeden Tag ein Brötchen und ein Glas Milch. Dies blieb oft ihre einzige tägliche Mahlzeit. Das kleine Mädchen wohnt zusammen mit seinen drei Geschwistern und den Eltern in einem armen Dorf in der Nähe von Brasov. Diaconia versorgte die Familie während längerer Zeit monatlich mit einem Lebensmittelpaket. Auch als die Kinder krank waren, wurden sie medizinisch unterstützt. Wenn sie ab und zu von Diaconia Bananen bekamen, war das wie Weihnachten für sie. Während dieser Versorgungszeit wurde auch viel mit den Kindern gesprochen und unsere Mitarbeiter haben festgestellt, dass sich die Kinder sehr gut und positiv entwickeln. Die Eltern, Marian und Simona, bedanken sich ganz herzlich bei allen Spendern.
(DIACONIA REPORT März 2006)



Erfolgsberichte

MAI 2009


ARMENIEN
Abschied von Amalja
Im November 2008 berichteten wir über Amalja Mnazakanian, deren Geschichte Ihre Herzen gerührt und grossen Widerhall gefunden hat.
Lange Jahre litt Amalja an Niereninsuffizienz, was später zum Nierenversagen führte. Die gesundheitlich stark angeschlagene Frau musste drei Mal pro Woche zur Blutwäsche. Ihr Sohn Hajk arbeitete zwar auf dem Bau, doch das verdiente Geld reichte nicht einmal für den normalen Lebensunterhalt, geschweige denn für Medikamente und Behandlungen.
Dank Ihrer Hilfe, liebe Freunde, konnten wir mit der Behandlung beginnen. Doch schon bald darauf bekamen wir die traurige Nachricht, dass Amalja verstorben sei. Die Ärzte hatten festgestellt, dass die Todesursache nicht die Nierenkrankheit war, sondern ein nicht erkanntes Magengeschwür, welches innere Blutungen verursacht hatte.
Mit den verbliebenen Mitteln wurden die Schulden und die Beerdigung von Amalja beglichen.
(DIACONIA REPORT November 2008)

ALBANIEN
Bettdecken für 35 Familien
Das Dorf, welches von unserem Mitarbeiter, Artan Metohu, aufgesucht wurde, ist das notdürftigste in der ganzen Region Kavaje. Armut, Krankheit und Arbeitslosigkeit gehören hier zum täglichen Leben. Die lächerliche Sozialunterstützung des Staates reicht kaum für das tägliche Brot.
Die Wolldecken wurden an einem kalten Wintertag ausgeliefert, genau zur richtigen Zeit. Bei der Ankunft hatten sich die Familien bereits im Dorf versammelt, und mit Hilfe einer Namensliste und des Dorfvorstehers konnte die Verteilung gerecht und speditiv ablaufen.
Währenddessen hatte Artan Metohu auch die Möglichkeit, sich etwas mit den Dorfbewohnern zu unterhalten und ihnen einige Fragen zu stellen. Die Leute waren alle sehr dankbar. Neben den Problemen mit der Kälte und der mangelnden Heizung gibt es in dieser Jahreszeit auch immer wieder Stromausfälle. Vor allem sind es die kleinen Kinder, welche warme Decken für die kalten Winternächte brauchen. Auch berichteten viele Menschen über Krankheiten in ihren Familien. Ein Familienvater erzählte von seinen drei Kindern, die alle unter einer Blutkrankheit (Thalassämie) leiden, welche in dieser Gegend keine Seltenheit darstellt. Er ist gezwungen, mit den Kindern regelmässig nach Tirana zur Bluttransfusion zu gehen.
Die Leute wirkten müde, unterernährt, und ihre Gesichter reflektierten Hoffnungslosigkeit. Eine Wolldecke kann zwar nicht ihr Leben ändern, aber es ist ein erster kleiner Schritt dazu.

RUMÄNIEN
Brandhilfe Brasov
Als das Mehrfamilienhaus in Brasov damals in Flammen stand, konnten sich die Bewohner zwar retten, standen nachher jedoch vor dem Nichts. So mussten sie vorübergehend buchstäblich auf der Strasse leben oder fanden Unterschlupf bei Freunden oder Verwandten. Diaconia konnte, dank Ihrer Unterstützung, zwei Familien unter die Arme greifen und ihnen einen Weg in eine bessere Zukunft ebnen. Die neu gefundenen Wohnungen wurden mit Möbeln, Matratzen und einem Gasherd ergänzt. Auch durften ganz alltägliche Sachen wie Nahrungsmittel, Geschirr und Kleider nicht vergessen werden. Die Kinder wurden sogar mit einem Fussball überrascht.
Eine Lötmaschine gilt zwar nicht gerade als Wohnungseinrichtung, aber einer der Familienväter durfte auch eine solche entgegennehmen. Mit dieser Apparatur kann er nun wieder seinem Nebenerwerb nachgehen und damit zusätzlich etwas Geld verdienen. Die Freude war gross, und nach Monaten des Suchens und Bangens durften die zwei Familien wieder ruhig schlafen und sich zu Hause fühlen.
(DIACONIA REPORT August 2007)

