Erfolgsberichte

DEZEMBER 2010


RUMÄNIEN
Neues Badezimmer im Kinderzentrum
Viele der Kinder, die ins Zentrum kommen, wohnen in armseligen Behausungen ohne fliessendes Wasser und ohne Toilette. Oft handelt es sich um ehemalige Tierställe. Die Kinder haben dort keine Möglichkeit, sich zu pflegen und sich sauber zu halten.
Die Diaconia-Mitarbeiter vor Ort sehen sich immer wieder mit dieser Notlage konfrontiert. Sie setzten deshalb alles daran, dass das neue Badezimmer noch vor dem Winter fertiggestellt werden konnte. Beim Zentrum wurde ein kleiner Anbau gemacht und ein Badezimmer mit Dusche eingerichtet. Dies ist eine grosse Hilfe für das Kinderzentrum. Jetzt können die Kinder, und wenn nötig auch die Familien, die zuhause kein Badezimmer haben, im Kinderzentrum duschen.
Herzlichen Dank an alle, die dieses wichtige Projekt ermöglicht haben.
(Projektnummer Nr. 1515, Diaconia Report September 2010)

RUMÄNIEN
SOMMERLAGER: LICHTBLICK IM TRISTEN ALLTAG
Das ganze Jahr über freuen sich die Kinder auf das Sommerlager und fragen die Mitarbeiter immer wieder, ob sie dieses Jahr auch wieder mitkommen dürfen. Sie können es fast nicht erwarten. Anfangs Sommer mussten die Diaconia-Helfer eine schwierige Entscheidung treffen: „Können wir es uns leisten, ein Sommerlager zu organisieren?„
Der Leiter der Diaconia-Arbeit in Rumänien hatte Bedenken, ob genug Geld für das Lager vorhanden sei. Wegen der Finanzkrise könnte es zu einem Engpass kommen.
Mit grossem Einsatz haben daraufhin die Mitarbeiter in Rumänien selbst Geld gesammelt, indem sie mit den Kindern bastelten, malten und werkten und die Produkte gemeinsam in Brasov verkauften. Zum Glück konnte das Lager dank dem gesammelten Geld in Rumänien und der Unterstützung der Freunde in der Schweiz und Deutschland durchgeführt werden. Dieser Anlass ist für die Kinder wirklich der Höhepunkt des Jahres. 60 Kinder genossen im Lager eine unvergessliche Woche.
Die Teenager verbrachten gemeinsam eine abenteuerliche Zeit mit Olympiade-Wettkämpfen, einer zweitägigen Bergwanderung und einer Übernachtung im Biwak. Auch für die Kleinen war das Programm voller Überraschungen. Am Schluss wären die Kinder am liebsten noch eine Woche länger geblieben und wollten gar nicht mehr nach Hause. Dieses Kinderlager ist jedes Mal ein Erlebnis, von dem die Kinder das ganze Jahr über reden und sich schon aufs nächste Jahr freuen.
Ihre Spenden und Gaben verbessern in Rumänien die Lebensumstände vieler Menschen. Sie ermöglichen Arztbesuche, Nahrung für Hungernde, Renovationen und Ausbesserungen an Häusern, damit sie bewohnbar und menschenwürdig sind. Dank ihrer Unterstützung erhalten Kinder Kleider und Schuhe und können regelmässig zur Schule gehen.
Ihre Hilfe gibt vielen Menschen Hoffnung!
(Projekt Nr. 1516, Diaconia Report September 2010)

ARMENIEN
KREBS BESIEGT
Arpi war verzweifelt, als sie bei Diaconia um Hilfe bat. Die Mutter des krebskranken Jungen Areg hatte keine Mög- lichkeit, für die Fortsetzung der Strahlentherapien und für die spezielle Nahrung aufzukommen.
Dank grosszügiger Spender konnte dem 8-jährigen Jungen geholfen werden. Areg konnte bestrahlt werden und erhielt die entsprechenden Medikamente. Diaconia übernahm auch die hohen Kosten einer zweiten Reise nach Sankt Petersburg, wo seine Untersuchungen erfreuliche Ergebnisse zeigten. Seine Blutwerte waren gut. Seinen Kampf gegen den Krebs hat Areg gewonnen: Er ist heute wieder gesund.
Die Mutter Arpi ist überglücklich, dass die lange Zeit des Bangens vorbei ist: „Von dieser bösartigen und lebens- bedrohlichen Erkrankung wurde Areg geheilt. Ich freue mich, dass jetzt ein neuer Lebensabschnitt beginnen kann. Mein riesengrosser Dank gilt den wunderbaren Menschen, die Areg durch ihre Spenden ein neues Leben geschenkt haben.“
Areg geniesst sein Leben wieder in vollen Zügen. Er darf schon, obwohl mit Verspätung, die Schule besuchen. Er ist viel draussen beim Spielen und Springen. Herzlichen Dank an alle, die ihn unterstützt und für ihn gebetet haben!
(Projekt 1468, Diaconia Report April 2010)

ARMENIEN
ARTUSCH DARF STUDIEREN
Artusch beendete dieses Jahr die Schule. Er träumte von einem Studium, doch ihm war die unumstössliche Tatsache bewusst, dass seine Eltern den Betrag für den Förderunterricht nicht aufbringen konnten. Seine Eltern stammen aus armen Verhältnissen. Der Vater ist behindert und sitzt im Rollstuhl, die Mutter leidet unter verschiedenen Krankheiten. Für die bedürftige Familie, die kaum genügend Lebensmittel kaufen konnte, war diese Gebühr unerschwinglich. Artusch wollte sich nicht damit abfinden, dass sein Traum am fehlenden Geld scheitern sollte. Nur eine solide Ausbildung würde es ihm ermöglichen, auf eigenen Füssen zu stehen und seine Familie aus der Not zu retten. Er wandte sich an Diaconia.
Dank Ihrer Hilfe bekam Artusch den nötigen Förderunterricht, da die erforderlichen Gebühren bezahlt werden konnten. Im Sommer bestand er die Aufnahmeprüfungen glänzend und darf seit September an einer Hochschule Informatik studieren.
Der Berufstraum von Artusch ist dank Ihnen, liebe Gönner, in Erfüllung gegangen. Sie haben mitgeholfen, dass Artusch eine gute Lebensperspektive erhält! Eine weitere Familie im ältesten christlichen Land der Erde darf nun mit Optimismus in die Zukunft schauen.
(Projektnummer 1455, Diaconia Report Februar 2010)

ALBANIEN
DACHSANIERUNG — SCHULE IN KARPEN
Seit dem letzten Besuch der Schweizerdelegation wird die Schule von Karpen durch das Internationale Hilfswerk Diaconia unterstützt.
Das desolate Schulgebäude konnte saniert und die unmenschlichen Lernbedingungen für die Schüler durch die tatkräftige Hilfe von Diaconia verbessert werden.
Das erste Projekt war, den Kindergarten für Kinder von 3-6 Jahren zu verbessern. Dies gelang durch die gesamte Renovation und Möblierung des Gebäudes.
Die Dachsanierung als zweites Projekt ist soeben erfolgreich beendet worden. Das Dach war in einem unglaublich schlechten Zustand. Der starke Regen zerstörte die Innen- und Aussenwände des Klassenzimmers im obersten Stock des Gebäudes.
Durch die ausgezeichnete Arbeit der Baufirma ist das Dach nun in bestem Zustand, und damit sind die Probleme mit dem Regen nun vollkommen gelöst. Herr Asllan Krasniqi, der Schuldirektor, ist erfreut über die gelungene Renovation und äusserte sich begeistert: „Wir sind sehr erfreut und glücklich, dass wir endlich das Dachproblem der Schule gelöst haben. Unsere Kinder und Angestellten müssen jetzt keine Angst mehr vor den starken Regenfällen haben, sie können nun ruhig und konzentriert arbeiten, denn durch das gut renovierte Dach müssen sie keine Regenschäden mehr befürchten.
Dank Diaconia ist unsere Schule jetzt ein angenehmer Ort zum Lernen und Arbeiten. Ebenfalls starteten die Diaconia-Mitarbeiter mit dem Renovieren der Schulwände. Das ist ebenfalls ausgezeichnet für das Gebäude, und wir freuen uns, wenn auch dieses Projekt bald beendet ist.“



Erfolgsberichte

NOVEMBER 2010


RUMÄNIEN
Tofan Juliana
Im Juli 2007 berichteten wir über Juliana Tofan, die mit ihrer Tochter in einem alten Personenwagen lebte. Wir versprachen ihr zu helfen. Kurz danach verloren wir Juliana aus den Augen, weil sie von dem Ort wo sie in dem alten Auto gelebt hatte, vertrieben wurde. Fast zwei Jahre lang hatten wir mit ihr keinen Kontakt. Eines Tages kam sie wieder ins Diaconia-Zentrum und bat um Lebensmittel.
Juliana erzählte, dass sie jetzt auf einem Bauernhof in einem Metallcontainer lebe und dort für die Tiere einer Familie sorge. Unsere Mitarbeiter versprachen ihr, dass sie ihr helfen wollten. Sie kauften der Frau einen Wohnwagen, den sie auf dem Bauernhof platzieren und bewohnen konnte.
Der zuständige Diaconia-Mitarbeiter sagte: „Ich habe noch nie eine so glückliche Frau gesehen. Sie hat sich bei uns immer und immer wieder bedankt.“
Wir möchten diesen Dank an unsere Spender weitergeben. Dank ihrer Hilfe konnten wir einen guten Wohnwagen kaufen, in dem sich Juliana jetzt sehr wohl fühlt und glücklich ist.
(Projektnummer Nr. 1104, Diaconia Report August 2007)