RUMÄNIEN
Hilfe für Familie Moisa
Für den jungen Familienvater, Lucian, war die Hilfe von Diaconia lebensrettend. Der an Tuberkulose erkrankte junge Mann konnte zeitweise ohne Medikamente und Hilfe anderer nicht mehr stehen und gehen. Seine Lunge war so angeschlagen und beeinträchtigt, dass er keine Luft mehr bekam. Die monatliche, medikamentöse Unterstützung durch unsere Mitarbeiter gab dem 30-Jährigen neuen Mut und Lebenskraft. Im Vorfeld hatte Lucian oft beim Notarzt nach Medikamenten gefragt, jedoch die Antwort war nüchtern und niederschmetternd zugleich: „Zurzeit können wir Ihnen nichts geben, aber Sie können einige Tage im Krankenhaus verbringen.“
Als er dann durch Diaconia wirklich echte Hilfe bekam, war seine Freude unbeschreiblich. Die schwere Infektionskrankheit hatte auch vor dem kleinen Sohn, Alexandru, nicht Halt gemacht. Auch hier konnte mit Medikamenten geholfen werden. Zusätzliche Essenspakete halfen der Familie wieder auf die Beine zu kommen. Auch Lucians Frau, Ana, ist sehr dankbar. Die Vorstellung, Hilfe von Mitmenschen zu bekommen, die sie nie in ihrem Leben gesehen hat, macht sie sehr glücklich.
(DIACONIA REPORT Juli 2007)

RUMÄNIEN
Ein trockenes Haus für Mariana und ihre Kinder
Mariana schaut auf eine traurige Vergangenheit zurück. Die Mutter von vier Kindern wuchs im Kinderheim auf, war elf Jahre lang mit einem sehr gewalttätigen Ehemann verheiratet und erlitt während dieser Zeit fünf Fehlgeburten. Schimmel und Kälte in der Wohnung liessen die beiden jüngeren Kinder erkranken, und die ganze Familie litt an Unterernährung. Der erste Einsatz unseres Teams galt einer vitaminreichen Ernährung. Der Feuchtigkeit und der Kälte wurden in einem zweiten Schritt der Kampf angesagt, indem eine Totalrenovation (Isolation, Anstrich, Linoleumboden) durchgeführt wurde. Die Familie fühlt sich heute wie in einem neuen Haus, und dank den isolierten Wänden muss niemand mehr frieren. Mit warmen Bettdecken, Kleidern und Schuhen wurde der Haushalt ergänzt. Die beiden jüngeren Kinder, Paul und Petronela, freuten sich jedes Mal über die Besuche unserer Diaconia-Mitarbeiter. Natürlich können mit isolierten Wänden und einer warmen Mahlzeit nicht alle Probleme gelöst werden, aber es ist ein Neuanfang, der wieder Hoffnung gibt.
(DIACONIA REPORT Mai 2006)



Erfolgsberichte

APRIL 2009


ARMENIEN
Nothilfe Amalia
Amalja heiratete 1975 und bekam drei Kinder. Die Geburt des jüngsten Kindes, ihres Sohnes Haik, verursachte bei ihr ein Nierenleiden, was letztendlich zu einem Nierenversagen führte. Die einzige Überlebenschance für Amalja ist die regelmässige Dialyse; dreimal pro Woche muss sie zur Blutwäsche. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Amalja nach einem Sturz vor sechs Jahren nun im Rollstuhl sitzt. Da der Ehemann in Russland verschollen ist, ihre beiden älteren Kinder verheiratet sind und ihre eigenen Familien haben, bleibt nur Amaljas jüngster Sohn Haik als einzige Stütze zurück. Dieser hätte die Möglichkeit gehabt, als Künstler in Europa zu studieren. Doch er wollte seine kranke Mutter nicht alleine lassen und arbeitet nun als Bauarbeiter, um Geld für die Behandlung und den Lebensunterhalt zu verdienen. Dieses Einkommen reicht jedoch bei weitem nicht, um alle Ausgaben zu decken.
Gemeinsam mit Ihnen, liebe Spender, können wir nun die Behandlung von Amalja weiterführen. Sie kann nun regelmässig zur Dialyse gehen. Ihre Dankbarkeit ist grenzenlos: „Danke, dass Sie mein Leben retten!“
Diese Worte geben wir gerne an Sie weiter.
(DIACONIA REPORT November 2008)

ALBANIEN
Die neuen Brailledrucker
In Kooperation mit einer Partnerorganisation konnte Diaconia die Beschaffung von zwei Brailledruckern (Blindenschriftdruckern) für das Blindenheim in Tirana ermöglichen. Auf die Ankunft dieser Geräte freuten sich sowohl die Direktorin als auch die zuständigen technischen Mitarbeiter. Mit dieser Anschaffung hat für das Heim ein neues Zeitalter begonnen. Nun kann die Schule selbst Lehrmaterial direkt in Blindenschrift produzieren. Die Beschaffung von vorgefertigtem Unterrichtsmaterial in Tastschrift ist nämlich grundsätzlich schwierig und teuer in Albanien.
Sämtliche Hauptfächer sowie auch die Zusatzfächer (hier fehlten schlichtweg die entsprechenden didaktischen Unterlagen, und so wurden diese Fächer bis anhin nur bedingt unterrichtet) können nun in Blindenschrift gedruckt werden. Und gerade diese Fächer — hierzu zählen Musik, Gesang, Spiele und Kunstliteratur — sind enorm wichtig für die Entwicklung der Kinder und können nun im „normalen“ Rahmen gelehrt und gelernt werden. Auch von den Kindern selbst verfasste Gedichte, Lieder und Geschichten können nun für den weiteren Gebrauch gedruckt werden.
Die Heimleiterin ist sehr dankbar:
„Wir finden keine Worte, Diaconia zu danken. Die Brailledrucker sind ein wunderbares Geschenk. Lange Zeit waren wir nicht imstande, genügend Texte für unsere Schüler hier zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Druckern wird nun jedes Heimkind seine eigenen Textbücher erhalten. Die Apparaturen können ein Blatt beidseitig mit der Blindenschrift bedrucken, was auch sehr effizient ist, denn die Beschaffung dieses speziellen Papiers ist nicht ganz einfach. Im Namen aller Kinder und Mitarbeiter bedanke ich mich ganz herzlich. Diaconia ist uns immer wieder zur Seite gestanden und hat uns geholfen, schwere Zeiten zu überbrücken.“

RUMÄNIEN
Ana-Maria
Damals liess man die arme Mutter und ihre Tochter Ana-Maria im Spital einfach warten, obwohl das Kind schwere Brandverletzungen hatte. In jener Nacht der Verzweiflung gab ihr jemand die Adresse von Diaconia, denn die Behandlungskosten hätte Familie Mihu nie bezahlen können. So zahlte Diaconia vorerst im Spital die zur Behandlung notwendigen Salben. Auch nachdem Ana-Maria aus der Klinik entlassen wurde, kümmerten sich unsere Mitarbeiter um das Mädchen und dessen Familie. Bei unzähligen Besuchen wurden frische Früchte und Grundnahrungsmittel mitgebracht. Auch durften sich die Kinder manchmal über eine Süssigkeit freuen. Um die Heilung der verbrannten Haut unter Kontrolle zu halten, bezahlte Diaconia auch die Reisekosten zum Krankenhaus. Zwischen Familie Mihu und Diaconia ist eine wirkliche Freundschaft entstanden. Ana-Marias Haut ist inzwischen sehr gut verheilt. Die ganze Familie bedankt sich recht herzlich bei allen Spendern.
(DIACONIA REPORT April 2007)

RUMÄNIEN
Suppenküche Brasov
Aufgrund der unvorstellbaren Bürokratie, die in Rumänien herrscht, konnte das Budget für die staatliche Suppenküche in Brasov nicht freigegeben werden, und irgendeinmal war nichts mehr da.
Diese Armenküche wird von verzweifelten Eltern und Kindern besucht, die oft nicht einmal eine warme Mahlzeit pro Tag haben. Die Leute stellen sich dann jeweils in die Schlange und erhalten ihre Mahlzeit. Doch während jenen Tagen konnte ihnen nicht einmal ein Stückchen Brot gegeben werden. Diaconia überbrückte diesen Engpass mit über 900 Brotlaiben. Etwa 200 Familien suchen die Suppenküche regelmässig auf. Sie schätzen die Hilfe von Diaconia sehr. Die Eltern in diesen Familien wissen oft nicht, wie sie ihre Kinder ernähren und wie sie die Fragen nach dem fehlenden Essen beantworten sollen. Auch ältere Leute sind von dieser Essensabgabe abhängig. Während der Brotausgabe von Diaconia durften unsere Mitarbeiter in erleichterte Gesichter schauen und viel Dank entgegennehmen.
Sie und auch wir werden wohl nie wissen, wie es in solchen Leuten aussieht, die abhängig vom Brot von „Fremden“ sind.
(DIACONIA REPORT März 2007)