RUMÄNIEN
Roxana möchte so gerne hören
Roxana ist zwölf Jahre alt und geht in die vierte Klasse. Sie ist fast völlig taub. Als ihre Eltern nach der Geburt erfuhren, dass ihr Baby gehörlos war, gaben sie das Kind in ein Heim. Dort blieb Roxana, bis sie drei Jahre alt war. Dann wurde sie von einer Familie als Pflegekind aufgenommen. Die Pflegeeltern kümmern sich um Roxana wie um ihr eigenes Kind. Derzeit läuft das Adoptionsverfahren. Die Pflegemutter setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass die gehörlose Roxana eine normale Schule besuchen kann.
Diaconia hat Roxana schon vor Jahren zwei Hörgeräte geschenkt. Doch leider war der Erfolg nur beschränkt, da Roxana hochgradig hörbehindert ist. Seit einigen Jahren ist es möglich, Kindern wie Roxana ein Cochleaimplantat (CI) einzusetzen. Dieses Gerät ermöglicht es, Töne vom Innenohr direkt dem Hörnerv zu übermitteln.
In Westeuropa sind solche Implantate für hochgradig hörbehinderte Kinder normal. Sie ermöglichen den meisten eine reguläre Schulzeit. Dank Diaconia konnte Roxana operiert werden. Sie trägt heute ein Cochleaimplantat, mit dem sie hören kann. Sie ist überglücklich und geht sogar in die normale Schule. In Rumänien wird diese Operation noch nicht oft angewendet. In Deutschland und der Schweiz ist es normal, dass gehörlose Kinder dieses Implantat erhalten und dadurch viel besser hören können.
Die Eltern und Roxana sind dankbar, dass Diaconia es ermöglicht hat, dass Roxana operiert werden konnte. Roxana wurde dadurch ein neues Leben geschenkt.
Roxana trifft sich regelmässig mit einer Mitarbeiterin von Diaconia und zeigt ihr, welche Fortschritte sie in den vorangegangenen Wochen beim Lernen von reden und hören gemacht hat. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie sich entwickelt.
Ganz herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützt haben.
(Projekt Nr. 1492, Diaconia Report Juni 2010)

ARMENIEN
Hoffnung für Bergbauern
Die Lage der Bergbauern in Armenien ist schwer. In den entlegenen Bergen nahe der Grenze zu Aserbaidschan bedeutet Leben eher Überleben und es ist schwer, eine Familie zu ernähren.
Umso schlimmer trifft es Familie Howhannisian, die 1988 in den Wirren um Berg Karabach aus ihrem Dorf vertrieben wurde und nach Ajgut, einem kleinen Dorf in Chambarak, floh.
Der Familienvater Gurgen nahm jede Arbeit an, um seine Familie und seine betagten Eltern ernähren zu können. Er arbeitete hart, doch in einer kalten Winternacht ging Gurgens Auto in der entlegenen Nord-region Armeniens kaputt. Die im eisigen Fahrzeug verbrachte Nacht führte zu einer Lungenentzündung. Durch unzureichende ärztliche Betreuung verschlechterte sich die Lage. Schliesslich bekam er Tuberkulose und zuletzt wurde auch noch Lungenkrebs festgestellt. Gurgen kann kaum noch atmen, sein Leben hängt an einem Sauerstoffgerät.
Für seine Behandlung verkaufte die Familie alles was ihnen geblieben war. Doch allein der lebensrettende Sauerstoff verschlingt Unsummen, welche die Familie nicht aufbringen konnte.
Mittlerweile konnte dank Ihrer Hilfe, liebe Freunde, Gurgens Behandlung und die Versorgung seiner Familie durch Diaconia übernommen werden. Gurgen wird wohl kaum noch zu retten sein, doch bekommt er jetzt eine angemessene medizinische Behandlung und den lebenswichtigen Sauerstoff. Die Familie konnte mit Lebensmitteln, Kleidung und im Rahmen des Viehprojektes von Diaconia mit Vieh versorgt werden. Die Dankbarkeit kennt keine Grenzen. Der betagte Vater Gurgens sowie sein kleiner Sohn kümmern sich um das Vieh. Gurgen wird mittlerweile im Krankenhaus in Jerewan behandelt. Es besteht trotz allem noch ein Funken Hoffnung für ihn. Wir danken Ihnen von Herzen für alle Gaben und für Ihre Gebete für Familie Howhannisian.
(Projekt 1500, Diaconia Report Juli 2010)

ARMENIEN
Hörgerät für Leonid
Leonid Grigorian ist 9 Jahre alt und beinahe taub. Sein sehnlichster Wunsch war ein Hörgerät. Ein Wunsch, der für die armen Eltern unerfüllbar war, leiden sie doch selbst ebenfalls unter ernsten gesundheitlichen Problemen.
Leonid kann wegen seiner Hörschwäche kaum sprechen. Während der Schwangerschaft erkrankte seine Mutter an Röteln. Dies hatte fatale Folgen für Leonid.
Die Sorge der verarmten Familie gilt nur Leonid. Ihre eigenen gesundheitlichen Schwierigkeiten nehmen sie nicht so wichtig. Doch die Hörgeräte, die Leonid so dringend brauchte, waren einfach unbezahlbar. Die Invalidenrente des Vaters reicht sowieso nicht, um alle Kosten der Familie zu decken.
Doch Sie liebe Spender, haben das Unmögliche für die Familie möglich gemacht. Leonid wurde erneut gründlich untersucht und bekam auf ihn zugeschnittene Hörgeräte. Seitdem hat sich viel in der Entwicklung des Jungen getan. Er kann wieder am Unterricht teilnehmen und seine Sprache verbessert sich Tag für Tag.
Die Eltern Sejran und Angela sind überglücklich und Ihnen, liebe Spender, von Herzen dankbar.
(Projektnummer 1480, Diaconia Report Mai 2010)

ALBANIEN
Schulmappen für die Hajdaraj-Schule
Dieses Jahr startete die Schule in Albanien früher als letztes Jahr, nämlich bereits am 6. September.
Für viele Kinder, welche in den sehr armen Gebieten von Hajdaraj und Kavaje leben, ist es sehr schwierig eine Schultasche oder anderes Schulmaterial wie Hefte, Stifte etc. zu erhalten.
Deshalb entschlossen wir uns, dieses Jahr einigen ganz armen Kindern Schulmappen auszuhändigen. Die Verteilung des Schulmaterials wurde von dem Schulpersonal und natürlich den Kindern mit Freude aufgenommen.
Total wurden 30 Geschenke vorbereitet, welche eine Schulmappe und weiteres Schulmaterial enthielten. Der Schuldirektor Fiqiret Rustani lobte dieses Projekt als sehr hilfreich und gelungen. Für die Kinder war diese Aktion dringend notwendig, damit sie mit der Schule gut starten konnten. Viele der Eltern sind so arm, dass sie froh sind, wenn das Geld wenigstens für die tägliche Nahrung reicht.



Erfolgsberichte

SEPTEMBER 2010


RUMÄNIEN
Aktion „Warme Stube“
Auch letztes Jahr führten wir unsere Aktion „Warme Stube — Holz zum Heizen und Kochen“ während den kalten Wintertagen durch. Vom Oktober bis März wird in Rumänien geheizt, was für viele Familien durch die Holzknappheit ein grosses Problem ist. Vor allem im Winter 2009 mit den vielen Schneefällen, welche 17 Strassen in unserem Gebiet verschütteten und dadurch die Bewohner von ihrer Umwelt isolierten, war das gelieferte Brennholz bei der Bevölkerung eine grosse Hilfe. Viele arme Familien hatten dadurch die Möglichkeit, sich gemeinsam an einem Ofen zu wärmen, anstatt frierend unter Decken zu kriechen und mit Kohlstrünken und Maiskolbenabfällen zu feuern, damit die warme Glut nicht ausgeht. Denn die Kälte ist für Kinder, Frauen und ältere Menschen lebensbedrohlich.
Familie Fanel war eine jener Familien, die sich im letzten Winter über das Feuerholz freuen durfte. Der Vater ist blind, die Mutter kümmert sich um ihn und die sieben Kinder. Hunger, Schulden und Hilflosigkeit prägen das Leben dieser armen Leute. Es gibt kein fliessendes Wasser und keine Elektrizität im Haus. Die Kinder waren während der kalten Jahreszeit oft krank gewesen und deswegen, aber auch aus Mangel an fehlender Winterkleidung, oft nicht beim Schulunterricht anwesend. Mit dem Brennholz konnten nicht alle Probleme behoben werden, aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung, wofür sich die Familie ganz herzlich bei Ihnen bedankt.
(Aktion Weihnachtsfreude, Diaconia Report Dezember 2009)

ARMENIEN
Patenschaften — ein Schritt in eine stabilere Zukunft
Es war ein kalter, windiger Herbsttag, als wir Grigor kennenlernten. Der Junge hatte Lumpen an, auf der Schulter trug er eine Geige. Die Hülle der Geige war zerrissen, die Farbe war fast abgeplatzt. Auf den ersten Blick dachten wir, er wäre ein Strassenjunge, der Geige spielt und Geld verdient. Doch am nächsten Tag begegneten wir demselben Jungen erneut, diesmal in der Tschaikowski-Musikschule. Er sass im Flur, hatte ein Stück Brot in der Hand. Aus seinen klugen Augen war zu erraten, dass er etwas Besonderes ist.
Sein Vater ist Geiger, seine Mutter Pianistin. Sein musikalisches Talent wurde ihm in die Wiege gelegt. Durch schwere Schicksalsschläge passierte es ganz schnell, dass die Familie heute obdachlos ist, ohne Geld, ohne Einkommen. Der Vater spielt heute Geige auf der Strasse. Er verdient nicht viel. Schliesslich sind zu viele gute Geiger an jeder Strassenecke auf der Suche nach etwas Kleingeld. Grigor spielt auch schon gut. In der Musikschule bekommt er kostenlos Unterricht. Seine Schulsachen, gute Nahrung, Geld für den Transport zur Schule bekommt er mittlerweile von einem Paten durch Diaconia. Früher hatte er oft neben der Schule übernachtet, weil der Weg zur Hütte der Familie zu lang war.
Durch Zufall haben wir Grigor kennengelernt. Deshalb bekommt Grigor die Möglichkeit, seine Träume zu verwirklichen. Er will ein grosser Geiger werden, der Menschen durch seine Musik fasziniert. Vielleicht kommt auch der Tag, an dem Grigor seinem Paten vorspielen kann.
Viele ehemalige Patenkinder haben heute einen soliden Beruf, und einige sind heute in Armenien sogar bekannte Sänger, Moderatoren oder Künstler.
So dürfen wir dank der treuen Hilfe und Unterstützung der Paten diese Kinder ein ganzes Stück auf ihrem Lebensweg begleiten.