RUMÄNIEN
Spital-Renovation
„Miserable Zustände im Kinderspital Brasov“. So wurde damals unser Bericht im Diaconia Report überschrieben. Der Verputz fiel von den Wänden, die hygienischen Verhältnisse waren miserabel und die kleinen Patienten mussten ihre Mahlzeiten immer im Bett einnehmen, weil die Essräume in einem desolaten Zustand waren. Durch die Unterstützung von Diaconia konnte nun renoviert werden. Auch neue Türen und Fenster wurden eingebaut. Während dieser Phase mussten die kranken Kinder verlegt werden, was nicht ganz einfach war. Heute sind die Räume renoviert und dank den neuen Fenstern auch schön warm. Auch wurden einige Räume umfunktioniert, sodass es heute so genannte Mutter-Kind-Zimmer gibt. Auch das neu eingerichtete Spielzimmer lässt die kleinen Kranken für einmal Schmerzen und Angst vergessen, und sie fühlen sich hier fast wie gesunde Kinder. Weiter wurde das Krankenhaus auch mit Medikamenten, Matratzen und Nahrungsmitteln (vor allem Gemüse) versorgt. Die Mitarbeiter des Spitals bedanken sich bei allen Spendern für die Verwirklichung dieses Projekts.
(DIACONIA REPORT September 2007)



Erfolgsberichte

MÄRZ 2009


RUMÄNIEN
Gabriel und seine Mutter
Gabriel und seine Mutter wurden buchstäblich auf die Strasse gesetzt und standen vor dem Nichts. Die schlimmste Zeit ihres Lebens nahm hier ihren Anfang. Natürlich versuchten sie in ihrer Verzweiflung bei Freunden oder Verwandten unterzukommen, was aber nie richtig klappen wollte oder nur von kurzer Dauer war. Bereits während dieser Zeit wurden die zwei Suchenden von Diaconia mit Essen, Vitaminpräparaten, Kleidern, Schuhen und anderen nötigen Hilfsmitteln versorgt. Auch wurde Gabriel von unserem Mitarbeiter in der Schule besucht, wo durch persönliche Gespräche versucht wurde, dem Jungen Kraft zu geben. Schliesslich fanden sie eine kleine Wohnung und Diaconia zahlte für einige Monate die Miete. Der Tag des Einzugs war ein sehr spezieller Moment — endlich wieder ein Dach über dem Kopf und keine kalten Nächte mehr. Auch für den Unterhalt der Gasheizung wurde gesorgt. Das neue Leben in der Normalität konnte seinen Lauf nehmen: Die Mutter kann nun wieder kochen und waschen, und die Wohnung ist angenehm warm. Mit ihrer neuen Brille, ebenfalls durch Diaconia ermöglicht, kann die Mutter nun auch ohne Kopfschmerzen wieder lesen. Gabriel hat noch nie in seinem Leben einen Schulsack und richtiges Schreibzeug besessen, auch dafür hat Diaconia nun gesorgt. Für Mutter und Sohn hat sich das Leben dank Ihrer Hilfe deutlich verbessert. Beide danken Ihnen von ganzem Herzen dafür.
(DIACONIA REPORT Februar 2008)

RUMÄNIEN
Lebensrettende Wärme
Vor einiger Zeit fiel die Hütte, in der die kleine Familie hauste, unter der schweren Last des Schnees zusammen. Alles was ihr blieb, war ein Zimmer, das nur schlecht beheizt werden konnte. Die Eltern hatten fürchterliche Angst, dass die Kinder in der Nacht erfrieren würden.
Diaconia investierte sehr viel Zeit in dieses Projekt. Baumaterial — wie Backsteine, Ziegel, Zement und Holz — musste herangeschafft werden. Die Kinder der Familie freuten sich über jeden Besuch der Diaconia-Mitarbeiter bzw. über jede neue Lieferung, die den Bau vorantrieb. Hier halfen sie auch beim Abladen von leichteren Sachen, und oft gab es dann als Belohnung ein „Halter-Bonbon“ aus Beinwil. Der Baubeginn war im letzten Frühling und die Arbeiten dauerten einige Monate. Das eigentliche Problem war damals die Notunterkunft. Die Familie lebte in diesem kleinen Zimmer auf engstem Raum. Aber nun konnte die Fläche sogar um 20 m2 vergrössert werden und das Haus ist heute, bis auf einige Inneninstallationen, fertig gebaut. Auch die aus der Schweiz gespendete Metalltüre und das neue Fenster erfüllen ihren Zweck bestens: Die Kälte wird abgehalten und niemand muss mehr frieren. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
(DIACONIA REPORT März 2008)