ARMENIEN
Ein Studium für Zoja
Ausbildung ist einer der Schlüssel, damit man dem Kreis der Armut entfliehen kann. Doch dies ist teuer, und nur sehr wenige Menschen in Armenien können ohne grössere Probleme studieren. Für die meisten ist es immer wieder ein Bangen und Zittern, ob sie das Geld für das nächstfolgende Semester zusammensparen können oder nicht. In der täglichen Sorge, am Abend eine bescheidene warme Mahlzeit auf dem Tisch zu haben, ist es nicht einfach, eine Lösung zu finden.
So auch bei Mutter Lusik, die nicht mehr weiter wusste in ihrem täglichen Kampf um ein besseres Leben. Ihre Tochter Zoja ist die einzige Hoffnung der Familie, die seit dem Karabach Krieg, seit Lusiks Mann vermisst wird, nur noch aus den drei Töchtern und der Mutter besteht. Zoja hat es mit grossem Fleiss geschafft, an einer Universität Informatik zu studieren. Und nur mit einer guten Ausbildung wird es Zoja gelingen, später den Lebensunterhalt ihrer Mutter und ihrer kranken Schwestern zu sichern.
Sie liebe Spender, liessen unsere Bitte nicht ungehört. Dank Ihrer tatkräftigen Unterstützung darf Zoja nun weiterstudieren. Herzlichen Dank.
(Projektnummer 1480, Diaconia Report Mai 2010)

ALBANIEN
Neue Spielsachen für Kindertagesstätte in Shkoder
In einer von Diaconia wieder aufgebauten und bis heute unterstützen Kindertagesstätte in Shkoder, welche vor kurzem von einer Schweizergruppe besucht wurde, überraschten unsere Mitarbeiter die Kinder mit Spielzeug. Der grösste Teil der Kinder kommt aus sehr ärmlichen Verhältnissen, sodass sich die Eltern keine Spielsachen für die Kinder leisten können. Viele Eltern sind froh, dass ihre Kinder hier die Möglichkeit erhalten, sich in einem kinderfreundlichen Umfeld zu entfalten. Die Spielsachen wurden in Tirana erworben und nach Shkoder transportiert. Bei der Lieferung sassen schon alle Kinder in den Freizeiträumen, hatten jedoch nichts zu spielen. In dem Moment, als ihnen das kostbare Gut verteilt wurde, war die Stimmung unbeschreiblich. Die Kleinen waren überglücklich, sie sprangen vor Freude in die Luft, als sie die Spielsachen von den Lehrern in Empfang nahmen. Oft braucht es nicht viel, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen, und dafür danken wir allen Freunden von Diaconia.



Erfolgsberichte

AUGUST 2010


RUMÄNIEN
Ein neues Haus, ein neues Leben
Der Vater hatte seine Stelle in einer Schokoladenfabrik verloren und versuchte, sich und seine Familie mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser zu halten. Seine Frau war krank, und plötzlich mussten die beiden älteren Töchter — selbst noch Kinder — die Verantwortung für die kranke Mutter und ihren neugeborenen Bruder übernehmen. Einmal mehr half Diaconia hier mit Essenspaketen mit gesundem Gemüse und anderen Vorräten, Windeln und warmen Kleidern. Gerade vor Wintereinbruch war dies sicher eine erste wichtige Massnahme. Der ältere Bruder George durfte sich sogar über ein paar Turnschuhe freuen, und die erste Matratze überhaupt hielt Einzug im Haus. Ein neuer Tisch und ein paar Stühle ermöglichen den grösseren Kindern nun, ihre Hausaufgaben unter besseren Bedingungen zu erledigen. An Weihnachten überraschte Diaconia die Familie sogar mit kleinen Geschenken. Durch Freundschaft und materielle Hilfe hätte nun eine gewisse Normalität einkehren können, aber bereits stand man vor einem nächsten Problem: Sie mussten ihr Haus verlassen.
Diaconia konnte der vom Schicksal gezeichneten Familie ein kleines Haus zur Verfügung stellen und half auch bei den Innenrenovationen. Ohne Ihre Hilfe wären diese armen Leute verloren gewesen. Die Eltern bedanken sich bei allen Spendern für diesen Segen.
(Projektnummer 1405, Diaconia Report Oktober 2009)

RUMÄNIEN
Aniece — Augenlicht gerettet
Die Mutter ist nahezu blind, nun sollte dem Baby dasselbe Schicksal widerfahren. Im Dezember 2009 baten wir Sie um Hilfe, die dringende Operation zu ermöglichen.
Die beiden Augen der kleinen Aniece konnten in Bukarest in zwei Etappen erfolgreich operiert werden. Die Eltern können ihr Gefühl der Dankbarkeit und Erleichterung kaum in Worte fassen. Wie aufgewühlt waren sie, als sie nach den geglückten Eingriffen ihre kleine Tochter beobachten konnten, wie sie langsam anfing, farbige Gegenstände zu betrachten und diese dann auch ergreifen wollte.

Unser Mitarbeiter vor Ort hat uns ein kleines Interview mit den Eltern geschickt:
Diaconia: „Wie fühltest du dich während den Operationen?“
Vater: „Ich vertraute auf Gott, ich wusste, dass unsere kleine Tochter in seinen Händen war. Aber ich will auch allen Spendern für die finanzielle Unterstützung danken.“
Diaconia: „Wie war es für dich als Mutter?“
Mutter: „Es war so hart für mich. Ich brauchte meinen Mann so sehr und baute auf Gottes Hilfe. Ich kann ja auch sehr schlecht sehen. Und als ich mit meiner kleinen Tochter alleine im Krankenhaus war, hatte ich einfach nur Angst vor meiner Hilflosigkeit. Aber später kam dann auch mein Mann dazu, und wir konnten uns gemeinsam um Aniece kümmern.
Diaconia: „Was kannst du über die Hilfe von Diaconia sagen?“
Mutter: „Wir hätten uns die Operation nie leisten können, dafür bedanke ich mich von ganzem Herzen. Die Mitarbeiter von Diaconia waren so freundlich und hilfsbereit. Heute sind wir wie Bruder und Schwester. Die Gespräche tun uns gut. Man findet selten Menschen, mit denen man so gut reden kann.Vielen Dank für alles!!“

(Projektnummer 1431, Diaconia Report Dezember 2009)

ALBANIEN
Hygienische Toiletten
Wie schon in anderen Berichten erwähnt, unterstützt Diaconia in Albanien oft Kindergärten, Altersheime und Schulen. Und manchmal sind es sogar auch kleinere Aktionen, die das Leben in diesen Institutionen verbessern und erleichtern, denn genau hier fehlt oft das Geld aus eigenen Mitteln. Toiletten in Schulanlagen in Albanien können nie an unserem Standard gemessen werden. Artan Metohu, unser Mitarbeiter vor Ort, spricht sogar von einem Albtraum, wenn er sich an die früheren sanitären Anlagen in der Schule von Kavaje erinnert. Die Situation war so schlimm, dass sich die Lernenden wie auch das Lehrpersonal lieber ins Freie begaben. Mit den neuen hygienischen Toiletten — nun sogar unterteilt für Mädchen und Knaben — wurde dieses leidige Thema nun endgültig gelöst.

ARMENIEN
Nothilfe Rusanna
Aufopferungsvoll und mit aller Kraft versucht Rusanna ihre beiden jüngeren Geschwister zu versorgen. Sie sind Vollwaisen. Der Vater starb vor 7 Jahren an Tuberkulose und vor einiger Zeit starb die Mutter ebenfalls daran. Den Tod Ihrer Mutter konnten die Geschwister nur schwer verkraften, und auf einmal lastete alle Verantwortung auf Rusanna. Ohne die Hilfe der Nachbarn, die sie ab und zu mit Essensresten versorgten, hätten die Geschwister den Winter wohl kaum überstanden. Neben den offenen Ausbildungsfragen kam ein noch grösseres Problem auf die jungen Geschwister zu: Sie wohnten nur in einer kleinen Einzimmerwohnung in einem Wohnheim. Diese Zimmer sind der letzte Schritt vor einem Leben auf der Strasse und sie sind oft in einem katastrophalen Zustand und kaum besser als ein schlechter Stall. Viele Menschen in diesen Wohnheimen leiden an Tuberkulose, sehr wahrscheinlich war dies auch einer der Gründe für die Erkrankung ihrer Eltern. Auch bei den Geschwistern zeigten sich erste Anzeichen.
Armut macht hoffnungslos, und aus eigener Kraft, trotz aller Strebsamkeit, würde es den Geschwistern nie gelingen, aus diesem Strudel der Armut herauszukommen. Arbeit gibt es kaum, und selbst wenn man welche findet, ist es nahezu ausgeschlossen, dadurch mehr als das Nötigste zum Leben zu erhalten.
Dank Ihrer überwältigenden Hilfsbereitschaft, liebe Freunde von Diaconia, durften wir den Geschwistern vor Kurzem eine freudige Nachricht überbringen. Das Geld reichte aus, um in der kleinen Stadt Tscharencavan für die Geschwister eine kleine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Trocken, sauber und mit eigener Toilette; das ist mehr, als die Geschwister sich jemals vorstellen konnten. Nun brauchen sie keine Miete mehr zu bezahlen, sie können sich ganz auf die Lösung der weiteren Fragen konzentrieren.
Die Tränen des Glücks und die Freude waren einer der schönsten Momente, die wir erleben durften. Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich.
(Projektnummer 1322, Diaconia Report März 2009)

ARMENIEN
Nothilfe Samvel
Mit der Geburt Samvels begann für die Familie Makarian ein langer Leidensweg. Samvel lebt in Ajgut, einem kleinen Dorf nahe der Grenze zu Aserbaidschan, abgelegen und ohne funktionierende Infrastruktur. Samvel hatte eine Lymphzyste. Das bedeutet, dass unter seiner Zunge eine Geschwulst war, die sich ständig mit Flüssigkeit füllte. Dadurch konnte er kaum sprechen, essen oder trinken. Der kleine zweijährige Junge litt sehr darunter. Jede Woche hätte die Geschwulst vom Arzt behandelt werden müssen. Das waren Kosten, welche die Familie nie hätte tragen können.
Weiterhin vermuteten die Ärzte, dass die Geschwulst bösartig sein könnte, doch auch hier fehlte das Geld zur Abklärung oder Behandlung.
Doch hier griffen Sie, liebe Spender, ein. Dank Ihrer Unterstützung durfte Samvel endlich in ein Krankenhaus nach Jerevan kommen. Die Ärzte entfernten die Lymphzyste, und es stellte sich heraus, dass sie nicht bösartig war. Laut Aussage der Ärzte muss Samvel zwar unter Beobachtung bleiben, bis er 18 Jahre alt ist, aber zunächst ist alles vollständig entfernt.
Die Eltern sind überglücklich und berichten freudestrahlend, wie gut Samvel sich entwickelt. Er kann sprechen, essen und trinken — dies alles ohne Schmerzen. Ein aufgewecktes Kind ist aus ihm geworden. Sie haben einer Familie einen Lichtstrahl geschenkt, liebe Freunde. In einer Situation, aus der es keinen Ausweg zu geben schien, durfte dieser armen Familie geholfen werden. Danke!
(Projektnummer 1469, Diaconia Report April 2010)



Erfolgsberichte

JULI 2010


RUMÄNIEN
Eine Brille für Luminita
Luminita wohnt bei ihren Grosseltern, von ihrer Mutter wurde sie verlassen. Die beiden älteren Menschen leben von einer geringen Pension in sehr bescheidenen Verhältnissen. Eine Krankheit kann unter solchen Umständen in Rumänien selten behandelt werden. Luminita hatte nämlich Probleme mit ihren Augen, oft konnte sie nicht mehr erkennen, was der Lehrer an die Tafel schrieb. Unser Mitarbeiter brachte das Mädchen zum Augenarzt, und daraufhin konnte ihm eine geeignete Brille angepasst werden. Auch wurde die Familie mit Nahrungsmittelpaketen unterstützt, und Luminita durfte sich über neue Schulmaterialien freuen. Mit ihrer Brille war sie nun auch wieder fähig, alles zu lesen und aktiv am Schulunterricht teilzunehmen.
Die kleine Familie wurde von Diaconia während eines ganzen Jahres unterstützt. Durch die wiederholte materielle Hilfe konnte auch Luminitas seelische Wunde etwas geheilt werden. Zurückgewiesen von der eigenen Mutter, durfte sie nun miterleben, dass sich Menschen für sie einsetzten, sich für sie interessierten. Das längst ersehnte Fahrrad, das unser Mitarbeiter dem Mädchen besorgen konnte, hat sicher auch seinen Teil zur Genesung beigetragen. Mit Tränen in den Augen dankte die Grossmutter für die Hilfe und Unterstützung.
(Projektnummer 1316, Diaconia Report Februar 2009)

RUMÄNIEN
Ein Neustart
Es war im tiefsten Winter, als ihr Haus in Brand geriet. Familie Covasan ist mit dem Leben davongekommen, ansonsten hat sie alles verloren. In einem ersten Schritt wurde die Familie mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Kleidern eingedeckt. Auch die verschiedenen Baumaterialen wurden dankend in Empfang genommen.
Hätte Diaconia während dieser Phase die arme Familie nicht unterstützt, wäre sie verloren gewesen. Ob es sich um einfaches Essbesteck, Teller oder warme Winterkleider handelte, alles wurde gebraucht. Besonders freuten sich die Kinder auch über ein paar neue Spielsachen, welche die traurige Situation etwas vergessen liessen. Die Familie ist sehr dankbar für die Hilfe und steht auch heute noch in Kontakt mit Diaconia.
(Projektnummer 1424, Diaconia Report März 2010)

ALBANIEN
Mit der Saat wächst die Hoffnung
Familie Doda ist eine der Familien, die im Rahmen des Agrikultur-Projekts unterstützt wird. Dies geschieht sowohl für die Bereitstellung des Landes als auch für die Beschaffung des geeigneten Saatguts. Dadurch wird der erste Grundstein für ein eigentliches Selbsthilfe-Projekt gelegt. Obwohl noch nicht ganz dort angelangt, darf man heute sagen, dass das Projekt gut angelaufen ist. Bei seinen zahlreichen Besuchen konnte unser Mitarbeiter Artan Metohu beobachten, dass Kartoffeln, Karotten, Auberginen und Tomaten mit sehr viel Sorgfalt und Hingabe bewirtschaftet werden. Ndoja, der Familienvater ist sehr zufrieden und freut sich auf die absehbare erste Ernte. Jedes Familienmitglied ist im Gartenbau-Projekt involviert. Das wiederum wirkt sich äusserst positiv auf den Familienzusammenhalt und die Harmonie aus, denn jeder ist wichtig und wird gebraucht.
Im Namen seiner Familie bedankt sich der Vater ganz herzlich bei Diaconia. Er ist überzeugt, dass dieses Projekt richtig und gut ist und wird auch seine Kräfte dafür einsetzen.
(Projektnummer 1493, Diaconia Report Juni 2010)

ARMENIEN
Brief an Diaconia Armenien
Die Ärzte hatten bei Susanna Brustkrebs diagnostiziert. Für ihre beiden Kinder wollte die zweifache Mutter den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen, konnte sich aber eine Therapie nicht leisten. Im März 2009 baten wir Sie, der auch von anderen Schicksalsschlägen heimgesuchten Frau zu helfen. Mit einem Brief bedankt sich Susanna bei Diaconia und natürlich auch bei allen Spendern:

„Liebe Freunde
Ich bedanke mich von Herzen dafür, dass Sie meine Behandlung ermöglicht haben. Mit Ihrer Hilfe konnten die Kosten für die Medikamente gedeckt werden. Ich befand mich in einer sehr schweren finanziellen Lage. Ich wusste nicht, ob ich die nötigen Therapien bezahlen oder für meine Kinder Brot kaufen sollte. Ich war hoffnungslos, mutlos und niedergeschlagen. Ich leide an Brustkrebs, ich wurde operiert und musste mich einigen Therapien unterziehen. Jetzt brauche ich eine ständige medikamentöse Behandlung. Damals war ich sehr verzweifelt, und dann erhielt ich von Diaconia die Nachricht über Ihre Unterstützung. Diese Nachricht verhalf mir zu neuen Kräften und weckte in mir das Gefühl der Dankbarkeit, weiterleben zu dürfen.
Mir fehlen einfach die Worte. Mein grenzenloser Dank geht an alle Spender und Mitarbeiter von Diaconia.
Susanna Arustamian“

(Projektnummer 1322, Diaconia Report März 2009)

ARMENIEN
Zeitungsartikel
Dies ist ein Zeitungsartikel, den eine Person, der wir geholfen hatten, publizierte: So lieb und teuer ist für mich dieser Name geworden, und so glücklich bin ich, dass ich eine Organisation namens Diaconia kennengelernt habe. Hier hat man ein warmes Herz für das Schicksal verschiedener Menschen. Hier findet man Beistand in Notlagen. Wo Probleme ausweglos scheinen, wird eine Lösung gefunden, ja sogar Träume werden wahr.
Im Dorf der Hoffnung wurde ich Zeuge einer ehrlichen, selbstlosen, anständigen und ordentlichen Arbeitsatmosphäre. Wenn man mit den Diaconia-Mitarbeitern spricht, merkt man, dass das eigene Leben noch Sinn macht. Das Dorf der Hoffnung vermittelt einem das Gefühl, immer beschützt zu sein. Mein Dank geht an alle Mitarbeiter für ihre aufwendige, sorgfältige und gewissenhafte Arbeit, die sich mit grenzenloser Geduld unsere Sorgen anhören und die Bedürftigen in ihrer Notlage unterstützen. Sie erfüllen ihre Arbeit mit voller Hingabe und behandeln jeden einzelnen Menschen, der sich an sie wendet, verständnisvoll und individuell. Sie schaffen es, in unsere Innenwelt einzudringen und uns mit ihren guten Ratschlägen Hoffnung für die Zukunft zu schenken.
Mein Dank geht auch an die Kinderärztin Marine, die nicht nur die Kranken betreut, sondern ihnen Mut und Zuversicht vermittelt. Eines weiss ich ganz genau: Alle Mitarbeiter bei Diaconia, sei es Pförtner oder Leiter, leisten einen hervorragenden Dienst. Alle sind lieb und wohlerzogen, die Arbeit ist fair und transparent. Ich beuge mich vor Ihrer grossherzigen Organisation und bringe meine tiefste Dankbarkeit zum Ausdruck. Möge Gott es Ihnen vergelten! Möge Gott sie reichlich segnen!
(Projektnummer 1453, Diaconia Report Februar 2009)



Erfolgsberichte

JUNI 2010


RUMÄNIEN
Dorina: Auf dem Weg der Besserung
Gerade einmal drei Jahre alt war Dorina, als sie sich schwere Brandverletzungen am Arm zuzog. Heute ist das Mädchen 14 Jahre alt und musste in ihrem jungen Leben schon viele Operationen über sich ergehen lassen. Dorina wohnt bei ihrer Grossmutter. Vater und Mutter haben sich getrennt und sich seither nicht mehr gross um ihre Tochter gekümmert. In unserem Aufruf baten wir Sie, Dorinas Genesung zu unterstützen. So durfte sie nach der letzten Operation mit Verbandszeug und Hygieneartikeln versorgt werden. Damit aber alles schön verheilen kann, muss der Hautaufbau auch von innen her stattfinden, und dies kann nur durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung erfolgen. Auch hier half Diaconia. Bei seinen zahlreichen Besuchen konnte unser Mitarbeiter Marius Demsa mit der Zeit eine Regeneration der Wunden (vom Bein war gesunde Haut auf die Brandwunde transplantiert worden) beobachten. Jedoch ein schmerzfreies Strecken ihres Armes war Dorina noch nicht möglich. Später wurden dann auch die hautbildenden Salben eingesetzt.
Zurückblickend darf man heute sagen, dass Dorina auf dem Weg der Besserung ist, der Arm lässt sich schon besser bewegen und strecken. Richtig gut geht es ihr nicht, wurde sie doch von ihren Eltern recht eigentlich im Stich gelassen. Aber das Mädchen besucht unser Kinderzentrum oft. Und hier wurde es auch mit Kleidern, Schuhen, Nahrungsmitteln und ergänzenden Medikamenten versorgt. Aber, was fast noch wichtiger ist: Hier kann sie sich aussprechen, hier hört ihr jemand zu.
(Projektnummer 1359, Diaconia Report Juni 2009)

RUMÄNIEN
Neue Heizung für christliche Gemeinde in Brasov
Diaconia unterstützt eine christliche Gemeinde in Brasov. In den vergangenen Jahren durften hier viele Menschen erleben, wie der Glaube an Jesus Christus ihr Leben grundlegend verändert hat. Vor einiger Zeit hatte die Gemeinde einen grösseren Saal in Aussicht, mit genügend Platz für Gottesdienste, Kinderbetreuung und Administration. Jedoch fehlten Elektrizität und Heizung, und auch viele Renovationsarbeiten mussten in Angriff genommen werden.
Während den ersten paar Wochen wurde ein Heizsystem installiert, später folgten Isolationsarbeiten an den Aussenmauern. Es war wirklich eine Freude, zuzusehen, wie sich die Räumlichkeiten durch die fleissigen Arbeiter innerhalb kürzester Zeit veränderten. Durch zusätzliche Innenwände wurden neue, kleinere Räume für das Büro und den Kinderhort geschaffen. Nachdem die Wände gestrichen waren, wurde auch noch der Fussboden frisch zementiert und ausgelegt. Mit der Anschaffung von neuen Stühlen war der letzte Schliff getan und dem ersten Gottesdienst stand nichts mehr im Wege. Die Gemeindemitglieder danken allen Freunden von Diaconia für die grosszügige und segensreiche Unterstützung.
(Projektnummer 1471, Diaconia Report April 2010)