RUMÄNIEN
Pakete gegen den Hunger
Es war für beide Seiten — für die Bewohner eines armen Dorfes und die Mitarbeiter von Diaconia — ein grosser und bewegender Tag. Viele vom Hunger getriebene Menschen versammelten sich bei der Ankunft des Lastwagens im Dorf. Es durften Lebensmittelpakete mit Brot, Milch und Wurstwaren an über 100 Familien verteilt werden. Um sicher zu sein, auch wirklich ein Paket zu bekommen, kreisten die Leute das Diaconia-Team regelrecht ein; sich schön in eine Linie zu stellen, wäre undenkbar gewesen. Das machte die Situation zeitweise relativ schwierig. So viele Erwachsene und Kinder baten um Essen. Viele Eltern baten auch nicht für sich selbst, sondern nur für ihre Kinder um Nahrung. Trotz den grossen Anstrengungen war die Aktion jedoch ein Erfolg, konnte man doch so vielen Menschen eine Freude bereiten, und dies widerspiegelte sich in den glücklichen Augen.
(DIACONIA REPORT Mai 2008)

ARMENIEN
Therapie für Narine
Vor zwei Jahren begann die junge Mutter Narine über ständige Rückenschmerzen zu klagen. Die ärztlichen Untersuchungen zeigten, dass sie an einer seltenen Krankheit leidet, bei der sich die Blutstruktur verändert. Die dabei entstehenden Mikroben zersetzen die Knochen. So sind im Laufe der Zeit bereits fünf Rückenwirbel gebrochen.
Die Familie verkaufte alles, was sie besass, um Narine operieren zu können. Nach zwei Eingriffen brauchte nun Narine eine Chemotherapie. Doch die Familie hatte nichts mehr zu verkaufen und der arbeitende Ehemann erhält einen sehr geringen Lohn, der kaum für den täglichen Lebensmittelbedarf ausreicht.
Dank Ihrer grosszügigen Hilfe, liebe Spender, konnte nun Narine mit der Chemotherapie beginnen. Die Ärzte haben Hoffnung, dass dadurch die Krankheit eingedämmt werden kann. Bitte beten Sie auch weiterhin für Narine.
(DIACONIA REPORT November 2008)

ALBANIEN
Das neue Klavier
Als das Klavier geliefert wurde, standen die Mitarbeiter des Blindenheims — und natürlich auch Stenald, der vor lauter Nervosität die ganze Nacht nicht hatte schlafen können — zum freudigen Empfang bereit.
Das Instrument wurde daraufhin im Musiksaal richtig platziert, und die ersten Töne durften dem Klavier natürlich von Stenald entlockt werden. Mit freudigem Eifer gab er ein kleines klassisches Konzert zum Besten, als ob er zeigen wollte, dass das nun endlich ein wirkliches Klavier sei. Auf die Frage hin, wie sich das Spiel auf dem neuen Instrument denn anfühle, antwortete er begeistert: „Ich bin heute sehr glücklich. Das Klavier ist ausgezeichnet. Nach diesen paar Musikstücken bin ich nun mit dem Klavier eins geworden. Es ist so toll. Es fehlen mir die Worte. Ich habe mich so auf dieses Instrument gefreut. Und ich habe irgendwie gewusst oder gespürt, dass Diaconia uns blinden Kindern hier im Heim schon immer versucht hat zu helfen.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Diaconia bedanken. Mein Traum ist wahr geworden. Ich werde hart arbeiten, um Musiker zu werden, und dank dieses Klaviers werde ich es schaffen. Dieses Instrument wird natürlich auch von andern Kindern benutzt werden, die hier leben und auch Musiker werden wollen.“
Bei dem Instrument handelt es sich um ein akustisches Klavier, welches bei einem der drei Anbieter Albaniens besorgt wurde. Um blinde Kinder zu unterrichten erfüllt dieses Instrument alle Anforderungen und kann auch für Konzerte im Heim benutzt werden.
Die Musiklehrerin, selber sehbehindert, fügte hinzu: „Als Musiklehrerin ist natürlich auch für mich und die anderen blinden Kinder hier ein Traum in Erfüllung gegangen. Nun können wir unseren Musikunterricht massiv verbessern und sogar jährliche Musikexamen durchführen. Und natürlich können auch andere musikalische Anlässe, wie die Weihnachtsfeier, durch das Klavier perfekt ergänzt werden. Auch viele Eltern haben den Wunsch, dass ihre blinden Kinder ein Instrument erlernen, und wir planen daher den Klavierunterreicht zu intensivieren. Obwohl aus zweiter Hand, ist das Klavier in einem tadellosen Zustand, was für uns sehr wichtig ist. Ich denke, wir werden noch für eine sehr lange Zeit unsere Freude daran haben, denn es braucht einiges, bis ein so gutes Stück kaputt geht. Ich möchte mich bei Diaconia und allen Spendern recht herzlich bedanken. Durch Sie ist für Stenald und alle andern Kinder ein Traum in Erfüllung gegangen.“
(DIACONIA REPORT Juli 2008)