ALBANIEN
Für einen erholsamen Schlaf
Im April durften sich die Bewohner des Altersheims in Shkoder über neue Decken, Kissen und Kleider freuen. Dies mag wohl sehr banal klingen, wo aber das Budget einer solchen Institution bis auf ein Minimum limitiert ist — es können gerade einmal die Ausgaben für Essen und Administration gedeckt werden — , stellt neue Bettwäsche tatsächlich eine Verbesserung der Lebensqualität dar! Und gerade in einem Altersheim, wo viele ältere Menschen oft ans Bett gefesselt sind, lassen Verschleiss und Abnutzung nicht lange auf sich warten. Unser Projektleiter in Albanien, Artan Metohu, durfte einmal mehr viele freundliche Worte der Dankbarkeit entgegennehmen: „ Wir schlafen nun viel besser und die guten Decken halten uns die ganze Nacht warm!“

ARMENIEN
Hilfe für Narine und Wasgen
Zehn Jahre lang mussten Narine und ihr Sohn Wasgen hart ums Überleben kämpfen. Ihre Gegner hiessen Hunger und Kälte, Feuchtigkeit und Ratten. Narines Mann wird vermisst, ihr Sohn ist krank. Nach einem langen Irrweg wohnen Mutter und Sohn mittlerweile in einem Zimmer in einem Wohnheim. Der kleine Raum ist Esszimmer, Schlafzimmer und Küche zugleich. Es gab jedoch anfänglich weder eine Toilette noch ein Badezimmer. Doch das war nicht das einzige Problem, denn Wasgen hatte Gehirnzysten, die durch eine teure Operation entfernt werden konnten. Das Geld konnte durch Verwandte und Freunde aufgebracht werden. Seit der Operation jedoch ist Wasgen invalid.
Diaconia durfte Narine und Wasgen helfen, ihr Zimmer zu renovieren und in einem leeren Nebenzimmer ein Badezimmer einzurichten. Dies ist eine grosse Erleichterung für diese schwer geplagten Menschen. Nun haben sie einen Ansprechpartner für ihre Nöte. Auch die Zukunft von Wasgen, der gerne in der Touristikbranche einen Beruf erlernen möchte, sieht nun verheissungsvoller aus. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.
(Projektnummer 1418, Diaconia Report November 2009)

ARMENIEN
Hilfe für Grigorian
Viele Menschen leiden noch heute unter den Folgen des verheerenden Erdebebens von 1988 in Armenien. Seda und Sejran Grigorian lebten in Vanadzor, in der Nähe des Epizentrums. Bei dem Erdbeben verloren sie nicht nur ihre Wohnung, Sejran wurde auch beim Versuch, ein junges Mädchen zu retten, schwer verletzt und ist seitdem arbeitsunfähig. Dennoch schlugen sie sich irgendwie durch. Die Tochter Marine arbeitete mit der Mutter in einem Blumengeschäft, und sie schafften es, die Familie über Wasser zu halten. Doch im Winter hatte Marine einen Unfall. Bei der darauffolgenden Untersuchung wurden auch noch Geschwülste bei ihr festgestellt.
Für weitere Untersuchungen musste sie nach Jerewan. Doch dazu reichte das Geld nicht. Durch den Aufruf im Diaconia Report konnte nun sichergestellt werden, dass Marine in Jerewan untersucht wird. Die notwendige Operation kann ebenfalls durch Ihre Hilfe bezahlt werden. Danke, dass Sie dieser armen Familie geholfen und Marines Leben gerettet haben.
(Projektnummer 1453, Diaconia Report Februar 2009)

ARMENIEN
Hoffnung für Hasmik
Die Zahl der Hilfsbedürftigen in Armenien wächst von Tag zu Tag. Beunruhigend sind vor allem die zunehmenden Krankheiten unter den Kindern. So auch bei Familie Hovhannisian. Sie hat drei Kinder, doch zwei von ihnen leiden unter Autismus. Dies führt zu schweren Konflikten in der Familie, besonders einer der Söhne, Hajk, ist sehr aggressiv. Erschwerend kommt hinzu, dass die Familie in einer kleinen Zweizimmerwohnung zusammen mit der Mutter Hasmiks und der Familie des Bruders wohnt. Doch auch diese Unterkunft müsste verkauft werden, um die hohen Schulden bezahlen zu können. Diese können sie nicht mehr zurückzahlen, da sie durch die Wirtschaftskrise auch ihre Arbeit verloren haben.
Dank Ihrer grosszügigen Hilfe, liebe Spender, konnte nun mit einer Therapie für die Kinder begonnen werden. Auch konnte ein Teil der Schulden beglichen werden. Dafür möchten wir Ihnen von Herzen danken. Sie haben es ermöglicht, dass Familie Hovhannisian wieder Hoffnung schöpfen darf.
(Projektnummer 1452, Diaconia Report Februar 2010)



Erfolgsberichte

MAI 2010


RUMÄNIEN
Es gibt wieder Hoffnung
Die Mutter war stark unterernährt, der Vater arbeitslos, und der kleine Claudiu litt unter Atemschwierigkeiten. Die Kinder konnten oft nicht zur Schule, da ihnen schlichtweg die Kleider fehlten. Diaconia unterstützte diese fünfköpfige Familie während eines Jahres. Und oft sind es Produkte des täglichen Bedarfs, die solch arme Leute wieder ein wenig aufatmen lassen. „Ihr habt unser Leben gerettet“, meinte der Vater, als unser Mitarbeiter in einem ersten Schritt Lebensmittel und Windeln vorbeibrachte. Auch der Zement und andere Baumaterialien für kleinere Renovationsarbeiten wurden sehr geschätzt. Ganz besonders freute sich die Familie auch über das Inhalationsgerät, das ihr eine Spenderin zukommen liess. Wenn Claudiu nun heute Atemprobleme hat, muss er nicht jedes Mal ins Krankenhaus gebracht werden. Hierfür möchten sich die Eltern des kleinen Jungen ganz herzlich bedanken.
(Projektnummer 1333, Diaconia Report April 2009)

RUMÄNIEN
Ihr Haus ist jetzt bewohnbar
Es ist unvorstellbar, in welcher Armut die alleinerziehende Mutter Luminita Grancea mit ihren beiden Kindern leben musste: Im Haus war es eiskalt, die Haustür hatte ein Loch und das Dach bot keinen Schutz mehr gegen Regen und Schnee. Und das in Rumänien, einem Land in Europa. Heute darf sich die Familie wieder wohl und sicher fühlen (die alte Haustür konnte auch nicht mehr abgeschlossen werden!) in ihren vier Wänden. Luminitas Söhne werden nun auch nicht mehr so oft krank wie früher, als der Wind buchstäblich durch das Haus pfiff. Dafür ist sie sehr dankbar. Nach den allgemeinen Renovationsarbeiten wurde noch ein schöner Teppich ausgelegt, und die Mutter durfte sich auch über Bettwäsche, Matratzen und Schuhe freuen. Gab es Zeiten, wo kein Essen im Haus war, half Diaconia auch hier. Die beiden Kinder haben mit unserem Mitarbeiter Freundschaft geschlossen und freuten sich auf jeden Besuch. Vielleicht sehen die zwei Brüder in ihm auch ein wenig den Vater, den sie nie kannten.
(Projektnummer 1314, Diaconia Report Februar 2009)

RUMÄNIEN
Bald geht es noch leichter
Vlad hätte gerne gewusst, wie es wohl wäre, den anderen Nachbarskindern hinterherzurennen. Der kleine Junge war von Geburt auf gelähmt. Durch eine Operation in Bukarest konnte Vlad zwar längst noch nicht gehen, war aber fähig mit Unterstützung zu stehen und sich ein klein wenig fortzubewegen. Seine Eltern hätten ihn gerne zu einer ergänzenden Behandlung in eine Spezialklinik nach Ungarn geschickt, aber hierfür fehlte das Geld. Durch Ihre Hilfe war es nun möglich, dieses Projekt zu realisieren. Diaconia kam für die Unterkunft von Mutter und Kind auf, und Vlad konnte während mehreren Wochen therapiert werden. Neben diversen Bewegungsübungen legte man auch grossen Wert auf Wassergymnastik.
Dies war im Herbst letzten Jahres. Heute kann Vlad alleine stehen und selbstständig drei bis vier Schritte gehen. Seine Bewegungen zeigen auch mehr Leichtigkeit als früher. Natürlich wäre es der Traum der Eltern, ihren kleinen Sohn eines Tages ohne fremde Hilfe gehen zu sehen. Jedoch der Weg dorthin ist noch weit. Dass Vlad jedoch diese Therapie machen konnte, hat sehr viel zu seiner — hoffentlich baldigen — Genesung beigetragen und war sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Gerade die Mutter, die täglich mit ihm zusammen war und ist, beobachtet jeden kleinen Fortschritt, und dafür dankt sie allen Helfern von ganzem Herzen.
(Projektnummer 1371, Diaconia Report Juli 2009)

ARMENIEN
Hoffnung für Borik
Borik Torosian schwebte in Lebensgefahr. Er hatte bereits einen Herzinfarkt gehabt, es ging ihm sehr schlecht und der zweite Infarkt, den er mit Sicherheit nicht überleben würde, kündigte sich bereits an. Der Familienvater hatte jedoch keine Möglichkeit, die teure notwendige Operation zu bezahlen. Schon sah er seine drei Kinder als Waisen heranwachsen. Borik hatte sein ganzes Leben lang schwer gearbeitet, doch seine Krankheit machte ihm das bald unmöglich. Verzweifelt wandte er sich an Diaconia. Dies war seine letzte Hoffnung.
Dank Ihrer grosszügigen Spenden durfte Diaconia die Operation bezahlen. Wieder wurde ein Leben, und damit auch die Zukunft der drei Kinder, durch Ihre Hilfe gerettet. Dafür dankt Ihnen die Familie Torosian von ganzem Herzen.
(Projektnummer 1444, Diaconia Report Februar 2010)

ARMENIEN
Zahnbehandlung ermöglicht
Der 22-jährige Garegin ist geistig und körperlich behindert. Er leidet unter anderem an einer Bewegungsstörung, verursacht durch eine Fehlfunktion des Gehirns und der Nerven. Nun stellte sich heraus, dass auch seine Zähne schwer geschädigt waren. Eine Behandlung war dringend notwendig, um seine Schmerzen zu lindern. Für bedürftige und arme Familien in Armenien stellen solche Diagnosen in der Regel den wirtschaftlichen Bankrott dar. Allein die Kosten für die Behandlung seiner Behinderung übersteigen das karge Budget der Familie. An eine Zahnbehandlung war da gar nicht zu denken.
Doch wieder durften wir dank Ihrer Unterstützung Garegin und seiner Familie Hoffnung schenken. Die Zahnbehandlung konnte bezahlt werden. Weiter durften wir auch Medikamente zur Behandlung seiner anderen Leiden zur Verfügung stellen. Möge Gott es Ihnen vergelten.
(Projektnummer 1445, Diaconia Report Februar 2010)

ARMENIEN
Behandlungskosten gedeckt
Acht Familienangehörige unter einem Dach, alle gesundheitlich angeschlagen, alle am Rande der Verzweiflung. Der neunjährige Arthur hat eine Knochenkrankheit, braucht orthopädische Hilfe, Physiotherapie und Medikamente. Dabei ist in der Familie kaum Geld für das tägliche Brot vorhanden. Doch auch das gibt es nicht jeden Tag, denn die Kosten für Medikamente sind kaum zu tragen. Allein Arthurs Behandlung kostet monatlich mehr, als die Familie in 6 Monaten verdient.
Umso grösser war die Freude und Dankbarkeit, als wir in Ihrem Namen, liebe Freunde von Diaconia, der Familie Chalatian mitteilen durften, dass Arthurs Behandlungskosten für ein Jahr gedeckt sind. Der Jubel und die Tränen, in dieser aussichtslosen Lage doch eine Hand gereicht zu bekommen, ist mit Worten kaum zu beschreiben.
(Projektnummer 1428, Diaconia Report Dezember 2009)

ALBANIEN
Schreinerlehrwerkstätte
Das Wohnheim für taubstumme Kinder bietet 150 Lernenden Unterkunft und Schulbildung. Neben des täglichen Unterrichts werden die Jugendlichen auch auf ihre Zukunft in der Berufswelt vorbereitet. Hierzu zählt zum Beispiel ein Schreinerkurs. Diaconia war es möglich, die Lehrwerkstätte mit entsprechenden Maschinen und neuem Werkzeug auszustatten. Diese ersetzten die alten, unhandlichen und teils gefährlichen Gerätschaften. Der Lehrer unterrichtet dieses Fach sehr gerne. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen. Dieses Können und Wissen soll ihnen dann auch die Integration in die Berufswelt etwas erleichtern. So werden sie später auch die Möglichkeit haben, ein selbstständiges Leben zu führen.



Erfolgsberichte

APRIL 2010


RUMÄNIEN
Herzoperation für Julian
„Wir möchten nicht mit ansehen müssen, wie dieses junge Leben zerstört wird, nur weil kein Geld zur Verfügung steht “, schrieb damals im September 2007 unser Mitarbeiter aus Rumänien. Julian brauchte dringend eine Herzoperation, und wir sind glücklich, dass wir dank Ihrer Unterstützung sein Leben retten konnten. Der Eingriff war nicht ganz einfach für die Spezialisten, aber es verlief alles gut. Diaconia organisierte den Transport des Kranken und versorgte seine Familie auch mit Essenspaketen und Kleidern. Nach der Operation wirkte Julian erschöpft und müde, jedoch sehr optimistisch. Die Eltern setzen grosse Hoffnung in ihren Sohn, denn er soll später für sie sorgen können. Der junge Mann bedankt sich bei allen Spendern von ganzem Herzen. Er kann kaum glauben, dass Menschen, die ihn eigentlich gar nicht kennen, sein Leben gerettet haben und somit der ganzen Familie eine Zukunftsperspektive ermöglicht haben.
(Projektnummer 1115, Diaconia Report September 2007)

RUMÄNIEN
Petre
„Kommt zurück, wenn Ihr das Geld zusammen habt!“ Mit diesen Worten wurde Petres Eltern die Tür des Krankenhauses buchstäblich vor der Nase zugeschlagen. Die Familie versuchte, das Geld zusammenzusparen und sammelte sogar an Peters Schule. Aber die für die Herzoperation geforderte Summe bewegte sich für diese armen Leute in astronomischen Höhen. Als Diaconia von diesem Fall erfuhr, konnte endlich geholfen werden. Die Operation wurde durchgeführt, aber Petre litt danach unter starken Schmerzen und konnte nicht essen. Dadurch verschlechterten sich auch seine schulischen Leistungen, das letzte Schuljahr sollte wiederholt werden. Auch fühlte sich der Junge oft zurückgewiesen von seinen Schulkameraden, da er ihnen offenbar noch zu schwach, zu krank vorkam. Um dieser Traurigkeit entgegenzuwirken, luden unsere Mitarbeiter Petre ins Kinderzentrum in Brasov ein. Hier sollte ihm im Kreise der Gemeinschaft Kraft und Mut vermittelt werden.
Nun besucht Petre das Zentrum bereits seit sechs Monaten. Sein Lehrer ist sehr zufrieden mit den guten Leistungen des fleissigen Schülers. Auch im Kinderzentrum hilft er mit, wo er kann und spielte im Dezember sogar in einer Weihnachtsaufführung mit. Beim gemeinsamen Fussballspiel muss er sich allerdings noch etwas zurückhalten, da seine körperlichen Kräfte geschont werden müssen. Hier bei Diaconia hat Petre Freunde gefunden, die ihn auffangen, ermutigen und ihm auch helfen, ihn ein wenig von seiner harten Vergangenheit und der schmerzhaften Genesungszeit abzulenken.
(Projektnummer 1223, Diaconia Report Mai 2008)

RUMÄNIEN
Ein erster Schritt aus der Armut
Als der kleine Andrei letztes Jahr zur Welt kam, hatten seine Eltern nicht einmal das Geld, ihm Babykleidung oder Windeln zu kaufen.
Dank Ihrer Unterstützung konnte die Familie in einem ersten Schritt mit Essenspaketen und Windeln versorgt werden. Die Eltern sind ehrliche und gute Menschen und der Vater setzte alles daran, eine Arbeit zu finden. Oft verlieren solche Leute den Mut und den Glauben ans Leben. Aber unsere Mitarbeiter setzen alles daran, diese vom Schicksal gezeichneten Menschen auch moralisch zu unterstützen. Weitere Kleider-, Hygieneartikel- und Lebensmittellieferungen folgten, und nach einiger Zeit konnte man eine gewisse Stabilisierung und auch hie und da ein Lächeln erkennen. Dem Baby geht es gut, der kleine Junge entwickelt sich prächtig. Marius Demsa, unser Mitarbeiter, der sich viel um die Familie kümmert, dankt allen Spendern. „Es fühlt sich einfach gut an, wenn man jemandem Hoffnung schenken kann, und das können wir nur dank unseren treuen Freunden aus der Schweiz und aus Deutschland!“
(Projektnummer 1346, Diaconia Report Mai 2009)

ARMENIEN
Hilfe für Varduhi
„Ich habe nie gearbeitet, mein Sohn ist noch zu klein. Ich habe niemanden, der uns die Hand reichen kann. Wir brauchen Lebensmittel und warme Kleidung. Ich habe kein Geld, um Holz zu kaufen. Ohne Heizung werden meine Kinder im Winter erfrieren. Bitte helfen Sie mir.“ Varduhi brach in Tränen aus, als sie sich verzweifelt an Diaconia wandte.
Varduhi war unverschuldet in diese schwere Notlage geraten. Nach ihrem Sohn Gework, der bei einem Unfall ums Leben gekommen war, verlor sie auch noch ihren geliebten Ehemann. Nun musste sie alleine für ihre beiden verbliebenen Kinder sorgen, von denen das jüngste gerade einmal 20 Monate alt ist. Doch Sie, liebe Freunde, liessen Varduhi nicht im Stich. Dank Ihrer Hilfe konnten wir Varduhi und ihre Familie durch den Winter tragen, und einige der dringendsten Probleme lösen helfen. Dafür möchten wir Ihnen von Herzen danken.
(Projektnummer 1427, Diaconia Report Dezember 2009)

ALBANIEN
Decken für Flutopfer in Shkoder
Unmittelbar nach der verheerenden Überschwemmung um die nordalbanische Stadt Shkoder versorgte Diaconia die Betroffenen mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln. Aber die Gewalt des Wassers schlug ein zweites Mal zu und zwar genau in derselben Gegend. Viele Familien waren gerade dabei, in ihre Behausungen zurückzukehren, um Ordnung zu schaffen und sich wieder einzurichten, als sie von einer weiteren Flut überrascht wurden. Erneut hinterliess diese Elend und Zerstörung.
In einem zweiten Schritt wurden nun viele Familien mit warmen Wolldecken versorgt. Es war traurig, am Verteilungstag in die verzweifelten Augen der Leute zu blicken. Wer weiss, vielleicht stellten diese Decken für einige sogar den einzig warmen, trockenen und unverwüsteten Schutz gegen die Kälte dar. Während der Verteilung berichtete eine junge Frau: „Nun wurden wir bereits zum zweiten Mal von einer Überschwemmung heimgesucht. Es war schrecklich, was beim ersten Mal nicht zerstört wurde, fiel dem Wasser beim zweiten Mal zum Opfer. Ich habe vier Kinder zu Hause. Mein Mann starb vor einigen Jahren. Meine Kinder waren so schockiert, dass ich sie zu meiner Schwester geschickt habe. Dort sind sie nun in Sicherheit. Alle meine Kleider wurden vom Wasser zerstört. Ich bin wirklich sehr froh und dankbar, dass ich nun die Decken habe.“
(Projektnummer 1465, Diaconia Report März 2010)