Erfolgsberichte

FEBRUAR 2009


RUMÄNIEN
Das Atmen geht nun leichter
Seit seinem zweiten Lebensjahr leidet Gabriel an Asthma. Um Geld für Medikamente und ein geeignetes Atemgerät zu verdienen, hat die Mutter Arbeit in Deutschland gesucht. Der Kontakt mit ihr ist jedoch inzwischen abgebrochen. Durch unseren Aufruf in Diaconia Report im August 08 konnten unsere Mitarbeiter dem Jungen ein Atemgerät kaufen. Immer noch auf die Mutter wartend und hoffend, durchlebt die Familie eine harte Zeit, und die Angst vor einer weiteren Krise sitzt ihr tief in den Gliedern.
Jedoch der Kauf des dringend benötigten Atemgeräts und auch die Unterstützung durch Lebensmittel helfen den Schmerz etwas lindern. Gabriel hat keine Mühe, das Gerät anzuwenden, und abgesehen vom Heimweh nach seiner Mutter ist er nun ein zufriedener Junge.
(DIACONIA REPORT Juli 2008)

RUMÄNIEN
Orthesen für Denisa
Denisa kam zu früh zur Welt. Durch einen Fehler des damaligen Spitalpersonals sind heute ihre Rückenmarknerven geschädigt. Sie kann nicht sprechen und leidet unter Lähmungen. Obwohl Denisa heute ein fröhliches Kind ist, ist es als Aussenstehender ohne Erfahrung nicht einfach, mit dem Mädchen zu kommunizieren. Aber seine Mutter hat gelernt, eine Brücke zu schlagen. Die beiden durchleben eine harte Zeit, aber der Tag, an dem die Orthesen (orthopädische Prothesen) durch Diaconia gekauft wurden, war etwas ganz Besonderes. Im Gesicht des Mädchens kann man nun Hoffnung, Dankbarkeit und Freude sehen und mit der Hilfe der Mutter geht das Gehen nun schon ganz gut. Zusätzlich wurde auch noch eine Gehhilfe besorgt; hier kann sich nun Denisa während der Fortbewegung darauf stützen. Die Mutter dankt allen Spendern von ganzem Herzen.
(DIACONIA REPORT November 2008)

RUMÄNIEN
Nicolae
Der 52-jährige Nicolae ist nicht nur sehr krank (Probleme mit den Augen, Verdacht auf Tuberkulose, Schmerzen in einem Bein), sondern er muss sich auch noch um seine betagte Mutter kümmern. Soziale Kontakte gibt es nicht mehr viele, und auch der Versuch, bei staatlichen Institutionen Hilfe zu bekommen, scheiterte. Umso glücklicher und erstaunter war er, als er in unserem Mitarbeiter einen Freund gewinnen konnte, der ihn besucht, ihm zuhört und auch die nötige Hilfe geben konnte. So wurde Nicolae zum Doktor begleitet, wo die nötigen Untersuchungen seiner Augen gemacht wurden und schliesslich eine geeignete Brille angepasst werden konnte. Zusätzlich wurde er mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten versorgt. Jedes Mal, wenn er von unserem Mitarbeiter besucht wird, ist er sehr glücklich und dankbar.
(DIACONIA REPORT Januar 2008)

ARMENIEN
Neue Heizung für Blindenverein
Zu Sowjetzeiten wurde für die blinden Menschen in Armenien gut gesorgt. Doch dies ist Vergangenheit. Der armenische Staat ist heute nicht mehr in der Lage, diesen Menschen eine angemessene Unterstützung zukommen zu lassen.
So ist es auch sehr schwierig, die Arbeit unter den blinden Menschen in Armenien zu organisieren, welches sich der Blindenverein zur Aufgabe gemacht hat. Egal, an welche Tür man klopft, überall wird Hilfe abgelehnt. — Dank Ihrer grosszügigen Hilfe konnte nun im Gebäude des Blindenvereins rechtzeitig vor dem Winter eine neue Heizung installiert werden.

Brief vom Blindenverein
Sehr geehrte Spender
Mit Ihrer Hilfe wurde für uns ein sehr wichtiges Problem gelöst, das seit 15 Jahren niemanden mehr interessiert hat. Dank Ihrer grosszügigen Unterstützung wurde im Gebäude des Blindenvereins ein neues Heizungssystem installiert, welches zur effektiven Organisation unserer Arbeit beiträgt. Wie Sie schon wissen, können die Blinden bei der strengen Winterkälte mit ihren Fingern nicht mehr lesen.
Heute wird das Gebäude beheizt, und wir geniessen die Wärme in unseren Arbeitszimmern. Aus tiefstem Herzen bedanken wir uns bei Ihnen und den Mitarbeitern von Diaconia für Ihre unschätzbare Wohltat. Durch Ihre Barmherzigkeit haben Sie einen Lichtstrahl in unser dunkles Leben gebracht.
Wir wünschen Ihnen auch weiterhin viel Erfolg in Ihrer Tätigkeit.
Mit Hochachtung
T. Boyajian, Direktor des Blindenvereins


(DIACONIA REPORT August 2008)

ALBANIEN
Weihnachtsfeier im Blindenheim
Im Vorfeld der am Heiligen Abend angesetzten Weihnachtsfeier hatte der Direktor der Blindenschule Eltern und Verwandte der Kinder eingeladen. Um den Kontakt mit nichtblinden Kindern zu fördern, wurden auch Mädchen und Jungen von verschiedenen Schulen in Tirana eingeladen, um gemeinsam ein schönes Weihnachtsfest zu feiern. Für die blinden Kinder war dies ein wirklich wichtiger Anlass, hatten sie doch mit zwei Musiklehrern ein ganzes Programm mit musikalischen Beiträgen und Gedichten einstudiert. Alle hatten hart gearbeitet und fieberten mit Spannung dem Auftritt entgegen.
Die Halle füllte sich bis auf den letzten Platz und die Aufführung konnte beginnen. Die blinden Kinder spielten mit voller Hingabe und von ganzem Herzen, was die Zuschauer sehr bewegte. Die Kinder waren sehr stolz, die grosse Besucherzahl zu fesseln. Ein solches Erlebnis trägt viel dazu bei, dass sich bei diesen jungen Menschen auch ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln kann. So genossen sie den Applaus, der für einmal nur ihnen galt.
Die Eltern waren freudig überrascht, ihre Kinder auf diese Weise erleben zu dürfen. Ab und zu konnte man sogar einige Tränen über die Wangen kullern sehen.
Nach dem Weihnachtsspiel standen für alle Kinder und Gäste gedeckte Tische bereit. Der wunderschön dekorierte Weihnachtsbaum und der festlich dekorierte Saal rundeten das Bild ab und verbreiteten eine wunderbare Weihnachtsstimmung. Durch die Unterstützung von Diaconia konnte ein unvergessliches Weihnachtsfest durchgeführt werden.



Erfolgsberichte

JANUAR 2009


ARMENIEN
Wärme und ein dichtes Dach für Tamaras Familie
Für Tamara Grigorian und ihre vier Kinder stellt jeder neue Tag einen Kampf ums Überleben dar. Ihr Ehemann erlitt bei einem Verkehrsunfall schwere Kopfverletzungen und wurde invalid. So verlor die Familie ihren Ernährer, und Tamara wohnt heute in einer kaum Schutz bietenden Wohnung ohne trockene Wände und versorgt ihre Kinder alleine.
Der 13-jährige Sohn Dawit wollte die Familie unterstützen, hätte jedoch bei Arbeitsunfällen beinahe zweimal sein Leben verloren. Trotz aller Not ist es beeindruckend, wie die Familie zusammenhält und sich gegenseitig stärkt.
Diaconia konnte dank Ihrer Unterstützung die Kinder gründlich ärztlich untersuchen lassen sowie mit warmer Kleidung, Schuhen und Decken versorgen. Auch das Dach konnte abgedichtet werden, und die Familie wird genügend Brennholz und Kartoffeln für den Winter bekommen. Wir danken Ihnen im Namen von Familie Grigorian ganz herzlich für Ihre Unterstützung.
(Diaconia Report April 2008)