Erfolgsberichte

MÄRZ 2010


RUMÄNIEN
Hilfe für Familie Cozac
Als damals im Jahr 2008 die ganze Familie an Hepatitis B erkrankte, war die vierköpfige Familie beinahe hoffnungslos verloren. Aufgrund ihrer Erkrankung konnten die Eltern nicht mehr arbeiten, und daher fehlte auch das Geld für Arzneimittel und Nahrung. Die kleine Maria war am schwersten betroffen von dieser Leberkrankheit, und ihr galt dann bei unserer Unterstützung vorerst die ganze Aufmerksamkeit. Sie wurde operiert und bekam die entsprechende Medizin. Auch der Rest der Familie wurde mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidern versorgt. War eine ärztliche Kontrolle oder ein Krankenhausaufenthalt fällig, so übernahm Diaconia den Transport.
Maria hat sich inzwischen recht gut erholt, ist jedoch immer noch unter ärztlicher Obhut. Heute kann man zuversichtlicher in die Zukunft blicken, und eine gewisse Stabilität ist eingekehrt. Der Heilungsprozess jedoch ist schleppend und unberechenbar und kann sich noch mehrere Jahre dahinziehen. Aber die Familie hofft auf die Zukunft und ist dankbar für Hilfe und Zuspruch.
(Projektnummern 1196 und 1197, Diaconia Report Februar 2009)

RUMÄNIEN
Hilfe gegen Kälte und Hunger
Familie Szasz wohnte in einem stark beschädigten, nahezu unbewohnbaren Haus, das Regen und Kälte eindringen liess. Der geringe Zahltag des Vaters reichte vorne und hinten nicht aus, um den Hunger der sechsköpfigen Familie zu stillen. Die Mutter klopfte an viele Türen, wurde aber immer wieder abgewiesen. Und zu Hause warteten die hungrigen Kinder.
Um sich gegen die kalten Winter zu wappnen, wurde zuerst das baufällige Haus renoviert: Die Wände wurden neu vergipst und gestrichen und die winddurchlässigen Türen und Fenster ersetzt. Heute ist das kleine Gebäude wieder ein richtiges Zuhause. Natürlich durfte sich die Familie auch über die Lebensmittel und die neuen Kleider freuen, wofür sie sich herzlich bei Ihnen bedankt.
(Projektnummer 1061, Diaconia Report Mai 2007)

ALBANIEN
Diaconia unterstützt in Albanien regelmässig Institutionen wie Kinder-, Behinderten- und Altersheime. So durften sich auch die Bewohner und das Personal eines Altersheims in Fier über neue zusätzliche Blutdruckmessgeräte und über eine Tragbahre freuen. Wenn man sich vorstellt, dass die zum Teil betagten Menschen früher in Leintüchern getragen und transportiert wurden, so ist wohl letztere Anschaffung dringend nötig gewesen. Dies kam beispielsweise vor, wenn jemand ins Krankenhaus gebracht werden musste. Für die Pfleger war das reinste Knochenarbeit und nicht ungefährlich für beide Seiten, Patient und Träger. Die Leiterin bedankte sich mit folgenden Worten bei Diaconia: „Diese Tragbahre erleichtert unsere Arbeit enorm, und es ist eigentlich eine Schande, dass wir so viele Jahre ohne dieses wichtige Hilfsmittel auskommen mussten. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen!“
(Projektnummer 1192, Diaconia Report Februar 2008)

ARMENIEN
Hörgeräte für Geschwister
Silva Sahakian war verzweifelt. Bereits im Alter von 20 Jahren wurde sie Mutter, doch es stellte sich heraus, dass ihre Tochter Anusch von Geburt an taub war. Und es kam noch schlimmer. Auch ihr zweites Kind, ihr Sohn Hovhannes, wurde gehörlos geboren. Verzweifelt fragte sie bei den Ärzten nach, doch niemand konnte ihr Hoffnung machen. So mussten die Kinder in eine Sonderschule.
Später jedoch stellte sich heraus, dass der Junge und das Mädchen ein Resthörvermögen haben. Mit speziellen Hörgeräten könnten sie also sprechen lernen. Das Glück von Mutter Silva war zweigeteilt. Zum einen die Freude, zum andern die Hilflosigkeit was die Finanzierung betraf.
In ihrer Not wandte sie sich an Diaconia. Und hier konnte den armen Kindern durch Ihre Unterstützung, liebe Spender, geholfen und die Hörgeräte gekauft werden. Das Erstaunen und die Freude in den Augen der Familie war unsere Belohnung. Herzlichen Dank.
(Projektnummer 1402, Diaconia Report Oktober 2009)

ARMENIEN
Hilfe für Helfer
Mit unvorstellbarem Einsatz und grosser Selbstaufopferung brachten die Söhne das Geld für die Strahlentherapie ihrer Mutter zusammen. So konnte der an einem Tumor im Kopf erkrankten Frau eine Behandlung in Russland ermöglicht werden. Doch der Preis, den sie dafür zahlen mussten, war hoch: Die hohen Schulden, die sie gemacht hatten, mussten zurückbezahlt werden, und die Krankheiten der eigenen Kinder konnten aus gegebenen Gründen nicht mehr behandelt werden. Denn mit so hohen Schulden wäre es den beiden Brüdern wohl sehr schwer gefallen, von denselben Freunden nochmals Geld zu leihen.
Und hier haben Sie, liebe Freunde, tatkräftig geholfen. Dank Ihrer Fürsorge konnten Araig und Artjom die Schulden begleichen und Artjoms Kinder bereits wegen ihrer Augenprobleme behandelt werden.
Die Dankbarkeit der ganzen Familie ist Ihnen gewiss und Sie, liebe Spender, werden in ihre täglichen Gebete eingeschlossen.
(Projektnummer 1395, Diaconia Report September 2009)

ARMENIEN
Erneute Krebstherapie für Kristine
Ihr fester Glaube ermöglichte es Kristine, tapfer alle Leiden zu ertragen. Bereits in jungem Alter wurde ein Tumor bei ihr entdeckt und operiert. Doch seither hatte sie immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Dennoch bekam sie mit ihrem Mann eine gesunde Tochter, was an sich schon ein Wunder für die Ärzte war.
Doch der Tumor wuchs und wucherte erneut, die starken Schmerzen waren wieder da. Kristine jedoch liess sich nichts anmerken. Ihre 8-jährige Tochter Diana, die ihre Mutter über alles liebt, durfte es vorläufig nicht erfahren. Da die Familie kaum genügend Geld für Lebensmittel hat, schien eine Behandlung damals in weiter Ferne, doch Kristine verzweifelte nicht und vertraute weiter auf Gott. Und zu Recht, denn Sie, liebe Spender, ermöglichten es, dass Kristine die dringend benötigte Therapie beginnen und die notwendigen zusätzlichen Medikamente gekauft werden konnten.
In den nächsten Monaten wird sich zeigen, ob eine erneute Operation notwendig und machbar ist.
Doch dank Ihnen, liebe Freunde, konnte die ausweglose Situation dieser jungen Familie verändert werden.
(Projektnummer 1383, Diaconia Report August 2009)



Erfolgsberichte

FEBRUAR 2010


RUMÄNIEN
Warme Stube
Durch Diaconia finden Strassenkinder immer wieder den Weg in ein stabileres Leben zurück. Im April 2008 berichteten wir über Liviu und Alexandru. Die beiden Knaben lebten auf der Strasse und ihre Familien waren bitterarm. Zusammen mit unseren Mitarbeitern konnten die Eltern ausfindig gemacht werden. Um die armselige Behausung zu heizen, wurde Feuerholz gekauft. In Rumänien ist es nämlich verboten, Holz in den Wäldern aufzulesen und nach Hause zu nehmen. Brennholz muss gekauft werden, aber dafür fehlte das Geld. Die Kinder waren glücklich, als sie das Feuer im Ofen brennen sahen. Nun haben sie wieder einen warmen Platz zum Leben und können sogar ihre gewaschenen Kleider trocknen lassen.
(Projektnummer 1219, Diaconia Report April 2008)

RUMÄNIEN
Keine Angst mehr vor kalten Nächten
Damals, bei unserem Aufruf im Diaconia Report, hatte die Familie Angst vor jeder kalten Winternacht, Angst vor einer ungewissen Zukunft. Sie lebte in einer baufälligen Blockhütte unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die Freude war gross, als nun die Lastwagen, beladen mit Holz, Zement und anderen Baumaterialien, zufuhren. Vor allem die Kinder waren aufgeregt und begrüssten unseren Bautrupp mit viel Geschrei und Lachen, denn ihnen war wohl bewusst, dass hier jemand an sie gedacht hatte und nun ehrlich helfen wollte. Die Mutter trauert immer noch um ihr verlorenes Baby und braucht sehr viel Zuspruch und Unterstützung. Damit der Familienvater wieder einer Arbeit nachgehen konnte, musste er sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen. Hierfür beglich Diaconia die Rechnung. Auch für die Nahrungsmittelpakete waren die Familienmitglieder sehr dankbar. Diaconia hat den Weg in eine bessere Zukunft geebnet.
(Projektnummer 1067, Diaconia Report Juni 2007)

RUMÄNIEN
Vasiles Leben wurde gerettet
Es war ein schrecklicher Unfall, und die Mutter macht sich heute noch die schwersten Vorwürfe. Das Feuer wurde durch eine brennende Kerze entfacht, wobei sich der kleine Vasile schwerste Verletzungen und Verbrennungen zuzog. Heute, fast zwei Jahre später, sind wir glücklich, Ihnen mitteilen zu können, dass es der kleine Junge geschafft hat. Aber der Weg bis zu diesem Zeitpunkt war steinig und hart. Das Kleinkind litt an schrecklichen Schmerzen, die Mutter weinte Tag und Nacht und bat Gott, ihrem Sohn zu helfen. Lunge und Nieren versagten oft, die Ärzte unternahmen jedoch alles, um die Funktion der Organe zu stabilisieren. Natürlich mussten auch die schrecklichen Verbrennungen mit heilenden Salben behandelt werden, und eine spezielle Diät sollte die Genesung unterstützen.
Vasile befindet sich immer noch in ärztlicher Obhut, ist aber heute ausser Lebensgefahr. Die Mutter, die ihren Sohn während dieser unsäglichen Leidenszeit begleitete, stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch; sie hätte wohl keinen Tag länger durchgehalten.
An Weihnachten machte Diaconia einen Spitalbesuch. Die gemeinsam gesungenen Weihnachtslieder gaben Mut und Hoffnung. Die Eltern sind so dankbar über die finanzielle Unterstützung. Jedoch erst in der Zukunft wird die junge Mutter so richtig verstehen, was sie durchmachen musste.
(Projektnummer 1192, Diaconia Report Februar 2008)

ALBANIEN
Schöne Weihnachten für die Waisenkinder von Tropoje
Genau rechtzeitig zu Weihnachten konnten die Renovationsarbeiten am baufälligen Haus der fünf Kinder fertiggestellt werden. Die Geschwister waren sehr aufgeregt, als sie ihre Unterkunft zum ersten Mal wieder betraten. So viele Leute hatten im Vorfeld ihre Hilfe angeboten, aber von diesen Versprechen blieben oft nur leere Worte übrig. Darum hatte der Onkel auch seine Bedenken, als er mit Diaconia das Haus zum ersten Mal besuchte. Aber unser Einsatzleiter konnte beweisen, dass wirklich Hand angelegt worden war: Die Kinder standen mit ihrem Onkel vor einem neu renovierten Haus.
Es tut weh, sich die Geschichte der fünf Waisen anzuhören. Vor dem Einzug ins neue Haus hatten die Kinder in kalten, regendurchlässigen Räumen gelebt. Unser Mitarbeiter Artan Metohu denkt nicht gerne an seinen ersten Besuch zurück. Heute jedoch macht es viel Freude, die Kinder zufrieden in ihrem schönen, warmen Wohnzimmer zu sehen. Die glücklichen Hausbewohner danken allen Spendern für ihre Hilfe und Nähe in dieser schwierigen Zeit. Die richtigen Worte der Dankbarkeit auszudrücken, fällt ihnen nicht leicht, aber man kann die Freude in ihren Augen ablesen. Valbona, die älteste Tochter, hat nun die Mutterrolle übernommen und Gezim, der älteste Sohn, ist in die Vaterrolle geschlüpft. Valbona, von Natur aus ein eher schüchternes Mädchen, getraute sich nach einer Weile, ihre Freude in Worte zu fassen:
„Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Für uns hat sich vieles verändert. Wir dürfen nun in unserm neuen Zuhause ein besseres Leben führen. Wir danken allen für die wundervolle Hilfe.“
Im November 2009 besuchte Michaela Kuhlmann, unsere Geschäftsleiterin in Deutschland, zusammen mit ihrem Mann Albanien. Dank ihrem Beitrag zum neuen Haushalt durften sich die fünf Waisenkinder ein festliches Weihnachtsessen zubereiten und konnten sich später noch für lange Zeit von den geschenkten Lebensmitteln verpflegen.
Natürlich durfte auch ein Weihnachtsgeschenk nicht fehlen, und es war eine grosse Freude — ja, in Artan Metohus Augen sogar eine privilegierte Freude — den Kindern beim Auspacken zuzusehen. Trotz der anfänglichen Schüchternheit war das Glück des Augenblicks gross und wurde lautstark zum Ausdruck gebracht. Vielen Dank an alle Gönner, die diese schönen Festtage und das neue Heim ermöglicht haben.
(Projektnummer 1393, Diaconia Report September 2009)



Erfolgsberichte

JANUAR 2010


RUMÄNIEN
Knochenmarktransplantation
Die Leukämie des kleinen Ferentz trieb die arme Familie nahezu in den Ruin. Die Behandlungen waren teuer und erfolglos. Schliesslich konnte der Junge auf eine Knochenmarkspendenliste gesetzt werden. Aber auch das war mit enormen Kosten verbunden. Der geeignete Spender konnte zum Glück gefunden werden, und dank Ihrer Unterstützung durften wir dem Jungen und seiner Familie helfen. Die Operation wurde am 10. August 2009 erfolgreich in Ungarn durchgeführt. Während zwei Monaten befanden sich Ferentz und seine Mutter (sie konnte innerhalb des Spitalareals ein Zimmer für sich beziehen) in der Obhut des Krankenhauses.
Heute geht es dem Knaben den Umständen entsprechend gut. Er ist wieder zu Hause, muss jedoch den Kontakt zu kranken Leuten meiden. Auch darf er sich nicht der Kälte aussetzen und ist gezwungen, vorerst diesen Winter im Haus zu bleiben. Die Mutter betonte beim letzten Besuch, dass Ferentz nun auch ruhiger und ausgeglichener ist, denn die Angst vor der Transplantation hatte ihn sehr nervös gemacht.
(Projektnummer 1388, Diaconia Report August 2009)

RUMÄNIEN
Kleider und Schuhe für Heimkinder
Unsere Mitarbeiter in Rumänien besuchten einige Kinderheime, und was sie hier vorfanden, war ernüchternd und beängstigend zugleich: Viele Kinder waren vereinsamt, trugen lumpige Kleider und besassen nur kaputte Schuhe.
Wo die Kleinen nicht selbst bei uns in Brasov vorbeikommen konnten, ging Diaconia, vollgepackt mit Hilfsgütern, zurück zu vier Waisenhäusern. Um die Verteilaktion zu optimieren und erleichtern, waren im Vorfeld die Schuhe anhand der Grössen vorsortiert worden. Für unsere Mitarbeiter war das ein ganz spezieller Moment. Beim Betreten der Heime wurden sie überrannt mit Fragen, Grüssen und Geschrei. Die Kinder erzählten teilweise ihre traurigen Lebensgeschichten, und ein Drang nach Akzeptanz, Liebe und Beachtung war deutlich spürbar. Aber mit ein wenig gespendeter Zeit und Achtung und natürlich den neuen Schuhen durfte Diaconia diesen Tag zu einem glücklichen Tag werden lassen.
(Projektnummer 1385, Diaconia Report August 2009)

RUMÄNIEN
Dem kleinen Robert konnte geholfen werden
Als der kleine Robert vor zwei Jahren plötzlich Blut zu erbrechen begann und auch Blut im Stuhl hatte, sollte für die arme Familie ein langer Leidensweg beginnen. Oft bat die verzweifelte Mutter bei Diaconia um Hilfe, und oft hing das Leben des Kleinkindes nur noch an einem seidenen Faden. Die Operationen und damit verbunden Ausgaben liessen die Eltern beinahe verzweifeln. Aber Roberts Leben konnte dank Ihrer Hilfe gerettet werden. Zwar ist sein Zustand noch nicht ganz stabil, aber unsere Mitarbeiter vor Ort sind dankbar und froh, ihr Möglichstes getan zu haben. Diese Hilfe durfte die Familie in Form von Medikamenten und Transport-Hilfe zu dem 315 Kilometer entfernten Krankenhaus in Empfang nehmen. Auch Nahrungsmittel, Milch und Windeln wurden an die Eltern abgegeben. Die Spender werden die Tränen der Dankbarkeit nie zu sehen bekommen, aber die Mutter möchte allen ihren Dank aussprechen, den sie aber nicht in Worte fassen kann.
(Projektnummer 1256, Diaconia Report August 2008)

ARMENIEN
Nothilfefonds — Aus unserer täglichen Arbeit von Baru Jambazian, Einsatzleiter in Armenien
Armenien ist eine noch junge Republik. Oftmals sagen wir hier, wir sind gerade erst „volljährig“ geworden, deswegen müsse man viele Gegebenheiten und Probleme einfach hinnehmen. Die Zeit werde uns schon „erwachsen“ werden lassen.
Der Staat versucht, viele Probleme zu lösen, doch die Wirklichkeit sieht oftmals anders aus. Auf unserer Seite des Fensters sehen wir eine andere Realität als die glitzernden Lichter der Grosstadt, eine andere Realität als die meisten, die Armenien besuchen.
Als Hilfswerk haben wir immer wieder mit Fällen zu tun, die uns zu Herzen gehen. Fälle, in denen wir helfen wollen, die jedoch nicht durch die Patenschaften oder Sonderprojekte abgedeckt sind oder wo das Geld nicht ausreicht. Oftmals sind es medizinische Fälle, wo schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen:
• Die Mutter eines Patenkindes muss dringend ins Krankenhaus, sonst wird sie eventuell sterben.
• Ein ehemaliger Freiheitskämpfer, der im Krieg mit Aserbaidschan für das Überleben seiner Heimat ein Bein geopfert hat, ist nun invalid und steht mit seiner Familie mitten im Winter auf der Strasse, da er kein Geld hat, eine Wohnung zu mieten.
• Da ist Armine, das kleine Mädchen das keine Paten hat, aber doch auch ein Recht auf Leben, zumindest jedoch aufs Überleben. Es braucht dringend Hilfe, und wenn es nicht die nötige Therapie bekommt, sieht es schlimm aus.
Diesen armen Menschen, diesen Schicksalen dürfen wir dank Ihrer Hilfe durch den Nothilfefonds helfen. Dieser Fonds rettet Leben. Dieser Fonds ist ganz konkrete Hilfe.
Dieser Fonds hilft dort, wo sonst nur Hoffnungslosigkeit regiert. Dafür möchte Ihnen das Team von Diaconia im Namen der vielen Menschen, die durch diesen Fonds wieder Hoffnung schöpfen dürfen von ganzem Herzen danken und Sie ermutigen, es uns durch eine kleine Gabe mit dem Vermerk „Nothilfefonds Armenien“ zu ermöglichen, in Ihrem Namen ganz konkret zu helfen.

ALBANIEN
Im Diaconia Report stellen wir Ihnen monatlich ein aktuelles Projekt in Albanien vor und bitten um Ihre Hilfe. Daneben setzt sich Diaconia Albanien auch für kleinere, nicht minder sinnvolle Hilfsaktionen im Land ein. So durfte sich beispielsweise das Küchenpersonal eines Wohnheimes für taubstumme Kinder in Tirana über einen neuen Gasherd freuen. Diaconia steht mit dieser Institution schon seit vier Jahren in Kontakt und hat geholfen, die Lebensqualität der Bewohner und Betreuer zu erleichtern und verbessern. Die verantwortliche Köchin arbeitet seit acht Jahren hier und freute sich ganz besonders auf den Tag der Inbetriebnahme dieses zweckmässigen Herds: „Im integrierten Backofen haben wir nun die Möglichkeit, auf grossen Blechen zu backen, und auf den vier Kochplatten darüber können wir jetzt die Mahlzeiten für die 150 Kinder unkompliziert und in geeigneten Mengen zubereiten. Im Winter haben wir hier in Albanien oft Probleme mit der Elektrizitätsversorgung. Deshalb sind wir glücklich, dass wir durch den Gasherd auch dieses Problem lösen konnten. Auch ist die Reinigung viel einfacher als vorher, was uns natürlich den Arbeitsablauf erleichtert. Für so viele Menschen zu kochen, ist keine einfache Sache. Doch nun können wir mit mehr Professionalität arbeiten, wofür wir sehr dankbar sind.“

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