ARMENIEN
Rehabilitation für Lusine und Tigran
Lusine und ihr Sohn Tigran, ein Patenkind bei Diaconia, waren auf der Strasse unterwegs, als drei Autos kollidierten. Mutter und Sohn gerieten zwischen die schleudernden Fahrzeuge und wurden beinahe zerquetscht. Beide wurden mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und schwebten in Lebensgefahr.
Ohne die finanzielle Unterstützung von einigen Verwandten, denen es möglich war, etwas beizusteuern, und Diaconia hätten die Behandlungs- und Rehabilitationskosten nicht bezahlt werden können. Durch unseren Nothilfesofortfonds wurden die notwendigsten Ausgaben gedeckt. Da jedoch eine sehr kostspielige und langwierige Behandlung notwendig war, baten wir Sie, liebe Freunde, um zusätzliche Unterstützung.
Dank Ihrer Hilfe kann Lusine bereits wieder gehen, und auch ihrem Sohn Tigran geht es besser. Der Unfall hatte bei Tigran jedoch psychische Folgen. Er braucht weiterhin ärztliche Überwachung und Medikamente. Eine solche Behandlung und die damit verbundene Genesung sind und waren nur dank Ihnen, liebe Spender, möglich.
(Diaconia Report April 2008)

RUMÄNIEN
Hilfe für Leostan
Über ein Jahr dauerten die Renovationsarbeiten an Cimpoer Leostans Haus. Aber es hat sich gelohnt. Der arme, kranke Mann hatte in einer sehr notdürftigen Unterkunft ausserhalb Brasovs gewohnt und dringend Hilfe gebraucht. So hatte er sich an den Präsidenten gewandt, sein Bittbrief blieb jedoch unbeantwortet. Während den Renovationsarbeiten musste Leostan oft unter freiem Himmel schlafen, aber so konnte er gleichzeitig sein Haus inklusive Baumaterial bewachen. Als das Haus dann fertig war, konnte er in einen brandneuen 16-Quadratmeter-Raum einziehen.
Seine Grosskinder besuchen ihn nun oft, um sich aufzuwärmen; viele von ihnen wohnen unter sehr schlechten Verhältnissen. Da Leostan auch sehr krank ist, stellt sein neues, warmes Reich eine wirkliche Lebensverbesserung dar. Hier betet er jeden Tag für die Spender und die Diaconia-Mitarbeiter und ist heute ein glücklicher Mann. Natürlich muss er sich immer noch mit täglichen Problemen und seiner Krankheit herumschlagen, aber die Tatsache, dass ihm endlich jemand geholfen hat, hilft über vieles hinweg.
(Diaconia Report August 2008)

RUMÄNIEN
Ein kleines Haus für Familie Grosu
Plötzlich brannte das Haus, und Marina stand mit ihrer Familie buchstäblich auf der Strasse. Zuerst fanden sie Unterschlupf im Keller von Verwandten; dieser war jedoch kalt und feucht, und die Kinder wurden krank. Später zogen sie in den nicht viel besseren Keller ihres abgebrannten Hauses zurück und probierten den vom Feuer verschont gebliebenen Stall notdürftig „einzurichten“. Als Diaconia von diesem Unglück hörte, wurde im letzten Sommer durch den Bau eines neuen kleinen Häuschens tatkräftig geholfen. So muss sich Familie Grosu nicht mehr vor dem Winter fürchten. Marina bedankt sich von ganzem Herzen bei allen Spendern, die zu diesem kleinen Wunder beigetragen haben.
(Diaconia Report April 2008)

ALBANIEN
Dankesbrief des Schuldirektors (vom 11. September 2008)
Im Namen aller Lehrer und Schüler der Dorfschule in Synej (Kavaje) möchten wir Ihnen für die Installation der neuen Fenster und Türen recht herzlich danken.
Durch Ihre unschätzbare finanzielle Hilfe können unsere Schüler jetzt wieder unter normalen Umständen arbeiten und lernen, was alles viel leichter macht.
Das Lehrerteam hat eine schwere Zeit hinter sich. Die Schule war in einem sehr schlechten Zustand mit morschen Türen und Fenstern, welche der Feuchtigkeit, dem Regen und der Kälte des Winters nicht mehr standhalten konnten. Dies bewirkte, dass sich weder Schüler noch Lehrer wohlfühlten und der normale Schulablauf gestört war.
Dank Ihrer Hilfe ist das nun alles Geschichte, diese depressive und schwierige Zeit wird heute nur noch im „Schulmuseum“ mit Bildern dokumentiert. Schüler und Lehrer sind gleichermassen motiviert und freuen sich auf das neue Schuljahr. Die Renovation unseres Schulhauses hat auch einen grossen Eindruck in der Gegend des Dorfes hinterlassen. Die Einwohner sind Diaconia sehr dankbar, dass ihre Kinder die Schule wieder unter normalen Umständen besuchen können. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich für Ihre Arbeit und Unterstützung zum Wohle unserer Schüler und auch unserer Gemeinde. All jenen Spendern, die dies ermöglicht haben gebührt unsere Anerkennung.

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